{"id":19127,"date":"2024-05-20T21:10:11","date_gmt":"2024-05-20T19:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19127"},"modified":"2024-06-14T13:20:42","modified_gmt":"2024-06-14T11:20:42","slug":"beispiel-haiti-wie-die-usa-ihre-politik-des-neokolonialismus-umsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=19127","title":{"rendered":"Beispiel Haiti: Wie die USA ihre Politik des Neokolonialismus umsetzen"},"content":{"rendered":"<h4>Wie die USA ihre Politik des Neokolonialismus umsetzen und welche Rolle der Clinton-Clan dabei spielt<\/h4>\n<p><strong>In Haiti ist die staatliche Ordnung zusammengebrochen, das Land wird von kriminellen Clans beherrscht. Ein n\u00e4herer Blick auf Haiti bringt sehr interessante Fakten zum Vorschein.<\/strong><\/p>\n<p><em>von <strong>Anti-Spiegel<\/strong> (d.i. <strong>Thomas R\u00f6per<\/strong>)<\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 16. Mai 2024 auf <a href=\"https:\/\/anti-spiegel.ru\/2024\/wie-die-usa-ihre-politik-des-neokolonialismus-umsetzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">antispiegel.ru<\/a><\/span><\/p>\n<p>Haiti ist ein Land, \u00fcber das kaum jemand wirklich viel wei\u00df. Es liegt auf der gleichen Insel, wie die Dominikanische Republik, ist aber ungleich \u00e4rmer und heute ist die staatliche Ordnung de facto zusammengebrochen. Man fragt sich, warum die USA so eine Entwicklung in ihrem \u201cHinterhof\u201d zugelassen haben. Daher schauen wir uns das einmal genauer an.<\/p>\n<p>Ich gehe in diesem Artikel weit in die Geschichte Haitis zur\u00fcck, weil ich das bei der Recherche sehr interessant fand. Wenn wir in der zweiten H\u00e4lfte des Artikels in die heutige Zeit kommen, wird es besonders interessant, weil der Clinton-Clan in Haiti eine sehr wichtige Rolle spielt, von der ich bisher gar nichts gewusst habe.<\/p>\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die Monroe-Doktrin und der Neokolonialismus<\/h5>\n<p>Die USA nehmen im System des Weltkolonialismus eine Sonderstellung ein, denn die USA erfanden quasi den Neokolonialismus, der sich vom Kolonialismus der europ\u00e4ischen Kolonialm\u00e4chte vor allem darin unterscheidet, dass er den kolonisierten L\u00e4ndern vorgaukelt, in Freiheit zu leben. Washington schlug den Weg der Eroberung von Kolonialbesitz ein und verband dabei den Kapitalismus untrennbar mit seinem Imperialismus.<\/p>\n<p>Die Hauptrichtung der Expansion des US-Kapitalismus war im 19. Jahrhundert die Eroberung wirtschaftlicher und politischer Positionen in den jungen Staaten der neuen Welt, die aus den Tr\u00fcmmern der Kolonialreiche der europ\u00e4ischen M\u00e4chte entstanden waren. Der US-amerikanische Neokolonialismus ersetzte den europ\u00e4ischen Kolonialismus der Vergangenheit, was die USA schon vor 200 Jahren in der <a href=\"https:\/\/anti-spiegel.ru\/2023\/200-jahrestag-der-monroe-doktrin\/\"><u>Monroe-Doktrin<\/u><\/a> offen verk\u00fcndet haben, als sie die L\u00e4nder Nord-, Mittel- und S\u00fcdamerikas zu ihrer Interessenssph\u00e4re erkl\u00e4rte, aus der sich die europ\u00e4ischen M\u00e4chte rauszuhalten h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Venezuela, Chile, Nicaragua, Kolumbien, Kuba, Guatemala, El Salvador und sp\u00e4ter dann Iran, Vietnam, Pakistan, Syrien, Irak, Afghanistan, sogar ganz Europa und viele andere L\u00e4nder sind zu unterschiedlichen Zeiten unter den Einfluss und den politischen Druck der USA geraten. Die Pr\u00e4senz Washingtons kam in verschiedenen Formen: milit\u00e4rische Interventionen, Unterst\u00fctzung von Oppositionsgruppen, Sturz legitimer Regierungen und Errichtung von Diktaturen sowie wirtschaftlicher und politischer Druck zur Anerkennung der Vorherrschaft der USA.<\/p>\n<p>Hier schauen wir uns eine ehemalige Kolonie an, die unmittelbar nach ihrer Unabh\u00e4ngigkeit unter die Kontrolle der USA geriet: Haiti. Haiti w\u00e4re ein kleiner paradiesischer Inselstaat in der Karibik, wenn das Land nicht so arm und kriminellen Clans beherrscht w\u00e4re.<\/p>\n<p>Obwohl das Land reich an Bodensch\u00e4tzen ist, ist es das \u00e4rmste Land der Welt, das nicht in Afrika liegt. Man k\u00f6nnte meinen, die Vorfahren der Haitianer h\u00e4tten vor 200 Jahren in der Sklaverei besser gelebt als heute.<\/p>\n<p>Das Beispiel Haiti ist vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage der Welt, in der darum gek\u00e4mpft wird, ob die USA ihre Vorherrschaft erhalten oder ob eine multipolare Weltordnung entsteht, zum Verst\u00e4ndnis des Vorgehens der USA sehr interessant. Daher schauen wir uns die Geschichte Haitis nun genauer an.<\/p>\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Von der Kolonie zur ersten unabh\u00e4ngigen Republik in der Karibik<\/h5>\n<p>Seit dem 15. Jahrhundert war Haiti eine spanische Kolonie. Die Spanier beuteten die einheimische Bev\u00f6lkerung r\u00fccksichtslos aus, um mehr Gold zu gewinnen, denn schon Kolumbus hat dar\u00fcber geschrieben, wie reich Haiti an Bodensch\u00e4tzen ist. Europ\u00e4ische Krankheiten und brutale Arbeitsbedingungen dezimierten bald die Bev\u00f6lkerung. Ende des 16. Jahrhunderts war die urspr\u00fcngliche Bev\u00f6lkerung fast ausgerottet. Den Tausenden von Sklaven, die die Spanier von anderen karibischen Inseln mitgebracht hatten, erging es \u00e4hnlich.<\/p>\n<p>Die Spanier wurden dann als Kolonialmacht von den Franzosen abgel\u00f6st. Die franz\u00f6sischen Gro\u00dfgrundbesitzer im Westen Haitis importierten immer mehr afrikanische Sklaven. 1789, vor der Franz\u00f6sischen Revolution, <a href=\"https:\/\/www.britannica.com\/biography\/Henry-Christophe\"><u>z\u00e4hlte<\/u><\/a> Haiti etwa 556.000 Einwohner, davon 500.000 afrikanische Sklaven, 32.000 europ\u00e4ische Siedler und 24.000 Mulatten (afrikanisch-europ\u00e4ische Mischlinge ).<\/p>\n<p>Die haitianische Gesellschaft war nach Hautfarbe, Klasse und Geschlecht getrennt. Die Sklaven wurden r\u00fccksichtslos ausgebeutet und starben h\u00e4ufig an Verletzungen, Infektionen und tropischen Krankheiten. Auch Unterern\u00e4hrung und Hunger waren nicht selten. Einige entkamen ins Hochland und f\u00fchrten Guerillak\u00e4mpfe gegen die Kolonialherren.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der schwierigen innenpolitischen Situation brach in den fr\u00fchen 1790er Jahren eine Revolution aus. Die Rebellion erreichte 1791 ihren H\u00f6hepunkt und zwei Jahre sp\u00e4ter setzte die Bev\u00f6lkerung die Abschaffung der Sklaverei durch. 1804 hat sich die gesamte Insel unabh\u00e4ngig erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Das franz\u00f6sische Mutterland hatte es jedoch nicht eilig, die Unabh\u00e4ngigkeit Haitis anzuerkennen. Die Anerkennung <a href=\"https:\/\/tnsr.org\/2024\/03\/stabilizing-haiti-a-guide-for-policymakers\/\"><u>erfolgte<\/u><\/a> 1825 gegen eine hohe Reparationszahlung von 150 Millionen Francs, die erst 1947 abbezahlt war. 122 Jahre lang bezahlte Haiti daf\u00fcr, nicht von anderen abh\u00e4ngig zu sein. Journalisten <a href=\"https:\/\/www.dollarsandsense.org\/archives\/2010\/0310kennedytilly.html\"><u>nannten<\/u><\/a> das Abkommen einen \u201ePakt mit dem Teufel\u201c.<\/p>\n<p>Aber Frankreich war nicht das letzte Land, das die Unabh\u00e4ngigkeit Haitis anerkannte. W\u00e4hrend Frankreich dies 1825 tat, z\u00f6gerten die USA bis 1862. Diese sp\u00e4te Anerkennung war der Beginn einer Reihe von milit\u00e4rischen und politischen Interventionen.<\/p>\n<p>Nach der Unabh\u00e4ngigkeit wurde Haiti von einem weiteren Fluch heimgesucht: korrupte und instabile Regierungen, eine unproduktive Landwirtschaft und weit verbreiteter Analphabetismus.<\/p>\n<p>1804 kam es zu einem Massaker an Wei\u00dfen und die ehemaligen Sklaven bildeten eine starke Armee, die 10 Prozent der Bev\u00f6lkerung ausmachte. In Haiti gab es starke Gegens\u00e4tze zwischen der Hauptbev\u00f6lkerung bestehend aus Schwarzen und Mulatten. Die daraus resultierende innenpolitische Krise spaltete das Land in den \u201eStaat Haiti\u201c, der von dem Schwarzen Henri Christophe regiert wurde, und die \u201eRepublik Haiti\u201c, die von dem Mulatten Alexandre P\u00e9tion regiert wurde. Die schwarzen Einwohner Haitis bildeten die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung, doch auch nach der Unabh\u00e4ngigkeit wurden ihnen nie Rechte zugestanden und sie wurden von der wei\u00dfen Bev\u00f6lkerung unterdr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Bis 1847 wechselte das Land f\u00fcnfmal die Regierung, dann wurde Faustin-Elie-Soulouce zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt. Er verfolgte die Mulatten und gab den Staatshaushalt r\u00fccksichtslos aus, was zu einer weiteren Verarmung der Bev\u00f6lkerung und wachsender Unzufriedenheit f\u00fchrte. Immer wieder wurden Machthaber gest\u00fcrzt, die das Land langsam wieder aufbauen und versuchen wollten, es aus der Krise zu f\u00fchren. Es wurden Hochschulen f\u00fcr Seefahrt, Kunst und Medizin gegr\u00fcndet und eine Reihe von Reformen zur Tilgung der Auslandsschulden verabschiedet. Aber ein Pr\u00e4sident nach dem anderen wurde ausgetauscht.<\/p>\n<p>Die Lage verschlechterte sich weiter, als die Regierung Anfang des 20. Jahrhunderts Geld druckte, das rasch an Wert verlor, was zu einer Inflation f\u00fchrte. Im ganzen Land kam es zu Massenprotesten und Unruhen, die immer wieder zum Sturz von Regierungen f\u00fchrten. Das dauerte bis zum Eingreifen der Amerikaner an.<\/p>\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die Besetzung Haitis durch die USA<\/h5>\n<p>Als 1915 ein weiterer haitianischer Pr\u00e4sident ermordet wurde, schickte US-Pr\u00e4sident Woodrow Wilson Marineinfanteristen, die das Land von 1915 bis 1934 besetzt hielten. Das war die erste, aber nicht die letzte milit\u00e4rische Intervention der USA in Haiti. Die Besetzung dauerte formell 20 Jahre, im Grunde dauert sie aber bis heute an. Die wichtigsten <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2022\/oct\/19\/us-backed-foreign-intervention-disaster-haiti-un\"><u>Ma\u00dfnahmen<\/u><\/a>, die Washington nach der ersten milit\u00e4rischen Intervention ergriffen hat, waren die \u00dcbertragung der haitianischen Staatskasse an die Bank of New York, die Anerkennung einer Schuld von 40 Millionen US-Dollar und die Vergr\u00f6\u00dferung der Kluft zwischen Mulatten und Schwarzen.<\/p>\n<p>Auch wenn sich die Details der stets angespannten Beziehungen zwischen den USA und Haiti seither mehrfach ge\u00e4ndert haben, bleibt eines sicher: Nur wenige wirklich wichtige politische Ereignisse finden in Haiti ohne Beteiligung der US-Regierung statt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ca.news.yahoo.com\/big-elephant-haiti-country-sinks-090000032.html?guccounter=1&amp;guce_referrer=aHR0cHM6Ly93d3cuZ29vZ2xlLmNvbS8&amp;guce_referrer_sig=AQAAABR0fZJSQcELPYxpOiKspBw1myP7GKDFmWkfCYk0TYg3l7m5SRXEO0uwCWl55XOjL78fm9jrhzATyqyrgocM-7Chd27i\"><u>Beobachtern und Insidern zufolge<\/u><\/a> war die US-Politik in Haiti bestenfalls inkonsistent und reichte von der Aufrechterhaltung der Ordnung mit Waffengewalt bis hin zur jahrzehntelangen Unterst\u00fctzung repressiver Machthaber durch politischen Druck sowie finanzielle und milit\u00e4rische Hilfe.<\/p>\n<p>Die erste H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts war gepr\u00e4gt von st\u00e4ndig wechselnden Machthabern, so dass die Wahlen von 1957 f\u00fcr Haiti mit gro\u00dfen Hoffnungen verbunden waren. Die Bev\u00f6lkerung hoffte, dass endlich ein Herrscher an die Macht kommen w\u00fcrde, der nicht nur auf seine eigene Bereicherung bedacht war.<\/p>\n<p>Die Wahl gewann Fran\u00e7ois Duvalier, der zum haitianischen Diktator mit dem Spitznamen \u201ePapa Doc\u201c wurde. In den 14 Jahren seiner Herrschaft machte er Haiti zur H\u00f6lle: Unterdr\u00fcckung, Verhaftungen, Menschenrechtsverletzungen, Misshandlungen, Enthauptungen und Folter mit S\u00e4ureb\u00e4dern waren nur <a href=\"https:\/\/books.google.ru\/books?id=CMya7T_-dRYC&amp;pg=PR2-IA83&amp;lpg=PR2-IA83&amp;dq=%22Peepholes+were+made+in+his+torture+chambers,+to+allow+him+to+observe+discreetly%22&amp;source=bl&amp;ots=zxndUFC2Ib&amp;sig=ACfU3U2DDLtcq16A7gUCfWoLkz9vTWbR0A&amp;hl=ru&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwj\"><u>ein kleiner Teil<\/u><\/a> dessen, was er der Bev\u00f6lkerung antat.<\/p>\n<p>Im April 1970 rebellierte ein Teil der haitianischen Marine gegen den Diktator Duvalier. Die Meuterei wurde mit Unterst\u00fctzung der USA niedergeschlagen. Die USA versorgten Duvalier gro\u00dfz\u00fcgig mit Waffen und Geld, das sich der Diktator sich in die eigene Tasche steckte. Insgesamt <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/1229010\"><u>verschwanden<\/u><\/a> w\u00e4hrend seiner Diktatur zwischen 1957 und 1971 etwa 50.000 Haitianer spurlos.<\/p>\n<p>Warum hat sich Washington, der \u201eVerteidiger der Menschenrechte\u201c, nicht f\u00fcr die Menschenrechte eingesetzt? Der Grund lag im Kalten Krieg, denn Duvalier hatte zun\u00e4chst auch mit der Sowjetunion geflirtet, stellte sich dann aber, vor allem nachdem Castro in Kuba die Macht \u00fcbernommen hatte, auf die Seite der USA. Duvalier <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/haitiduvaliersth00abbo\/page\/n11\/mode\/2up\"><u>sagte<\/u><\/a> dazu:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDer Kommunismus hat Seuchenherde geschaffen \u2026 Keine Region der Welt ist f\u00fcr die Sicherheit der USA so wichtig wie die Karibik \u2026. Wir brauchen eine massive Finanzspritze, um das Land wieder auf die Beine zu bringen, und diese Finanzspritze kann nur von unserem gro\u00dfen und f\u00e4higen Freund und Nachbarn, den USA, kommen.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>1969 ver\u00f6ffentlichte die New Yorker Wochenzeitung <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/history\/haiti\/1969\/death-decree.htm\"><u><em>Intercontinental Press<\/em><\/u><\/a> einen Artikel mit dem Titel \u201eHaitis Diktatur erkl\u00e4rt Kommunisten den Tod\u201c. Darin hie\u00df es, Duvaliers Regierung habe kommunistische Aktivit\u00e4ten als \u201eKapitalverbrechen gegen die Sicherheit des Staates\u201c eingestuft. Jeder, der beschuldigt wurde, marxistisches Gedankengut zu verbreiten, Beschuldigten zu helfen oder Unterschlupf zu gew\u00e4hren, musste mit einem Kriegsgerichtsverfahren und Hinrichtung rechnen.<\/p>\n<p>Um die Ausbreitung des Kommunismus in Lateinamerika zu verhindern, haben die USA Diktaturen zu unterst\u00fctzt, wenn die nur antikommunistisch waren. Das bekannteste Beispiels ist Chile, aber auch Haiti geh\u00f6rt in diese Reihe. Mit seiner anti-kommunistischen Haltung sicherte sich Duvalier die Unterst\u00fctzung der USA und seinen eigenen Machterhalt.<\/p>\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die strategische Bedeutung Haitis f\u00fcr die USA<\/h5>\n<p>Washingtons Anspruch, die einzige Supermacht zu sein, deren Interessen und Einfluss in der ganzen Welt vertreten werden sollen, begann im fr\u00fchen 19. Jahrhundert. Damals verk\u00fcndete US-Pr\u00e4sident James Monroe die Grundprinzipien der Au\u00dfenpolitik Washingtons: \u201eAmerika den Amerikanern\u201c. Die <a href=\"https:\/\/www.archives.gov\/milestone-documents\/monroe-doctrine#:~:text=The%20Monroe%20Doctrine%20is%20the,further%20colonization%20or%20puppet%20monarchs.\"><u>Erkl\u00e4rung<\/u><\/a> ging als die schon erw\u00e4hnte \u201eMonroe-Doktrin\u201c in die Geschichte ein. In den folgenden zwei Jahrhunderten diente die Doktrin Washington als Vorwand f\u00fcr ungez\u00e4hlte Interventionen in der Karibik und in Lateinamerika.<\/p>\n<p>William A. MacCorkle, ein US-Politiker und von 1893 bis 1897 Gouverneur von West Virginia, <a href=\"https:\/\/www.loc.gov\/item\/15015547\/\"><u>beschrieb in seinem Buch<\/u><\/a> \u201eDie Monroe-Doktrin in Bezug auf Haiti\u201c den Reichtum des Landes, der es f\u00fcr die USA so interessant machte:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eHaiti ist neben Kuba der wichtigste strategische Punkt im Golf von Mexiko und in der Karibik. Es liegt direkt an den beiden gro\u00dfen \u00dcberg\u00e4ngen vom Atlantik in die Karibik, von der Ostk\u00fcste der USA zum Panamakanal und vom Panamakanal zum Atlantik, und beherrscht sie. Damit kontrolliert es praktisch den gr\u00f6\u00dften Teil des Handels der USA mit dem Osten und dem Pazifik. Die Insel ist reicher an Natursch\u00e4tzen als jedes andere Gebiet vergleichbarer Gr\u00f6\u00dfe auf der Welt. Mit ihren fruchtbaren T\u00e4lern und herrlichen Bergen verf\u00fcgt sie \u00fcber alle dem Menschen bekannten Temperaturen. Alle tropischen Pflanzen und B\u00e4ume sowie Gem\u00fcse und Fr\u00fcchte der gem\u00e4\u00dfigten Klimazonen gedeihen hier in Perfektion. Der beste Kaffee, den der Handel kennt, w\u00e4chst wild, ohne Pflanzung oder Kultivierung. Zuckerrohr, Indigo, Brotfr\u00fcchte, Melonen, Mangos, Orangen, \u00c4pfel, Weintrauben, Maulbeeren und Feigen gedeihen mit wenig Arbeit und Pflege. Mahagoni, Manchineel, Satinholz, Palisander, Zinn, Rundholz, Kiefer, Eiche, Zypresse und Palmetto gedeihen reichlich auf dem herrlichen Boden.\u00a0 Hier gibt es die besten Farbstoffe, die der Handel kennt, und in der Erde findet man Silber, Gold, Kupfer, Blei, Eisen, Gips und Schwefel.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>In dem Buch von William A. MacCorkle gibt es ein Kapitel \u00fcber das Bedrohungspotential Haitis, das wir uns n\u00e4her anschauen wollen.<\/p>\n<p>MacCorkle zufolge entwickelte sich die Republik Haiti zu einem Zentrum der Besorgnis f\u00fcr die USA und schaffte eine Vielzahl von Problemen, die \u00fcber die Grenzen des Landes hinausgingen. Die gef\u00e4hrliche Situation in Haiti stellte nicht nur eine Bedrohung f\u00fcr die Monroe-Doktrin dar, sondern auch f\u00fcr ihre heutigen Auswirkungen auf die globale Stabilit\u00e4t und die nationale Sicherheit der USA.<\/p>\n<p>Der Kern der haitianischen Misere ist der wirtschaftliche Bankrott und die massive Verschuldung von \u00fcber 35 Milliarden US-Dollar. Die Unf\u00e4higkeit, diese Schulden zu begleichen, war der Ausl\u00f6ser f\u00fcr Zwangsma\u00dfnahmen ausl\u00e4ndischer M\u00e4chte, die die Verwundbarkeit der haitianischen Souver\u00e4nit\u00e4t deutlich machen. So erwies sich die Monroe-Doktrin als Schlinge um den Hals des haitianischen Staates, die ihn seiner au\u00dfenpolitischen Man\u00f6vrierf\u00e4higkeit und der M\u00f6glichkeit beraubte, eine heilsame Multi-Sektor-Politik zu gestalten, die sich auf andere L\u00e4nder als die USA st\u00fctzte.<\/p>\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Warum interessieren sich die reichsten L\u00e4nder der Welt so sehr f\u00fcr das arme Haiti?<\/h5>\n<p><a href=\"https:\/\/tfiglobalnews.com\/2022\/11\/02\/haiti-has-trillions-of-dollars-worth-of-natural-gas-but-the-west-doesnt-allow-it-to-prosper\/amp\/\"><u>Laut einer Studie<\/u><\/a> verf\u00fcgt Haiti \u00fcber einige der gr\u00f6\u00dften Erd\u00f6lreserven der Welt. Man sch\u00e4tzt, dass seine \u00d6lreserven die von Venezuela \u00fcbertreffen k\u00f6nnten. Die unerschlossenen Reserven k\u00f6nnten sich auf bis zu 941 Millionen Barrel \u00d6l und 1,2 Billionen Kubikfu\u00df Erdgas belaufen.<\/p>\n<p>Auch der \u00d6konom William F. Endgal erkl\u00e4rte 2010 <a href=\"https:\/\/therealnews.com\/wengdal0216\"><u>in einem Interview mit dem US-Fernsehsender The Real News Network<\/u><\/a>, Haiti verf\u00fcge \u00fcber gro\u00dfe \u00d6lreserven:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eBisher wurde nur sehr wenig \u00fcber Erd\u00f6l und Haiti gesprochen, aber das liegt nicht daran, dass es kein Interesse an Erd\u00f6l in Haiti g\u00e4be. Meiner Meinung nach \u2013 so sagen Geophysiker, die sich mit der Geophysik des karibischen Beckens auskennen \u2013 gibt es wahrscheinlich gro\u00dfe multinationale \u00d6lkonzerne, amerikanische, britische \u00d6lkonzerne und ihre Verb\u00fcndeten, die sich bewusst sind, dass es mit ein wenig Exploration an Land und vor der K\u00fcste wahrscheinlich riesige \u00d6lvorkommen gibt. Erst vor zwei Jahren wurde vor der K\u00fcste Kubas, n\u00f6rdlich von Haiti, ein gigantischer \u00d6lfund mit vermuteten Reserven von mehreren Milliarden Barrel gemacht, bei dessen Ausbeutung die Russen den Kubanern helfen. Es liegt also nahe, dass die gleiche geologische Bruchlinie dieser tektonischen Platten \u2013 die Karibische, die Nordamerikanische und die S\u00fcdamerikanische Platte \u2013 n\u00f6rdlich von Venezuela und in dem Gebiet, das Haiti genannt wird, zusammenl\u00e4uft. Dadurch ist Haiti auch f\u00fcr andere ungew\u00f6hnliche Mineralien wie Uran, Gold und so weiter geeignet. Und nachdem ich mit Geophysikern \u00fcber diese ganze Haiti-Frage gesprochen habe, habe ich den Eindruck, dass Haiti wahrscheinlich eine der unerschlossenen Schatzkammern an Bodensch\u00e4tzen auf unserem Planeten ist.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>Auf die Frage des Moderators, warum \u00d6lfelder nicht oder nur unzureichend erschlossen w\u00fcrden, betonte der Wissenschaftler, dass die Frage der \u00d6lreserven seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht nur eine wirtschaftliche, sondern eine geopolitische geworden sei.<\/p>\n<p>Die Kontrolle der \u00d6lstr\u00f6me, insbesondere im Nahen Osten, sei zu einem Schl\u00fcsselelement der au\u00dfenpolitischen Strategie der USA geworden. Diese Kontrolle erm\u00f6glichte es den USA nicht nur, sich selbst mit Energie zu versorgen, sondern auch erheblichen Einfluss auf die Weltwirtschaft und die Weltpolitik auszu\u00fcben. Die historischen Beispiele Irans, Saudi-Arabiens und anderer \u00f6lproduzierender L\u00e4nder zeigen deutlich, wie die US-Politik auf die Sicherung der eigenen Interessen in diesem Bereich ausgerichtet war. Die Frage der Erschlie\u00dfung neuer \u00d6lfelder ist daher h\u00e4ufig Gegenstand geopolitischer Man\u00f6ver, und nicht nur eine Frage der Wirtschaft.<\/p>\n<p>US-\u00d6lmultis wie Exxon Mobil und Chevron spielen dabei eine Schl\u00fcsselrolle. Ihre Entwicklungs- und Diversifizierungsstrategien sind nicht nur von kommerziellen Interessen geleitet, sondern auch von ihrem Einfluss auf die globale Politik und die Weltwirtschaft. Sie arbeiten eng mit der US-Regierung zusammen, um ihre Vormachtstellung auf dem globalen Energiemarkt zu erhalten und auszubauen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund wird die Frage der \u00d6lf\u00f6rderung in Haiti zu einem interessanten Thema. Trotz des Vorhandenseins potenzieller \u00d6lfelder wurde deren Erschlie\u00dfung verz\u00f6gert oder gar nicht erst in Angriff genommen. Die US-Interessen in der Region und ihre Strategie zur Kontrolle der Energieversorgung spielen eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung des Schicksals dieser \u00d6lvorkommen.<\/p>\n<p>Da Erd\u00f6l ein endlicher Rohstoff ist, bevorzugte Washington lange Zeit die \u00d6lf\u00f6rderung im Nahen Osten. Das haitianische \u00d6l ist Teil der \u201cKriegsreserven\u201d.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hat Washington wiederholt die Erkundung potenzieller Vorkommen, auch von Mineralien, behindert. Das kanadische Unternehmen The Northern Miner, das unter anderem 2009 Explorationsarbeiten in Haiti durchf\u00fchrte, <a href=\"https:\/\/www.northernminer.com\/subscribe-login\/?id=1000342817\"><u>schrieb<\/u><\/a>:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eDas bedeutet nicht, dass das Land v\u00f6llig unerforscht geblieben ist. Von den 1970er bis Mitte der 1990er Jahre versuchten mehrere Bergbauunternehmen, darunter Kennecott Minerals (heute Teil von Rio Tinto und Newmont Mining), Haiti zu erkunden. Im gleichen Zeitraum schickte das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, das erkannte, dass die Unterst\u00fctzung bei der Entdeckung von Bodensch\u00e4tzen Haiti aus der Armut f\u00fchren k\u00f6nnte, Geologen ins Land, um das Land zu kartieren, und unterst\u00fctzte dann mehrere Projekte bis hin zu Bohrungen. Aber 1994, als die USA sich anschickten, in das Land [Haiti] einzumarschieren und das damalige Milit\u00e4rregime zu st\u00fcrzen, zogen sich die wenigen Unternehmen, die mutig genug waren, nach Haiti zu kommen, wieder zur\u00fcck.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch Jean Erich Ren\u00e9, Wissenschaftler an der staatlichen Universit\u00e4t von Haiti, schrieb \u00fcber die Existenz von Erd\u00f6l in Haiti. <a href=\"https:\/\/www.potomitan.info\/ayiti\/rene\/petrole.php#:~:text=Le%20p%C3%A9trole%20existe%20bien%20en,recherches%20en%20hydrocarbure%20en%20Haiti\"><u>Ihm zufolge<\/u><\/a> bat der haitianische Pr\u00e4sident Dumarsais\u00a0Estim\u00e9 1949 die Atlantic Reffining Company, kurz ATRECO, um Hilfe bei der Suche nach \u00d6lquellen im Land. Tats\u00e4chlich wurde eine \u00d6lquelle gebohrt, der Betonsockel des \u00d6lturms steht heute noch. Verantwortlich f\u00fcr das Projekt war der Agrarwissenschaftler Jean David vom Ministerium f\u00fcr Landwirtschaft, Bodensch\u00e4tze und l\u00e4ndliche Entwicklung. Als jedoch der pro-amerikanische Diktator Fran\u00e7ois Duvalier an die Macht kam, wurde Jean David aus Haiti ausgewiesen.<\/p>\n<p>Unter der Regierung Jean-Claude Duvalier, dem Sohn des Diktators, der Haiti von 1971 bis 1986 beherrschte, wurde die Firma Crux Limited mit der Exploration von \u00d6l beauftragt.\u00a0Das Nationale Institut f\u00fcr Bodensch\u00e4tze INAREM f\u00fchrte fast sechs Monate lang Studien von Port-au-Prince bis zur dominikanischen Grenze durch, um einen m\u00f6glichen Standort f\u00fcr die Bohrungen zu finden.<\/p>\n<p>Kurz danach erhielt Crux Limited eine Entsch\u00e4digung f\u00fcr seine Bohrarbeiten und wurde aufgefordert, Haiti zu verlassen.\u00a0Damit war das \u00d6lprojekt in Haiti wieder einmal gestoppt. Die Frage, wer die Anweisung warum gegeben hat, ist vor dem genannten Hintergrund eine eher rhetorische.<\/p>\n<p>In den 1980er Jahren versuchte der haitianische Bergbauminister, der diese historische Tatsache nicht wahrhaben wollte, die Bohrungen wieder aufzunehmen. Er war sich der Bedeutung des Erd\u00f6lbeckens bewusst und reiste nach Venezuela, um mit der venezolanischen Regierung \u00fcber die Ausbeutung des Erd\u00f6ls zu verhandeln, das im karibischen Becken zwischen Venezuela und Haiti liegt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend seines Aufenthalts wurde ein Kommando in sein Hotel geschickt, um ein Attentat zu ver\u00fcben. Ohne die Wachsamkeit der venezolanischen Polizei w\u00e4re es wahrscheinlich gelungen.<\/p>\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die Rolle des Clinton-Clans<\/h5>\n<p>1994 lie\u00df Pr\u00e4sident Clinton US-Truppen in Haiti einmarschieren. 1995 zwang er das Land, die Z\u00f6lle auf Reisimporte aus den USA zu senken. Haiti senkte die Einfuhrz\u00f6lle f\u00fcr Reis von 50 auf drei Prozent. Clinton behauptete, dass dieser Schritt Haiti helfen w\u00fcrde, in das \u201eIndustriezeitalter\u201c einzutreten.<\/p>\n<p>Dank Clintons Politik wurde Haiti zum viertgr\u00f6\u00dften Reisimporteur der USA, obwohl es das \u00e4rmste Land der westlichen Hemisph\u00e4re ist. Der gr\u00f6\u00dfte Teil des importierten Reises kam aus Clintons Heimatstaat Arkansas. Heute ist Haiti der weltweit f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte Importeur von US-Reis, obwohl das Land nur zehn Millionen Einwohner hat.<\/p>\n<p>In den 1970er Jahren importierte Haiti <a href=\"https:\/\/haitisupportgroup.org\/subsidizing-starvation\/\"><u>nur 19 Prozent<\/u><\/a> seiner Nahrungsmittel. Als sich Haiti von den Weltm\u00e4rkten abschottete, war das Land autark und konnte den Gro\u00dfteil seiner Bev\u00f6lkerung ern\u00e4hren und gleichzeitig einen Handels\u00fcberschuss erzielen. Heute jedoch importiert Haiti mehr als 80 Prozent seines Reises aus den USA. Neue Handelsabkommen haben dazu gef\u00fchrt, dass eine Tonne haitianischen Reises auf dem haitianischen Markt 300 US-Dollar mehr kostet als US-Reis.<\/p>\n<p>Das untergr\u00e4bt Haitis F\u00e4higkeit, sich selbst zu ern\u00e4hren und zu versorgen. Haiti verf\u00fcgt \u00fcber 700.000 Hektar ungenutztes Ackerland und leidet als Folge von Clintons Politik unter chronischen Handelsdefiziten und Ern\u00e4hrungsunsicherheit. Diese Politik traf die Haitianer besonders hart, da Reis eines ihrer Grundnahrungsmittel ist. Das f\u00fchrte zu einer massiven Hungersnot in Haiti.<\/p>\n<p>2011 entschuldigte sich der ehemalige US-Pr\u00e4sident Bill Clinton, der zum UN-Sondergesandten f\u00fcr Haiti ernannt worden war, offiziell. Er <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RSE9wKUAMS8\"><u>entschuldigte sich \u00f6ffentlich<\/u><\/a> daf\u00fcr, dass er Haiti w\u00e4hrend seiner Amtszeit gezwungen hatte, die Einfuhrz\u00f6lle f\u00fcr subventionierten Reis aus den USA zu senken.<\/p>\n<p>Gleichzeitig spielt die Clinton Foundation in Haiti bis heute eine wichtige Rolle. Offiziell will sie Haiti bei der Bek\u00e4mpfung der Armut und der Folgen des verheerenden Erdbebens im Jahr 2010 helfen, aber angesichts von Clintons Politik als US-Pr\u00e4sident ist ziemlich offensichtlich, dass das nur ein Vorwand ist, um in Haiti Macht auszu\u00fcben.<\/p>\n<p>Die Hilfsma\u00dfnahmen wurden damals mit <a href=\"https:\/\/www.greenleft.org.au\/content\/haiti-aid-racket-increases-suffering\"><u>380 Millionen US-Dollar<\/u><\/a> unterst\u00fctzt. Viele H\u00e4user wurden durch das Erdbeben zerst\u00f6rt, aber die H\u00e4user wurden nicht wieder aufgebaut und die Menschen leben weiterhin in Zelten. Wo ist also das Geld geblieben?<\/p>\n<p>Neben Erd\u00f6l verf\u00fcgt Haiti auch \u00fcber unglaubliche Goldreserven, es beherbergt eine der gr\u00f6\u00dften Goldminen der Karibik. Hillary Clintons 2019 verstorbener Bruder Tony Rodham war im Goldbergbau t\u00e4tig. Im Jahr 2013 wurde er Vorstandsmitglied des Unternehmens, dem die Mine geh\u00f6rt. Seine Beteiligung an dem Unternehmen l\u00f6ste in Haiti eine Kontroverse aus, da bef\u00fcrchtet wurde, dass das Projekt eher ausl\u00e4ndischen Investoren als der haitianischen Bev\u00f6lkerung zugute kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<h5 class=\"wp-block-heading\">Die aktuelle Lage in Haiti<\/h5>\n<p>2017 wurde Haiti von Jovenel Moise regiert. Nach seinem Amtsantritt begann er mit Projekten zum Wiederaufbau des Stra\u00dfen-, Wasser- und Energiesystems des Landes. Au\u00dferdem begann er mit dem Aufbau einer neuen haitianischen Armee.<\/p>\n<p>Im Jahr 2018 begannen Massenproteste, die seinen R\u00fccktritt forderten, als ein Skandal um die Veruntreuung von Geldern f\u00fcr \u00d6llieferungen aus Venezuela ausbrach. Die Demonstranten warfen ihm au\u00dferdem vor, die wirtschaftliche Lage des Landes verschlechtert zu haben.<\/p>\n<p>2021 wurde er \u00fcberfallen und erschossen. Die Tat wurde US-B\u00fcrgern zur Last gelegt, die mit der US-amerikanischen privaten Milit\u00e4rfirma CTU Security in Verbindung stehen. Diese Gruppe wird auch mit dem gescheiterten Attentat auf den venezolanischen Staatschef Nicolas Maduro in Verbindung gebracht.<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz\/April 2023 stellte das US-Au\u00dfenministerium ein spezielles Programm f\u00fcr Haiti vor: einen 10-Jahres-Strategieplan zur Konfliktpr\u00e4vention und Stabilit\u00e4tsf\u00f6rderung.<\/p>\n<p>Doch der US-Plan scheiterte fast sofort. Die Lage in Haiti verschlechterte sich weiter rapide. Der UN-Sicherheitsrat forderte den UN-Generalsekret\u00e4r auf, innerhalb von 30 Tagen Vorschl\u00e4ge zur Eind\u00e4mmung der Gewalt in den haitianischen St\u00e4dten und D\u00f6rfern vorzulegen. Nach einer Lagebeurteilung schlug das UN-Sekretariat vor, nicht nur ein Polizeikontingent, sondern internationale Spezialkr\u00e4fte ins Land zu schicken.<\/p>\n<p>2024 <a href=\"https:\/\/ria.ru\/20240423\/gaiti-1941753733.html\"><u>berichteten die Medien<\/u><\/a>, dass Washington Kontakt zu Jimmy \u201eBarbecue\u201c Cherisier, dem Anf\u00fchrer der haitianischen G9 (\u201eBig Nine\u201c), suchte. Sein Spitzname \u201eBarbecue\u201c r\u00fchrt angeblich von seiner Vorliebe her, Menschen bei lebendigem Leib zu grillen. So ein \u201cOppositionsf\u00fchrer\u201d passt in die Reihe derer, die Washington gerne f\u00fcr seine Interessennutzt.<\/p>\n<p>Derzeit kontrollieren Barbecue und seine Banden den gr\u00f6\u00dften Teil der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince. Gef\u00e4ngnisse <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fbyif0qamBs\"><u>wurden zerst\u00f6rt<\/u><\/a> und Tausende von Kriminellen freigelassen. Mehr als 200 bewaffnete, mit US-Waffen ausger\u00fcstete Banden <a href=\"https:\/\/www.independent.co.uk\/news\/world\/jimmy-barbecue-cherizier-haiti-b2512383.html\"><u>operieren<\/u><\/a> heute in Haiti, manche kontrollieren nur einzelne Stadtviertel. Sie entf\u00fchren M\u00e4dchen und Nonnen aus Kl\u00f6stern und versetzen die Bev\u00f6lkerung in Panik. Die L\u00e4nder des sogenannten \u201ekollektiven Westens\u201c beginnen, ihre Botschaften zu <a href=\"https:\/\/www.ctvnews.ca\/video\/c2885505-canada-cuts-diplomatic-staff-in-haiti?playlistId=1.6802232\"><u>evakuieren<\/u><\/a>.<\/p>\n<p>F\u00fcr die USA ist es wichtig, Zugang zu Haiti zu behalten. Beispiele wie der Irak und Libyen haben gezeigt, dass die USA nicht zwangsl\u00e4ufig mit Regierungen zusammenarbeiten, ihnen sind auch kriminelle Clans und Warlords recht, die von den USA unterst\u00fctzt werden, wenn sie sich den Interessen der USA unterordnen. Und wenn man sich an die Formulierung von Haiti als \u201cKriegsreserve\u201d der USA f\u00fcr \u00d6l und andere Bodensch\u00e4tze erinnert, ist es nicht schwer zu verstehen, worin diese Interessen liegen.<\/p>\n<p>Ob Haiti von einem \u201cPapa Doc\u201d, seinem Sohn \u201cBaby Doc\u201d oder von Jimmy \u201eBarbecue\u201c beherrscht wird, ist f\u00fcr Washington nebens\u00e4chlich, solange sie nur den US-Interessen dienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Thomas R\u00f6per, geboren 1971, lebt seit \u00fcber 15 Jahren in Russland. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: <span class=\"mw-mmv-title\">Gewaltsame Proteste in den Stra\u00dfen Haitis, hier in Hinche 2019<br \/>\nFoto: Von Voice of America &#8211; <a href=\"https:\/\/www.voanews.com\/a\/angry-haitians-demand-regime-change\/4782379.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.voanews.com\/a\/angry-haitians-demand-regime-change\/4782379.html<\/a>, Gemeinfrei<br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=76552845\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=76552845<\/a><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>&#8230; und welche Rolle der Clinton-Clan dabei spielt<\/b><br \/>\n<b>Beitrag von Thomas R\u00f6per<\/b><br \/>\nHaiti ist ein Land, \u00fcber das kaum jemand wirklich viel wei\u00df. Es liegt auf der gleichen Insel, wie die Dominikanische Republik, ist aber ungleich \u00e4rmer und heute ist die staatliche Ordnung de facto zusammengebrochen. Man fragt sich, warum die USA so eine Entwicklung in ihrem \u201cHinterhof\u201d zugelassen haben. Daher schauen wir uns das einmal genauer an. Ich gehe in diesem Artikel weit in die Geschichte Haitis zur\u00fcck, weil ich das bei der Recherche sehr interessant fand. Wenn wir in der zweiten H\u00e4lfte des Artikels in die heutige Zeit kommen, wird es besonders interessant, weil der Clinton-Clan in Haiti eine sehr wichtige Rolle spielt. &#8230; Die USA nehmen im System des Weltkolonialismus eine Sonderstellung ein, denn die USA erfanden quasi den Neokolonialismus, der sich vom Kolonialismus der europ\u00e4ischen Kolonialm\u00e4chte vor allem darin unterscheidet, dass er den kolonisierten L\u00e4ndern vorgaukelt, in Freiheit zu leben. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":19128,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12,1162],"tags":[571,1261,2210,1328,2209,799,562,2014,397,1434,900,185,1806],"class_list":["post-19127","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","category-geschichte","tag-antikommunismus","tag-armut","tag-clinton-clan","tag-erdoel","tag-haiti","tag-interventionskrieg","tag-kolonialismus","tag-kriminalitaet","tag-lateinamerika","tag-nationale-unabhaengigkeit","tag-neokolonialismus","tag-usa","tag-wirtschaftskrise"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/2019_Haitian_protests_tire_fire_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-4Yv","jetpack-related-posts":[{"id":7302,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=7302","url_meta":{"origin":19127,"position":0},"title":"Die Uiguren-Frage","author":"Webredaktion","date":"15. 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Mai 2024","format":false,"excerpt":"EU und Deutschland f\u00f6rdern Staatsstreich in Georgien Von Gert Ewen Ungar Wie schon in der Ukraine, f\u00f6rdern Politiker aus Deutschland und der EU auch in Georgien einen Staatsstreich \u2013 wieder angeblich im Namen der Demokratie. 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