{"id":16956,"date":"2023-09-16T13:12:30","date_gmt":"2023-09-16T11:12:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=16956"},"modified":"2023-10-07T12:29:12","modified_gmt":"2023-10-07T10:29:12","slug":"putsch-gegen-das-volk-fuer-das-monolkapital","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=16956","title":{"rendered":"Putsch gegen das Volk, f\u00fcr das Monolkapital"},"content":{"rendered":"<p>Aus:\u00a0\u201e<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=16951\">FREIDENKER\u201c Nr. 3-23<\/a>, September 2023, S. 3-11, 82. Jahrgang<\/p>\n<p><em>von <strong>Manfred Sohn<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Am 11. September 1973 morgens um 1 Uhr l\u00e4uft ein Verband chilenischer Kriegsschiffe in den Hafen von Valparioso ein, nachdem er vorher gemeinsam mit US-amerikanischen Flottenverb\u00e4nden an einer \u00dcbung vor der chilenischen K\u00fcste teilgenommen hatte. Die Kriegsschiffe der US Navy bleiben vor Ort.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Um 4 Uhr erhalten die Regimenter der Armee die Anweisung, alle Rundfunk\u00adstationen und Regierungsgeb\u00e4ude zu beset\u00adzen. Um 6 Uhr wird die 2. Panzerdivision Richtung Santiago in Marsch gesetzt, bis 8:30 sind Truppen rund um die Hauptstadt zusammengezogen. Um 6:20 erh\u00e4lt der gew\u00e4hlte Pr\u00e4sident Chiles, Dr. Salvador Allende, einen Telefonanruf, mit dem er \u00fcber den Milit\u00e4rputsch informiert wird. Er versetzt umgehend seinen Pers\u00f6nlichen Schutz in Alarmbereitschaft und eilt \u2013 eskortiert von 23 M\u00e4nnern, die mit 23 Maschinenpistolen, zwei MGs und drei Panzerb\u00fcchsen bewaffnet sind \u2013 in den Pr\u00e4sidentenpalast.<\/p>\n<p>Um 8:15 fordert die Junta, gef\u00fchrt von General Augusto Pinochet den Pr\u00e4sidenten auf, sich zu ergeben. Sie bietet ihm an, in Begleitung seiner Familienangeh\u00f6rigen und seiner Mitarbeiter auf dem Luftweg das Land zu verlassen. Der Pr\u00e4sident antwortet ihnen, da\u00df \u201esie als Verr\u00e4tergener\u00e4le nicht wissen, was Ehrenm\u00e4nner sind\u201c und weist das Ultimatum emp\u00f6rt zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Truppen greifen den Pr\u00e4sidentenpalast mit Infanterie, Panzern und Flugzeugen an. In einer Kampfpause verlassen die Unbe\u00adwaffneten und die Frauen \u2013 darunter zwei T\u00f6chter Allendes \u2013 den in Rauch geh\u00fcllten Palast. Die rund vierzig Verteidiger k\u00e4mpfen weiter, ziehen sich unter dem Feuer der weit \u00fcberlegenen Angreifer in das Obergeschoss zur\u00fcck. Von Kugeln durchl\u00f6chert stirbt Allende am fr\u00fchen Vormittag des 11. September.<\/p>\n<h5>Wogegen putschten Pinochet und seine Mordkumpanen?<\/h5>\n<p>5. November 1970: Vor 100.000 begeisterten Chileninnen und Chilenen h\u00e4lt gleich nach der offiziellen Amtseinf\u00fchrung der neu\u00adgew\u00e4hlte Pr\u00e4sident Salvador Allende die Siegesansprache und betont: \u201eEs ist ein Sieg, der mit einem sehr pr\u00e4zisen und klaren Programm erk\u00e4mpft wurde, mit einem gro\u00dfen Nationalbewu\u00dftsein und einer ausgesprochen antiimperialistischen Einstellung.\u201c<\/p>\n<p>Wie ein Prolog heutiger K\u00e4mpfe gegen die NATO-Bem\u00fchungen, die Unterdr\u00fcckung der ihnen nicht gehorchenden Welt auf ewig zu zementieren, klingt es, wenn Allende fort\u00adf\u00e4hrt: \u201eDie Wahrheit ist \u2013 und das wissen wir alle \u2013, da\u00df R\u00fcckst\u00e4ndigkeit, Unwissenheit und Hunger unseres Volkes und aller V\u00f6lker der dritten Welt einigen wenigen Privi\u00adlegierten Gewinne bringen. Aber jetzt ist end\u00adlich der Tag gekommen, um Schlu\u00df zu sagen: Schlu\u00df mit der wirtschaftlichen Ausbeutung! Schlu\u00df mit der sozialen Ungerechtigkeit! Schlu\u00df mit der politischen Unterdr\u00fcckung!\u201c<\/p>\n<p>Der Sieg von Dr. Salvador Allende war der Abschlu\u00df eines langen Kampfes, an deren Beginn Allende 1952 lediglich 57.000 Stim\u00admen f\u00fcr seinen Kurs auf ein neues Chile errungen hatte. Wie bitter n\u00f6tig eine neue Politik war, machen einige Zahlen deutlich:<\/p>\n<p>Unter den Vorg\u00e4ngerregierungen Jorge Alessandri (Nationalpartei) und Eduardo Frei (Christdemokraten) waren die Lebenshal\u00adtungskosten innerhalb eines Jahrzehnts um 1000 Prozent gestiegen. Die Altersrenten waren durch diese Inflation praktisch ver\u00adnichtet. Allein in der Hauptstadt Santiago lebten 600.000 Menschen in Elends\u00adquartieren. Zwei Drittel aller Bauernh\u00e4user besa\u00dfen keinen festen Fu\u00dfboden, nur zehn Prozent hatten Strom. 1,5 Millionen Kinder waren unterern\u00e4hrt, 600.000 aufgrund dauerhafter Unterern\u00e4hrung geistig zur\u00fcckge\u00adblieben. Die Kindersterblichkeit auf den D\u00f6rfern lag bei 30 Prozent. 15 Prozent aller Chilenen \u00fcber 15 Jahren waren Analpha\u00adbeten.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite und auf Kosten Chiles, vor allem in den USA, h\u00e4ufte sich der Reichtum: 80 Prozent des Acker- und Weidelandes befanden sich in den H\u00e4nden von 4 Prozent der Bev\u00f6lkerung, zwei Prozent der chilenischen Familien verf\u00fcgten \u00fcber 46 Prozent des Geldeinkommens. 50 Prozent des Aktienkapitals der 30 gr\u00f6\u00dften Industrieun\u00adternehmen Chiles befanden sich im Besitz ausl\u00e4ndischer Konzerne. Der Bergbau, aus dem rund 85 Prozent aller Exporterl\u00f6se Chiles stammten, war fast vollst\u00e4ndig in der Hand von US-Konzernen. Allein diese Konzerne erwirtschafteten jeden Tag 1,5 Millionen Dollar Profit aus ihren Beteiligungen.<\/p>\n<p>Der Protest gegen die Unertr\u00e4glichkeit der Lage der Arbeiter, der Landbev\u00f6lkerung, der Kinder und der Alten und die schreiende soziale Spaltung des Landes f\u00fchrte zur Her\u00adausbildung mehrerer sozialistisch orientierter Organisationen, die aber gegen\u00fcber den herrschenden konservativen und reaktion\u00e4ren Kr\u00e4ften, vor allem durch ihre Zersplitterung, letztlich erfolglos blieben. Das begann sich Ende der 1960er Jahre zu \u00e4ndern.<\/p>\n<h5>Das Programm der Unidad Popular<\/h5>\n<p>Am 17. Dezember 1969 unterzeichneten sechs politische Parteien ein gemeinsames Programm und beschlossen, bei k\u00fcnftigen Wahlen unter dem Namen \u201eUnidad Popular\u201c (UP) \u2013 Geeintes Volk \u2013 anzutreten.<\/p>\n<p>Diese sechs Parteien waren:<\/p>\n<ul>\n<li>Sozialistische Partei<\/li>\n<li>Kommunistische Partei<\/li>\n<li>Radikale Partei<\/li>\n<li>Bewegung der Einheitlichen Volksaktion (MAPU)<\/li>\n<li>Unabh\u00e4ngige Volkspartei und<\/li>\n<li>Sozialdemokratische Partei.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Jahre 1971 schloss sich auch die \u201eChristliche Linke\u201c (IC) der Unidad Popular an.<\/p>\n<p>Das Programm der UP, mit dem sie 1970 in den Wahlkampf zog, war, wie ihr Pr\u00e4sident\u00adschaftskandidat Allende formulierte, \u201epr\u00e4zise und klar\u201c.<\/p>\n<p>Das \u201ezentrale Ziel der Politik der geeinten Volkskr\u00e4fte\u201c wird darin erkl\u00e4rt, ist es, \u201edie ge\u00adgenw\u00e4rtige \u00f6konomische Struktur zu ver\u00ad\u00e4ndern und die Macht des in- und aus\u00adl\u00e4ndischen Monopolkapitals und der Gro\u00dfgrundbesitzer zu brechen.\u201c Als \u201eerste Ma\u00dfnahme\u201c, so wird angek\u00fcndigt, \u201ewerden diejenigen rundlegenden Reicht\u00fcmer nationa\u00adlisiert werden, die sich \u2013 wie der gro\u00dfe Kup\u00adfer-, Eisen- und Salpeterbergbau und andere Industrien \u2013 in der Hand des ausl\u00e4ndischen Kapitals und der inl\u00e4ndischen Monopole befinden.\u201c<\/p>\n<p>Exakt werden in dem Programm die Berei\u00adche beschrieben, die von der Nationalisierung erfa\u00dft werden sollten \u2013 neben den erw\u00e4hnten Rohstoffindustrieen auch Privatbanken, Versicherungsgesellschaften, der Au\u00dfenhan\u00addel und die R\u00fcstungsmonopole. Enteignet werden sollen auch die Gro\u00dfgrundbesitzer und alles Bodeneigentum, das der Nutzung entzogen wird, also der Spekulation dient \u2013 die \u201eenteigneten L\u00e4ndereien werden vorzugs\u00adweise in genossenschaftliche Eigentumsfor\u00admen organisiert. Die Bauern werden Besitz\u00adrecht auf Haus und Garten haben\u2026\u201c.<\/p>\n<p>Die Arbeitslosigkeit soll schnell beseitigt, die schreiende Wohnungsnot bek\u00e4mpft wer\u00adden \u2013 \u201eZiel der Wohnungspolitik der Volksre\u00adgierung wird es sein, da\u00df jede Familie eine eigene Wohnung besitzt\u201c, deren \u201eMiete in der Regel 10 Prozent des Familieneinkommens nicht \u00fcberschreitet.\u201c<\/p>\n<p>Ein besonderes Augenmerk richtet die Unidad Popular auf die Kinder des Landes: Als \u201eErstma\u00dfnahme\u201c wird angek\u00fcndigt, Schulb\u00fccher und Schulmaterialen f\u00fcr alle Kinder der Grundschulen kostenlos auszu\u00adgeben und allen Kinder t\u00e4glich einen halben Liter Milch kostenlos zur Verf\u00fcgung zu stellen sowie das System der Kinderkrippen und \u2013g\u00e4rten \u201erasch\u201c zu erweitern.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich sprechen Allende und seine Volkseinheit auch hinsichtlich der interna\u00adtionalen Ausrichtung Klartext: \u201eAuf der Grundlage der Achtung des Selbstbestim\u00admungsrechtes und der Interessen des chile\u00adnischen Volkes werden Beziehungen zu allen L\u00e4ndern der Erde aufgenommen werden, unabh\u00e4ngig von ihrer ideologischen und politischen Haltung. Die freundschaftlichen Beziehungen und der Handel mit den sozialistischen L\u00e4ndern werden sich verst\u00e4rkt entwickeln.\u201c<\/p>\n<h5>Versprochen und gehalten \u2013 die drei Jahre der UP-Regierung<\/h5>\n<p>Die Einigkeit der vorher zersplitterten Links\u00adkr\u00e4fte in Kombination mit ihrer klar sozia\u00adlistischen Ausrichtung, ihrer antimonopo\u00adlistischen Orientierung und ihrem Bekenntnis zum B\u00fcndnis mit den sozialistischen L\u00e4ndern f\u00fchrt schlie\u00dflich am 4. September 1970 zum Sieg Allendes, der mit 36,3 Prozent vor dem Rechtskandidaten Allessandri (35 Prozent) und dem Christdemokraten Tomic (28 Pro\u00adzent) zum ersten sozialistischen Pr\u00e4sidenten des Landes gew\u00e4hlt wird. Trotz heftiger Gegenwehr der reaktion\u00e4rsten Kr\u00e4fte des Landes wird er am 22. Oktober 1970 im chilenischen Kongress mit den Stimmen der Christdemokraten zum Pr\u00e4sidenten prokla\u00admiert. Entsprechend dem Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis innerhalb des B\u00fcndnisses geh\u00f6ren vier Minister der Sozialistischen Partei an, drei der Kommunistischen Partei und drei der Radikalen Partei.<\/p>\n<p>Die Regierung der Volkseinheit macht sich sofort an die Erf\u00fcllung ihrer Wahlverspre\u00adchungen \u2013 die Kinder bekommen ihre Milch und ihre kostenlosen Schulb\u00fccher, die Kon\u00adzerne werden entsch\u00e4digungslos enteignet, das Kupfer und andere Bodensch\u00e4tze dem Zugriff US-amerikanischer Konzerne entzo\u00adgen.<\/p>\n<p>Trotz des Sch\u00e4umens der Herren in Bonn wird die DDR v\u00f6lkerrechtlich anerkannt und die chilenischen Gruppen Quilapayun und Inti-Illimani werden im besseren Deutschland begeistert gefeiert. Fidel Castro verbringt mit Allende in Chile lange Tage und Abende, Allende selbst bereist Kiel und Moskau und wird ein weltweiter Hoffnungstr\u00e4ger f\u00fcr einen Ausbruch aus der Knechtschaft der inter\u00adnationalen Konzerne.<\/p>\n<p>Wie in einem vormals stickigen Raum, bei dem die Fenster weit ge\u00f6ffnet werden, herrscht Aufbruchstimmung im Lande der Anden. Das schl\u00e4gt sich auch bei nach\u00adfolgenden Wahlen nieder. Am 5. April 1971 erringen Kandidatinnen und Kandidaten der UP bei den Kommunalwahlen knapp 51 Prozent der Stimmen.<\/p>\n<p>Auch im vorher eher skeptischen akade\u00admischen Bereich w\u00e4chst die Zustimmung zur neuen Politik: Bei den Wahlen zu den Vertretungen der Universit\u00e4ten geht die UP mit fast 47 Prozent als eindeutig st\u00e4rkste Kraft hervor. Noch deutlicher ist die Zustimmung innerhalb der Arbeiterklasse: 1972 bekommen bei den Wahlen zu den F\u00fchrungsgremien der mit dem deutschen DGB vergleichbaren ein\u00adheitlichen Gewerkschaftsorganisation CUT Vertreter der Unidad Popular fast 70 Prozent der abgegebenen Stimmen.<\/p>\n<p>Immer verbitterter w\u00fctet die nationale und internationale Reaktion gegen Allendes Re\u00adgierung an, organisiert im Vorfeld der Parla\u00admentswahlen am 4. M\u00e4rz 1973 Mordserien und Boykottaktionen. Es n\u00fctzt alles nichts: Nach dreij\u00e4hriger Regierungszeit gewinnt die UP 43,4 Prozent der Stimmen \u2013 sieben Prozent mehr als bei den Wahlen 1970. Sie erh\u00f6ht die Zahl ihrer Abgeordneten von 57 auf 63.<\/p>\n<p>Luis Corvalan, Generalsekret\u00e4r der Kom\u00admunistischen Partei Chiles kommentiert die\u00adses Ergebnis auf der Tagung des Zentral\u00adkomitees seiner Partei im M\u00e4rz 1973 so:<\/p>\n<p>\u201eDie reaktion\u00e4ren Kr\u00e4fte haben eine Niederlage erlitten. Ihre Ziele (Erreichung der Zweidrittelmehrheit im Parlament, Redu\u00adzieren der Stimmen der Unidad Popular auf einen Prozentsatz, der unter den letzten Pr\u00e4\u00adsidentschaftswahlen liegt) wurden vereitelt. (\u2026) Die Wahlergebnisse haben einmal mehr gezeigt, da\u00df die Kommunistische und die So\u00adzialistische Partei die Grundpfeiler der Volks\u00adbewegung sind und da\u00df das Einvernehmen zwischen diesen beiden immer die Schl\u00fcssel\u00adfrage f\u00fcr die Fortf\u00fchrung der chilenischen Revolution bleiben wird.\u201c<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 1973 wird nicht nur in den Reichenvierteln Santiagos, sondern auch in Washington zunehmend klar, da\u00df die chilenische Revolution mit den \u00fcblichen Mitteln nicht mehr zu bremsen sein wird. Es ist ihnen weder gelungen, die kommunistische und die sozialistische Partei als den beiden \u201eGrundpfeilern der Volksbewegung\u201c, wie es Corvalan formulierte, auseinanderzudividie\u00adren noch war es ihnen gelungen, eine rechte Massenbewegung etwa nach dem Vorbild der faschistischen Bewegungen in den 1920er und 1930er Jahren in Italien und Deutschland gegen die vereinigte Linke aufzubauen.<\/p>\n<p>Auch die Mord- und Boykottserien hatten nicht zum gew\u00fcnschten Erfolg der Erm\u00fcdung der Bev\u00f6lkerung angesichts des schweren We\u00adges zur Befreiung von der in- und ausl\u00e4n\u00addischen Knechtschaft gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Nicht also weil die Regierung Allendes so schlecht war, sondern im Gegenteil, weil sie zunehmend erfolgreich war, entschlossen sich diese Kr\u00e4fte im Sommer 1973, nunmehr die Notbremse zu ziehen und die chilenische Revolution im Blut zu ersticken.<\/p>\n<h5>Die Strippenzieher\u2026<\/h5>\n<p>Unmittelbar nach dem Wahlsieg Allendes, auf den Tag genau drei Jahre vor dem Putsch, am 11. September 1970 wird die faschistische Organisation \u201ePatria y Libertad\u201c (Heimat und Freiheit) gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Sie ist ein Ableger der gro\u00dfindustriellen, in den Wahlk\u00e4mpfen von der Unidad Popular geschlagenen Nationalpartei. Ihr Symbol ist eine Mischung aus Hakenkreuz und Spinne. Innerhalb kurzer Zeit ist sie intensiv vernetzt mit all den Kr\u00e4ften im In- und Ausland, die drei Jahre sp\u00e4ter die gew\u00e4hlte Regierung blutig aus dem Amt putschen. Einer ihrer Anf\u00fchrer, Pablo Rodriguez, dr\u00e4ngt nach dem Sieg der Unidad Popular bei den M\u00e4rzwahlen 1973 \u2013 im Kern damit die oben zitierte Ein\u00adsch\u00e4tzung von Louis Corvalan teilend \u2013 zur Eile mit den Worten: \u201eAllende mu\u00df heute gest\u00fcrzt werden und nicht morgen. Wenn die Wahlen 1976 stattfinden, wird der Marxismus 80 Prozent der Stimmen sammeln.\u201c<\/p>\n<p>Ende August erkl\u00e4rt der deutschst\u00e4mmige Roberto Thieme, der gemeinsam mit Rodri\u00adguez das Gesicht der Organisation ist: \u201eWir wollen Allende st\u00fcrzen. Um das Land von ihm zu befreien, werden wir auch vor Gewalt nicht zur\u00fcckschrecken. Wir sind entschlos\u00adsen, bis zum Tode zu k\u00e4mpfen.\u201c<\/p>\n<p>Er enth\u00fcllt den Generalplan, um zum Er\u00adfolg zu kommen: \u201eUnser Ziel ist es, das Chaos bis zu dem Punkte zu beschleunigen, an dem eine Macht\u00fcbernahme durch das Milit\u00e4r m\u00f6g\u00adlich ist.\u201c Als Einsch\u00fcchterung ist gemeint, da\u00df in jenen Tagen an Hausw\u00e4nde in Santia\u00adgo das Wort \u201eDjakarta\u201c angemalt wird \u2013 Hin\u00adweis auf die damals noch lebendige Erinne\u00adrung an die blutigen Massaker des Jahres 1965 in Indonesien, in denen unter Regie der USA Hunderttausende, darunter die meisten Mit\u00adglieder der damals st\u00e4rksten nichtregierenden kommunistischen Partei zum Opfer fielen.<\/p>\n<p>Der Generalplan zum Putsch ist nicht von Rodriguez und Thieme entwickelt worden. Das taten andere viele Kilometer weiter im Norden. Als in den Chefetagen vor allem in den USA, aber auch in Gro\u00dfbritannien und Westdeutschland die Emp\u00f6rung dar\u00fcber wuchs, da\u00df die UP Ernst machte mit der Umsetzung ihres Wahlprogramms, setzte sich einer der damals gr\u00f6\u00dften internationalen Konzerne an die Spitze dieser Bewegung gegen Allende: ITT \u2013 die \u201eInternational Telephon &amp; Telegraph Cooperation\u201c. In 90 L\u00e4ndern schufteten damals \u00fcber 420.000 Menschen f\u00fcr die Profite der ITT. Mit einem j\u00e4hrlichen Umsatz von fast 9 Milliarden Dollar \u00fcbertraf der Konzern das Brutto\u00adsozialprodukts Chiles, in dem er 200 Millionen Dollar investiert hatte, die er ungern abschreiben wollte.<\/p>\n<p>Der ITT-Vizepr\u00e4sident William R. Merriam wandte sich am 23. Oktober 1970 direkt an den US-Pr\u00e4sidenten Richard Nixon und dr\u00e4ngt auf eine Intervention zur Korrektur der chilenischen Entwicklung.<\/p>\n<p>Am 9. November bekommt er mit Briefkopf des Wei\u00dfen Hauses in Washington Antwort von einem der heute noch lebenden Strip\u00adpenzieher des Mordes an Allende: \u201eLieber Mr. Merriam, vielen Dank f\u00fcr Ihren Brief vom 23. Oktober und das beigef\u00fcgte Schrift\u00adst\u00fcck \u00fcber die US-Lateinamerika-Politik. Ich habe es sorgf\u00e4ltig durchgelesen und es an die Mitglieder meines Stabes weitergegeben, die mit Angelegenheiten Lateinamerikas zu tun haben. Ihre Ansichten und Empfehlungen sind sehr von Nutzen, und wir werden sie sicherlich ber\u00fccksichtigen. Ich danke Ihnen, da\u00df Sie sich Zeit genommen haben, sie mir zu \u00fcberlassen. Mit besten Gr\u00fc\u00dfen, Henry A. Kissinger.\u201c<\/p>\n<p>So ermutigt arbeitet Merriam bis zum 1. Oktober 1971 einen detaillierten 18-Punkte-Plan zur generalstabsm\u00e4\u00dfigen Vorbereitung auf den Staatsstreich aus. Im Zentrum steht die Idee, stufenweise ein \u00f6konomisches Chaos in Chile zu erwirken, das dann als Legitimation f\u00fcr putschbereite Kr\u00e4fte in der Armee dient, die gew\u00e4hlte Regierung zu beseitigen. In diesem Programm ist alles enthalten, was in den Folgemonaten entfaltet und von Allende beispielsweise vor der UNO regelm\u00e4\u00dfig angeprangert wird: Kreditbe\u00adschr\u00e4nkungen und -k\u00fcndigungen, Boykott des Kaufes chilenischen Kupfers nicht nur durch die USA, sondern durch alle anderen Staaten, die weiterhin mit den USA Handel treiben wollen, Abzug aller Investitionen aus den USA und mit ihr verb\u00fcndeten Staaten aus Chile, Einstellung aller Entwicklungshilfe-Zahlungen, Abschottung amerikanischer M\u00e4rkte gegen\u00fcber Chile.<\/p>\n<p>Mit dem Segen des Wei\u00dfen Hauses ent\u00adwickelt sich eine enge Zusammenarbeit der ITT mit dem US-amerikanischen Geheim\u00addienst CIA, der den operativen Teil des Plans \u00fcbernimmt und sowohl f\u00fcr die Verbindungen zu Patria y Libertad als auch zu den Teilen der Armee zust\u00e4ndig ist, die als solchen Putsch\u00adpl\u00e4nen zugeneigt identifiziert werden.<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt zu den inzwischen offenen Ge\u00adheimnissen des blutigen Erfolges vom 11. September, da\u00df diese Verbindungen zu den sp\u00e4teren Schl\u00e4chtern von Chile intensiv waren und von der UP letztlich nicht unter\u00adbunden werden konnten.<\/p>\n<p>Traditionell erfolgte die Ausbildung des Offizierscorps der chilenischen Armee in den USA, die dadurch ein profundes Wissen \u00fcber das Bewu\u00dftsein ihrer Kader erhielt. Besonders intensiv gestaltete sich dabei die Zusammen\u00adarbeit der US Army mit der west\u00addeutschen Bundeswehr und hier insbesondere mit ihren offen in der Traditionslinie der faschistischen Wehrmacht wirkenden Kr\u00e4ften. Die Zeitung \u201eCondor\u201c, das Sprachrohr der nach 1945 die Tradition der NSDAP hochhaltenden, nach Chile emigrierten Kr\u00e4fte, lobte in ihrer Aus\u00adgabe vom Juni 1970 \u2013 also noch vor Allendes Sieg \u2013 die enge Zusammenarbeit von Washington und Bonn und betonte, die in den USA ausgebildeten Offiziere der chilenischen Armee w\u00fcrden \u201eanschlie\u00dfend an diesen Kurs in die Bundesrepublik Deutschland\u201c fahren und dort ihre Ausbildung vollenden.<\/p>\n<p>Diese Kreise schlossen sich am 11. Sep\u00adtember 1973 und den folgenden Tagen. Augen- und Ohrenzeugen der blutigen Mas\u00adsaker wiesen \u00fcbereinstimmend darauf hin, da\u00df viele der verantwortlichen Putschisten-Offiziere in Santiago, Valparioso, Osorne und anderen St\u00e4dten untereinander flie\u00dfend deutsch gesprochen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die Strippenzieher des Putsches sa\u00dfen also vor allem in Washington. Aber sie hatten enge Vertraute in Bonn am Rhein. \u201eDie Welt\u201c frohlockte denn auch am 13. September 1973 mit den Worten: \u201eDas Heer ist, wenn man so sagen darf, bis auf den heutigen Tag seiner preu\u00dfischen Schule treu geblieben.\u201c Das Hamburger Magazin \u201edas da\u201c bekam eine Audienz bei Pinochet selbst und berichtete am 1. November 1973 von dessen Schw\u00e4rmerei f\u00fcr Deutschland: \u201eMein gr\u00f6\u00dfter Lehrer und Freund, Herr von Franzius, war Deutscher. Er hat mir beigebracht, milit\u00e4rische Opera\u00adtionen zu leiten.\u201c<\/p>\n<p>Noch vor dem 11. September wurden St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck die regierungstreuen Kr\u00e4fte in der Armee entweder aus ihren \u00c4mtern gedr\u00e4ngt oder, wenn das nicht gelang, ermordet wie am 1. Oktober 1970 der Oberbefehlshaber der chilenischen Armee, General Ren\u00e9 Schnei\u00adder, der sich geweigert hatte, den Amtsantritt Allendes gewaltsam zu verhindern.<\/p>\n<h5>\u2026 die Putschisten\u2026<\/h5>\n<p>Es hatte daher auch innere Logik, da\u00df die Massaker in Chile in der Armee selbst be\u00adgannen. Die in Paris erscheinende \u201eL\u2019Huma\u00adnit\u00e9\u201c berichtete am 3. November 1973, da\u00df noch in der Nacht vor dem 11. September re\u00adgierungstreue Offiziere und Soldaten ver\u00adhaftet oder planm\u00e4\u00dfig get\u00f6tet wurden. Die Zahl der unmittelbar um den 11. September herum get\u00f6teten Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen wurde von dieser Zeitung mit 2.000 beziffert.<\/p>\n<p>Danach tobte die in der USA und Deutsch\u00adland ausgebildete Mordbande sich unge\u00adhemmt aus. Arbeiter \u2013 ob bewaffnet oder un\u00adbewaffnet \u2013 , die sich der Junta widersetzen, werden zu hunderten und tausenden in ihren Fabriken niedergemetzelt. Die Deutsche Pres\u00adseagentur (dpa) meldet am 25. September mit Hinweis auf US-Quellen: \u201eIn den zwei Wochen seit dem Milit\u00e4rputsch sind allein ins Leichenschauhaus von Santiago 2796 Tote mit Schu\u00dfverletzungen \u2013 meist unmittelbar unter dem Kinn \u2013 eingeliefert worden\u201c.<\/p>\n<p>Andere schaffen es nicht einmal bis dort \u2013 sie werden in Massengr\u00e4bern verscharrt, aus dem Hubschrauber geworfen oder \u201eauf der Flucht erschossen\u201c, wie die dpa am 30. September meldet. Praktisch die gesamte politische F\u00fchrungsschicht der Unidad Popular wird entweder ermordet oder aus dem Land vertrieben oder verhaftet.<\/p>\n<p>Am 23. September teilt General Gustavo Leigh, Luftwaffenchef und Junta-Mitglied mit, da\u00df allein im Fu\u00dfballstadion von San\u00adtiago rund 7000 Menschen \u201ezur Verneh\u00admung\u201c inhaftiert seien. Das war ein L\u00fcge. Viele von ihnen werden nicht vernommen, sondern geschlachtet \u2013 wie der weltber\u00fchmte S\u00e4nger Victor Jara, dem die uniformierten Bestien erst die H\u00e4nde zerschlugen, dann, als er dennoch weitersang, um sich und den Tausenden Mut zu machen, den Sch\u00e4del zertr\u00fcmmerten und seine Leiche schlie\u00dflich vor der Trib\u00fcne zur Abschreckung aller anderen aufh\u00e4ngten.<\/p>\n<h5>\u2026 und die Profiteure<\/h5>\n<p>In einer vom \u201eVorw\u00e4rts\u201c am 6. Dezember 1973 ver\u00f6ffentlichten Lagebeurteilung schreibt der Leiter der chilenischen Nieder\u00adlassung der Farbwerke Hoechst an seine Zentrale in Frankfurt: \u201eWir sind der Ansicht, da\u00df das Vorgehen des Milit\u00e4rs und der Polizei nicht intelligenter geplant und koordiniert werden konnte und da\u00df es sich um eine Aktion handelte, die bis ins letzte Detail vorbereitet war und gl\u00e4nzend ausgef\u00fchrt wurde \u2026 Die Regierung Allende hat das Ende gefunden, das sie verdiente \u2026 Chile wird in Zukunft ein f\u00fcr Hoechster Produkte zunehmend interessanter Markt sein.\u201c<\/p>\n<p>Bereits zehn Tage nach dem Putsch, am 21. September, erscheint in der \u201eFrankfurter Allgemeinen Zeitung\u201c eine Anzeige mit der \u00dcberschrift \u201eChile: Jetzt investieren!\u201c und weist auf die \u201eau\u00dfergew\u00f6hnlichen M\u00f6glich\u00adkeiten\u201c hin, die sich f\u00fcr deutsche Anleger dort jetzt b\u00f6ten. Ihr eigentliches Ziel \u2013 Chile wieder zum Land der Profite zu machen \u2013 verlieren die Bluts\u00e4ufer um Pinochet keinen Moment aus dem Auge.<\/p>\n<p>Bereits am 12. September verk\u00fcndet die Junta, bis 15:00 Uhr sollten sich alle ergeben, die Widerstand leisteten \u2013 wer danach ge\u00adfangen genommen werde, \u201ewird auf der Stelle erschossen\u201c. Ab 18:00 Uhr gelte in Santiago ein Ausgehverbot. Am 14. September werden alle bei Wahlen errungenen Mandate annulliert. Am 17. September wird verk\u00fcndet, wer nicht an seinem Arbeitsplatz erscheine, werde ihn umgehend verlieren.<\/p>\n<p>Am 21. September werden alle marxisti\u00adschen Parteien verboten \u2013 dazu z\u00e4hlt auch die \u201eChristliche Linke\u201c. Am 14. Oktober wird per Dekret die w\u00f6chentliche Arbeitszeit \u201eals Beitrag f\u00fcr den nationalen Aufbau\u201c um 4 Stunden pro Woche verl\u00e4ngert. Es ist fast \u00fcberfl\u00fcssig, darauf hinzuweisen, da\u00df bis dahin die Ausgabe von Milch an die Schulkinder l\u00e4ngst Geschichte ist.<\/p>\n<p>Die versammelten Rechtskr\u00e4fte frohlocken \u2013 auch in Deutschland. Der Fraktionsvor\u00adsitzende der CDU\/CSU im Deutschen Bundestag und sp\u00e4tere Bundespr\u00e4sident Karl Carstens erkl\u00e4rt einen Tag nach dem Putsch, die \u201eEreignisse in Chile\u201c h\u00e4tten bewiesen, \u201eda\u00df Marxismus und freiheitlich-demokra\u00adtische Grunds\u00e4tze unvereinbar seien\u201c.<\/p>\n<p>Sein Parteifreund Bruno Heck, der f\u00fcr die CDU\/CSU nach Chile reist, um den neuen Machthabern seine Aufwartung zu machen, stellt am 18. Oktober 1973 in der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c mit Blick auf den Ort, an dem Victor Jara starb, fest: \u201eDas Leben im Stadion ist bei sonnigem Wetter recht angenehm.\u201c<\/p>\n<p>Der Chile-Repr\u00e4sentant der Dresdner Bank, Gerhard Liedtke, der wie viele andere um Investitionen im \u201eneuen\u201c Chile wirbt, tut dies am 8. Oktober 1973 auch vor ost\u00adwestf\u00e4lisch-lippischen Unternehmern, wor\u00fc\u00adber die \u201eNeue Westf\u00e4lische Zeitung\u201c am n\u00e4chsten Tag titelt: \u201ePutsch in Chile ist f\u00fcr die Banken positiv \u2013 in S\u00fcdamerika kann wieder investiert werden.\u201c<\/p>\n<h5>Drei Lehren<\/h5>\n<p>Die Hoffnungen der chilenischen Linken und er mit ihnen solidarischen Kr\u00e4fte, Pinochet werde nicht durchkommen und innerhalb weniger Monate niedergek\u00e4mpft werden k\u00f6nnen, gingen nicht in Erf\u00fcllung. Sie wurden, \u00e4hnlich \u00fcbrigens wie die deutschen Linken nach dem 30. Januar 1933, von der R\u00fccksichtslosigkeit und Brutalit\u00e4t der sie bek\u00e4mpfenden Reaktion \u00fcberw\u00e4ltigt.<\/p>\n<p>Eine erste Lehre ist daher, sich keine Sekunde Illusionen \u00fcber die jederzeit vor\u00adhandene Gewaltbereitschaft b\u00fcrgerlicher Herrschaft zu machen. Noch im Dezember 1971 meinte der unter Linken hochange\u00adsehene englische Historiker Eric Hobsbawm mit Blick auf Chile: \u201eDie Gefahr eines Milit\u00e4rputsches ist zwar vorhanden, aber anscheinend nicht akut. Der Hauptgrund ist \u2026 ihre Einsicht (der Armee &#8211; MS), da\u00df ein Milit\u00e4rputsch einen B\u00fcrgerkrieg ausl\u00f6sen w\u00fcrde. Es ist eine Sache, in aller Stille ein paar Stra\u00dfen und Geb\u00e4ude zu besetzen und den Pr\u00e4sidenten mit dem n\u00e4chsten Flugzeug ins Ausland zu verfrachten, aber eine ganz andere, einen unabsehbaren bewaffneten Konflikt anzufangen.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Hobsbawm irrte.<\/p>\n<p>Hat sich eine faschistische Macht erst einmal etabliert, sind die linken Organi\u00adsationen erst einmal zerschlagen und ihre Funktion\u00e4re ermordet, verjagt oder verhaftet, steht vor einem neuen Sieg ein langer Kampf.<\/p>\n<p>Carlos Altamirano, Generalsekret\u00e4r der Sozialistischen Partei Chiles, erkl\u00e4rte Mitte Dezember wohl zu Recht in einer \u201eBotschaft an das chilenische Volk\u201c: \u201eWir m\u00fcssen uns auch auf einen langen, aber unausweichlich siegreichen Kampf vorbereiten und ihn organisieren.\u201c<\/p>\n<p>Wir wissen heute, da\u00df er noch l\u00e4nger dauerte als von Altamirano vorausgesagt \u2013 die von Pinochet oktroyierte Verfassung ist bis heute nicht \u00fcberwunden, das Programm der UP bis heute nicht verwirklicht.<\/p>\n<p>Drittens zeigen die Ereignisse von 1973 uns heute, da\u00df der Zusammenhang von Faschis\u00admus und Kapital nie aus dem Blick verloren gehen darf. J\u00fcrgen Lloyd, Vorstandsmitglied der \u201eMarx-Engels-Stiftung\u201c hat v\u00f6llig recht, wenn er in der \u201ejungen welt\u201c vom 20. Juli 2023 mit Blick auf Chile betont: \u201eWenn \u2026 wie z.B. in der Weimarer Republik, in relevantem Umfang ein Potential entsteht, das sich \u2026 auch nach rechts wenden l\u00e4sst, dann kann die daraus entstehende Massen\u00adbewegung als Werkzeug dienen, um den \u00dcbergang zum Faschismus zu vollziehen. Ist aber der Desintegrationsprozess aus welchen Gr\u00fcnden auch immer nicht so verlaufen, dass eine relevante faschistische Massenbewegung entsteht, dann nutzt die Monopolbourgeoisie \u2013 sofern sie es kann \u2013 das Milit\u00e4r und den staatlichen Sicherheitsapparat f\u00fcr den \u00dcbergang zum Faschismus. \u2026 Die Existenz oder Nichtexistenz einer faschistischen Mas\u00adsenbasis ist relevant f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten des antifaschistischen Kampfs, aber sie dient eben nicht als Kriterium f\u00fcr unseren Faschismus\u00adbegriff.\u201c<\/p>\n<p>Richard H\u00f6hmann, Sekret\u00e4r f\u00fcr Bildungs\u00adarbeit in der DKP, hat denselben Gedanken am 14. Juli in der Wochenzeitung \u201eunsere zeit\u201c so formuliert: \u201eF\u00fcr die Widerstands\u00adk\u00e4mpfer (gegen den deutschen Faschismus \u2013 MS) \u2026 standen Flick, die IG Farben, die Deutsche Bank und andere Konzerne f\u00fcr den Zusammenhang von Faschismus und Finanzkapital. Diesen Zusammenhang zu sehen scheint zunehmend verloren zu gehen.\u201c<\/p>\n<p>Chile 1973 mahnt, diesen Zusammenhang wieder ins Bewu\u00dftsein zu heben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dr. Manfred Sohn ist Vorsitzender der Marx-Engels-Stiftung. Ausz\u00fcge des Textes erschienen in der Wochenzeitung \u201eunsere Zeit\u201c.<\/em><\/p>\n<p><strong>Quellen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Quelle dieser wie der folgenden Fakten und Zitate ist ohne weitere Seitenangaben das \u201eSchwarzbuch Chile\u201c, herausgegeben von Hans-Werner Bartsch u.a., K\u00f6ln 1974<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Eric Hobsbawm, Chile: Das erste Jahr, in: Wiener Tagebuch 12\/1971, S. 16-23<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&amp;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" \/>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Freidenker_2023-03_Sohn_PutschGegenDasVolkFuerDasMonolkapital.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Manfred Sohn: Putsch gegen das Volk, f\u00fcr das Monolkapital<\/a> (Auszug aus <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=16951\">FREIDENKER 3-23<\/a>, ca. 555 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Pinochet und Kissinger bei einem Treffen 1976<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Ministerio de Relaciones Exteriores de Chile, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/cl\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY 2.0 cl<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=30561407\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=30561407<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Manfred Sohn<\/b><br \/>\nAm 11. September 1973 morgens um 1 Uhr l\u00e4uft ein Verband chilenischer Kriegsschiffe in den Hafen von Valparioso ein, nachdem er vorher gemeinsam mit US-amerikanischen Flottenverb\u00e4nden an einer \u00dcbung vor der chilenischen K\u00fcste teilgenommen hatte. Die Kriegsschiffe der US Navy bleiben vor Ort. Um 4 Uhr erhalten die Regimenter der Armee die Anweisung, alle Rundfunk\u00adstationen und Regierungsgeb\u00e4ude zu beset\u00adzen. Um 6 Uhr wird die 2. Panzerdivision Richtung Santiago in Marsch gesetzt, bis 8:30 sind Truppen rund um die Hauptstadt zusammengezogen. Um 6:20 erh\u00e4lt der gew\u00e4hlte Pr\u00e4sident Chiles, Dr. Salvador Allende, einen Telefonanruf, mit dem er \u00fcber den Milit\u00e4rputsch informiert wird. Er versetzt umgehend seinen Pers\u00f6nlichen Schutz in Alarmbereitschaft und eilt \u2013 eskortiert von 23 M\u00e4nnern, die mit 23 Maschinenpistolen, zwei MGs und drei Panzerb\u00fcchsen bewaffnet sind \u2013 in den Pr\u00e4sidentenpalast.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":16963,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12,1162],"tags":[1200,1358,451,759,742,397,1919,1103,1867,185],"class_list":["post-16956","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","category-geschichte","tag-chile","tag-cia","tag-faschismus","tag-geheimdienste","tag-internationale-solidaritaet","tag-lateinamerika","tag-monopolkapital","tag-putsch","tag-unidad-popular","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Reunion_Pinochet_-_Kissinger_2_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-4pu","jetpack-related-posts":[{"id":16982,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=16982","url_meta":{"origin":16956,"position":0},"title":"Nie wieder Faschismus!","author":"Webredaktion","date":"19. 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