{"id":18664,"date":"2024-04-02T11:20:32","date_gmt":"2024-04-02T09:20:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18664"},"modified":"2024-05-09T01:18:40","modified_gmt":"2024-05-08T23:18:40","slug":"habeck-unplugged","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18664","title":{"rendered":"Habeck unplugged"},"content":{"rendered":"<p><strong><a id=\"top\"><\/a>Wenn man wissen will, was jemand wirklich denkt, braucht man eine Situation, in der vergleichsweise ungehemmt gesprochen wird. Robert Habeck hat j\u00fcngst einen derartigen Moment geliefert. Seine Reden sind schlimm. Sein Denken ist schlimmer. <\/strong><\/p>\n<p><em>Von <strong>Dagmar Henn<\/strong><\/em><\/p>\n<p>\u2193 Teil 1: <a href=\"#teil1\">Macron, Forschung und Kapitalsammelstellen<\/a><br \/>\n\u2193 Teil 2: <a href=\"#teil2\">Das Denken und die Wirklichkeit<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h3 class=\"HeadLine-root HeadLine-type_2 \"><a id=\"teil1\"><\/a>Teil 1: Macron, Forschung und Kapitalsammelstellen<\/h3>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 27.03.2024 auf <a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/200618-habeck-unplugged-teil-1-macron\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Habeck unplugged Teil 1: Macron, Forschung und Kapitalsammelstellen\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?i=taubd-15c832f-pb&amp;from=pb6admin&amp;share=1&amp;download=1&amp;rtl=0&amp;fonts=Arial&amp;skin=1&amp;font-color=&amp;logo_link=episode_page&amp;btn-skin=7\" width=\"100%\" height=\"150\" scrolling=\"no\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\" data-name=\"pb-iframe-player\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<p>Es gibt viele Auftritte von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, aber der bei Europa 2024, einer Veranstaltung von <em>Wirtschaftswoche<\/em>, <em>Zeit<\/em>, <em>Handelsblatt<\/em> und <em>Tagesspiegel,<\/em>\u00a0ist etwas Ungew\u00f6hnliches. Weil Habeck fast eine halbe Stunde lang Fragen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Kep6ygzZOeE\">beantwortet<\/a> (oder zumindest so tut), also weit l\u00e4nger frei redet als bei den \u00fcblichen Talkshow-Auftritten, und einen recht tiefen Einblick in sein Denken gew\u00e4hrt (wenn man das so nennen will). Das Ergebnis ist einigerma\u00dfen ersch\u00fctternd.<\/p>\n<p>Man sehnt sich, nebenbei, nach Putin-Reden zur\u00fcck; die Inhaltsdichte pro gesprochener Minute d\u00fcrfte eine Zehnerpotenz h\u00f6her sein. Und im Grunde sind die S\u00e4tze, die Habeck von sich gibt, in der Originalversion niemandem zuzumuten; seine Bemerkung zum &#8222;Landkrieg&#8220; herauszufischen, das einzige Zitat, das es in die Medien schaffte, muss jeden, der sich daran versucht hat, betr\u00e4chtlich Lebenszeit gekostet haben (gut, in Wirklichkeit ist das ein bedauernswerter Mitarbeiter von <em>dpa,<\/em>\u00a0der Rest schreibt ab). Sie erinnern an das Abschlusskapitel des &#8222;Ulysses&#8220; von James Joyce, was das Aneinanderreihen von Satzfragmenten ohne Punkt und Komma betrifft; nur, dass der Monolog der Molly Bloom, der dieses Kapitel bildet, eine Lebensgeschichte erz\u00e4hlt, nah am wirklichen Fluss der Gedanken, voller Untert\u00f6ne und Emotionen, w\u00e4hrend Habeck am Ende, wenn man sich die M\u00fche macht, das niederzuschreiben, \u00fcber weite Strecken hinweg nur eines sagt \u2013 nichts.<\/p>\n<p>Zu dem Umfeld der &#8222;Landkrieg&#8220;-Bemerkung kommen wir noch. Vorab f\u00fcr die eiligen Leser das besondere Schmankerl einer Aussage. Es lohnt sich, auch beim Rest ins Detail zu gehen, aber das, nicht der Landkrieg, ist der einzige Punkt, an dem Habeck wirklich etwas \u00dcberraschendes gesagt hat.<\/p>\n<p>Die Frage, die ihm Roman Pletter, der Chefredakteur f\u00fcr Wirtschaft bei der <em>Zeit,<\/em>\u00a0gestellt hat, zielt auf die Aussagen des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron, franz\u00f6sische Truppe in die Ukraine zu schicken; Pletter gebraucht dabei einen altert\u00fcmlichen Begriff, &#8222;Insinuierung&#8220;, der eigentlich eher im Sinne von Unterstellung gebraucht wird, in diesem Fall aber wohl eher Vorsto\u00df bedeuten soll. Jedenfalls legt der Unterton des Wortes Insinuierung nahe, dass er, Pletter, wenig h\u00e4lt von diesem Vorschlag.<\/p>\n<p><em>&#8222;Was haben Sie denn gedacht, als Sie die Insinuierung von Macron von Bodentruppen geh\u00f6rt haben?&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Habeck nimmt dieses Detail offenkundig nicht wahr, und antwortet wie folgt (ich werde mich bem\u00fchen, die w\u00f6rtlichen Zitate in Grenzen zu halten, aber wenn man das nicht gelesen hat, glaubt man es nicht):<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Das ist ein Beispiel daf\u00fcr, was ich gerade gemeint habe. Also Milit\u00e4rs, und vielleicht dann die Regierungen in der Beratung der Milit\u00e4rs, m\u00fcssen verschiedene Szenarien durchspielen. Aber man muss vielleicht nicht jedes Szenario, das noch nicht geeint ist, gleich \u00f6ffentlich machen. Das ist jetzt ohne Adressat, also das gilt im Zweifelsfall auch f\u00fcr mich oder meine Partei, aber die Dinge werden leichter, wenn man sie versucht, politisch vorzubereiten, und daf\u00fcr ist die spieltheoretische Anordnung einer liberalen Gesellschaft so, dass wenn einer rausprescht mit einer Idee, die andere nicht gut finden, automatisch gut finden, dass gleich der Widerstand sich automatisch aufbaut. Und wenn man was erfolgreich durchsetzen will, dann muss man die Dinge besser hinter den Kulissen vorbereiten, das hat ja da nicht so gut geklappt.<\/em>&#8222;<\/p><\/blockquote>\n<p>Man kann erkennt sofort, dass die Frage nicht, oder zumindest nicht direkt, beantwortet wurde. Man erkennt auch, dass immer wieder Begriffe eingestreut werden, die keine wirkliche Funktion erf\u00fcllen, was die Vermittlung von Inhalt betrifft, sondern nur dazu dienen, Eindruck zu schinden. Wie zum Beispiel &#8222;spieltheoretische Anordnung einer liberalen Gesellschaft&#8220;. Am Ende lautet die Antwort von Habeck letztlich:\u00a0&#8222;Macron hat sich schlicht saudumm angestellt bei dieser Nummer.&#8220;<\/p>\n<p>Wenn man erst einmal zu diesem Punkt vorgedrungen ist, und sich dann erinnert, dass die Frage eigentlich lautet, was er, Habeck, von dieser Idee Macrons halte, stellt man erschrocken fest, dass das ganze Geschwafel am Ende hei\u00dft: &#8222;Ich bin daf\u00fcr, es muss nur besser verpackt werden.&#8220; Und ausnahmsweise w\u00fcrde ich in diesem Fall sogar davon ausgehen, dass diese Position von Robert Habeck nicht deshalb nicht in die Medien geriet, weil man ihn schonen wollte, sondern weil sie so gut versteckt ist.<\/p>\n<h5>Eine seltsame Welt<\/h5>\n<p>An manchen Stellen hat man den Eindruck, man habe es mit einem auf Eindruck schindende Worth\u00fclsen dressierten Kleinkind zu tun. Etwa, wenn er, nach der Bemerkung, auch R\u00fcstungsg\u00fcter tr\u00fcgen zum Wirtschaftswachstum bei, aber Panzer, Raketen etc. st\u00fcnden dann schlicht lange herum, und man hoffe darauf, sie nie nutzen zu m\u00fcssen, und darauf hinweist, dass das &#8222;einen Preis haben&#8220; werde, ein Beispiel einflicht:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Also ein bisschen wie ein Feuerwehrauto, das ist superteuer, diese Feuerwehrautos, die die ganzen kleinen Gemeinden anschaffen, und die hoffen ja auch, dass es nicht brennt. Und dass die Dinger nie zum Einsatz kommen. Dann stehen die da drei\u00dfig Jahre rum, und ich wei\u00df nicht, wie lange Feuerwehrautos, was sozusagen die Haltbarkeitszeit von Feuerwehrautos sind. Aber einige kenne ich, die sind ganz sch\u00f6n alt, und die sind trotzdem bereit, daf\u00fcr das Geld auszugeben.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Ein &#8222;superteures Feuerwehrauto&#8220;. Klingt wirklich danach, als h\u00e4tte er obendrein auch nur mit einem Mitglied einer freiwilligen Dorffeuerwehr geredet, schon gar nicht mit Berufsfeuerwehrleuten aus der Gro\u00dfstadt. Ein Feuerwehrauto? Was f\u00fcr eines? Ein L\u00f6schgruppenfahrzeug? Oder dachte er eher an einen alten Spritzenwagen mit Handpumpe, der sein Wasser aus dem Dorfteich holt?<\/p>\n<p>Jedenfalls gehe ich davon aus, dass selbst bei einem bundesweiten Wettbewerb keine Gemeinde zu finden w\u00e4re, die ein &#8222;superteures Feuerwehrauto&#8220; besitzt, das drei\u00dfig Jahre lang ungenutzt herumstand. Feuerwehren, die auch nur ansatzweise in der N\u00e4he von Stra\u00dfen mit h\u00f6herem Verkehrsaufkommen liegen, haben, ganz im Gegensatz zu der Erwartung von Habeck, ziemlich viel zu tun, \u00f6fter mal auch unter Einsatz eines L\u00f6schgruppenfahrzeugs. Opfer von Verkehrsunf\u00e4llen aus den Autowracks schneiden, beispielsweise. Und auch in solchen F\u00e4llen entscheidet die Qualit\u00e4t der Ausr\u00fcstung letztlich \u00fcber Menschenleben. Sollte es wider Erwarten doch eine unter den &#8222;ganzen kleinen Gemeinden&#8220; geben, die besagtes drei\u00dfig Jahre lang rumstehendes &#8222;Feuerwehrauto&#8220; besitzt, kann sie sich ja im Bundeswirtschaftsministerium melden.<\/p>\n<p>Gut, der Mann ist nicht Innen-, sondern Wirtschaftsminister. Also muss er sich mit Feuerwehren nicht auskennen. Und auch Forschungsminister ist er nicht, auch wenn seine un\u00fcbersehbare Ahnungslosigkeit schon ersch\u00fcttert.<\/p>\n<p>Er will an diesem Punkt davon \u00fcberzeugen, dass Geld, das f\u00fcr R\u00fcstung ausgegeben wird, auch in ganz anderen Bereichen Nutzen bringen kann, und bringt als Beispiel die US-amerikanische DARPA, eine Unterbeh\u00f6rde des Pentagon, die ein Produkt des Sputnik-Schocks ist, als die USA f\u00fcrchten mussten, technologisch ins Hintertreffen zu geraten. Habeck hat sie wohl bei seiner USA-Reise besucht und war schwer beeindruckt. Witzigerweise war einer der Gr\u00fcnde, warum diese Beh\u00f6rde nicht schlicht in das Pentagon integriert wurde, dass man damals den Nazi-Raketenentwickler Wernher von Braun an der Spitze, aber eben nicht im Pentagon haben wollte.<\/p>\n<p>Habeck versieht seine Erz\u00e4hlung zu DARPA wieder einmal mit einem Imponierwort, diesmal &#8222;Sprunginnovationen&#8220;, und dann kommt das:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Die geben sehr\u00a0\u2013 so sagt man ja immer\u00a0\u2013 missionsorientiert Auftr\u00e4ge aus, und dann, das, ich traf die jetzt da, sehr interessant, die Denke dahinter. Die stellen Teams ein, im Grunde die besten Forscher. Ich glaube, die zahlen jetzt nicht die besten Geh\u00e4lter, aber es ist ein\u00a0\u2013 danach findet jeder &#8217;ne Verwendung, und zwar &#8217;ne gute, f\u00fcr vier Jahre. Also die diskutieren mit den Milit\u00e4rs und mit den Strategen und mit der Wissenschaft, und dann gibt es eine Problembeschreibung, und dann stellen sie Teams zusammen, und f\u00fcr die L\u00f6sung des Problems haben die Leute vier Jahre. Und wenn die vier Jahre vorbei sind, dann, interessanterweise, ist das Problem entweder gel\u00f6st, oder wenn es nicht gel\u00f6st ist, dann sind die Leute nicht gescheitert, sondern dann ist die Erkenntnis gewonnen, dass das nicht der richtige Weg zur L\u00f6sung ist. Und dann fangen sie mit einem anderen L\u00f6sungsweg an.<\/em>&#8222;<\/p><\/blockquote>\n<p>Sowas aber auch. Das klingt, als habe sich Robert Habeck in seinem gesamten Leben vor seinem US-Besuch nie dar\u00fcber Gedanken gemacht, wie naturwissenschaftliche Forschung funktioniert. Das, was er als etwas v\u00f6llig Neues verkauft, das ihn &#8222;tief beeindruckt&#8220; hat, ist wirklich nicht ungew\u00f6hnlich. Vielleicht will er ja mal mit dem CERN telefonieren, oder mit dem Kernfusionsprojekt in Greifswald? Die k\u00f6nnen ihm auch erz\u00e4hlen, dass man, wenn etwas nicht funktioniert, die Erkenntnis gewonnen hat, dass das nicht der richtige Weg zur L\u00f6sung ist. Auch Problembeschreibungen und Zeitvorgaben f\u00fcr Teams sind wirklich keine Spezialit\u00e4t von DARPA. Es ist ein klein wenig so, als w\u00fcrde er mit gro\u00dfer Begeisterung verk\u00fcnden, er habe entdeckt, dass f\u00fcr Milch K\u00fche gemolken werden. Wobei es tief blicken l\u00e4sst, dass das eine US-amerikanische Kuh ist.<\/p>\n<p>Grundlagenforschung (ja, so nennt man diesen Bereich, Herr Habeck) ist \u00fcbrigens eigentlich keine US-Spezialit\u00e4t, das war einmal vor allem eine deutsche. Falls Ihnen die Namen Wilhelm R\u00f6ntgen, Carl Benz, Lise Meitner oder Albert Einstein noch etwas sagen, beispielsweise. Das war unter anderem m\u00f6glich, weil die Universit\u00e4ten gut genug mit Geld ausgestattet waren, dass sie sich ein derartiges Vorgehen, wie Habeck es bei der DARPA preist, leisten konnten. Was heute, da alles von der Drittmitteleinwerbung dominiert wird, nicht mehr so richtig funktioniert. \u00dcbrigens ein Problem, das sich nicht sofort, aber auf mittlere Sicht massiv bemerkbar macht. Man muss keine Panzer bauen wollen, um zu forschen, aber es braucht Zeit und Geld. Und das, was Habeck sp\u00e4ter als &#8222;Spillover-Effekt&#8220; erw\u00e4hnt, also die kleinen Erfindungen, die nebenbei anfallen \u2013 als Gr\u00fcner kann Habeck nat\u00fcrlich nicht das Standardbeispiel Teflonpfanne anf\u00fchren, Teflon ist eine Halogenverbindung \u2013 auch das gibt es immer, wenn Forschung erm\u00f6glicht wird. Daf\u00fcr muss sie wirklich nicht milit\u00e4risch sein.<\/p>\n<h5>Die Mysterien der Wirtschaft<\/h5>\n<p>Gehen wir \u00fcber zu dem Bereich, in dem er inzwischen wenigstens etwas wissen m\u00fcsste. Es sollte unm\u00f6glich sein, seine Tage mit Sitzungen und dem Studium von Entw\u00fcrfen in einem Wirtschaftsministerium zu verbringen, ohne nicht irgendwie Zusammenh\u00e4nge aufzuschnappen. Wir sind immer noch bei der R\u00fcstungsproduktion, die Habeck zufolge ausgeweitet werden muss (und ich bitte um Vergebung, aber das muss so lang sein, damit man selbst sieht, wie wirr das ist):<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Insgesamt haben wir ein Produktionskapazit\u00e4tsproblem in Deutschland. Das speist sich vor allem aus zwei Gr\u00fcnden: Der Kapitalstock ist nicht gro\u00df genug, also auch im internationalen Vergleich, die amerikanischen Banken sind einfach um ein Vielfaches gr\u00f6\u00dfer als die europ\u00e4ischen Banken\u00a0\u2013 hei\u00dft, sie k\u00f6nnen auch gr\u00f6\u00dfere Projekte finanzieren. Dazu kommt eine gewisse Riskoscheuheit der deutschen Kapitalsammelstellen oder der europ\u00e4ischen, gerade im Start-Up-Bereich sieht man das, dass sehr viele coole, interessante Unternehmen Geld einsammeln, aber selten europ\u00e4isches Geld, sondern machen immer die Amis, die sind da risikobewusster, das gr\u00f6\u00dfere Problem ist noch das Potenzial an verf\u00fcgbarer Arbeitskraft. Und das nimmt ab, wir werden \u00e4lter. Und wenn wir da nicht gegensteuern, dann werden wir nat\u00fcrlich immer st\u00e4rker in Engp\u00e4sse reinlaufen, zwischen den verschiedenen Sektoren der Wirtschaft, der Industrie, des Dienstleistungssektors, meinetwegen der Beh\u00f6rden, und am Ende fehlen Ihnen die Journalisten, weil sie woanders arbeiten m\u00fcssen. Und dann hat die ZEIT auch ein Problem.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die zwei Gr\u00fcnde, aus denen sich das Problem speist, hei\u00dfen also &#8222;Risikoscheuheit&#8220; (eigentlich Risikoscheu) der Kapitalsammelstellen und Engp\u00e4sse, in die man bei der Arbeitskraft l\u00e4uft. Danke, dass wir dar\u00fcber gesprochen haben. Leider gab es keine genaueren Ausf\u00fchrungen, wie man beim \u00c4lterwerden gegensteuern kann, das h\u00e4tte mich sogar privat interessiert. Wobei, die Vorstellung eines akuten Journalistenmangels bei der <em>Zeit<\/em> hat in den letzten Jahren ziemlich an Charme gewonnen.<\/p>\n<p>Nein, ernsthaft, klar gibt es Bereiche, in denen eine Finanzierung schwierig werden kann. Aber die Projekte, die so gro\u00df sind, dass die europ\u00e4ischen Banken daf\u00fcr nicht gen\u00fcgen, sind nicht irgendwelche Start-Ups, die an der &#8222;Risikoscheuheit der deutschen Kapitalsammelstellen&#8220; scheitern. \u00dcbrigens, die Geschichte von Airbus ist ein Beispiel daf\u00fcr, wie solche Probleme gel\u00f6st wurden.<\/p>\n<p>Der Begriff &#8222;Kapitalsammelstellen&#8220; ist exotisch; erstaunlicherweise gibt es ihn tats\u00e4chlich. Gemeint sind damit Investmentgesellschaften, Fonds, Versicherungen und Pensionsfonds. Da gibt es allerdings bei den meisten einen ganz simplen Punkt, der einem sofort in den Sinn kommt, wenn man &#8222;Versicherungen und Pensionsfonds&#8220; liest. Der nennt sich m\u00fcndelsicher. Oder, \u00fcbersetzt, viele der Institutionen, die unter den Oberbegriff &#8222;Kapitalsammelstellen&#8220; fallen, d\u00fcrfen gar nicht weniger risikoscheu sein, weil sie gesetzlichen Auflagen unterliegen, das ihnen anvertraute Geld in sicheren Anlagen anzulegen. Ich will ja nicht schon wieder von der Autobahn-AG reden\u2026 ein Wirtschaftsminister sollte jedoch zumindest schon einmal davon geh\u00f6rt haben. \u00dcbrigens war 2009 der Pensionsfonds der Lehrer von Illinois ein hervorragendes Beispiel daf\u00fcr, wie es ausgehen kann, wenn man das nicht tut, und ganz aktuell haben diverse dieser Kapitalsammelstellen Probleme mit der Signa-Pleite, was immer noch nur das Pr\u00e4ludium f\u00fcr die Gewerbeimmobilienkrise ist, aber was hat schon ein Wirtschaftsminister&#8230;<\/p>\n<p>&#8222;Selten europ\u00e4isches Geld, sondern machen immer die Amis&#8220; ist eine \u00fcberraschend romantische Vorstellung. Da gibt es beispielsweise eine Gesellschaft namens Pimco, ans\u00e4ssig in Newport Beach, Kalifornien, die war eine Zeit lang der gr\u00f6\u00dfte Investmentfonds weltweit. Das ist eine Tochtergesellschaft der \u2013 Allianz Versicherungen. Erstaunlich, oder? Ganze 97 Prozent geh\u00f6ren der Allianz. Ist das nun deutsches Geld oder amerikanisches? Nachdem die Allianz weltweit t\u00e4tig ist, k\u00f6nnte auch Geld, das in Indonesien in eine Lebensversicherung eingezahlt wird, bei Pimco landen. Nur, weil Geldbetr\u00e4ge in US-Dollar notiert sind, ist das deswegen noch lange kein &#8222;amerikanisches Geld&#8220;. Wie, um Himmels Willen, soll jemand, dessen \u00f6konomische Wahrnehmung so einfach strukturiert ist, begreifen, welche Folgen die Geldsch\u00f6pfungsmethoden der Federal Reserve haben, oder was davon zu halten ist, wenn der Haircut beim Overnight steigt?<\/p>\n<p>Gut, das ist alles schwierig bis esoterisch, und das letzte Mal, als man sich in der breiten \u00d6ffentlichkeit mit derartigen Dingen befasste, war, als der Markt f\u00fcr MBS-Papiere in den USA zusammenbrach und sich die Welt mit der Finanzmarktkrise vergn\u00fcgen durfte. Aber seitdem gab es ganz viel &#8222;quantitative easing&#8220;, sprich, insbesondere die FED hat Aktien aufgekauft, um so den Aktienmarkt am Laufen zu halten. Die EZB war da ein wenig vorsichtiger und verringerte nur die Anforderungen an Papiere, die sie in Zahlung nahm. Aber diese und andere Ma\u00dfnahmen schaffen zus\u00e4tzliches Geld, dem kein realer Wert entgegensteht, sodass im Hintergrund immer noch eine gewaltige Inflation auf ihren Auftritt wartet.<\/p>\n<p><a href=\"#top\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2191 nach oben<\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h3 class=\"HeadLine-root HeadLine-type_2 \"><a id=\"teil2\"><\/a>Teil 2: Das Denken und die Wirklichkeit<\/h3>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 28.03.2024 auf <a href=\"https:\/\/freedert.online\/meinung\/200622-habeck-unplugged-teil-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Habeck unplugged Teil 2: Das Denken und die Wirklichkeit\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?i=i5tp5-15c83dd-pb&amp;from=pb6admin&amp;share=1&amp;download=1&amp;rtl=0&amp;fonts=Arial&amp;skin=1&amp;font-color=&amp;logo_link=episode_page&amp;btn-skin=7\" width=\"100%\" height=\"150\" scrolling=\"no\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\" data-name=\"pb-iframe-player\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<h5>Produktion und Produktivit\u00e4t<\/h5>\n<p>Wie auch immer. Schauen wir doch mal, was Robert Habeck zur ganz gew\u00f6hnlichen Produktion zu sagen hat. Genauer, zur Entwicklung der Produktivkr\u00e4fte.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Bisher ist technische Innovation nie damit einher gegangen, dass die Menschen weniger arbeiten mussten. Es gibt ja die gro\u00dfe Sorge, dass die Roboter uns \u00fcberfl\u00fcssig machen, die technische Entwicklung der Vergangenheit spricht eine v\u00f6llig andere Sprache. Nat\u00fcrlich wird die Arbeit anders, es wird ja auch Arbeitskraft freigesetzt an bestimmten Stellen, also\u00a0\u2013 aber sie wird nicht weniger, sondern die die die die die die (sic!) Zahl der Jobs w\u00e4chst. (\u2026) Klassisches Beispiel ist ja immer Landwirtschaft, also vor hundertf\u00fcnfzig Jahren\u00a0\u2013 Zahl ist gegriffen\u00a0\u2013 haben achtzig Prozent der Deutschen in der Landwirtschaft gearbeitet, heute sind es noch zwei Prozent, und nochmal zwei Prozent in den angrenzenden Verarbeitungssektoren. Wenn man vor hundertf\u00fcnfzig Jahren den Deutschen gesagt h\u00e4tte, Leute, wisst ihr was, 75 Prozent von euch werden nicht mehr Landwirte sein, dann h\u00e4tten die gesagt, ja, und was? Was machen die denn dann? Und dann h\u00e4tten wir gesagt, die werden Lehrer, Pflegekr\u00e4fte, haben ein Reiseb\u00fcro, arbeiten im Journalismus&#8230; Sagen die: Quatsch, was sollen wir mit den ganzen Lehrern? Die Kinder sollen doch gar nicht in die Schule gehen, die sollen Kartoffeln aus der Ackerfurche klauben.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>In Wirtschaftsgeschichte hat er jedenfalls nicht promoviert. &#8222;75 Prozent von euch werden nicht mehr Landwirte sein&#8220;? Damals sagte man da noch Bauern, oder aber Gutsherr, aber schon ein selbst\u00e4ndiger Landwirt war ein gutes St\u00fcck vom unteren Rand der l\u00e4ndlichen Gesellschaft entfernt. Wir sind im Jahr 1874, zu diesem Zeitpunkt waren in mehren deutschen L\u00e4ndern die Bauern noch dabei, ihre Befreiung von der Leibeigenschaft abzustottern. Aber neben Bauern gab es noch Knechte, M\u00e4gde, und in Ostelbien auch eine ziemlich gro\u00dfe landlose Armutsbev\u00f6lkerung, die sich mit einem G\u00e4rtlein und Saisonarbeit \u00fcber Wasser hielt.<\/p>\n<p>&#8222;Was sollen wir mit den ganzen Lehrern?&#8220; Dazu mal ein Zitat von einer <a href=\"https:\/\/www.berlin.de\/projekte-mh\/netzwerke\/spaetlese\/themen\/kultur-kunst-und-wissenschaft\/artikel.583146.php\">Webseite<\/a> des Landes Berlin:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;<em>In Deutschland wurde die Allgemeine Schulpflicht nach Anf\u00e4ngen im 16. Jahrhundert im Herzogtum Pfalz-Zweibr\u00fccken 1592 und Stra\u00dfburg 1598 im 17. Jahrhundert in Sachsen-Gotha (1642), Braunschweig-Wolfenb\u00fcttel (1647) und W\u00fcrttemberg (1649) eingef\u00fchrt. Im 18. Jahrhundert folgte Preu\u00dfen (1717), wo es bis 1918 zwar eine Unterrichtspflicht, aber keine Schulpflicht gab. Zuletzt f\u00fchrte Sachsen 1835 die allgemeine Schulpflicht ein, 1919 wurde sie in der Weimarer Verfassung einheitlich f\u00fcr ganz Deutschland festgeschrieben.<\/em>&#8222;<\/p><\/blockquote>\n<p>Unterrichtspflicht hei\u00dft \u00fcbrigens, dass die Kinder zu Hause unterrichtet werden konnten, wenn die Eltern dazu im Stande waren, aber in die Schule mussten, wenn das nicht der Fall war. Was nicht notwendigerweise hei\u00dft, dass das eine staatliche Schule war. Wie man aus den fr\u00fchesten Jahreszahlen ersehen kann, waren Reformation und Gegenreformation in Deutschland bereits Triebkr\u00e4fte f\u00fcr die Entwicklung des Schulwesens. In der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts waren Dorfschulen allgemein \u00fcblich. Das war zwar eine k\u00fcrzere Schulzeit als heute, aber Lehrer gab es reichlich. Als Literaturwissenschaftler, der er eigentlich ist, sollte Habeck zumindest das Schulmeisterlein Wutz von Jean Paul einmal gelesen haben, da erf\u00e4hrt man Einiges \u00fcber das Schulwesen etwa hundert Jahre vor dem von ihm genannten Zeitpunkt. Kartoffelklauben war \u00fcbrigens der Grund, warum das Bundesland Bayern bis heute nicht an der Rotation der Sommerferien teilnimmt, sondern die Ferien immer im August liegen.<\/p>\n<p>Aufschlussreich ist allerdings, was Habeck alles als Berufe nennt, die an die Stelle der Landwirtschaft traten. Die Pflegekr\u00e4fte sind ihm vermutlich nur deshalb eingefallen, weil gerade ein solcher Mangel an ihnen besteht. Tats\u00e4chlich wurde der Gro\u00dfteil der auf dem Land freigesetzten Arbeitskr\u00e4fte Fabrikarbeiter. Aber die kommen in der Welt des Robert Habeck ohnehin nicht vor, weil Industrie b\u00f6se ist.<\/p>\n<p>\u00dcber lange Zeit war es der Mangel an Arbeitskr\u00e4ften, der die technische Innovation vorantrieb. Das Flie\u00dfband wurde im Schlachthof von Chicago erfunden, weil es half, mit weniger Arbeitskr\u00e4ften auszukommen. Allerdings ist das, was derzeit als &#8222;Fachkr\u00e4ftemangel&#8220; kursiert, damit nicht zu vergleichen, denn es handelt sich um ein Produkt aus extrem niedriger Investitions- und Ausbildungsbereitschaft, gekoppelt mit vielfach miserabler Bezahlung. Aber grunds\u00e4tzlich stellt sich die Frage heutzutage durchaus; h\u00e4tte Habeck irgendwann einen Blick in die Studien \u00fcber Industrie 4.0 geworfen, w\u00fcsste er das. Doch auch diese Fragen sind f\u00fcr ihn irgendwie zu kompliziert.<\/p>\n<h5>Schulden und Steuern<\/h5>\n<p>Ja, die Schuldenbremse. Das Ding, gegen das Habeck Ende letzten Jahres gelaufen ist wie in eine ausgestreckte Faust. Die, wenn man ehrlich sein will, vor allem daf\u00fcr ins Grundgesetz geschrieben wurde, um das Unbehagen zum Verstummen zu bringen, das sich nach der Bankenrettung mit hunderten von Milliarden \u00e4u\u00dferte, weil da pl\u00f6tzlich das Geld da war. Habecks Partei hatte mitgestrickt daran, dauerhaft die H\u00f6he m\u00f6glicher Staatsverschuldung zu begrenzen.<\/p>\n<p>Das war von vorneherein ein Handel mit Illusionen, weil es der nachfolgenden Generation keinen Vorteil bringt, eine verrottete \u00f6ffentliche Infrastruktur zu erhalten, damit der Schuldenstand niedrig ist; aber auch hier ist un\u00fcbersehbar, dass Habeck mit einfachen Zusammenh\u00e4ngen so seine Probleme hat.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Ich glaube, man muss einmal kurz sich die Zahlen zu Gem\u00fcte f\u00fchren, \u00fcber die wir reden. Deutschland hat im Moment eine Verschuldungsquote von ungef\u00e4hr 63 Prozent, ein Prozent des BIP sind vierzig Milliarden, ich glaube 41 Milliarden, grob gesprochen. Und f\u00fcr die Kapitalaufnahme der \u00f6ffentlichen Hand macht es jetzt keinen Unterschied, ob wir 64 oder 63 Prozent haben.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Vielleicht sollte ihm einmal jemand erkl\u00e4ren, dass seine eigene Wirtschaftspolitik, die das BIP sogar zum Schrumpfen bringt (und da stehen wir am Beginn einer Beschleunigung), es schafft, die Verschuldungsquote zu erh\u00f6hen, ohne einen Cent zus\u00e4tzliche Schulden aufzunehmen? Oder dass 64 Prozent Verschuldungsquote bei moderner, funktionierender Infrastruktur etwas ganz anderes sind als 64 Prozent bei einer zerfallenden, und bei einer hohen Staatsquote etwas anderes als bei einer niedrigen? Weil die Privatisierungen der letzten Jahrzehnte die politischen M\u00f6glichkeiten, \u00fcberhaupt einer wirtschaftlichen Krise entgegenzuwirken, deutlich verringert haben?<\/p>\n<p>Wie sehr er da, wenn \u00fcberhaupt, nur neoliberal denken kann, zeigt sich bei seiner Vorstellung, wie man aus einem wirtschaftlichen Loch wieder herausk\u00e4me:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;In dieser Phase, wo Geld ausgegeben werden muss, wo investiert werden muss, w\u00e4re es \u00f6konomisch nicht richtig, die Steuern gro\u00df zu erh\u00f6hen. Ich will nicht sagen, dass man nicht etwas umschichten kann, aber jetzt die Staatsquote zu erh\u00f6hen w\u00e4re meiner Ansicht nach nicht das richtige Vorgehen. Denn wir m\u00fcssen die Menschen ja eher dazu bringen, wieder zu investieren, zu konsumieren, Vertrauen in die Zukunft zu haben, und dann entsprechend weniger zu sparen und mehr auszugeben. Das macht makro\u00f6konomisch jetzt viel mehr Sinn.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Klar, f\u00fcr dieses Durcheinander ist Habeck nicht allein verantwortlich. Aber die Gleichsetzung von Investition und Konsum ist Unfug, und die Staatsquote ist nur dann sch\u00e4dlich f\u00fcr die Gesamtmenge der Investitionen, wenn der Staat nicht investiert, sondern nur konsumiert.<\/p>\n<p>Ein einfaches Mittel, um staatliche Investitionen zu erh\u00f6hen, w\u00e4re, die Kommunen wieder besser mit Geld auszustatten, denn zwei Drittel aller \u00f6ffentlichen Investitionen sind kommunal. Wenn der Staat Panzer kauft, ist das keine Investition, sondern Konsum. Wenn eine Kommune ihre Stra\u00dfen in Ordnung bringt, ist das eine Investition. Und nebenbei eine, die den Nutzen f\u00fcr alle Anlieger erh\u00f6ht. Aber die politischen Entscheidungen, wie die Steuereinnahmen verteilt werden, gingen \u00fcber Jahrzehnte vor allem zu Lasten der Kommunen, die nicht nur vielfach pleite sind, sondern zudem noch Aufgaben wie die Unterbringung von Migranten zu stemmen haben.<\/p>\n<p>Das schwerwiegende Problem, f\u00fcr dessen Entstehung ihm pers\u00f6nlich gedankt werden kann, \u2013 das der Energieversorgung\u00a0\u2013 hat er nach wie vor nicht verstanden:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Was die Energiepolitik angeht, so ist der zentrale Gedanke, dass wir jetzt g\u00fcnstige Energie zur Verf\u00fcgung stellen und mit all den Ma\u00dfnahmen, dem Netzausbau, den Investitionen, die jetzt erfolgen m\u00fcssen,\u00a0jetzt hei\u00dft in diesen Jahren, in den n\u00e4chsten vier bis sechs, sieben Jahren, nicht die Erfolge, die wir haben, indem wir die Preise runterbringen durch erneuerbare Energien, die ja g\u00fcnstig produzieren, durch den Netzausbau, der uns das sogenannte Redispatchproblem l\u00f6st&#8230; dass wir die Erfolge nicht kaputt machen, indem wir an anderer Stelle neue Belastungen schaffen. Das Problem muss noch gel\u00f6st werden, aber es ist eines der letzten Probleme, die wir noch l\u00f6sen m\u00fcssen.<\/em>&#8222;<\/p><\/blockquote>\n<p>Die &#8222;erneuerbaren Energien, die ja g\u00fcnstig produzieren&#8220; findet er vielleicht bei alten Wasserkraftwerken; ansonsten ist das eher eine \u00f6ffentlich garantierte Rendite f\u00fcr streunendes Kapital. Wie tief der Schaden reicht, der angerichtet wurde, und welche k\u00fcnftige Entwicklung in Bezug auf die reale Industrie da in Gang gesetzt wurde, wird un\u00fcbersehbar sein. Aber Habecks Sicht auf reale Probleme ist vor allem eine \u2013 im Grunde ist alles gut. Der ber\u00fcchtigte Satz \u00fcber die Insolvenz ist tats\u00e4chlich eine Wiedergabe einer Grundeinstellung: Wenn die Wirklichkeit nicht zu meinen Ideen passt, schlecht f\u00fcr die Wirklichkeit.<\/p>\n<h5>Medien, Gerechtigkeit, Demokratie<\/h5>\n<p>Interessant ist \u00fcbrigens, dass Pletter mehrmals versucht, aus Habeck ein Vorstellung von Gerechtigkeit herauszukitzeln, Habeck aber stets sofort von diesem Thema ablenkt:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Was die Frage von Gerechtigkeit angeht, also ich sehe es so, dass wir sind in einer Phase der wirtschaftlichen Schw\u00e4che. Aus den Gr\u00fcnden, die sie genannt haben, das Gas aus Russland ist weg, der Weltmarkt schw\u00e4chelt, wir sind ein Land, das in den letzten 30 Jahren so abgehoben hat, was den Export angeht, Exportweltmeister waren wir mal, das hei\u00dft, die H\u00e4lfte unseres BIP-Wachstums h\u00e4ngt am Export. Das haben\u00a0\u2013 ich wei\u00df gar nicht, ob das andere L\u00e4nder haben. China jedenfalls nur 20 Prozent. Also wir sind superabh\u00e4ngig vom Weltmarkt. Das ist eine St\u00e4rke, weil wir so leistungsf\u00e4hig sind, und es ist eine Gefahr, wenn der Weltmarkt schw\u00e4chelt, und \u00fcber die R\u00fcstungsausgaben haben wir schon gesprochen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Frage von Gerechtigkeit bleibt das, was sie war\u00a0\u2013 eine Frage. Es gibt keine Antwort von Habeck, wie denn so etwas wie sein Heizgesetz oder der ganze \u00fcbrige Klimaschutz f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung bezahlbar sein soll. Die Passage \u00fcber die Landwirte und die Lehrer ist die einzige, in der Menschen \u00fcberhaupt auftauchen. Au\u00dfer nat\u00fcrlich als Partikel\u00a0eines von ihm gedachten &#8222;wir&#8220;.<\/p>\n<p>Die Vorstellung, die Habeck von\u00a0Demokratie hat, scheint ja schon bei der Antwort zu Macron durch, in der\u00a0er die Idee eines Truppeneinsatzes dem P\u00f6bel schlicht besser verkaufen wollte.\u00a0Aber auch zur Debatte \u00fcber die Taurus-Marschflugk\u00f6rper ist seine Position nicht gerade das, was man demokratisch nennen w\u00fcrde.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Im gewissen Sinne m\u00fcssen wir uns dar\u00fcber austauschen. Und umgekehrt wird man, so unklar die Kriegsziele von Putin insgesamt sind, schon feststellen d\u00fcrfen, dass er den Westen verachtet, genau diese Form von Austausch als Schw\u00e4che erachtet, und wenn eine Regierung nicht einig ist und die Regierung mit der demokratischen Opposition nicht einig ist, und diese Uneinigkeit offen ausgetragen wird, also im negativen Sinne offen ausgetragen wird, sicherlich Putin davon profitiert.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Ja, in den Jahrhunderten b\u00fcrgerlich-parlamentarischer Debatte profitierte immer Putin. Die unmittelbare, spontane Antwort von Habeck lautet, dass \u00f6ffentliche Debatte sch\u00e4dlich ist. Wer ist der Souver\u00e4n, Herr Habeck? Die Bundesregierung? Es gibt bei ihm nicht den Schatten eines Zweifels daran, dass das Volk, die demokratische \u00d6ffentlichkeit \u2013 die sich nicht auf die im Bundestag sitzenden Abgeordneten beschr\u00e4nkt \u2013 eigentlich von politischen Entscheidungen ferngehalten werden m\u00fcsse.<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;&#8218;Wir&#8216; hei\u00dft die politische Klasse der demokratischen Mitte.\u00a0<\/em><em>Wir m\u00fcssen vor allem eine Geschlossenheit der Demokraten halten an dieser Stelle.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Fr\u00fcher nannte man das Burgfrieden. Der \u00fcbrigens im Verlauf des Ersten Weltkriegs ganz unauff\u00e4llig in eine Milit\u00e4rdiktatur \u00fcberging.<\/p>\n<p>Genau das gleiche Muster zeigt sich, als Habeck gefragt wird, ob er sich darauf vorbereite, dass m\u00f6glicherweise der n\u00e4chste US-Pr\u00e4sident Donald Trump hei\u00dfe:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Also erst einmal will ich sagen, ich war ja grade in den USA, dass die, wie soll ich sagen, die\u00a0\u2013 das Herbeischreiben des Wahlsiegs von Donald Trump sehr, sehr gef\u00e4hrlich ist. Und dass wir das nicht tun sollen. Wir haben ja noch gar nicht angefangen mit dem Wahlkampf.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Wirklich, er hat das so gesagt. Das erste, was ihm zu dieser Frage einf\u00e4llt, ist die Aufforderung zur Zensur. Und dann rutscht ihm dieses &#8222;wir&#8220; in die Antwort, als w\u00e4re er Minister der Vereinigten Staaten. Tats\u00e4chlich wird es an diesem Punkt sogar dem <em>Zeit<\/em>-Redakteur zu bunt, der dann einwirft:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Wobei die meisten amerikanischen W\u00e4hler nicht die Zeit lesen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Daraufhin legt Habeck noch einmal nach:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;<em>Ja, aber das hat schon auch, oder kann\u00a0\u2013 also wir werden nicht den Wahlkampf der Amerikaner in Deutschland und durch die ZEIT entscheiden. Aber wenn quasi die ganzen westlichen Alliierten die bestehende Regierung mental abschreiben, dann ist das jetzt ja keine Ermutigung, weiterzumachen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das wirkt wie eine seltsame Kreuzung aus Aberglauben und Paranoia; es w\u00fcrde einen nicht wundern, wenn bei Habeck daheim Knoblauchzehen \u00fcber der T\u00fcr hingen oder (immerhin ist der Mann Literaturwissenschaftler) ein Drudenfu\u00df in die T\u00fcrschwelle geritzt w\u00e4re.<\/p>\n<p>Zwischendrin redet er dar\u00fcber, wie reif doch die deutsche Demokratie sei und wie m\u00fcndig die B\u00fcrger, die er eigentlich an den politischen Prozessen nicht beteiligen will. Da liefert er Phrasen, wie nicht &#8222;in der Antwortlosigkeit verharren&#8220;, oder &#8222;wir sind in einer Zeit wo wir so viel Respekt voreinander haben m\u00fcssen, dass man Fragen zul\u00e4sst, aber auch nat\u00fcrlich bereit ist, die Antworten zu geben.&#8220; Aber das ist sehr oberfl\u00e4chlich. Als er zum Abschluss danach gefragt wird, was er sich f\u00fcr die Zukunft w\u00fcnsche, antwortet er, bezogen auf die n\u00e4chste Bundestagswahl:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Und die Bundestagswahl, wenn sie dann schon gelaufen ist, oder whatever, wird belegt haben, was wir heute diskutiert haben, dass Deutschland eine Demokratie, eine liberale Demokratie und anst\u00e4ndige Umgangsformen miteinander gesch\u00e4tzt hat und, wenn ich das so sagen darf, die Trolle Putins nur ganz knapp zweistellig geworden sind.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Putin und die Ukraine sind bei ihm geradezu Objekte einer pathologischen Fixierung. Als er w\u00e4hrend der f\u00fcnfmin\u00fctigen Suada, die auf eine Frage nach der Schuldenbremse folgt, auf wirtschaftliches Wachstum kommt, sagt er:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Weil wir eben so ein starkes Land sind, so ein gro\u00dfes BIP haben, brauchen wir ja in der ersten Welle gar nicht so ganz viel, um erst einmal wieder in Gang zu kommen, beispielsweise die Ukraine zu unterst\u00fctzen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist das Interessante an dieser ungew\u00f6hnlich offenen Gespr\u00e4chssituation; Habeck l\u00e4sst erkennen, was ihm wirklich wichtig ist. Und da ist er keinen Deut n\u00e4her an den Problemen der Deutschen als seine Parteikollegin Annalena Baerbock, die im Zusammenhang mit der Ukraine ja auch schon erkl\u00e4rte, es sei ihr &#8222;egal, was meine W\u00e4hler denken.&#8220;<\/p>\n<p>Der Landkrieg \u00fcbrigens, jener Begriff, der so irritiert, weil der Seekrieg und der Luftkrieg auch irgendwo sein m\u00fcssen, jenes eine Zitat, das nach diesem Gespr\u00e4ch durch alle Medien geisterte, wurde aus einem weiteren von Habecks wirren S\u00e4tzen kondensiert, der im weiteren Verlauf auf die Zensuraufforderung die US-Wahl betreffend folgte:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Europa muss seine eigenen Hausaufgaben in der Wehrhaftigkeit machen. Wir haben nach 1990 abger\u00fcstet, wir waren eins der hochger\u00fcstetsten L\u00e4nder Europas, und die Armee war in der Annahme, dass jetzt eine Friedensordnung in Europa ist, zu gro\u00df. Und wenn man eine Armee brauchte, so meinte man in Polizeieins\u00e4tzen, milit\u00e4rischen Polizeieins\u00e4tzen irgendwoanders auf der Welt. Aber dass jetzt auf einmal der Landkrieg zur\u00fcckgekommen ist, darauf sind wir nicht vorbereitet.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Nun, Deutschland hatte es acht Jahre in der Hand, f\u00fcr die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zu sorgen, das h\u00e4tte den Krieg in der Ukraine beendet. Und das &#8222;darauf sind wir nicht vorbereitet&#8220; ist besonders witzig, wenn es von einem jener kommt, die diese Situation \u00fcberhaupt erst geschaffen haben. Da war vielleicht Habeck pers\u00f6nlich nur begrenzt beteiligt, aber er kann sich ja einmal bei seinen Parteifreunden F\u00fccks und Beck erkundigen, wie man eine solche Suppe anr\u00fchrt.<\/p>\n<p>Aber wie es dazu kommen konnte, dass der Westen einen Krieg mit Russland anzettelt und davor nicht einmal nachz\u00e4hlt, wieviele Granaten er produzieren kann, falls das mit den Wirtschaftssanktionen schiefgeht\u00a0\u2013 das erkl\u00e4rt sich, wenn man Robert Habeck unplugged einmal genauer lauscht. Er ist ein Boeing-Flugzeug als Politiker.<\/p>\n<p><a href=\"#top\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2191 nach oben<\/span><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dagmar Henn ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: <span class=\"mw-mmv-title\">Robert Habeck auf der Veranstaltung \u201eGesellschaftsprojekt Energiewende\u201c der Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung in Berlin,September2023<\/span><br \/>\nFoto: Heinrich-B\u00f6ll-Stiftung, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/2.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 2.0<\/a><br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=139834553\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=139834553<\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Dagmar Henn<\/b> (Teil 1 und 2)<br \/>\nWenn man wissen will, was jemand wirklich denkt, braucht man eine Situation, in der vergleichsweise ungehemmt gesprochen wird. Robert Habeck hat j\u00fcngst einen derartigen Moment geliefert. Seine Reden sind schlimm. Sein Denken ist schlimmer.<br \/>\nEs gibt viele Auftritte von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, aber der bei Europa 2024, einer Veranstaltung von Wirtschaftswoche, Zeit, Handelsblatt und Tagesspiegel,\u00a0ist etwas Ungew\u00f6hnliches. Weil Habeck fast eine halbe Stunde lang Fragen beantwortet (oder zumindest so tut), also weit l\u00e4nger frei redet als bei den \u00fcblichen Talkshow-Auftritten, und einen recht tiefen Einblick in sein Denken gew\u00e4hrt (wenn man das so nennen will). 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