{"id":1708,"date":"2016-12-16T02:55:03","date_gmt":"2016-12-16T01:55:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/?p=1708"},"modified":"2017-12-27T19:13:19","modified_gmt":"2017-12-27T18:13:19","slug":"gedanken-ueber-religiositaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=1708","title":{"rendered":"Gedanken \u00fcber Religiosit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Aus: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=1082\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 4-16<\/a>, Dezember 2016, S. 18-27, 75. Jahrgang<\/p>\n<p>von<em> <strong>Jan Bretschneider<\/strong><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Das Jahr 2017 ist zum Lutherjahr deklariert worden. Es gilt u. a., das Wirken Martin Luthers und 500 Jahre Reformation christlicher Religion spontan und in sorgf\u00e4ltig gesetzte Rahmen zu w\u00fcrdigen. Themen wie z. B. religi\u00f6ser Pluralismus, religionsbezogene Deutungsmacht und Deutungshoheit, Glaube und Unglaube, Religionswissenschaften und Religionspraktiken wurden und werden in den Mittelpunkt vieler Diskussionen ger\u00fcckt.<\/p>\n<p>Diese und weitere Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnen nur von statten gehen, wenn ein menschliches Pers\u00f6nlichkeitsmerkmal vorhanden ist, welches wir als <em>Religiosit\u00e4t <\/em>bezeichnen. Es muss demnach <em>religi\u00f6se<\/em> Menschen geben, solche, die sich auch selbst als <em>religi\u00f6s<\/em> bezeichnen, so wie es die Moderatorin Sylvie Meis (2016) in einem Interview zu der Frage \u201eBist du ein religi\u00f6ser Mensch?\u201c ausdr\u00fcckt:<\/p>\n<p>\u201eJa. Ich bin katholisch aufgewachsen. Auch wenn ich nur selten in die Kirche gehe. Um ein religi\u00f6ser Mensch zu sein, muss man das nicht st\u00e4ndig. Ich gehe regelm\u00e4\u00dfig in mich und bete.\u201c<\/p>\n<p>In diesen Aussagen werden zwei Seiten von Religiosit\u00e4t offenkundig: Zum einen die innere Haltung, welche der religi\u00f6se Mensch f\u00fcr sich selbst in Anspruch nimmt. Zum anderen die nach au\u00dfen gezeigte und kommunikativ gelebte Religiosit\u00e4t, mit der der Einzelne in den Soziet\u00e4ten zur Wirkung kommt.<\/p>\n<p>Verfolgt man die Logik des Gesagten, so muss es auch <em>areligi\u00f6se (nichtreligi\u00f6se) <\/em>Menschen geben, also solche, welche sich zu keiner Religion bekennen, keine Religiosit\u00e4t zeigen. Daraus folgt jedoch nicht, dass Areligi\u00f6se mit der Religion \u201egar nichts am Hut haben\u201c! Es gibt vielmehr gen\u00fcgend solche Menschen, die sich auf seri\u00f6se Weise mit Religion besch\u00e4ftigen und sie zum Gegenstand von pers\u00f6nlichen und \u00f6ffentlichen Auseinandersetzungen machen.<\/p>\n<p>Das bisher Ausgef\u00fchrte provoziert Fragen, z. B.:<\/p>\n<ul>\n<li>Was ist Religiosit\u00e4t?<\/li>\n<li>Welche evolution\u00e4ren Wurzeln hat Religiosit\u00e4t?<\/li>\n<li>Welche Bedeutung kommt Religiosit\u00e4t zu?<\/li>\n<li>Wie wird Religiosit\u00e4t gelebt?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Folgenden wird den Fragen nachgegangen und versucht, einige Antworten darauf\u00a0 zu finden. Der Plural sei betont. Das gilt nicht nur in grammatischer Hinsicht, sondern vor allem inhaltsbezogen. Wir begeben uns in die Pluralit\u00e4t der Antworten, die mitunter sogar kontr\u00e4rer Natur sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Was ist Religiosit\u00e4t?<\/h5>\n<p>Die grundlegende Feststellung zuerst: Es gibt keine allgemeine, umfassend akzeptierte Definition f\u00fcr den Begriff! Wahrscheinlich geht es den mit Religiosit\u00e4t befassten Wissenschaften wie der Biologie. Hier streitet man sich seit mehr als einem Jahrhundert um eine allseitig akzeptable Definition der biotischen Art. Daraus folgt sinnvollerweise, einige Definitionen vorzustellen und auf ihren Gehalt zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst etwas zur Etymologie des Wortes.<\/p>\n<p>Religiosit\u00e4t hat genau wie Religion lateinische Wurzeln. <em>Religio <\/em>kann u. a. \u00fcbersetzt werden mit Gottesverehrung, Gottesfurcht, Heiligkeit, Fr\u00f6mmigkeit, Glaube. <em>Religiosus <\/em>bedeutet z. B. heilig, fromm, gottesf\u00fcrchtig. Und <em>religare <\/em>hat die Bedeutung von binden und verbinden.<\/p>\n<p>Allerdings bewegen sich die Definitionen f\u00fcr Religiosit\u00e4t nur noch teilweise im Bereich ihrer Etymologie.<\/p>\n<p>Unter Religiosit\u00e4t kann man ein Kennzeichen, eine Pers\u00f6nlichkeits-Eigenschaft von Menschen fassen, welche eine Religion vertreten und\/oder aus\u00fcben. (Bretschneider 2000\/2015)<\/p>\n<p>In Anlehnung an den Religionsbegriff l\u00e4sst sich Religiosit\u00e4t als das Aneignen und Vertreten einer Weltanschauung \u201eaus dem Glauben und die Lebensf\u00fchrung aus dem Verbundenheits-, Abh\u00e4ngigkeits- und Verpflichtungsgef\u00fchl gegen\u00fcber Gott als der geheimnisvollen, haltgebenden und zu verehrenden Macht\u201c definieren. (W\u00f6rterbuch d. philos. Begriffe S. 525)<\/p>\n<p>Diese Definition enth\u00e4lt eine Einschr\u00e4nkung durch den Bezug auf Gott. Nicht auf einen beliebigen, sondern den christlichen Gott, da Name und Artikel fehlen. Religiosit\u00e4t ist jedoch Grundlage f\u00fcr das Fungieren jeglicher Religion. Au\u00dferdem werden der Polytheismus und solche Religionen ausgeklammert, die ohne einen Gott auskommen.<\/p>\n<p>Hans-Ferdinand Angel offeriert einen Definitionsvorschlag, der diese Schw\u00e4chen nicht aufweist:<\/p>\n<p>\u201eReligiosit\u00e4t ist jene biologisch grundgelegte Ausstattung des (aller?\/vieler?) Menschen, die eine ganzheitliche, d. h. von der ganzen Pers\u00f6nlichkeit (emotional, kognitiv, wert- und orientierungsm\u00e4\u00dfig) getragene und \u2013 weil als transzendent fundiert erlebt \u2013 nicht mehr \u00fcberbietbare Welt- und Selbstdeutung sowie Selbsthingabe erm\u00f6glicht.\u201c (S. 13)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei Wikipedia liest man:<\/p>\n<p>\u201eReligiosit\u00e4t bezeichnet (im deutschen Sprachraum) die aus tiefer Ehrfurcht vor der Ordnung und Vielfalt in der Welt entstehende universale menschliche Empfindung, dass alles letzten Endes auf einer ganzheitlichen, jedoch transzendenten (nicht erkl\u00e4r- oder beweisbaren) Wirklichkeit beruht. Hinzu kommt die F\u00e4higkeit oder Eigenschaft, sich im Erleben, Denken, F\u00fchlen und Handeln auf diese Transzendenz zu beziehen; h\u00e4ufig verbunden mit dem inniglichen Wunsch nach Erleuchtung und der Hinwendung zu einer konkreten Religion.\u201c \u2026<\/p>\n<p>\u201eReligiosit\u00e4t bezeichnet im Verst\u00e4ndnis der Theologie die F\u00e4higkeit des Menschen, sich der Vorstellung von einer Wirklichkeit im Jenseits bzw. des Transzendenten zuwenden zu k\u00f6nnen und dabei dieser Wirklichkeit mit Zustimmung zu begegnen.\u201c<\/p>\n<p>Die wenigen Definitions-Beispiele illustrieren ein wenig den Ursprung des Begriffes Religiosit\u00e4t. Er entstand im 18. Jahrhundert aus dem philosophischen Interesse, solche Elemente aufzufinden, welche die gemeinsame Basis f\u00fcr alle Erscheinungsformen von Religion bilden. Die Bezeichnung als menschliche Pers\u00f6nlichkeitseigenschaft, als Form der Weltanschauung und ihre Transzendenz w\u00e4ren als solche Basiselemente anzusehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Welche evolution\u00e4ren Wurzeln hat Religiosit\u00e4t?<\/h5>\n<p>Es wird behauptet: Ein religionsloses Volk ist der heutigen Religionsethnologie nicht bekannt. Geh\u00f6rt also Religion und damit Religiosit\u00e4t zur biotischen Ausstattung des Menschen, jedes Menschen? Anders gefragt: Gibt es den <em>Homo religiosus<\/em>?<\/p>\n<p>Antworten darauf fallen differenziert aus. Einerseits ist man geneigt, das Entstehen von Religiosit\u00e4t allgemein der Anthropogenese zuzuordnen. Damit w\u00fcrde dieser Prozess zur biotischen Evolution <em>jedes Menschen <\/em>geh\u00f6ren. Andererseits gibt es Positionen, welche die Religiosit\u00e4ts-Genese der Soziogenese, anders ausgedr\u00fcckt der kulturellen Evolution von Menschen zuordnen.<\/p>\n<p>Der katholische Theologe und Unternehmer Ulrich Hemel (1988, 2002) l\u00e4sst die Hypothese zu, \u201edass Religiosit\u00e4t als die F\u00e4higkeit zu religi\u00f6ser Selbst- und Weltdeutung in vorgegebenen theologischen und soziologischen Kontexten zur biologischen und anthropologischen Grundausstattung des Menschen geh\u00f6rt.\u201c Er geht davon aus, dass Menschen einem \u201eWeltdeutungszwang\u201c unterliegen, den sie bei Strafe ihres Unterganges einhalten m\u00fcssen. Allerdings schr\u00e4nkt er widerspr\u00fcchlich ein, die anthropologisch vorgegebene Weltdeutungskompetenz k\u00f6nne auch zu nichtreligi\u00f6sen Formen der Selbst- und Weltdeutung f\u00fchren.<\/p>\n<p>Somit kann man zun\u00e4chst konstatieren, Religiosit\u00e4t als eine Eigenschaft anzusehen, die allen menschlichen Individuen zukomme. Da diese Eigenschaft bei Tieren und Pflanzen bisher nicht beobachtet wurde, m\u00fcsste es sich um ein f\u00fcr die Art Mensch typisches Merkmal handeln. Tr\u00e4fe das zu, w\u00fcrden die Wurzeln von Religiosit\u00e4t in der biotischen Beschaffenheit des Menschen zu suchen sein.<\/p>\n<p>Eine solche Position st\u00fctzt z. B. der amerikanische Soziobiologe Edward Wilson, wenn er schreibt:<\/p>\n<p>\u201eDie Pr\u00e4disposition zu religi\u00f6sem Glauben ist die komplexeste und m\u00e4chtigste Kraft des menschlichen Geistes und aller Wahrscheinlichkeit nach ein unausl\u00f6schlicher Bestandteil der menschlichen Natur.\u201c (1980, S. 160)<\/p>\n<p>Der Biophilosoph Eckart Voland (2010) betrachtet die Angelegenheit differenzierter:<\/p>\n<p>\u201eReligi\u00f6se Lebensvollz\u00fcge speisen sich aus dreierlei Quellen \u2026 Da ist zun\u00e4chst die Naturgeschichte, die die Religionsf\u00e4higkeit des Menschen hervorgebracht hat. Damit ist die mentale F\u00e4higkeit, fromm sein zu k\u00f6nnen (oder kurz: <em>Religiosit\u00e4t<\/em>) gemeint. Dann gibt es die Individualgeschichte oder Ontogenese, deren Umst\u00e4nde die individuell variierende Manifestation, also die unterschiedliche Auspr\u00e4gung von <em>Fr\u00f6mmigkeit,<\/em> erkl\u00e4rt und schlie\u00dflich gibt es die Kulturgeschichte, die die symbolische Nische in der Gesellschaft formt, in der sich die Entwicklung von Religiosit\u00e4t zu Fr\u00f6mmigkeit vollzieht und die dar\u00fcber entscheidet, in welcher konkreten <em>Religion <\/em>individuelle Fr\u00f6mmigkeit ihren Platz findet.\u201c (S. 31)<\/p>\n<p>Diese und weitere Argumente, welche Voland anf\u00fchrt, lassen den Schluss zu, dass es sich bei der Religiosit\u00e4t um einen Komplex evolution\u00e4rer Angepasstheiten handeln k\u00f6nnte. Dabei w\u00fcrden biotische und gesellschaftliche Faktoren wirken, so wie das auch in der gesamten Anthropogenese nachgewiesenerma\u00dfen der Fall ist.<\/p>\n<p>Auf einer solchen Basis sieht Hemel eine elementare religi\u00f6se Lernf\u00e4higkeit. Diese ist wiederum Grundlage f\u00fcr religi\u00f6ses Lernen, f\u00fcr das Entwickeln religi\u00f6sen Bewusstseins und f\u00fcr die Auspr\u00e4gung vielseitiger Formen individueller pers\u00f6nlicher Religiosit\u00e4t. Das geschieht allerdings nicht automatisch von selbst. Der Prozess wird vielmehr gesellschaftlich gesteuert durch religi\u00f6se Erziehung (Leben von Religion in der Familie, Religionsunterricht in Schulen) mit dem Ziel des Herausbildens religi\u00f6ser Kompetenz.<\/p>\n<p>Mit dieser Sichtweise befinden wir uns also im Bereich der organisierten Lebensweise von Soziet\u00e4ten, genauer gesagt im Bereich der Kultur. Dabei hat \u201eein erweiterter Kulturbegriff nicht mehr nur f\u00fcr Literatur und Kunst zu stehen, sondern ebenso f\u00fcr Lebensstil, Werte und \u00dcberzeugungen.\u201c (Ayyash 2016) Genau dort w\u00e4re die Herausbildung einer individuellen Religiosit\u00e4t einzuordnen, basierend auf den biotisch begr\u00fcndeten mentalen Voraussetzungen des einzelnen Menschen, die Lernoffenheit f\u00fcr religi\u00f6se Inhalte ausnutzend. So sieht es beispielsweise Ulrich L\u00fcke, indem er die These vertritt:<\/p>\n<p>\u201eIn der menschlichen Individualentwicklung gibt es besondere pr\u00e4gungs\u00e4hnliche sensible Phasen, deren eine der Fixierung einer irgendwie gearteten, allgemeinen und unspezifischen Religiosit\u00e4t dient.\u201c (1993, S. 42)<\/p>\n<p>L\u00fckes Formulierung suggeriert einen m\u00f6glichen Automatismus beim Herausbilden von Religiosit\u00e4t. Das trifft jedoch keinesfalls zu. Selbstverst\u00e4ndlich sind aus Forschungen der Tier- und Humanethologie sensible Phasen bei Jungtieren und S\u00e4uglingen bekannt, in denen eine Pr\u00e4gung stattfindet. Wenn es also eine solche sensible Phase f\u00fcr Religiosit\u00e4t geben sollte, so muss die Pr\u00e4gung darauf von au\u00dfen induziert werden. Wer aber sollte so etwas tun, wenn nicht andere Menschen? Wobei wir wieder im gesellschaftlichen, kulturellen Bereich angekommen w\u00e4ren. Und dieser enth\u00e4lt auch die M\u00f6glichkeit, dass Menschen noch in fortgeschrittenem Alter Religiosit\u00e4t erwerben, sich dieser aber auch (wieder) entledigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Suchen wir nach dem Ursprung von Religiosit\u00e4t, so liegt es nahe, diesen aus protokulturellen Aktivit\u00e4ten unserer n\u00e4chsten lebenden Verwandten, den Menschenaffen, abzuleiten. In noch st\u00e4rkerem Ma\u00dfe k\u00e4men hierf\u00fcr die Vorstellungen aus der Lebenssph\u00e4re unserer direkten Vorfahren in vorgeschichtlicher Zeit in Frage: der Totenkult, Atem und Blut als Tr\u00e4ger der Seele, die Geisterfurcht, die Ohnmacht und Angst der fr\u00fchen Menschen gegen\u00fcber Naturvorg\u00e4ngen und deren Mystifizierung.<\/p>\n<p>Das bisher Dargestellte f\u00fchrt zu einer m\u00f6glichen Antwort auf die Frage \u2013 bei Angel bereits angedeutet: Ist Religiosit\u00e4t allen Menschen eigen oder sind Einschr\u00e4nkungen zu ber\u00fccksichtigen?<\/p>\n<p>Man kann davon ausgehen, dass Menschen grunds\u00e4tzlich eine physische und psychische Pr\u00e4disposition f\u00fcr Religiosit\u00e4t aufweisen, sofern keine diesbez\u00fcglichen Defizite vorliegen. Inwieweit jedoch diese \u201eAnlage\u201c ausgeformt wird, h\u00e4ngt von einem Komplex gesellschaftlicher und individueller Bedingungen ab, wie also konkrete Kultur mit Religi\u00f6sem umgeht. Schlie\u00dflich gibt es eine erhebliche Anzahl nichtreligi\u00f6ser Menschen, welche ihren \u201eWeltdeutungszwang\u201c auf andere Weise realisieren. Und sie sind wohl im Allgemeinen ebenso erfolgreich wie Personen mit Religiosit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Welche Bedeutung hat Religiosit\u00e4t?<\/h5>\n<p>Um Funktionen und Bedeutung von Religiosit\u00e4t zu erfassen, ist es sinnvoll, etwas \u00fcber die Entwicklungstendenzen von Religiosit\u00e4t in der neueren Zeit zu erfahren. Hierzu gibt es mindestens zwei kontr\u00e4re Auffassungen.<\/p>\n<p>Horst Schild und Ralf Lux meinen:<\/p>\n<p>\u201eGlobal betrachtet erleben derzeit Religiosit\u00e4t und Religionen einen Aufschwung. Und das in vielf\u00e4ltigen Formen. Ausnahmen bilden allenfalls West- und Mitteleuropa und einige Teile S\u00fcdosteuropas.\u201c (2016 S. 1)<\/p>\n<p>Gest\u00fctzt auf Ergebnisse von Studien behauptet Florian R\u00f6tzer:<\/p>\n<p>\u201eDie Zahl der Religi\u00f6sen schwindet, aber bevor die Nichtreligi\u00f6sen die Mehrheit bildet, w\u00e4chst die Zahl der \u201afuzzy Christen\u2019.\u201c Das sind solche Menschen, f\u00fcr die Religion kaum mehr eine Rolle spielt, nominelle Christen, die man eigentlich nicht als religi\u00f6s\u00a0 bezeichnen kann. R\u00f6tzer weiter:<\/p>\n<p>\u201eAls Trend f\u00fcr die letzten 200 Jahre seit Beginn der S\u00e4kularisierung sei zu beobachten, dass die Zahl der Religi\u00f6sen schneller f\u00e4llt, als die der Nichtreligi\u00f6sen zunimmt, die weiter eine Minorit\u00e4t bleiben.\u201c Allerdings folgt die Einschr\u00e4nkung, die Aussage betr\u00e4fe nur den konventionellen christlichen Glauben, nicht aber den muslimischen!<\/p>\n<p>Eine repr\u00e4sentative Umfrage des Gesundheitsmagazins \u201eApotheken Umschau\u201c 2015 unter 2151 Gew\u00e4hrspersonen der BRD ergab u. a.: Nur 46,4 Prozent sch\u00e4tzt sich selbst als gl\u00e4ubig ein. 55,7 Prozent sagten aus, dass sie keinerlei Glaubensrituale pflegen.<\/p>\n<p>Dem gegen\u00fcber berichtet Bengt Arvidsson (2015), laut einer aktuellen Umfrage der d\u00e4nischen Zeitung \u201eJyllands-Posten\u201c sind Einwanderer mit muslimischen Wurzeln heute viel religi\u00f6ser als vor zehn Jahren. Signifikant gestiegen ist die Zahl der Muslime, die Kopftuch-Tragen, Befolgen der Anleitungen des Koran und h\u00e4ufiges Beten f\u00fcr bedeutungsvoll halten. Daraus folgt, dass die d\u00e4nischen Muslime sowohl im Glauben als auch in der Praxis religi\u00f6ser geworden sind. Dieser Zustand wird als \u201eTrotzreaktion\u201c gewertet; die Ursache hierf\u00fcr sieht man darin, dass Muslime von der d\u00e4nischen Gesellschaft \u00f6konomisch und kulturell diskriminiert werden.<\/p>\n<p>Der Journalist Ingolf Bossenz (2015) bringt die Stellung des Islam mit aller Konsequenz auf einen Punkt:<\/p>\n<p>\u201eTatsache ist, dass der Islam in der heutigen Welt die glaubensst\u00e4rkste und in Qualit\u00e4t wie Quantit\u00e4t wirkm\u00e4chtigste identit\u00e4tsstiftende Religion darstellt. Letzteres Spezifikum ist dem Christentum, zumindest in Europa, weitgehend abhanden gekommen. Und eine Religion, die keine Identit\u00e4t mehr stiftet, ist \u00fcberfl\u00fcssig. Sie hat ihre Schuldigkeit getan, sie kann abtreten. Doch sie hat Dank verdient: seitens des Islam, seiner Anh\u00e4nger, F\u00fchrer und Institutionen. Denn das Wohlwollen, die Toleranz, der Respekt, die Willkommenskultur (g\u00e4be es diese nicht, w\u00fcrde wohl keine muslimische Massenzuwanderung stattfinden), auf die Muslime in Deutschland treffen, sind letztlich das Ergebnis einer jahrhundertelangen christlichen Kulturation und Sozialisation.\u201c<\/p>\n<p>Aus all dem ergibt sich deutlich: Religion und Religiosit\u00e4t befinden sich in einer Wechselwirkung, auf der ihre Funktionen beruhen, ohne identisch zu sein.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>[Auszug]<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der vollst\u00e4ndige Artikel kann hier als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" \/>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Freidenker_2016-04_GedankenUeberReligiositaet.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jan Bretschneider: Gedanken \u00fcber Religiosit\u00e4t<\/a> (Auszug aus FREIDENKER 4-16, ca. 180 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p>Foto oben: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/maxlkt-2411480\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/maxlkt-2411480\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Beitrag von Jan Bretschneider aus: \u201eFREIDENKER\u201c Nr. 4-16<\/strong><br \/>\nDas Jahr 2017 ist zum Lutherjahr deklariert worden. Es gilt u. a., das Wirken Martin Luthers und 500 Jahre Reformation christlicher Religion spontan und in sorgf\u00e4ltig gesetzte Rahmen zu w\u00fcrdigen. Themen wie z. 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Dezember 2016","format":false,"excerpt":"Die Ausgabe 4-16 des Verbandsorgans FREIDENKER hat das Schwerpunkt-Thema \"Religion\" und enth\u00e4lt u.a folgende Beitr\u00e4ge: - Verbandsvorstand: Religion - Thesen - Jan Bretschneider: Gedanken \u00fcber Religiosit\u00e4t - Thomas Loch: \"Mythos Luther\"? Sektiererischer Atheismus oder marxistische Religionskritik - Gerhard Feldbauer: Welchen Weg geht Franziskus? - Sebastian Bahlo: Erntedank - weltlich feiern","rel":"","context":"In &quot;Verbandsorgan FREIDENKER&quot;","block_context":{"text":"Verbandsorgan FREIDENKER","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=8"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/FD_2016-04_Titel_mR.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/FD_2016-04_Titel_mR.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/FD_2016-04_Titel_mR.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/FD_2016-04_Titel_mR.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":1699,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=1699","url_meta":{"origin":1708,"position":2},"title":"Religion: Thesen","author":"Webredaktion","date":"16. Dezember 2016","format":false,"excerpt":"Aus: \u201eFREIDENKER\u201c Nr. 4-16 Diese Thesen standen zwei Jahre im Freidenkerverband zur Diskussion, das zum Verbandstag im Juni 2016 in Potsdam vorgelegte Ergebnis wurde in dessen Auftrag nochmals vom Verbandsvorstand bearbeitet. Auszug: Weltweit erleben Religiosit\u00e4t und Religionen in ihren unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen wieder einen Aufschwung. 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Juli 2025","format":false,"excerpt":"Neu herausgegeben: Das aktualisierte Forderungsprogramm\u00a0des Deutschen Freidenker-Verbandes\u00a0zum Verh\u00e4ltnis Staat - Kirche auf der Grundlage der Berliner Erkl\u00e4rung von 1994 und mit Ausz\u00fcgen aus den Thesen zur Religion [Aus dem Editorial:] Die Forderung nach strikter Trennung von Staat und Kirche ist eine fundamentale For\u00adderung der europ\u00e4ischen Aufkl\u00e4rung, von deren Verwirklichung in\u2026","rel":"","context":"In &quot;Aktuelles&quot;","block_context":{"text":"Aktuelles","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=574"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Broschuere_Trennung_Staat_Kirche_800x450.jpg?fit=800%2C453&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Broschuere_Trennung_Staat_Kirche_800x450.jpg?fit=800%2C453&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Broschuere_Trennung_Staat_Kirche_800x450.jpg?fit=800%2C453&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Broschuere_Trennung_Staat_Kirche_800x450.jpg?fit=800%2C453&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1708","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1708"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1708\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1708"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1708"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freidenker.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1708"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}