{"id":18437,"date":"2024-02-29T23:25:38","date_gmt":"2024-02-29T22:25:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18437"},"modified":"2024-04-03T13:37:22","modified_gmt":"2024-04-03T11:37:22","slug":"wer-sind-die-guten-wer-die-boesen-gaza-fuehrt-aus-der-welt-der-taeuschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18437","title":{"rendered":"Wer sind die Guten, wer die B\u00f6sen: Gaza f\u00fchrt aus der Welt der T\u00e4uschung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Brandmauer, die der Westen um sein propagandistisches Imperium errichtet hatte, ist gefallen \u2012 und selbst wenn er alle verf\u00fcgbaren Kr\u00e4fte einsetzt, sie wieder zu errichten, wird es nichts mehr helfen. Die Folgen zeigen sich bereits, und sie werden lange anhalten. <\/strong><\/p>\n<p><em>Von <strong>Dagmar Henn<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 26.02.2024 auf <a href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.live\/meinung\/197446-gaza-fuehrt-aus-welt-taeuschung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"EmbedBlock-root EmbedBlock-all\">\n<div class=\"AllEmbed\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Wer sind die Guten, wer die B\u00f6sen: Gaza f\u00fchrt aus der Welt der T\u00e4uschung\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?i=3bpgf-1597aeb-pb&amp;from=pb6admin&amp;share=1&amp;download=1&amp;rtl=0&amp;fonts=Arial&amp;skin=1&amp;font-color=&amp;logo_link=episode_page&amp;btn-skin=7\" width=\"100%\" height=\"150\" scrolling=\"no\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\" data-name=\"pb-iframe-player\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/div>\n<\/div>\n<p>Ich rede von den Bildern aus Gaza, und dem, was sie ausl\u00f6sen werden. Es ist ein klein wenig wie eine Wiederholung des Szenarios Mitte der 1960er. In der Bundesrepublik war damals alles in der Atmosph\u00e4re der Adenauer-Regierung erstarrt, die die Nazi-Elite wieder an die alten Pl\u00e4tze gehievt hatte und das Land mit einer kruden Mischung aus durchdringendem Antikommunismus und einer Art Reader&#8217;s-Digest-Konservatismus \u00fcberzog. Der Feind sa\u00df im Osten, und im Westen die Guten.<\/p>\n<p>Dann gab es zwei Ereignisse, die die Vorstellungen, wer der Gute und wer der B\u00f6se sei, zumindest f\u00fcr die j\u00fcngere Generation zerbrachen \u2013 erst der Auschwitzprozess, der ins Ged\u00e4chtnis rief, dass da etwas gewesen war, und dann, weitaus wirksamer, die Bilder des amerikanischen Krieges in Vietnam. Die eine ganz instinktive menschliche Reaktion ausl\u00f6sten, den Wunsch, das, was da geschah, anzuhalten. Und auf einer ganz instinktiven, pers\u00f6nlichen Ebene die Botschaft vermittelten: Wir sind nicht die Guten.<\/p>\n<p>Damals, ehe das Fernsehen, das immer noch ein vergleichsweise neues Medium war, v\u00f6llig domestiziert wurde, besa\u00dfen diese Bilder eine ungeheure Wucht. Sogar in Schwarz-Wei\u00df. Vielleicht sogar umso mehr, weil sie meist aus der Perspektive der T\u00e4ter gefilmt wurden, und man sich beim Betrachten daher als Komplize f\u00fchlen musste, w\u00e4hrend die eigene Regierung, ob in den USA oder in Deutschland, T\u00e4ter oder Komplize war.<\/p>\n<p>Auch damals war es die Kontrolle \u00fcber die wahrgenommene Wirklichkeit, die dieser Konfrontation mit der verleugneten Realit\u00e4t ihre Wucht verlieh. Ein Moment, dessen Qualit\u00e4t sich vielleicht am besten in der Legende vom Prinzen Siddharta findet, dem sp\u00e4teren Buddha. Dieser soll, in einem Palast aufgewachsen und von allem \u00dcbel abgeschirmt, sich heimlich hinausgeschlichen haben und dabei drei Dingen begegnet sein, die er bisher nicht kannte: der Krankheit, dem Alter und dem Tod. Diese Begegnung entsetzte ihn so tief, dass er sich auf die Suche nach Weisheit machte und zuletzt zum Buddha wurde, &#8222;dem Erwachten&#8220;.<\/p>\n<p>Es sind in beiden F\u00e4llen die Verbrechen der &#8222;eigenen&#8220; Seite, die pl\u00f6tzlich die Wahrnehmung ver\u00e4ndern. Es ist die Arroganz einer Macht, die mit \u00fcberbordender Gewalt gegen Unbewaffnete vorgeht. Der israelische Krieg im Gazastreifen ist wie ein Vietnamkrieg im Zeitraffer: noch mehr Bomben, noch mehr Brutalit\u00e4t, die Aufnahmen sind in Farbe, und manchmal sogar live. Und sie zeigen alles, was im medialen Alltag vermieden wird, der wie die Dienerschaft Siddhartas alles tut, um kein reales Leid in das k\u00fcnstliche Paradies eindringen zu lassen.<\/p>\n<p>Ein k\u00fcnstliches Paradies, das, im Gegensatz zum Adenauer-Westen, das Versprechen des Wohlstands nicht mehr einzul\u00f6sen vermag; als w\u00e4re das Dach des Palasts bereits l\u00f6chrig, und nur \u00fcber dem schlafenden Prinzen w\u00fcrden W\u00e4chter eine Plane aufspannen, damit ihn die Tropfen nicht wecken. Ein k\u00fcnstliches Paradies, das sich immer noch f\u00fcr den Nabel der Welt h\u00e4lt, oder, wie die US-Neocons es formulieren, die &#8222;leuchtende Stadt auf dem H\u00fcgel&#8220;, eine s\u00e4kularisierte Variante des himmlischen Jerusalems der Kreuzritter. Einer der Gr\u00fcnde, warum eine politische Mode nach der anderen inszeniert wird und eine scheinbare Befreiung nach der anderen dargeboten werden muss, ist der Drang, ja, die Notwendigkeit, diesen Anspruch zu best\u00e4tigen, etwas vorauszuhaben, wenn es schon nicht mehr das Wohlergehen der breiten Mehrheit ist.<\/p>\n<p>Eine Adenauer-\u00c4ra auf einem LSD-Trip, in dem sich alles, was im Original dieser Phase noch als Befreiung imaginiert wurde, sich in eine neue Art der Kette verwandelt. Alles ist gut, sch\u00f6n und bestens. Und dann brechen diese Bilder herein, die zeigen, der Kaiser ist nicht nur nackt, er ist zudem von Kopf bis Fu\u00df mit Blut besudelt.<\/p>\n<p>Die Emp\u00f6rung \u00fcber den US-Krieg in Vietnam l\u00f6ste eine Woge politischer Aktivit\u00e4t aus, die wieder einzufangen und in Konformit\u00e4t umzuwandeln Jahrzehnte in Anspruch nahm. Ich habe nur die letzten Ausl\u00e4ufer dieser Ersch\u00fctterung erlebt, sie pr\u00e4gte eine ganze Generation. Weil es nicht bei diesem Augenblick des Entsetzens blieb.<\/p>\n<p>Wie in der Geschichte des Siddharta, der sich auf eine jahrelange Suche machte, ist es die Erfahrung eigener Ohnmacht, die zum Handeln f\u00fchrt. Der Schmerz, den das Mitgef\u00fchl ausl\u00f6st. So sehr die Bilder aus Vietnam bei mir im Grunde das Fundament legten, wo die Grenze zwischen Gut und B\u00f6se verl\u00e4uft, die Einstiegslektion zum Imperialismus waren \u2012 es waren die Bilder des 2. Mai 2014 in Odessa, die mir deutlicher vor Augen f\u00fchrten, was diese Momente bedeuten. Denn es gibt neben der Ohnmacht, die es qu\u00e4lend macht, diese Bilder zu betrachten, noch ein Gef\u00fchl der Verpflichtung, das aus eben dieser Ohnmacht entspringt, und das, so paradox ist der Mensch, geradezu dazu n\u00f6tigt, nicht wegzusehen, nicht in das falsche Paradies zur\u00fcckzukehren. Die Ohnmacht erzeugt den Wunsch, nicht mehr ohnm\u00e4chtig zu sein, und die Verpflichtung verleiht die Ausdauer; die Bilder aus Vietnam l\u00f6sten nicht nur enorme Proteste aus, sie f\u00fchrten auch dazu, dass sich Hunderttausende tiefer mit politischen Fragen besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p>Vielleicht ist es ja so, dass zwischendrin immer irgendwie eine Generation verloren geht. Diejenigen, die das ganze Paket gekauft haben, von Klima \u00fcber LGXYZ bis zu &#8222;Putin ist b\u00f6se&#8220;, die Anh\u00e4nger des Wertewestens eben. Die dazwischen, die es sich im Palast gem\u00fctlich gemacht haben und jeden Zweifel verdr\u00e4ngen k\u00f6nnen, solange es der Dienerschaft noch gelingt, den Verfall zu kaschieren.<\/p>\n<p>Ein Verfall, der viel damit zu tun hat, dass sich die Welt drau\u00dfen gerade \u00e4ndert, die alte Macht schwindet und es f\u00fcr viele Nationen des Planeten bald keine Bedeutung mehr haben wird, was in diesem Wertewesten geschieht. Der Beitrag, den die Menschen des Westens leisten k\u00f6nnten, ist heute unwichtiger, als er es zu Zeiten des Vietnamkriegs war; das \u00e4ndert aber nichts an der Notwendigkeit f\u00fcr die Menschen im Westen selbst, die T\u00e4uschung hinter sich zu lassen.<\/p>\n<p>Damals wirkte das Aufeinandertreffen dieser zwei Wirklichkeiten wie ein Kampf zwischen den Generationen, auch wenn es das nicht war. Aber auch heute k\u00f6nnte es wieder diese Gestalt annehmen, gerade weil die heutigen Vertreter in Regierung und Medien eher noch eins drauflegen, jede abweichende Sicht noch gr\u00fcndlicher abzuschotten versuchen, und damit die Konfrontation versch\u00e4rfen. Was die langfristige Wirkung verst\u00e4rkt, weil f\u00fcr diejenigen, die den Blick auf das wirkliche Leben geworfen haben, das andere desto mehr zur L\u00fcge wird.<\/p>\n<p>Damit wird nicht nur die aktuelle Erz\u00e4hlung fragil, auch die vergangene. Wer, der all die Aufnahmen aus Gaza gesehen hat, k\u00f6nnte noch Butscha glauben? Vor wenigen Monaten waren es wenige, die genug derartige Bilder gesehen haben, um auf den ersten Blick zu zweifeln. Aber jetzt? Wer die verzweifelten Eltern gesehen hat, die ihre toten Kinder im Arm halten, wer jede Phase des Abschieds und des Schmerzes verfolgt hat, an einem der tausenden Beispiele, der wei\u00df, dass nie, niemals und nirgends nach mehreren Tagen der Ruhe unbedeckte Tote auf der Stra\u00dfe liegen. Schon gar nicht, wenn es die eigenen sind. Es sind Handlungen, die viele menschliche Kulturen miteinander teilen: den Toten die Augen zu schlie\u00dfen und sie zu bedecken, und wenn es nur der Kopf ist.<\/p>\n<p>Ja, die Bilder aus dem Gazastreifen werden die L\u00fcgen erschweren. Aber sie tun auch etwas anderes, was die Menschheit braucht wie die Luft zum Atmen: Sie erwecken das echte Mitgef\u00fchl im Herzen der Finsternis wieder zum Leben. Das immer von Schrecken und Schmerz begleitet ist, wie in der Legende vom Buddha. Von Ent-T\u00e4uschung und Ohnmacht, die sich dann bei einigen in die Kraft verwandeln, die wirkliches politisches Handeln antreibt. Zu dem es neben der Erkenntnis der eigenen Lage eben auch dieses Mitgef\u00fchls bedarf, das die Grundlage ist, sich mit anderen zusammenzuschlie\u00dfen. Dieser Schmerz ist der Preis, der f\u00fcr die Wahrheit zu entrichten ist.<\/p>\n<p>Die Selbstverbrennung des US-Piloten Aaron Bushnell vor der israelischen Botschaft in Washington zeigt, wie tief dieser Schmerz gehen kann. Und wie unverzichtbar es ist, ihm eine Richtung zu geben, einen Weg zu finden, der ihn in Handlung umsetzt. Aber so ist es auf den widerspr\u00fcchlichen Pfaden der Geschichte \u2013 der gleiche Moment, der die unertr\u00e4gliche Verzweiflung eines Einzelnen in die Erinnerung einbrennt, ist gleichzeitig ein Hoffnungszeichen, dass wieder eine junge Generation aus Menschlichkeit und Mitgef\u00fchl politisch heranw\u00e4chst, nicht aus Karriereplanung und Opportunismus; eine Generation, die bereit ist, das wahre Gesicht des Wertewestens zu erkennen, und die den Kampf im Herzen der Finsternis wieder aufzunehmen vermag.<\/p>\n<p>Mit Sicherheit wird versucht werden, auch diese Bilder zu unterdr\u00fccken. Das Problem ist nur \u2013 die Schlimmsten stammen gar nicht aus pal\u00e4stinensischen, arabischen oder sonstigen nicht-westlichen Quellen, sondern aus israelischen. Es sind die israelischen Soldaten, die \u00fcber gedem\u00fctigte Zivilisten jubeln, die Senatoren, die einfach alle t\u00f6ten wollen, die den letzten Flecken Schminke aus der Fratze wischen. Es gibt keine Abschottung vor einem \u00dcbel, das mitten aus der eigenen Gesellschaft entspringt. Gleich, wie gut man die Medien unter Kontrolle hat. Wie unab\u00e4nderlich die Politiker die gleichen Phrasen wiederholen.<\/p>\n<p>Eines der bekanntesten Bilder aus der Zeit des Vietnamkriegs ist die Selbstverbrennung eines buddhistischen M\u00f6nchs in der s\u00fcdvietnamesischen Hauptstadt Saigon. Das geschah lange vor den gro\u00dfen Protesten im Westen, schon im Jahr 1963, aber jeder, der sp\u00e4ter auf die Stra\u00dfe ging, wusste davon. Die franz\u00f6sischen Kolonialherren waren Katholiken, ihre amerikanischen Nachfolger ebenfalls Christen, nat\u00fcrlich wurde das zum antikolonialen Symbol (woran eine Debatte, ob das so gemeint gewesen sei, wie sie in westlichen Medien gern gef\u00fchrt wird, nichts \u00e4ndert; ob und wie ein Symbol wirkt, liegt beim Empf\u00e4nger, nicht beim Sender). Was wir heute erleben, ist wie eine musikalische Variation \u00fcber Vietnam.<\/p>\n<p>Wenn sich bei jenen, die jetzt diese Bilder sehen, Schmerz und Ohnmacht in Zorn umsetzen, dann steht ihnen noch die zweite Lektion bevor, die Brecht so zusammengefasst hat: &#8222;Auch der Hass gegen die Niedrigkeit verzerrt die Z\u00fcge. Auch der Zorn \u00fcber das Unrecht macht die Stimme heiser.&#8220; Es ist nicht leicht, aber unverzichtbar, die eigene Menschlichkeit zu bewahren, gleich, welchem Schrecken man gegen\u00fcbersteht.<\/p>\n<p>Die Menschen, die dadurch geformt werden, durch qu\u00e4lendes Mitgef\u00fchl und gez\u00fcgelten Zorn, sind diejenigen, die die Welt braucht. Die auch der Westen brauchen wird, um in eine Welt der Gleichen eintreten zu k\u00f6nnen. Wenn jetzt in der EU dar\u00fcber debattiert wird, die Mauer noch etwas h\u00f6her zu ziehen, die von der Welt da drau\u00dfen abschottet, ist das vergebene Liebesm\u00fch, die entscheidende Bresche ist schon l\u00e4ngst geschlagen, und es war die eigene Arroganz, die es getan hat, denn keines dieser Bilder w\u00e4re je entstanden, wenn nicht die Kernl\u00e4nder des Westens, voran die USA, \u00fcberzeugt gewesen w\u00e4ren, es mache nichts, wenn Israel mal eben einige zehntausend Pal\u00e4stinenser ausl\u00f6scht.<\/p>\n<p>Es mag ein wenig dauern, aber ab jetzt wird eine dieser L\u00fcgen nach der anderen fallen; nicht notwendigerweise f\u00fcr alle, die sich auf den Weg gemacht haben, aber f\u00fcr genug, um dem Pendel Schwung in die andere Richtung zu geben. Vielleicht sogar genug, um die ganze Astroturfing-Landschaft hinwegzufegen. Genug, um auch jene politischen Traditionen wiederzubeleben, deren Ausl\u00f6schung nach dem Ende der DDR mit so viel Aufwand betrieben wurde.<\/p>\n<p>Es gibt ein sch\u00f6nes Zitat von Jean Jaur\u00e8s, dem 1914 ermordeten franz\u00f6sischen Sozialisten, das in abgewandelter Form sehr bekannt ist:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Wir, die wir nicht stillstehen, die wir f\u00fcr ein neues Ideal k\u00e4mpfen, wir sind die wahren Erben der Herde unserer Vorfahren: Wir haben daraus ihre Flamme geholt, ihr habt nur die Asche bewahrt.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Diese unter Schmerzen geborene Menschlichkeit ist die Fackel, die ben\u00f6tigt wird, um die Menschheit aus dem Dunkel zu f\u00fchren. Vielleicht wurde sie jetzt weitergereicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dagmar Henn ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Pal\u00e4stinenser transportieren am 9. Oktober 2023 Verletzte in das indonesische Krankenhaus in Jabalia im Norden des Gazastreifens<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Palestinian News &amp; Information Agency (Wafa) in contract with APAimages, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 3.0<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=138775612\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=138775612<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Von Dagmar Henn<\/b><br \/>\nDie Brandmauer, die der Westen um sein propagandistisches Imperium errichtet hatte, ist gefallen \u2012 und selbst wenn er alle verf\u00fcgbaren Kr\u00e4fte einsetzt, sie wieder zu errichten, wird es nichts mehr helfen. Die Folgen zeigen sich bereits, und sie werden lange anhalten. 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