{"id":18610,"date":"2024-03-26T03:12:41","date_gmt":"2024-03-26T02:12:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18610"},"modified":"2024-05-09T01:17:37","modified_gmt":"2024-05-08T23:17:37","slug":"historische-balkan-skizze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18610","title":{"rendered":"Historische Balkan-Skizze"},"content":{"rendered":"<p>Aus:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18593\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 1-24<\/a>, M\u00e4rz 2024, S. 30-42, 83. Jahrgang<\/p>\n<p><em>von <strong>Klaus Hartmann<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Wenn uns Nachrichten vom Balkan errei\u00adchen, geben sich auch manche schnell ge\u00adschlagen, die ansonsten gewohnt sind, den Dingen auf den Grund zu gehen. Ratlosigkeit und das Gef\u00fchl, nicht \u201edurchblicken\u201c zu k\u00f6nnen, ist auch bei Friedensfreunden und Linken weit verbreitet. Zu der in Kriegszeiten massiv gesteigerten Kriegspropaganda kommt hinzu, da\u00df sich die Beteiligten auf historische Mythen oder \u201eRechte\u201c berufen bzw. behaupten, \u201edie Anderen\u201c w\u00fcrden sich darauf berufen. Die folgende Skizze erhebt keinen analytischen Anspruch, sie mu\u00df sich auf eine stichwortartige Darstellung der Er\u00adeignisse beschr\u00e4nken; weiterf\u00fchrende Litera\u00adtur wird am Ende genannt.<\/p>\n<p>Erkundigungen nach der Geschichte der Balkanv\u00f6lker f\u00fchren zur\u00fcck in die Zeit der V\u00f6lkerwanderung, und sie m\u00fcssen das Ende des R\u00f6mischen Reiches mitsamt Erfolge-Auseinandersetzungen einbeziehen. Im Zuge von V\u00f6lkerwanderungen besiedelten verschie\u00addene von Norden kommende slawische St\u00e4m\u00adme den Balkan von der Mitte des 5. bis zur Mitte des 7. Jahrhunderts unserer Zeitrech\u00adnung. Fortan unterschied man die in Zentral\u00adeuropa siedelnden \u201eNordslawen\u201c (einschlie\u00df\u00adlich der Sorben!) von den auf dem Balkan siedelnden S\u00fcd(=Jugo)slawen. Nur waren die einzelnen Gruppen noch weit entfernt von irgendeiner staatlichen Organisationsform oder einem Kollektivbewu\u00dftsein. Vielmehr mu\u00dfte man das \u00dcberleben organisieren und sich mit den umgebenden M\u00e4chten arran\u00adgieren.<\/p>\n<h5>Kampf zwischen West- und Ost-Rom<\/h5>\n<p>Bestimmend waren im 8. und 9. Jahrhundert die Auseinandersetzungen zwischen West-Rom und Ost-Rom, dem Fr\u00e4nkischen und Byzantinischen Reich. Bis 814 u.Z. werden die kroatischen und slowenischen Siedlungs\u00adgebiete durch die Franken erobert, der S\u00fcdosten bleibt unter byzantinischer Herr\u00adschaft. Der starken byzantinisch-antip\u00e4pstli\u00adchen Opposition gelang es 878, die byzanti\u00adnische Oberhoheit \u00fcber Kroatien wie\u00adder zu erringen. Der aus Konstantinopel heimkeh\u00adrende F\u00fcrst Zdeslav wird allerdings ein Jahr sp\u00e4ter von F\u00fcrst Branimir ermordet, der sofort dem Papst gegen\u00fcber seine Ergebenheit er\u00adkl\u00e4rt. Dies stellt f\u00fcr einige kroatische Histo\u00adriker den Beginn eines fr\u00fchmittelalterlichen \u201eunabh\u00e4ngigen Kroatien\u201c dar, ignorierend, da\u00df das Land rechtlich weiter ein Teil Ostroms blieb, und auch der folgende \u201eK\u00f6nig\u201c Tomislav nur kaiserlicher Prokonsul war.<\/p>\n<p>In diesem Kampf hatte die Religion eine hervorragende Rolle zu spielen, die An\u00adma\u00dfung der \u201ef\u00fchrenden Rolle\u201c durch die R\u00f6mische Kirche zielte im weltlichen Macht\u00adpoker gegen das ostr\u00f6mische Reich. Die Ostkirche bestand weiterhin auf der bis\u00adher bestehenden Unabh\u00e4ngigkeit und lehnte eine Unterordnung unter den Papst ab. In der Folge profilierten die slawischen Apostel Kyrill und Method die slawisch-griechische, heute orthodox genannte Kirche; Deschner nennt sie \u201eurprotestantisch\u201c. 1054 wird das Schisma, die Kirchenspaltung, endg\u00fcltig vollzogen.<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzungen unseres Jahr\u00adhunderts zwischen den \u201ewestlich orien\u00adtier\u00adten\u201c Kroaten und den \u201easiatischen\u201c Serben wurden immer wieder als Fortsetzung jenes \u201eewigen Kreuzzugs\u201c zwischen Papstkirche und orthodoxen \u201eAbtr\u00fcnnigen\u201c inszeniert.<\/p>\n<p>In den K\u00e4mpfen um Kroatien gewannen die Ungarn ab 1091 die Oberhand und glie\u00adderten es ihrem Staat ein, bis 1908 geh\u00f6rte Kroatien zum ungarischen bzw. \u00f6sterrei\u00adchisch-ungarischen Reich. Die ersten Versu\u00adche einer serbischen Staatsgr\u00fcndung (ca. 930-960 und 1020-1101) hatten keinen langen Bestand, unter Stefan Nemanja er\u00adk\u00e4mpften die Serben ab 1166 endg\u00fcltig ihre Unab\u00adh\u00e4ngigkeit von Ostrom, Zentrum des Reiches ist Ra\u0161ka und Kosovo-Metochien. In der Folgezeit, bis etwa 1355, erreicht Serbien eine Ausdehnung von Belgrad bis Mittel\u00adgriechenland, 1377 vereinigte es sich mit Bosnien. Hier zeigte sich auch die Schw\u00e4che von Byzanz. Es hatte sich im Norden dem papsttreuen Venedig zu erwehren, wurde von den durchziehenden fr\u00e4nkischen Kreuzrittern verw\u00fcstet, und wurde vom Osmanischen Reich von S\u00fcdosten her best\u00fcrmt, das bald den ganzen Balkan erobern sollte.<\/p>\n<p>Das unter Einflu\u00df der Papstkirche stehende Ungarn wollte die T\u00fcrkenangriffe auf das mit Bosnien vereinigte Serbien im In\u00adteresse des Katholizismus nutzen: Es griff von Norden her mit einer riesigen Streitmacht an, um die orthodoxe H\u00e4resie im p\u00e4pstlichen Auftrag auszurotten. Dies mi\u00dflang zwar, schw\u00e4chte aber die Widerstandskraft gegen die vor\u00adr\u00fcckenden T\u00fcrken.<\/p>\n<h5>Die Amselfeld-Schlacht<\/h5>\n<p>Ein Schl\u00fcsselereignis, zugleich Quelle von Geschichtsmythen, ist die legend\u00e4re Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo polje) am 28.6.1389, bei der die Osmanen das serbische Heer unter F\u00fcrst Lazar vernichtend ge\u00adschlagen haben (sollen). \u201eSollen\u201c steht in Anf\u00fchrungszeichen, da manche Historiker die serbische Niederlage anzweifeln, und einen Verr\u00e4ter aus den eigenen Reihen, der mit den T\u00fcrken paktieren wollte, f\u00fcr die Ermordung Lazars verant\u00adwortlich machen. Nach anderen Quellen fiel F\u00fcrst Lazar in der Schlacht, was unabh\u00e4ngig von deren Ausgang als Niederlage interpretiert wurde.<\/p>\n<p>Die historische Wahrheit bez\u00fcglich des kon\u00adkreten Ablaufs wird kaum zu Tage zu f\u00f6rdern sein, auf jeden Fall gilt die Schlacht auf Kosovo polje den Serben als ihre heroische Tat, ihr Opfer zur Verteidigung des christ\u00adlichen Abendlandes gegen den Islam. Die Gefallenen wurden als M\u00e4rtyrer verehrt, die Kosovo-Schlacht im Kampf gegen das T\u00fcrkenjoch zum Mythos verkl\u00e4rt und zum konstitutiven Element serbischen National\u00adgef\u00fchls.<\/p>\n<p>Historische Tatsache ist jedenfalls, da\u00df die T\u00fcrken in den folgenden Jahren ihre Herr\u00adschaft auf gro\u00dfe Teile des Balkans erweiter\u00adten. Das Osmanische Reich eroberte 1459 die serbische Festung Smederevo, 1463 Bosnien, 1521 Belgrad und 1526 Ungarn. Lediglich in den Gebirgsregionen Montenegros konnten sie zu keiner Zeit die v\u00f6llige Herrschaft \u00fcber die Serben erringen. In den \u00fcbrigen Regionen konnten die Serben unter dem Dach ihrer orthodoxen Kirche Sprache und Kultur bewahren, die K\u00fcnste entwickeln und dem andernorts wirksamen kulturellen Assimi\u00adlationsdruck der Osmanen widerstehen.<\/p>\n<p>Besonders in Bosnien traten kroatische und serbische Christen sowie Bogumilen in gro\u00dfer Zahl zum Islam \u00fcber. Ausschlaggebend daf\u00fcr waren weniger religi\u00f6se als praktische Gr\u00fcn\u00adde. Nur Muslime hatten uneingeschr\u00e4nkte Rechte, waren von der Kopfsteuer befreit, die den nicht Konvertierten, die als Raja (Herde des Sultan) bezeichnet wurden, auferlegt war. Vor Gericht galt die Aussage eines Muslimen so viel wie die von zwei \u201eFehlgl\u00e4ubigen\u201c), nur Muslime durften ein Pferd reiten, Juden und Christen waren auf Esel oder Maultier ange\u00adwiesen, nur Muslime durften Waffen tragen, \u00f6ffentliche \u00c4mter bekleiden etc.<\/p>\n<p>Allj\u00e4hrlich mu\u00dften christliche Familien S\u00f6hne an die Besatzungsmacht ausliefern, die sie in der T\u00fcrkei zum Islam \u201ebekehrte\u201c und zu gef\u00fcrchteten Kriegern ausbildete. Diese bilde\u00adten bald das R\u00fcckgrat der Besatzungsmacht auf dem Balkan.<\/p>\n<p>Die nordgriechische K\u00fcste und die sich zum Landesinnern anschlie\u00dfenden Gebirgs\u00adz\u00fcge waren schon vor Beginn der V\u00f6lker\u00adwanderung von nichtslawischen St\u00e4mmen, \u00fcberwiegend Hirtenv\u00f6lkern, besiedelt. Zu diesen St\u00e4mmen geh\u00f6ren auch die heutigen Albaner oder Skipetaren. Die hin und wieder anzutreffende Behauptung, sie seien Nach\u00adfahren der sagenhaften Illyrer, ist naturgem\u00e4\u00df nicht verifizierbar; sie soll auch lediglich zur Untermauerung von Gebietsanspr\u00fcchen in heutiger Zeit gegen\u00fcber den \u201eerst\u201c mit der V\u00f6lkerwanderung hier siedelnden Slawen dienen. Bei den Illyrern handelte es sich um ein Seefahrervolk, das sich vor \u00fcber 3000 Jahren an der \u00f6stlichen Adriak\u00fcste niederlie\u00df. Nach Niederlagen gegen das r\u00f6mische Heer in den Jahren 229 und 219 vor unserer Zeit\u00adrechnung kam es unter r\u00f6mische Herrschaft, seitdem sind keine eigenstaatlichen Regungen bekannt oder kulturelle Zeugnisse \u00fcberliefert. Nach dem Zerfall des R\u00f6mischen Reiches in \u201eOst-Rom\u201c und \u201eWest-Rom\u201c waren die in diesem Gebiet siedelnden St\u00e4mme zun\u00e4chst dem Machtbereich von Byzanz zugeh\u00f6rig, und fielen schlie\u00dflich ebenso wie die \u00fcbrigen Balkanv\u00f6lker unter osmanische Herrschaft.<\/p>\n<p>Auf eine staats\u00e4hnliche Tradition k\u00f6nnen die Albaner nur bez\u00fcglich einer kurzen Epi\u00adsode, dem Aufstand unter Skanderbeg von 1444-1468, verweisen; eine eigene Staat\u00adlichkeit erhielten sie erst am Beginn des 20. Jahrhunderts. Der noch heute als Volksheld verehrte Skanderbeg hie\u00df eigentlich George Kastriotis, und geh\u00f6rte zu jenen, die von den t\u00fcrkischen Besatzungstruppen nach Istanbul entf\u00fchrt und zum Koran \u201ebekehrt\u201c wurden. Nach seiner R\u00fcckkehr wurde er als hoher Adminstrator der Besatzungsmacht in seinem Heimatbezirk Kruja eingesetzt, nutzte aber bald die Unzufriedenheit albanische Feudal\u00adherren mit dem t\u00fcrkischen Landverteilungs\u00adsystem zu einem Aufstand. Er \u00fcberw\u00e4ltigt eine t\u00fcrkische Garnison, und verteidigt mit einem Bauemheer bis zu seiem Tod 1468 erfolgreich seinen Bezirk gegen die Besat\u00adzer\u00fcbermacht.<\/p>\n<p>Diese vierundzwanzigj\u00e4hrige Auflehnung gegen die Besatzungsmacht war also we\u00adsentlich einem \u00f6konomischen Konflikt um die Zuteilung von Ackerland entsprungen, es war kein prinzipieller Aufstand gegen die Osmanische Herrschaft und insbesondere nicht gegen den Islam. Zu diesem konver\u00adtierten die Skipetaren in gro\u00dfer Zahl, und sie wurden als die \u201ePolizei der Besatzer\u201c auf dem Balkan f\u00fcr ihre Gewaltt\u00e4tigkeit ber\u00fcchtigt. Unter ihrem Druck verlie\u00dfen bis Anfang des 16. Jahrhunderts einige Zehntausend Serben das Zentrum ihres fr\u00fchmittelalterlichen Rei\u00adches um Raska und das Amselfeld, um weiter nach Norden zu ziehen, die verlassenen Gebiete wurden von Albanern besiedelt.<\/p>\n<p>1522-26 l\u00e4\u00dft \u00d6sterreich eine schwer befe\u00adstigte Milit\u00e4rgrenze (vojna Krajina) gegen das weitere Vorr\u00fccken der T\u00fcrken errichten. Dieses \u201eBollwerk der Christenheit\u201c erstreckte sich von der n\u00f6rdlichen Adria bis westlich von Belgrad. Entlang der Grenze l\u00e4\u00dft das Habsburger Reich Wehrd\u00f6rfer errichten, es entstehen geschlossene Siedlungsgebiete der Serben, die vor t\u00fcrkischen Heeren gefl\u00fcchtet waren. Habsburg f\u00f6rdert diese Ansiedlung, da es in den Serben zuverl\u00e4ssige K\u00e4mpfer gegen weitere t\u00fcrkische Anspr\u00fcche sieht.<\/p>\n<p>1690 scheitert ein serbischer Aufstand gegen die t\u00fcrkische Besatzung, woraufhin 90.000 Serben das Gebiet des Kosovo verlassen und sich auf habsburgische Einladung an der erw\u00e4hnten Milit\u00e4rgrenze in der Vojvodina ansiedeln. In ihrer angestammten Heimat siedeln sich wiederum islamisierte Albaner an.<\/p>\n<p>Nachdem das Osmanische Reich nie die Kontrolle \u00fcber die Gebirgsregionen Monte\u00adnegros erringen konnte, erkennt es 1799 die Autonomie des F\u00fcrstentums Montenegro an.<\/p>\n<p>1804 beginnt ein neuer serbischer Aufstand unter Karadjordje Petrovi\u0107 gegen die T\u00fcrken, der nach neun Jahren niedergeschlagen wird. Ein neuerlicher Aufstand beginnt 1815 unter Milos Obrenovi\u0107, der nach russischer Unter\u00adst\u00fctzung 1830 erfolgreich endet: Obrenovi\u0107 wird zum F\u00fcrsten Serbiens mit Sitz in Belgrad ernannt.<\/p>\n<h5>K\u00e4mpfe um die nationale Befreiung<\/h5>\n<p>Diese Aufst\u00e4nde (wie die folgenden in Bosnien und Bulgarien) waren als nationale Befreiungsk\u00e4mpfe stark von der Franz\u00f6si\u00adschen Revolution inspiriert: Das Ideal der Gleichheit aller B\u00fcrger fand angesichts der konfessionell begr\u00fcndeten rechtlichen und\u00a0\u00f6konomischen Ungleichheit unter der t\u00fcrki\u00adschen Besatzung starken Widerhall und wur\u00adde zur Grundlage der serbischen Staatsidee.<\/p>\n<p>Eine \u2013 vergebliche \u2013 kroatische Regung zwecks Unabh\u00e4ngigkeit von Ungarn fand ausgerechnet im Jahr 1848 statt: im Fr\u00fchjahr 1848 hatte die b\u00fcrgerliche Revolution in Ungarn gesiegt, sehr zur Beunruhigung des Habsburger Hofes. Im Einvernehmen mit Habsburg f\u00fchrt der kroatische Ban Josef Jela\u010di\u0107 ein Heer gegen das revolution\u00e4re Ungarn, das aber vernichtend geschlagen wird. Zwar werden die ungarischen Revolu\u00adtion\u00e4re 1849 von habsburgischen Truppen besiegt, doch hat weder dieser Sieg der Konterrevolution noch die geflissentliche Bereitstellungkonterrevolution\u00e4rer Hilfstrup\u00adpen kroatische Tr\u00e4ume auf Selbst\u00e4ndigkeit erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>1875 beginnt die slawische Bev\u00f6lkerung in der Herzegovina und in Bosnien einen Auf\u00adstand gegen die t\u00fcrkische Besatzung, zu dessen Unterst\u00fctzung Serbien und Monte\u00adnegro 1876 der T\u00fcrkei den Krieg erkl\u00e4ren. Im gleichen Jahr finden in Bulgarien Aufst\u00e4nde gegen die t\u00fcrkische Besatzung statt, 1877 tritt Ru\u00dfland auf serbischer Seite in den Krieg gegen die T\u00fcrken ein. In dieser Situation kam es der Habsburger Monarchie und dem 1871 in Versailles gegr\u00fcndeten Deutschland darauf an, die Kontrolle \u00fcber den Balkan zu erhalten. Dies war die Aufgabe des Berliner Kongresses vom 13. Juni bis 13. Juli 1878.<\/p>\n<p>Vollberechtigte Teilnehmerl\u00e4nder waren Ru\u00dfland, England, \u00d6sterreich-Ungarn, Deutschland, Frankreich, Italien und die T\u00fcrkei, hingegen waren die betroffenen Balkanl\u00e4nder nicht stimmberechtigt. Die Unabh\u00e4ngigkeit Serbiens und Montenegros sowie Rum\u00e4niens wurde international aner\u00adkannt, Bulgarien blieb jedoch dem Sultan tributpflichtiges F\u00fcrstentum, und insbeson\u00addere erhielt \u00d6sterreich-Ungarn (gegen die \u201eGefahr\u201c s\u00fcdslawischer Einheitsbestrebun\u00adgen) das Recht zur Verwaltung und milit\u00e4ri\u00adschen Besetzung von Bosnien und Herzego\u00advina, formell blieben diese weiterhin t\u00fcrkische Provinzen.<\/p>\n<p>1878 tritt auch die \u201eLiga von Prizren\u201c in Er\u00adscheinung, sie gilt separatistischen Kosovo-Albanern heute als \u201ealbanische Wiederge\u00adburt\u201c und Begr\u00fcndung ihres Anspruchs auf Kosovo. Die damalige Bewegung albanischer Feudalherren war jedoch keine Unabh\u00e4ngig\u00adkeitsbewegung, sondern sie verlangte Auto\u00adnomie innerhalb des Osmanischen Reiches, sie forderte nicht Gleichheit, sondern eine Garantie ihrer Privilegien durch den Sultan. Die Entwicklung eines albanischen National\u00adbewu\u00dftseins war wegen dieser Fixierung auf die osmanische Herrschaft damit ebenfalls nicht verbunden.<\/p>\n<p>1878 und 1882 kommt es in Bosnien- Herzegovina zu Aufst\u00e4nden gegen die Be\u00adsatzung durch \u00d6sterreich-Ungarn. Die T\u00fcrkei als Ordnungsfaktor zur Niederhaltung sla\u00adwischer Freiheitsbestrebungen fiel zuneh\u00admend aus: Das Wort vom \u201ekranken Mann am Bosporus\u201c kam auf, und im Land selbst zeigte die erstarkende Bewegung der \u201eJungt\u00fcrken\u201c den festen Willen, eine modernes, laizisti\u00adsches Staatswesen zu errichten, aber keine Neigung, sich weiterhin aktiv auf dem Balkan zu engagieren.<\/p>\n<p>Daraus zog 1908 \u00d6sterreich-Ungarn seine Schlu\u00dffolgerung, nun selbst f\u00fcr \u201eOrdnung\u201c sorgen zu m\u00fcssen \u2013 es annektierte Bosnien-Herzegovina und verleibte es seinem Staatsgebiet ein. Vor diesem Schritt holte es sich allerdings die Zustimmung in Berlin, wobei der \u00f6sterreichische Au\u00dfenminister Graf \u00c4hrenthal noch eine weitergehende Zielsetzung offenbarte: Serbien als dem Urheber des permanenten Strebens nach einem befreiten Staat aller S\u00fcdslawen m\u00fcsse die staatliche Unabh\u00e4ngigkeit wieder genom\u00admen werden. Auch dies fand hei\u00dfe Zustim\u00admung beim deutschen Generalstab, hatte doch der deutsche Imperialismus seine favo\u00adrisierte Expansionsrichtung mit dem Bau der Bagdad-Bahn augenf\u00e4llig gemacht. F\u00fcr die Expansion im Vorderen Orient stellte der Balkan die Etappe dar, die unter allen Umst\u00e4nden gesichert werden mu\u00dfte.<\/p>\n<p>1912 gr\u00fcndeten Serbien, Bulgarien, Mon\u00adtenegro und Griechenland den Balkanbund. Er richtete sich gegen weitere Annexions\u00adpl\u00e4ne Habsburgs und insbesondere gegen die Reste t\u00fcrkischer Herrschaft in S\u00fcdosteuropa. Mit russischer Unterst\u00fctzung gewann der Bund 1912-1913 den 1. Balkankrieg, in dem die T\u00fcrkei besiegt und endg\u00fcltig vom Balkan verdr\u00e4ngt wurde. Die Sieger vergr\u00f6\u00dferten ihre L\u00e4nder um die befreiten Gebiete, und sie vereinbarten die Gr\u00fcndung eines albanischen Staates. \u00d6sterreich-Ungarn bem\u00fchte sich, Rivalit\u00e4ten im Balkanbund um die Aufteilung der Beute zu f\u00f6rdern \u2013 in der Hoffnung, Bul\u00adgarien in eine antiserbische Frontstellung zu bringen. Dies gelang, im Juni 1913 er\u00f6ffneten bulgarische Truppen einen Krieg gegen Serbien und Griechenland. Entgegen der Erwartungen blieb Rum\u00e4nien nicht neutral, sondern trat in den Krieg gegen Bulgarien ein, ebenso die T\u00fcrkei. Nach knapp sechs Wochen mu\u00dfte Bulgarien um Frieden bitten, und ver\u00adlor nach diesem 2. Balkankrieg alle Erober\u00adungen aus dem ersten, und sogar Teile seines fr\u00fcheren Bestandes an Rum\u00e4nien.<\/p>\n<p>F\u00fcr \u00d6sterreich-Ungarn waren diese Balkan\u00adkriege herbe R\u00fcckschl\u00e4ge und versch\u00e4rften den Gegensatz zu Serbien auf das \u00c4u\u00dferste. Diese Spannungen machten einen \u201egro\u00dfen Krieg\u201c zum Greifen nahe. Unmittelbar nach Ende der Balkankriege versch\u00e4rfte der deutsche Generalstab die Spannungen weiter, indem er ein gro\u00dfes Kontingent Offiziere in die T\u00fcrkei zwecks Reorganisation des t\u00fcr\u00adkischen Heeres schickte. Der deutsche Impe\u00adrialismus wollte seine \u00f6konomischen Inter\u00adessen in der T\u00fcrkei politisch und milit\u00e4risch untermauern, sein Bestreben galt unverhohlen einer Neuaufteilung der Welt.<\/p>\n<h5>In den ersten Weltkrieg<\/h5>\n<p>Die Annexion Bosnien-Herzegovinas durch \u00d6sterreich-Ungarn zwecks Verhinderung eines unabh\u00e4ngigen Staates aller S\u00fcdslawen f\u00fchrte bei diesen zu einer heftigen und teils militanten Opposition. Geheimorganisa\u00adtionen entstanden, so auch die Verschw\u00f6rer\u00adorganisation \u201eJunges Bosnien\u201c, die mit \u00dcber\u00adf\u00e4llen auf Einrichtungen der Habsburger Fremdherrschaft hervortrat. Nach provoka\u00adtiven milit\u00e4rischen Gro\u00dfman\u00f6vern in Bosnien wollte der \u00f6sterreichische Kronfolger im Juni 1914 in Sarajevo die Huldigung der Bev\u00f6l\u00adkerung entgegennehmen, fiel jedoch dem Attentat eines Mitglieds dieses \u201eJungen Bosnien\u201c zum Opfer. Dies bescherte \u00d6ster\u00adreich-Ungarn endlich den hei\u00dfersehnten Kriegsvorwand.<\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichisch-ungarische Botschafter in Berlin \u00fcbergab am 5. Juli 1914 ein Schreiben von Kaiser Franz Joseph an den deutschen Kaiser und den Reichskanzler, in dem als Ziel die Ausschaltung Serbiens als politischer Machtfaktor auf dem Balkan formuliert war. Nach Gespr\u00e4chen von Wilhelm II mit dem preu\u00dfischen Generalstab und Kanonenk\u00f6nig Krupp beschlo\u00df der Ministerrat in Wien am 7. Juli 1914, den Krieg durch ein Ultimatum an Serbien auszul\u00f6sen. Der Text wurde am 19. Juli beschlossen, am 21. Juli in Berlin abgesegnet, am 23. Juli der Regierung in Belgrad \u00fcberreicht. Serbiens Regierung, die in dem Ultimatum ohne Beweis f\u00fcr das Attentat verantwortlich gemacht wurde, sollte 12 For\u00adderungen binnen 48 Stunden akzeptieren; darunter auch das Recht \u00f6sterreichisch-un\u00adgarischer Beh\u00f6rden auf Unterdr\u00fcckung und Verfolgung slawischer Unabh\u00e4ngigkeitsbewe\u00adgungen auf serbischem Staatsgebiet \u2013 also die Aufgabe der Souver\u00e4nit\u00e4t!<\/p>\n<p>Die Note \u201el\u00e4\u00dft eine Annahme Serbiens eigentlich \u00fcberhaupt nicht zu\u201c, freute sich der Mitautor Hoyo, die serbische Regierung lehnte von zw\u00f6lf Punkten einen ab, und der ersehnte Krieg wurde durch \u00f6sterreichische Kriegserkl\u00e4rung am 27. Juli 1914 begonnen. Deutschland erkl\u00e4rte am 1. August Ru\u00dfland den Krieg, marschierte ohne Kriegserkl\u00e4rung am 2. August in Luxemburg ein, die Kriegs\u00aderkl\u00e4rung an Frankreich folgte am 3. August 1914.<\/p>\n<p>Der 1. Weltkrieg endet mit der Niederlage Deutschlands und \u00d6sterreichs, Serbien steht auf der Seite der Siegerm\u00e4chte. Der Preis al\u00adlerdings war hoch: Serbien und Montenegro verloren in diesem Krieg 25% ihrer Bev\u00f6l\u00adkerung. Gest\u00fctzt auf die Tradition der Be\u00adfreiungsbewegungen gegen die osmanische und habsburgische Besatzung, gest\u00fctzt auch auf viele Intellektuelle und Freimaurerorga\u00adnisationen in Kroatien und Slowenien wird 1918 ein gemeinsamer Staat aller S\u00fcdslawen vereinbart, am 1. Dezember 1918 verk\u00fcndet Prinzregent Aleksander Karadjordjevi\u0107 die Gr\u00fcndung des \u201eK\u00f6nigreiches der Serben, Kroaten und Slowenen\u201c, einer konstitu\u00adtionellen Monarchie. Zu diesem Staat geh\u00f6rt auch die s\u00fcdserbische Provinz Kosovo und Metochien; Metochien bedeutet Kirchenland oder Kir\u00adchenbesitz, der orthodoxen Kirche geh\u00f6rte rund 60% des Landes.<\/p>\n<p>Im Versailler Friedensvertrag vom 28. 6. 1919 wurde das SKS-K\u00f6nigreich nicht als neuer Staat \u2013 wie die Tschechoslowakei und Polen \u2013 behandelt, sondern mit Serbien gleichgesetzt, und aus ihrer Sicht gaben die Serben und Montenegriner ihre Staatlichkeit zuguns\u00adten des neuen Staates auf, in dem sie ihre \u201ehistorische Mission\u201c, die Befreiung aller S\u00fcdslawen, verwirklicht sahen. In den \u201eVer\u00adliererstaaten\u201c Ungarn und Bulgarien entstan\u00adden revisionistische Bewegungen, die Aus\u00adgangspunkt faschistischer Str\u00f6mungen und sp\u00e4terer B\u00fcndnisse werden sollten.<\/p>\n<p>Sogleich und schlie\u00dflich beim Verfassungs\u00adkongre\u00df 1921 trat im SKS-K\u00f6nigreich ein tiefer Gegensatz zwischen den Beteiligten auf: Kroatische und slowenische Parteien wollten eine lose F\u00f6deration, die Serben einen Zen\u00adtralstaat mit f\u00f6deralen Elementen. Die Serben bef\u00fcrchteten, da\u00df separatistische Kr\u00e4fte den gemeinsamen Staat wieder zerst\u00f6ren wollten, sobald die Gefahr, als Kriegsschuldige mitbe\u00adlastet zu werden, vorbei ist. Die begrenzt f\u00f6deralistische Verfassung des neuen Staates bot besonders bei Kroaten, Muslimen und Albanern einen g\u00fcnstigen N\u00e4hrboden f\u00fcr die Agitation zugunsten ethnisch-religi\u00f6s begr\u00fcn\u00addeten Separationstendenzen. Zudem setzte die herrschende Gro\u00dfbourgeoisie nach dem bekannten \u201eTeile und Herrsche\u201c-Motto auf eine Politik der nationalen Ungleichheit, so\u00adziale Gegens\u00e4tze erschienen zunehmend als konfessionelle und ethnische Konflikte.<\/p>\n<p>An der Spitze der separatistischen Bewe\u00adgung in Kroatien stand die Partei von Ante Starcevic, eines \u201eRassetheoretikers\u201c aus der Schule von Gobineau. Er begr\u00fcndete die These von den arischen Kroaten als auser\u00adw\u00e4hltem V\u00f6lk gegen\u00fcber den slawisch-ser\u00adbischen Untermenschen. Der katholische Kle\u00adrus bildete die Hauptst\u00fctze dieser rassisti\u00adschen und faschistischen Partei. Diese sepa\u00adratistischen Tendenzen wurden als Bedro\u00adhung des neuen Staates begriffen und unter\u00addr\u00fcckt, schlie\u00dflich wurde 1929 das Parlament aufgel\u00f6st und eine K\u00f6nigsdiktatur eingef\u00fchrt, zugleich wurde der Staat in \u201eK\u00f6nigreich Jugoslawien\u201c umbenannt.<\/p>\n<p>1934 fand die innerstaatliche Krise einen dramatischen H\u00f6hepunkt in der Ermordung von K\u00f6nig Aleksandar w\u00e4hrend eines Staats\u00adbesuchs in Marseille. Die Attent\u00e4ter geh\u00f6rten der Ustascha an, unter ihnen der sp\u00e4tere \u201ePoglavnik\u201c (F\u00fchrer) Ante Paveli\u0107. Er wurde in Frankreich und in Jugoslawien in Ab\u00adwesenheit zum Tode verurteilt, geno\u00df aber in Italien die Gastfreundschaft Mussolinis, der nach Kr\u00e4ften den Ustascha-Terror zur Zer\u00adst\u00f6rung Jugoslawiens unterst\u00fctzte.<\/p>\n<h5>2. Weltkrieg<\/h5>\n<p>Im Vorfeld des \u00dcberfalls auf die Sowjetunion wollten die Faschisten die Unterst\u00fctzung, mindestens das Stillhalten der L\u00e4nder S\u00fcdosteuropas erreichen. Mehr oder weniger freiwillig traten alle L\u00e4nder dem Drei- M\u00e4chte-Pakt (Deutschland, Italien, Japan) bei, als letztes unter massivem deutschen Druck Jugoslawien am 25.3.1941.<\/p>\n<p>Bei ihrer R\u00fcckkehr wird die jugoslawische Delegation in Belgrad von Massendemon\u00adstrationen Hunderttausender empfangen, am 27.3.1941 wird die verr\u00e4terische Regierung verjagt, der K\u00f6nig fl\u00fcchtete, eine neue Regie\u00adrung unter dem bisherigen Luftwaffenchef Du\u0161an Simovi\u0107 schlie\u00dft einen Freundschafts\u00advertrag mit Sowjetru\u00dfland.<\/p>\n<p>Damit wurden die deutschen Faschisten gezwungen, ihren \u00dcberfall auf die Sowjet\u00adunion aufzuschieben, wodurch die deutschen Truppen in den Genu\u00df des \u201erussischen Winters\u201c kommen sollten.<\/p>\n<p>Hitler beschlo\u00df, \u201eJugoslawien milit\u00e4risch und als Staatsgebilde zu zerschlagen\u201c. Am 6. April 1941 startete ohne Kriegserkl\u00e4rung das \u201eUnternehmen Strafgericht\u201c, bei der 611 deutsche Bomber Belgrad in Schutt und Asche legten. In Zagreb dagegen wurden die deutschen Truppen mit Jubel begr\u00fc\u00dft, die meist von katholischen Priestern komman\u00addierten Ustascha-Banden halfen bei der Ent\u00adwaffnung der jugoslawischen Armee. Noch vor der Kapitulation rief die Ustascha das \u201eselbst\u00e4ndige\u201c Kroatien von Hitlers Gnaden aus, vergr\u00f6\u00dfert um Bosnien-Herzegovina.<\/p>\n<p>Das profaschistische Ungarn erhielt die serbische Vojvodina als Beute, das profa\u00adschistische Bulgarien erhielt Makedonien. Albanien, Kosovo und Montenegro wurde vom faschistischen Italien besetzt, \u201eRest\u201c-Serbien wurde deutscher Sonderverwaltung unterstellt.<\/p>\n<p>Am 17.4.1941 mu\u00dfte die jugoslawische Ar\u00admee bedingungslos kapitulieren, unmittelbar danach begannen neuformierte Einheiten unter Verteidigungsminister Dra\u017ea Mihai\u00adlovi\u0107 mit einem bewaffneten Aufstand. Sie waren politisch recht heterogen, verstanden sich verfassungsloyal gegen\u00fcber dem K\u00f6nig\u00adreich, ihre milit\u00e4rischen Formationen wurden unter dem Namen \u201e\u010cetniks\u201c bekannt, der noch heute besonders in Deutschland heftige antiserbische Ressentiments mobilisiert.<\/p>\n<p>Am 4.7.1941 beschlo\u00df auch die Kommu\u00adnistische Partei Jugoslawiens \u00fcber den Beginn des bewaffneten Aufstandes, im Herbst ver\u00adeinbarten Tito, F\u00fchrer des kommunistischen Widerstands und Mihailovi\u0107 die milit\u00e4rische Zusammenarbeit gegen die Faschisten.<\/p>\n<p>In der Folgezeit kommt es zu teilweise schweren Zerw\u00fcrfnissen zwischen den Wider\u00adstandsgruppen und zur Freude der Nazis zu K\u00e4mpfen untereinander. 1943 entzog die Londoner Regierung den \u010cetni\u010di die Unter\u00adst\u00fctzung, die sie fortan Titos Partisanen gew\u00e4hrte. (Hingegen unterst\u00fctzte London weiterhin massiv den k\u00f6nigstreuen Wider\u00adstand in Polen, der sich ebenfalls K\u00e4mpfe mit den kommunistischen Gruppen lieferte.)<\/p>\n<p>In der kommunistischen Partisanenarmee k\u00e4mpften Angeh\u00f6rige aller Nationalit\u00e4ten. Der antifaschistische Widerstand sah sich den Besatzungstruppen der kroatischen Ustascha und der slowenischen Wei\u00dfen Garde gegen\u00ad\u00fcber, ebenso der SS-Division Handschar, gebildet aus bosnisch-muslimischen Freiwilligen, und der SS-Division Skanderbeg, die aus albanischen Freiwilligen bestand.<\/p>\n<p>Im italienisch besetzten Kosovo massa\u00adkrierten die faschistischen Milizen Tausende Serben, 70.000 wurden nach Norden ver\u00adtrieben, an ihrer Stelle albanische Muslime angesiedelt. Allein im kroatischen Vernich\u00adtungslager Jasenovac, zeitweise von Franzis\u00adkanerpatern kommandiert, wurden \u00fcber 600.000 Serben und einige Zehntausend Roma und Juden ermordet. Von 1,8 Millionen Serben in Kroatien lebten 1945 noch 650.000.<\/p>\n<p>Am 20.10.1944 befreiten die Partisanen der Volksbefreiungsarmee gemeinsam mit Einheiten der Roten Armee Belgrad.<\/p>\n<h5>Die Volksrepublik Jugoslawien<\/h5>\n<p>Jugoslawien als Mitglied der siegreichen Antihitlerkoalition, verlor im 2. Weltkrieg \u00fcber 1,7 Millionen Menschen. Nach Wahlen erfolgte am 29.11.1945 die Abschaffung der Monarchie und die Proklamation der F\u00f6derativen Volksrepublik Jugoslawien. Im Januar 1946 wird eine Verfassung be\u00adschlossen, die das Land als eine F\u00f6deration aus Bosnien-Herzegovina, Kroatien, Make\u00addonien, Montenegro, Slowenien und Serbien definiert.<\/p>\n<p>Innerhalb Serbiens werden mit der Vojvo\u00addina sowie Kosovo und Metochien zwei auto\u00adnome Gebiete geschaffen, hingegen erhalten die Serben in Kroatien und die Kroaten und Serben in Bosnien-Herzegovina keine Au\u00adtonomie. Die seit Beginn der faschistischen Besatzung aus Kosovo und Metochien ver\u00adtriebenen Serben d\u00fcrfen nicht zur\u00fcckkehren, die Grundbesitzver\u00e4nderungen werden f\u00fcr rechtens erkl\u00e4rt, die Grenze zu Albanien offen gehalten, soda\u00df sich \u00fcber 100.000 Albaner neu in Kosovo und Metochien ansiedeln.<\/p>\n<p>Bei allen Problemen und Fehlern im Einzel\u00adnen mu\u00df festgehalten werden, da\u00df mit der Schaffung dieses \u201ezweiten\u201c Jugoslawien ob\u00adjektiv ein wichtiger Faktor der heute so ver\u00ad\u00e4chtlich gemachten \u201eNachkriegsordnung\u201c entstand, der dem Imperialismus, und speziell dem Expansionsdrang des deutschen Imperia\u00adlismus, jahrzehntelang wirksam den Weg versperrte.<\/p>\n<p>Bereits im Juni 1948 erfolgt der sogenannte Bruch Titos mit Stalin, gefolgt vom Aus\u00adschlu\u00df der KP Jugoslawiens aus dem Kom\u00adinformb\u00fcro. Tats\u00e4chliche, \u201epotentielle\u201c oder vermutete Stalin-Anh\u00e4nger in Jugoslawien, schwerpunktm\u00e4\u00dfig \u201erussenfreundliche\u201c Ser\u00adben, aber auch internationalistische Partisa\u00adnen anderer Nationalit\u00e4ten wurden verfolgt, 50.000 starben auf der \u201eNackten Insel\u201c. Es folgten \u201eSoforthilfen\u201c und Kredite des Westens sowie 1950 die Einf\u00fchrung der \u201eAr\u00adbeiterselbstverwaltung\u201c, die statt \u201eStaatsei\u00adgentum\u201c die \u201eVerantwortung der Produzen\u00adten\u201c f\u00f6rdern sollte, aber auch die Konkurrenz zwischen ihnen und Gruppenegoismen f\u00f6rderte.<\/p>\n<p>Diese Politik wurde mit gro\u00dfz\u00fcgiger westlicher Kreditvergabe honoriert \u2013 und mit weiteren Forderungen konfrontiert: 1965 wur\u00adden durch \u201eWirtschaftsreformen\u201c \u201emarkt\u00adwirtschaftliche\u201c Prinzipien eingef\u00fchrt, und wirtschaftliche Vollmachten auf die Repu\u00adbliken \u00fcbertragen \u2013 mit der Folge der Kon\u00adkurrenz zwischen den Republiken. Deren \u00f6konomisch ungleiche Entwicklung ver\u00adsch\u00e4rfte sich, zugleich waren die Grundlagen gelegt, da\u00df \u00f6konomische Konflikte im Ge\u00adwand nationaler Konflikte erscheinen konn\u00adten.<\/p>\n<p>Ab Mitte der 1960er Jahre verlegt sich der Imperialismus auf eine neue Strategie zur Niederringung des \u201esozialistischen Weltsy\u00adstems\u201c. Die konfrontativen roll-back-Versu\u00adche waren gescheitert, jetzt war \u201eWandel durch Ann\u00e4herung\u201c angesagt, respektive Un\u00adterminierung mit \u00f6konomischen Mitteln und Propagierung ideologischer Koexistenz. In Deutschland wurde der \u201eNeuen Ostpolitik\u201c zum Durchbruch verholfen, Prag stand kurz vor seinem \u201eFr\u00fchling\u201c, Rum\u00e4nien erhielt gro\u00dfz\u00fcgige Kredite zwecks einer k\u00fcnftig \u201eeigenst\u00e4ndigen Rolle\u201c, und in Jugoslawien sollten den \u201emarktwirtschaftlichen Refor\u00admen\u201c noch politische und eine Verfassungs\u00adreform folgen:<\/p>\n<p>1966 wird der \u201e2. Mann\u201c hinter Tito, Aleksandar Rankovi\u0107, gest\u00fcrzt, und der Nachrichtendienst, der bis dahin separatisti\u00adsche Bestrebungen unterdr\u00fcckte, aufgel\u00f6st. An seine Stelle treten Geheimdienste der Repub\u00adliken, in Kroatien kam Ivan Kraja\u010di\u0107 an des\u00adsen Spitze, er betrieb die geheimdienstliche Vorbereitung eines \u201eUnabh\u00e4ngigen Kroa\u00adtien\u201c in den Grenzen von 1941, er war Vertrauensmann des Pullacher BND, der die Zahl seiner Agenten in Jugoslawien ab 1966 massiv erh\u00f6ht und die Kooperation mit der faschistischen Ustascha-Emigration ent\u00adwickelt. Im kroatischen Geheimdienst wurde jugoslawisch gesinntes Personal gnadenlos abger\u00e4umt und durch Ustascha-Sympathi\u00adsanten ersetzt.<\/p>\n<p>Eine neue Verfassung wurde ab Ende der 1960er Jahre diskutiert und im Februar 1974 in Kraft gesetzt \u2013 die Republiken wurden de facto zu Staaten, die autonomen Gebiete de facto Republiken, die Volksrepublik wandelte sich von der F\u00f6deration zur Konf\u00f6deration. Die von Tito als \u201eSt\u00e4rkung der Br\u00fcderlich\u00adkeit\u201c gepriesene Verfassung bewirkte das Gegenteil \u2013 jeder Beschlu\u00df auf Bundesebene konnte durch das Veto einer Republik oder auch eines Gebiets verhindert werden. Auf Bundesebene verhinderte das j\u00e4hrliche Rota\u00adtionsprinzip die Entwicklung allgemein aner\u00adkannter Pers\u00f6nlichkeiten, w\u00e4hrend sich Tito zum \u201ePr\u00e4sidenten auf Lebenszeit\u201c w\u00e4hlen lie\u00df.<\/p>\n<p>Am 4.5.1980 starb Tito, im M\u00e4rz 1981 kommt es in Kosovo zu blutigen Unruhen, als albanische Separatisten die Forderung nach Umwandlung der Provinz in eine Republik, andere gar die staatliche Unabh\u00e4ngigkeit fordern. In den folgenden Jahren kommt der Begriff von der \u201eethnischen S\u00e4uberung\u201c in die Diskussion \u2013 als Kritik der Entwicklung: 700 multiethnisch besiedelte D\u00f6rfer werden \u201eeth\u00adnisch rein\u201c \u2013 in keinem lebten noch Serben.<\/p>\n<h5>Kurs auf Zerst\u00f6rung Jugoslawiens<\/h5>\n<p>Aufgrund immenser Auslandsschulden ver\u00adgr\u00f6\u00dfert sich die Abh\u00e4ngigkeit Jugoslawiens von Weltbank und Internationalem W\u00e4h\u00adrungsfonds immer mehr. 1960 betrug die Auslandsverschuldung 590 Mio. US- Dollar, 1975 6,5 Milliarden, 1991 16,5 Milliarden, allein der Schuldendienst zehrte die Export\u00aderl\u00f6se auf, hingegen sank das Realeinkommen zwischen 1979 und 1985 um 30%. 1988 verweigerten Slowenien und Kroatien weitere Zahlungen an den Bundesfonds f\u00fcr unter\u00adentwickelte Gebiete, praktisch ein \u201eSolida\u00adrit\u00e4tszuschlag\u201c, der seit Jahrzehnten haupt\u00ads\u00e4chlich Kosovo und Metochien zuflo\u00df. Als Voraussetzung f\u00fcr die Gew\u00e4hrung soge\u00adnannter Stand-by-Kredite diktierte der Inter\u00adnationale W\u00e4hrungsfond eine restriktive Geldpolitik \u2013 Kroatien und Slowenien be\u00adgr\u00fc\u00dften dies, Jugoslawien widersetzte sich: Die Auflage h\u00e4tte dazu gef\u00fchrt, die L\u00f6hne in der staatlichen Wirtschaft und insbesondere in den Bundesbeh\u00f6rden nicht mehr zahlen zu k\u00f6nnen, und damit zur Zerst\u00f6rung der Bun\u00addesstrukturen.<\/p>\n<p>In dieser zugespitzten Lage war die Re\u00adpublik Serbien durch die Verfassung von 1974 auf gesetzgeberischem Gebiet praktisch hand\u00adlungsunf\u00e4hig \u2013 die autonomen Gebiete hatten ein Veto-Recht in allen Entscheidungen. Um diese L\u00e4hmung der Handlungsf\u00e4higkeit zu beenden, wurde 1989 und 1990 in Serbien und in Jugoslawien der Autonomiestatus der beiden Provinzen wieder auf den Stand von 1974 zur\u00fcckgefahren. Dies bedeutete keines\u00adfalls die Aufhebung der Autonomie, sondern die Abschaffung des zum Mittel der Ostruk\u00adtion gewordenen Vetorechts. Fortan sollten die Gesetze f\u00fcr alle B\u00fcrger der Republik gelten, Selbstverwaltung einschlie\u00dflich dem Recht auf eigene Parteien, Medien, Parlament und muttersprachlichen Unterricht bis zur Universit\u00e4t blieben erhalten. Abgeschafft wurden auch die serbische Minderheit dis\u00adkriminierende Bestimmungen, nach denen die Beherrschung der albanischen Sprache Voraussetzung f\u00fcr die Besetzung der meisten Arbeitspl\u00e4tze war, oder die Verwendung von Schulb\u00fcchern aus Albanien, in denen Kosovo bereits als Teil Albaniens verzeichnet war.<\/p>\n<p>Die Proteste in Kosovo gegen die Verfassungs\u00e4nderung und die Nichtwahr\u00adnehmung der Autonomierechte in der Folge\u00adzeit waren von dem Ziel diktiert, vom Status der Quasi-Republik zur staatlichen Lostren\u00adnung \u201evoranzuschreiten\u201c.<\/p>\n<p>Mit dem Untergang des \u201esozialistischen La\u00adgers\u201c verlor Jugoslawien seine wichtigsten \u00f6konomischen Partner, Jugoslawiens im Westen gesch\u00e4tzte Funktion hatte sich \u00fcber\u00adholt. Dem in der Schuldenfalle zappelnden Land wurde keine EU-Beitrittsperspektive ge\u00adboten, hingegen stellte der deutsche Au\u00dfen\u00administer Genscher Slowenien und Kroatien f\u00fcr den Fall der Trennung von den \u201e\u00e4rmeren Nachbarn\u201c ein EU-Assoziierungsabkommen in Aussicht.<\/p>\n<p>Slowenien f\u00fchrte die Zolleinnahmen von der \u00f6sterreichischen und italienischen Grenze nicht mehr ab. Der Vatikan gew\u00e4hrte Kroa\u00adtien im Februar 1991 einen Kredit \u00fcber 4 Milliarden Dollar, zum l\u00e4cherlichen, sym\u00adbolischen Zinssatz von 0,7%. Am 26. Juni 1991 erkl\u00e4rt Slowenien (verfassungswidrig) seine Unabh\u00e4ngigkeit, wonach der Krieg durch \u201eSerbien\u201c ausgel\u00f6st worden sein soll.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hat die jugoslawische Bundes\u00adarmee unter dem Kommando des kroatischen Vorsitzenden des Staatspr\u00e4sidiums Ante Markovi\u0107 versucht, die von Slowenien \u00fcber\u00adnommenen Hoheitsrechte an den Au\u00dfen\u00adgrenzen wiederherzustellen. In den dreit\u00e4gi\u00adgen Auseinandersetzungen starben 49 Men\u00adschen \u2013 alle Angeh\u00f6rige der jugoslawischen Armee.<\/p>\n<p>Der kroatischen Unabh\u00e4ngigkeitser\u00adkl\u00e4rung, ebenfalls vom 26. Juni 1991, folgte unmittelbar die Vertreibung von rund 40.000 Serben \u2013 bevor es zu bewaffneten Ausein\u00adandersetzungen kam (von 1991 bis 1995 sank die Zahl der Serben in Kroatien von 650.000 auf unter 50.000).<\/p>\n<p>Mit der F\u00f6rderung der slowenischen und kroatischen Sezession, der ab dem Herbst 1991 immer massiver werdenden Drohung mit der selektiven Anerkennung dieser ju\u00adgoslawischen Republiken und dem Vollzug der Anerkennung im Dezember 1991 l\u00f6st Deutschland den Krieg auf dem Balkan aus. Diese Kriegser\u00f6ffnung erfolgte in enger Ab\u00adstimmung Genschers mit dem Vatikan und gegen die entschiedene Warnung aller eu\u00adrop\u00e4ischen Regierungen, Ru\u00dflands und der USA, und nicht zuletzt des UN-General\u00adsekret\u00e4rs Perez de Cuellar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Klaus Hartmann, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, ist Co-Vor\u00adsitzender \u2013 neben Michael Parenti (USA) und Sergej Baburin (Russland) \u2013<br \/>\nsowie Vorsitzender des Vorstands des Internationalen Komitees Slobodan Milo\u0161evi<\/em><em>\u0107<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Literaturhinweise<\/strong><\/p>\n<p>Arno Peters: Synchronoptische Weltgeschichte, Universum-Verlag, M\u00fcnchen-Solm, 1965; Deut\u00adsche Geschichte, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1975;<\/p>\n<p>Vladimir Dedijer: Jasenovac &#8211; das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan, Ahriman-Verlag, Frei\u00adburg, 1993<\/p>\n<p>Wolf-Dieter Gudopp: Auf dem Weg in den Dritten Weltkrieg?, Verein Wissenschaft und Sozialismus, Frankfurt\/M., 1993<\/p>\n<p>Reinhard Opitz (Hrg.): Europastrategien des deutschen Kapitals 1900-1945, Pahl-Rugenstein, Bonn, 1994;<\/p>\n<p>Slobodanka Kovacevic, Putnik Dajic: Chro\u00adnology of the Yugoslav Crisis 1942-1993, Institute for European Studies, Belgrad, 1994;<\/p>\n<p>Peter Scholl-Latour: Im Fadenkreuz der M\u00e4chte, Goldmann Verlag, M\u00fcnchen, 1995<\/p>\n<p>Erich Schmidt-Eenboom, Der Schattenkrieger, Econ Verlag, D\u00fcsseldorf, 1995<\/p>\n<p>Karlheinz Deschner, Milan Petrovic: Weltkrieg der Religionen, Weitbrecht Verlag, Stuttgart-Wien, 199&#8242; Ralph Hartmann: \u201eDie ehrlichen Makler\u201d, Dietz Verlag, Berlin, 1998;<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&amp;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" \/> <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Freidenker_2024-01_Hartmann_HistorischeBalkanSkizze.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klaus Hartmann: Historische Balkan-Skizze<\/a>\u00a0(Auszug aus\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18593\">FREIDENKER 1-24<\/a>, ca. 934 KB)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Die Schlacht auf dem Amselfeld 1389 &#8211; <span class=\"mw-mmv-title\">Russische Miniatur aus der Illustrierten Chronik Iwans IV. 1568-1576 (Ausschnitt)<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">K\u00fcnstler Anonym &#8211; <a href=\"http:\/\/www.varvar.ru\/arhiv\/gallery\/manuscripts_russian\/lit_svod\/14.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.varvar.ru\/arhiv\/gallery\/manuscripts_russian\/lit_svod\/14.html<\/a>, Gemeinfrei<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=3571475\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=3571475<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Klaus Hartmann<\/b><br \/>\nWenn uns Nachrichten vom Balkan errei\u00adchen, geben sich auch manche schnell ge\u00adschlagen, die ansonsten gewohnt sind, den Dingen auf den Grund zu gehen. Ratlosigkeit und das Gef\u00fchl, nicht \u201edurchblicken\u201c zu k\u00f6nnen, ist auch bei Friedensfreunden und Linken weit verbreitet. Zu der in Kriegszeiten massiv gesteigerten Kriegspropaganda kommt hinzu, dass sich die Beteiligten auf historische Mythen oder \u201eRechte\u201c berufen bzw. behaupten, \u201edie Anderen\u201c w\u00fcrden sich darauf berufen. Die folgende Skizze erhebt keinen analytischen Anspruch, sie muss sich auf eine stichwortartige Darstellung der Er\u00adeignisse beschr\u00e4nken; weiterf\u00fchrende Litera\u00adtur wird am Ende genannt. Erkundigungen nach der Geschichte der Balkanv\u00f6lker f\u00fchren zur\u00fcck in die Zeit der V\u00f6lkerwanderung, und sie m\u00fcssen das Ende des R\u00f6mischen Reiches mitsamt Erfolge-Auseinandersetzungen einbeziehen. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":18611,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12,1162],"tags":[473,648,1238,2166,2164,2169,590,1197,339,763,2167,2168,764,2165],"class_list":["post-18610","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","category-geschichte","tag-1-weltkrieg","tag-2-weltkrieg","tag-albanien","tag-amselfeld-schlacht","tag-balkan","tag-bosnien-herzegowina","tag-jugoslawien","tag-kosovo","tag-kriegspropaganda","tag-kroatien","tag-osmanisches-reich","tag-oesterreich-ungarn","tag-serbien","tag-voelkerwanderung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Schlacht_auf_dem_Amselfeld_1389_Ausschnitt_800x450.jpg?fit=799%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-4Qa","jetpack-related-posts":[{"id":18593,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18593","url_meta":{"origin":18610,"position":0},"title":"FREIDENKER 1-24 \u2013 25 Jahre NATO-Aggression gegen Jugoslawien","author":"Webredaktion","date":"24. 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