{"id":14306,"date":"2022-09-30T23:49:43","date_gmt":"2022-09-30T21:49:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=14306"},"modified":"2022-10-10T02:41:38","modified_gmt":"2022-10-10T00:41:38","slug":"die-arbeitsverhaeltnisse-im-blackrock-kapitalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=14306","title":{"rendered":"Die Arbeitsverh\u00e4ltnisse im BlackRock-Kapitalismus"},"content":{"rendered":"<p>Aus:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=12821\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 3-22<\/a>, September 2022, S. 3-11, 81. Jahrgang<\/p>\n<p><em>von <strong>Werner R\u00fcgemer<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Praktiken und Ideologien in der digitalisierten neuen Fossil-Wirtschaft<\/h5>\n<p>Die Arbeitsverh\u00e4ltnisse im BlackRock-Kapi\u00adtalismus zeichnen sich durch versch\u00e4rftes globales ArbeitsUnrecht aus. Diese Globali\u00adsierung nutzt noch selektiver als bisher die punktuellen Vorteile m\u00f6glichst vieler nati\u00adonaler und regionaler Standorte \u2013 hinsichtlich politischer N\u00e4he der Regierungen, Gef\u00e4llig\u00adkeit der Beh\u00f6rden, Steuern, staatlichen Subventionen, Infrastruktur, Bodensch\u00e4tze, Umwelt- und Sozialstandards und nicht zuletzt der Arbeitsverh\u00e4ltnisse. \u201eBest Cost Country\u201c hei\u00dft das in der international harten Konkurrenz leitende Prinzip.<\/p>\n<p>Westliche Regierungen und die EU fordern zwar, die Abh\u00e4ngigkeit von globalen Liefer\u00adketten zu verringern. Aber dies bezieht sich im Wesentlichen nur auf Energie aus dem nun feindlichen Russland und auf Mikroelek\u00adtronik aus der nun ebenso als besonders feindlich erkl\u00e4rten Volksrepublik China.<\/p>\n<p>Ansonsten verlagern etwa auch die deut\u00adschen Autokonzerne f\u00fcr die neue e-Mobilit\u00e4t ihre Zulieferer noch zahlreicher vor allem in verarmte Staaten Osteuropas und auf allen Kontinenten. BlackRock &amp; Co. geh\u00f6ren zu den f\u00fchrenden Aktion\u00e4ren deutscher, US-amerikanischer und anderer westlicher Auto\u00adkonzerne, auch etwa bei Tesla.<\/p>\n<h5>E-Auto von Audi: 12.000 Einzelteile aus 550 globalen Standorten<\/h5>\n<p>Die versch\u00e4rfte Globalisierung wird etwa deutlich an einem der Renommierprojekte der neuen e-Mobilit\u00e4t, dem Elektoauto e-tron von Audi.<\/p>\n<p>Es wird in Br\u00fcssel endmontiert. Die 6.000 Einzelteile und je nach Ausf\u00fchrung noch dazu etwa 6.000 Chips werden von 300 Toch\u00adter- und Zulieferfirmen aus 550 Standorten in 37 Staaten produziert. Und nat\u00fcrlich haben diese 300 Firmen selbst wieder insgesamt mehrere tausend Zulieferfirmen in diesen und anderen Staaten.<\/p>\n<p>Bevor einige Teile nach Br\u00fcssel geschafft werden, m\u00fcssen sie erstmal zwischen diversen Standorten hin- und hergeschickt werden. So werden etwa f\u00fcr die Scheibenwischer-Moto\u00adren die Leistungshalbleiter von Infineon in Regensburg und die Microcontroller in Dresden hergestellt, danach werden sie zum Endfertiger auf die Philippinen geschickt, da\u00adnach zur Endkontrolle nach Singapur, und von dort schlie\u00dflich zur Endmontage in die EU-Hauptstadt.<\/p>\n<p>Von Br\u00fcssel wird dann der Premium SUV e-tron mit 2,6 Tonnen Gewicht und 408 PS zu den H\u00e4ndlern und weiter zu den gutver\u00addienenden Individual-Verkehrs-Kunden wie\u00adtergeschickt, auch in die USA und nach China, zum Preis ab 81.000 Euro.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Die neue gr\u00fcn-globale Fossil-Wirtschaft<\/h5>\n<p>Die 37 Zuliefer-Staaten liegen rund um den Planeten, China ebenso wie die USA, Tai\u00adwan, S\u00fcdkorea, die Philippinen und Singa\u00adpur, in Afrika Tunesien und Marokko, in Europa Deutschland, Ungarn, Rum\u00e4nien und die Ukraine sowie lateinamerikanische Staa\u00adten. Mit dem Umstieg auf e-Autos haben wir die Lieferketten noch intensiver \u201eglobali\u00adsiert\u201c, hei\u00dft es bei Audi. Die \u201edrohenden\u201c Lieferketten-Regulierungen waren dazu auch ein Antrieb.<\/p>\n<p>Die erweiterte Sch\u00fcrfung und Bearbeitung allein der Metalle wie Lithium, Nickel und Kobalt f\u00fcr die Batterien und der seltenen Erden wie Neodym f\u00fcr die Elektromotoren, die Hin- und Hertransporte zwischen den Standorten und die Schlusstransporte per Lkw, Flugzeug, Schiff und Bahn nach Br\u00fcssel, der Energieverbrauch der e-Autos selbst sowie Herstellung und Betrieb ihrer eigenen wie externen Infrastruktur (Verar\u00adbeitung und Speicherung der Verkehrs-, Fahr- und Nutzungsdaten, Kameras, Infotainment, Lenkung, Klimaanlage, Lades\u00e4ulen, Satelliten) produziert ein Vielfaches an C02-Emissionen als dann das schwere-Auto mit seinen 408 PS einspart.<\/p>\n<p>BlackRock hat schon 2017 die neuen Gewinne aus der e-Mobilit\u00e4t erkundet, eine flexible Suche nach neuen Zulieferern bef\u00fcrwortet und den erh\u00f6hten Bedarf an Lithium und Kobalt konstatiert: BlackRock ist mit Vanguard der gr\u00f6\u00dfte Aktion\u00e4r im gr\u00f6\u00dften Bergwerkskonzern BHP Billiton.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>E-Autos: noch mehr fossiler Energieverbrauch<\/h5>\n<p>E-Autos sind \u201erollende Computer\u201c. Allein die Digitalisierung der elektrisch betriebenen Fahrger\u00e4te und die Digitalisierung ihres Herstellungs- und Liefersystems erfordert rie\u00adsige neue Systeme der Daten\u00fcbertragung, Datenverwertung und Speicherung. Dazu wird noch mehr Energie verbraucht als bisher. US-Regierung und EU-Kommission f\u00f6rdern deshalb neue Atomkraftwerke. \u00d6l- und Gas-Konzerne erschlie\u00dfen in S\u00fcdamerika und Afrika neue Bohrfelder. F\u00fcr Lithium, Nickel, Kobalt und seltene Erden werden neue Bergwerke ebenfalls in armen Staaten gebaut, etwa im Kongo. Das Recycling der Batterien ist ungel\u00f6st, genauso wie die Endlagerung der Strahlenreste aus den Atomkraftwerken.<\/p>\n<p>Der Fokus auf die CO2-Emission beim schlie\u00dflich endproduzierten e-Auto verdr\u00e4ngt nicht nur die CO2-Emissionen bei den Vorstufen der Herstellung und beim Betrieb, sondern auch die sonstigen zus\u00e4tzlichen Umweltsch\u00e4den sowie die volkswirtschaftliche Unterentwicklung der Staaten und Regionen in den Produktions- und Lieferketten.<\/p>\n<p>Die umweltfreundliche, nachhaltige e-Mobilit\u00e4t \u2013 zu der ja noch mit \u00e4hnlichen Praktiken e-LkWs, e-Scooter, e-Bikes, zivile und milit\u00e4rische e-Drohnen hinzukommen \u2013 erweist sich als fake-Ideologie. Sie \u00fcberzuckert eine neue, noch sch\u00e4dlichere, noch asozialere Fossil-Wirtschaft.<\/p>\n<h5>Auch Kinderarbeit im Kongo<\/h5>\n<p>Zu dieser neuen Fossil-Wirtschaft geh\u00f6ren auch die Arbeitsverh\u00e4ltnisse. Auch sie unter\u00adliegen dem versch\u00e4rften \u201eBest Cost Country\u201c-Prinzip.<\/p>\n<p>Die festangestellten Endmontierer in Br\u00fcs\u00adsel stehen an der Spitze der Arbeitsein\u00adkommen, darunter dann die Leiharbeiter im selben Werk, darunter dann die Leiharbeiter bei Infineon in Deutschland, dann die quali\u00adfizierten Niedrigl\u00f6hner in den von der EU ver\u00adarmten Standorten Ungarn und Rum\u00e4nien, unterhalb von ihnen dann zum Beispiel die Foxconn-Besch\u00e4ftigten in Taiwan, dann die in Tunesien und Marokko, dann die ukrai\u00adnischen, philippinischen und moldawischen Lkw-Fahrer, die ihre unterschriebenen Ar\u00adbeitsvertr\u00e4ge mit der Spedition in Litauen nicht verstehen k\u00f6nnen und monatelang in ihren Fahrerh\u00e4usern leben und schlafen.<\/p>\n<p>Und am Ende die Kinder bei der Kobalt-Sch\u00fcrfung im Kongo.<\/p>\n<p>Das thematisieren weder die Nachhaltig\u00adkeitsprediger wie BlackRocks Chef Laurence Fink. Und auch ihre Top-Manager in den Konzernen und ihre Nachhaltigkeits-Invest\u00admentprofis und gr\u00fcne Umwelt- und Wirt\u00adschaftsminister und auch die besser\u00adverdienenden K\u00e4ufer thematisieren diese Ar\u00adbeitsverh\u00e4ltnisse nicht. Auch die Lieferketten-Regulierung der EU und das Lieferketten-Gesetz in Deutschland lassen die Arbeitsver\u00adh\u00e4ltnisse im globalen e-tron-Netz praktisch unber\u00fchrt.<\/p>\n<h5>BlackRock &amp; Co: Keine menschenrechtlichen Arbeitsrechte<\/h5>\n<p>Der neue Wertekanon der westlichen Re\u00adgierungen, Unternehmen und Investoren hei\u00dft ESG \u2013 Environment\/Umwelt, Soziales und gute Unternehmensf\u00fchrung. Mit diesen Werten und Kriterien soll die Wirtschaft vor allem umweltfreundlich und nachhaltig umgestaltet werden.<\/p>\n<p>Aber schon das wichtigste Kriterium der \u201eUmwelt\u201c spielt \u2013 siehe den Produktionspro\u00adzess des Audi e-tron \u2013 so gut wie keine Rolle, au\u00dfer am allerletzten Punkt einer langen Kette, n\u00e4mlich dem CO2-Aussto\u00df der fertigen e-Autos.<\/p>\n<p>Und die \u201egute Unternehmensf\u00fchrung\u201c besteht im Best Cost Country-Prinzip. Und das \u201eSoziale\u201c ist so diffus und unverbindlich, dass etwa der Mindestlohn von 1,21 Euro in der Ukraine und von 0,65 Euro in Tunesien als ESG-vereinbar gelten: Hier bauen so \u201erenommierte\u201c Autozulieferer wie Leoni, Valeo und Delphi ihre Filialen aus. Und die Kinderarbeit im Kongo ist in der Praxis ebenfalls ESG-vertr\u00e4glich.<\/p>\n<p>Nirgendwo finden bei den ESG-Propheten wie dem Blackrock-Chef Fink die Arbeitsrechte der Allgemeinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte auch nur eine Erw\u00e4hnung. Auch die etwa 190 Konventionen werden nirgendwo einbezogen, die von der zu\u00adst\u00e4ndigen Internationalen Arbeitsorga\u00adni\u00adsation ILO beschlossen wurden, so etwa das Recht auf unabh\u00e4ngige Vertretung der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten, auf Streik, auf kollek\u00adtive Tarifvertr\u00e4ge, auf gleichen Lohn f\u00fcr Mann und Frau, auf ausk\u00f6mmliches und die Familie ern\u00e4hrendes Arbeitseinkommen, auf Versicherung f\u00fcr Arbeitslosigkeit, Krankheit und Rente, auf bezahlten Urlaub, auf be\u00adsonderen Schutz von Migranten und etwa das Verbot der Zwangs- und Kinderarbeit.<\/p>\n<h5>BlackRock &amp; Co.: Resetting the Future of Work<\/h5>\n<p>Dagegen haben BlackRock &amp; Co. ihre eige\u00adnen Werte und Regeln entwickelt. Sie bilden die Alternative zu den menschenrechtlichen Arbeitsrechten der UNO, der ILO und auch der jeweiligen nationalen Arbeitsgesetze.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngste, anspruchsvollste Ausformulie\u00adrung dieser Alternative ver\u00f6ffentlichten im Jahre 2020 das World Economic Forum (WEF) und die US-Unternehmensberatung Mercer. Titel: Resetting the Future of Work Agenda. Disruption and Renewal in a Post-COVID World.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>BlackRock-Chef Fink ist Leitungsmitglied des Weltwirtschaftsforums und hier der expo\u00adnierte Prophet des nachhaltigen Investierens. Gleichzeitig geh\u00f6rt BlackRock mit dem ver\u00adschwisterten Investor Vanguard zu den f\u00fch\u00adrenden Aktion\u00e4ren des Mitverfassers, der Unternehmensberatung Mercer.<\/p>\n<p>Der Neustart der Arbeitsverh\u00e4ltnisse soll damit Teil des Neustarts des Kapitalismus \u00fcberhaupt sein, hin zu einer sozial verant\u00adwortlichen, nachhaltigen und umweltfreund\u00adlichen Gesellschaft, so hei\u00dft es. Die Arbeit soll einfacher, arbeitsteiliger und agiler werden unter intensivem Einsatz der Digitalisierung. Die Besch\u00e4ftigten sollen sich dabei k\u00f6rperlich, geistig, sozial und finanziell besser f\u00fchlen, so hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Das klingt vielleicht nach guter Absicht. Aber <em>disruption<\/em> ist das Zauberwort: Brechung der bisherigen Regeln, also vor allem der UN, der ILO und auch der bisher noch geltenden nationalen Arbeitsgesetze, so niedrig ihre Standards inzwischen auch gedr\u00fcckt worden sind, in den USA und auch inzwischen mit\u00adhilfe der EU. Und die Corona-Pandemie-Poli\u00adtik soll dazu als Einstieg dienen.<\/p>\n<p>Statt unabh\u00e4ngiger Gewerkschaften, ge\u00adw\u00e4hlten Vertretern in Unternehmen, Betriebs- und Personalr\u00e4ten und dergleichen \u00fcberneh\u00admen nun <em>HR-leaders<\/em> die Organisierung der Besch\u00e4ftigten. HR-leaders: das sind die Leiter und f\u00fchrenden Manager der Human Rela\u00adtions-Vorstandsabteilungen in den Konzer\u00adnen. Aus 200 solchen senior HR-leaders hat das WEF eine Arbeitsgruppe zusammenge\u00adstellt. Diese neuen Arbeitsf\u00fchrer sollen als \u201eBeschleuniger\u201c (<em>Accelerators<\/em>) den Neustart der Arbeitszukunft voranbringen.<\/p>\n<p>Zu den vorbildlichen Unternehmen, die in der Pandemie solche Ziele schon verwirklicht haben, z\u00e4hlen WEF\/Mercer den gr\u00f6\u00dften Luxuskonzern LVMH, den \u00d6lkonzern Saudi Aramco, die Deutsche Post DHL, die Schwei\u00adzer Gro\u00dfbank UBS, IKEA, Coca Cola, Uni\u00adlever \u2013 \u00fcberall geh\u00f6ren BlackRock &amp; Co zu den f\u00fchrenden Aktion\u00e4ren. Als vorbildlich werden auch genannt die Vermittler von Leih- und gig-Arbeit wie Adecco, Workday und Upwork.<\/p>\n<h5>Weltweite Kritik an der BlackRock-L\u00fcgerei<\/h5>\n<p>BlackRock hat am 22. Mai 2022 mit den Frau\u00adenbeauftragten der UN ein Memorandum of Understanding \u00fcber die gemeinsame F\u00f6rde\u00adrung des geschlechtergerechten Investierens unterschrieben.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Geschlechtergerechtigkeit bei Black Rock bezieht sich real aber nur auf die F\u00fch\u00adrungsebenen, in den Investmentabtei\u00adlungen von BlackRock selbst, in den F\u00fchrungen der investierten Unternehmen. Alle anderen Di\u00admensionen, die durch Investments betroffen werden, und auch die globalen Arbeitsver\u00adh\u00e4ltnisse der unteren Ebenen, werden voll\u00adst\u00e4ndig ausgeblendet.<\/p>\n<p>Das kritisieren in einem Aufruf an die UN 354 feministische, Umwelt-, Friedens- und Arbeitsrechts-Initiativen und 244 prominente Frauen aus allen Kontinenten. Sie bezeichnen BlackRock als \u201emoralisch korrupt\u201c, denn dessen gr\u00fcngewaschenes Investment in Waldzerst\u00f6rung, \u00d6l, Kohle, R\u00fcstung, Schuss\u00adwaffen gehe weiter.<\/p>\n<p>Zudem verarmen BlackRock Krisenstaaten wie Zambia durch spekulative Anleihen, akzeptieren Kinderarbeit in Lieferketten und haben schlie\u00dflich auch alle Aktion\u00e4rsantr\u00e4ge auf Schlie\u00dfung des gender pay gap, also gegen die Unterbezahlung von Frauen in den Belegschaften, abgelehnt.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>USA an der Spitze des globalen ArbeitsUnrechts<\/h5>\n<p>Die USA stehen unter den 185 ILO-Mitgliedsstaaten mit Saudi-Arabien und noch vor Katar weltweit einsam an der Spitze bei der Nicht-Anerkennung der ILO-Konven\u00adtionen.<\/p>\n<p>Von den acht Kern-Konventionen haben die USA sechs nicht ratifiziert: die Gewerk\u00adschaftsrechte, gleicher Lohn bei gleicher Arbeit f\u00fcr Mann und Frau, Min\u00addestalter f\u00fcr den Eintritt in ein Arbeitsverh\u00e4ltnis, Dis\u00adkriminierung in der Arbeitswelt wegen Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Reli\u00adgion, politischer Meinung, nationaler und sozialer Herkunft.<\/p>\n<p>Von den 189 weiteren Konventionen haben die USA lediglich neun ratifiziert. Zu den nicht-ratifizierten Normen geh\u00f6ren z.B. K\u00fcndigungsschutz, Recht auf Schutz am Ar\u00adbeitsplatz vor chemischen und Strahlen-Gefahren, Recht auf geregelte Arbeitszeiten, auf Pausen und bezahlten Urlaub, Recht auf Versicherung gegen Krankheit, Arbeitslosig\u00adkeit, Rente, Rechte der Behinderten.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr annektierte US-\u201e\u00dcberseegebiete\u201c wie American Samoa und Guam gilt keine ein\u00adzige ILO-Norm; f\u00fcr die N\u00f6rdlichen Maria\u00adnen, Puerto Rico und die US Virgin Islands gelten nur zwei bzw. vier Normen, die sich zudem nur auf die Schifffahrt beziehen.<\/p>\n<h5>Organisiertes working poor<\/h5>\n<p>Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit 2009 unver\u00e4ndert bei 7,25 US-Dollar \u2013 mit Aus\u00adnahmen bis herunter auf 2,13 US-Dollar, wenn etwa Trinkgeld zu erwarten ist. Er ist nach Kaufkraft der niedrigste im westlichen Kapitalismus.<\/p>\n<p>So wurde <em>working poor<\/em> seit Beginn der 1980er Jahre in den USA zur Lage einer schrittweise anwachsenden Zahl der abh\u00e4ngig Besch\u00e4ftigten: Arbeit haben und trotzdem arm sein. Viele \u00fcberleben nur durch staatliche Lebensmittelgutscheine und private Suppen\u00adk\u00fcchen. Und US-Konzerne und ihre Aktio\u00adn\u00e4re waren und sind auch die Vorreiter des globalisierten working poor.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>working poor bedeutet \u00fcbrigens auch working sick \u2013 krank durch Arbeit. Und es bedeutet auch Renten-Armut, arm im Alter und nat\u00fcrlich auch schon vorher in der Ar\u00adbeitslosigkeit und in der unfreiwilligen Teil\u00adzeitarbeit.<\/p>\n<p>Die Lebenserwartung der abh\u00e4ngig Be\u00adsch\u00e4ftigten in den USA sinkt \u2013 im Gegensatz zur steigenden Lebenserwartung der wenigen Besserverdiener und Superreichen. Inzwi\u00adschen grassiert auch in der wei\u00dfen Arbei\u00adterklasse der USA die \u201eEpidemie des Todes\u201c, mit Verzweiflung, fr\u00fchem Sterben, Suiziden und t\u00f6dlichem Drogenkonsum, so der Nobel\u00adpreistr\u00e4ger Angus Deaton.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Gr\u00f6\u00dfte kasernierte Niedrigl\u00f6hnerei: Foxconn aus Taiwan<\/h5>\n<p>Ein aufschlussreiches Beispiel f\u00fcr diese Praxis ist Foxconn. Rechtlich in Taiwan und an der B\u00f6rse in Hongkong unter dem Namen Hon Hai Precision Industry Coporation registiert, ist Foxconn der weltweit gr\u00f6\u00dfte Organisator kasernierter Niedrigstl\u00f6hnerei in der Mikro\u00adelektronik.<\/p>\n<p>Foxconn wurde 1974 in Taiwan gegr\u00fcndet, unter dem US-gest\u00fctzten Diktator Tschiang kaishek. Bis 1987 herrschte Kriegsrecht auf der Insel, Gewerkschaften waren verboten. Gerade weil die USA in den 1970er Jahren diplomatisch von Tschiang abr\u00fcckten und die Volksrepublik China anerkannten, f\u00f6rderten sie Taiwan milit\u00e4risch, wirtschaftlich und technisch besonders intensiv.<\/p>\n<p>Erst 1997 durfte der gewerkschaftliche Dachverband TCTU gegr\u00fcndet werden, erst 2000 wurde er staatlich anerkannt. Der Ein\u00adfluss blieb bis heute gering. Foxconn r\u00fchmt sich auch im Jahre 2022 \u00f6ffentlich, im eigenen Unternehmen keine Gewerkschaft zu haben. Die direkt in der Foxconn-Zentrale etwa 50.000 Besch\u00e4ftigten unterhalten ohne ge\u00adwerkschaftliche Vertretung direkte Beziehungenzu ihren HR-leaders. Diese umsorgen die privilegierten Besch\u00e4ftigten mit gut ge\u00adf\u00fchrten Kantinen und Kursen f\u00fcr Fitness und Gewichtsabnahme.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Foxconn-Hauptkunden: Silicon Valley mit Apple, Microsoft &amp; Co.<\/h5>\n<p>Foxconn organisiert seit den 1980er Jahren f\u00fcr Apple, Microsoft, Intel und andere Silicon Valley-Unternehmen und inzwischen f\u00fcr tau\u00adsende westliche Unternehmen die konkur\u00adrenzlos billigsten Vorproduktionen: Die Nie\u00addrigl\u00f6hner in Taiwan wurden in den ersten Jahrzehnten in Heimen zusammengefasst, mussten t\u00e4glich drei bis vier \u00dcberstunden ohne Bezahlung leisten, bekamen keinen be\u00adzahlten Urlaub. Es wurde und wird fast aus\u00adschlie\u00dflich f\u00fcr den Export produziert.<\/p>\n<p>Dazu holte und holt Foxconn vor allem aus Vietnam, dann auch aus Indonesien und den Philippinen j\u00e4hrlich zus\u00e4tzlich mehrere hun\u00adderttausend Arbeitsmigranten: Sie m\u00fcssen alle drei Jahre einen neuen Antrag stellen, sich auch gesundheitlich \u00fcberpr\u00fcfen lassen und d\u00fcrfen insgesamt h\u00f6chstens 12 Jahre in Taiwan arbeiten: Sp\u00e4testens dann m\u00fcssen sie raus, d\u00fcrfen im Alter nicht Taiwan zur Last fallen. Weil sie zudem meist bei Vermittlern hoch verschuldet sind, sind sie willig, billig, unterw\u00fcrfig, flei\u00dfig. Gegenw\u00e4rtig unterliegen so 700.000 Arbeitsmigrant\/inn\/en in Taiwan dieser Form der Zwangsarbeit. Sie machen die niedrigsten jobs, die 3D-jobs: dirty, dan\u00adgerous, difficult.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Corona-Pandemie unterlagen sie ungleich h\u00e4rteren Einschr\u00e4nkungen als die einheimischen Besch\u00e4ftigten.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a> Dies ist zu\u00adgleich eine moderne Form des Rassismus.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> Wie WEF\/Mercer verk\u00fcnden: Covid-19 als beschleunigter Einstieg in die neue Arbeits-Zukunft.<\/p>\n<p>So wurde Foxconn zum gr\u00f6\u00dften Unter\u00adnehmen Taiwans. Und die Taiwan Semi\u00adconductor Manufacturing Corp. TSMC wurde mithilfe von Foxconn zum heute weltweit gr\u00f6\u00dften Hersteller von Halbleitern.<\/p>\n<h5>Foxconn: Skandal um Selbstmorde in China<\/h5>\n<p>Foxconn exportierte die extreme Ausbeu\u00adtungs- und Niedrigstlohnpraxis dann auch nach Japan und S\u00fcdkorea, vor allem in die Volksrepublik China: Dort hatte Foxconn bis zu einer Million Niedrigstl\u00f6hner unter Ver\u00adtrag, meist junge Frauen, und zog ihnen f\u00fcr die Kasernierung und Verpflegung einen gro\u00dfen Teil des Lohnes ab.<\/p>\n<p>Ab Anfang der 2000er Jahre streikten in China vor allem die Besch\u00e4ftigten von Foxconn-Betrieben. Suizide von Foxconn-Besch\u00e4ftigten wurden kurzzeitig zum internationalen \u201eSkandal\u201c. Apple-Chef Steve Jobs bezeichnete die Arbeitsverh\u00e4ltnisse bei Foxconn aber weiter als \u201esehr gut\u201c.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Aber der chinesische Staat verbesserte die Arbeitsbedingungen und hob die L\u00f6hne nach\u00adhaltig an \u2013 seitdem passt sich Foxconn zeitver\u00adz\u00f6gert an, wandert schrittweise in \u201efreundli\u00adchere\u201c Nachbarstaaten wie Thailand, Malay\u00adsia, Indien und Vietnam ab. Mit angepass\u00adteren Praktiken betreibt Foxconn mittlerweile auch Niederlassungen in den EU-Niedrig\u00adlohnstaaten Tschechien und der Slowakei.<\/p>\n<p>Mit neuen Auftr\u00e4gen in Saudi-Arabien, In\u00addonesien, Thailand und in Ohio\/USA forciert Foxconn seine Zulieferauftr\u00e4ge f\u00fcr e-Autos.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>BlackRock, Vanguard als Gro\u00dfaktion\u00e4re von Foxconn<\/h5>\n<p>Apple, Microsoft &amp; Co protestierten gegen die staatlichen Verbesserungen in China.<\/p>\n<p>Aber sie sind seit 40 Jahre die wichtigsten Dauer-Auftraggeber f\u00fcr Foxconn und sind das auch heute noch. Weitere aktuelle und ehemalige Gro\u00dfkunden von Foxconn u.a.: Amazon, Dell, Google, Hewlett Packard, Intel, Motorola, Nintendo, Sony, Toshiba, Samsung.<\/p>\n<p>2021 bekannte Foxconn sich zum modi\u00adschen ESG-Nachhaltigkeitskanon. Auch die Aktion\u00e4re BlackRock und Vanguard bestan\u00adden darauf. BlackRock und Vanguard sind die dritt- und viertgr\u00f6\u00dften Aktion\u00e4re von Fox\u00adconn. Der ach so sozial auftretende norwe\u00adgische Staatsfond Norges ist f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfter Aktion\u00e4r.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> F\u00fcr BlackRock &amp; Co. ist also pri\u00admitivste Ausbeutung mit ESG und Nach\u00adhaltigkeit vereinbar.<\/p>\n<p>So geh\u00f6rten und geh\u00f6ren die ESG- und LGBT-Propheten von BlackRock&amp;Co. und ihre Kapitalgeber zu den jahrzehntelangen Mehrfach- und Dauer-Gewinnern dieser men\u00adschenrechtswidrigen Ausbeutungspraktiken. Auch so entstanden die wertvollsten Unter\u00adnehmen des westlichen, US-gef\u00fchrten Kapita\u00adlismus.<\/p>\n<h5>BlackRock in Tesla: Gewerkschaftshass, Arbeitsunf\u00e4lle, Kinderarbeit<\/h5>\n<p>BlackRock ist zweitgr\u00f6\u00dfter Aktion\u00e4r des e-Auto-Konzerns Tesla, nach Vanguard und vor State Street und Capital,<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a> mit denen BlackRock \u00fcber Beteiligungen auch noch verbunden ist.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcndungsfabrik im kalifornischen Fremont demonstriert seit 2010 mit jetzt 22.000 Besch\u00e4ftigten die Tesla-Praktiken.<\/p>\n<p>Der prinzipielle Gewerkschaftshasser h\u00e4lt Belegschaftsvertretungen und Gewerk\u00adschaften mit allen Mitteln fern. Alle Versuche, eine gew\u00e4hlte Vertretung ein\u00adzurichten, bestrafte Tesla mit der Ent\u00adlassung der Aktivisten.<\/p>\n<p>In den Arbeitsvertr\u00e4gen verlangt Tesla, dass die Besch\u00e4ftigten im Konfliktfall nicht vor ein \u00f6ffentliches Gericht gehen. Deshalb gibt es nur Gerichtsverfahren, wenn Ex-Mitarbeiter klagen. Tesla ver\u00adletzt in der Regel die gesetzlichen K\u00fcndi\u00adgungsfristen.<\/p>\n<p>Tesla hat 14 Leiharbeitsfirmen unter Ver\u00adtrag: Die Zahl der Leiharbeiter ist wesent\u00adlich h\u00f6her als in der sonstigen regionalen Industrie.<\/p>\n<p>Die L\u00f6hne sind so niedrig, dass so man\u00adche Besch\u00e4ftigte in ihren Autos auf Park\u00adpl\u00e4tzen wohnen und schlafen.<\/p>\n<p>Die k\u00f6rperlich stressigsten Arbeitspl\u00e4tze werden vorrangig mit schwarzen Arbei\u00adtern besetzt.<\/p>\n<p>Das Werk Fremont hat die h\u00f6chste Zahl an Arbeitsunf\u00e4llen in der US-Autoindustrie.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Tesla setzt auf Roboterisierung der Auto\u00adproduktion, holt aber gleichzeitig mit Ar\u00adbeitshetze und 12-Stunden-Schichten an 6 Tagen pro Woche das Letzte aus den le\u00adbendigen K\u00f6rpern heraus, auch in Kennt\u00adnis der Gesundheitssch\u00e4den wie Band\u00adscheibenhernie und abgetrennten Fin\u00adgern.<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Tesla in Deutschland etwas netter<\/h5>\n<p>2017 kaufte Tesla den Produktionsma\u00adschinen-Hersteller Grohmann Automation GmbH im Eifelort Pr\u00fcm, in Rheinland-Pfalz. Als die 680 Besch\u00e4ftigten wieder wie bisher einen Tarifvertrag forderten, lehnte Chef Elon Musk strikt ab. Die eigentlich brave deutsche Gewerkschaft IG Metall bezeichnete er als \u201eunvereinbar mit unserer Mission\u201c.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich hingen auf dem Werksgel\u00e4nde Unterschriftslisten aus: Der jetzige Betriebsrat muss abgel\u00f6st werden! Solche Union Busting-Methoden der noch einfacheren Art sind in den USA \u00fcblich. Ergebnis: Es gab eine Gehaltserh\u00f6hung um 30 Prozent, aber keinen Tarifvertrag. F\u00fcr den Bau von automati\u00adsierten Produktionsanlagen braucht Musk diese qualifizierten Besch\u00e4ftigten. Er kaufte sie mit dieser v\u00f6llig ungew\u00f6hnlich hohen Lohnerh\u00f6hung \u2013 aber ihre unabh\u00e4ngige, selbstbewu\u00dfte Selbstorganisation ist f\u00fcr ihn gef\u00e4hrlich.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Wenn es sein muss: Vordergr\u00fcndige Zugest\u00e4ndnisse<\/h5>\n<p>Die disruption und die Gesetzesverst\u00f6\u00dfe wer\u00adden von Tesla &amp; Co hochgradig opportu\u00adnistisch gehandhabt. Wo es geht, werden wie in Kalifornien m\u00f6glichst alle bisherigen Regulierungen verletzt. Wo es dann doch opportun erscheint, nicht alle zu verletzen, sind auch Kompromisse m\u00f6glich. Die k\u00f6nnen dann so vordergr\u00fcndig wie m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>So lie\u00df die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung in der deutschen Tesla-Fabrik Gr\u00fcnheide zwar einen Betriebs\u00adrat w\u00e4hlen. Aber die Wahl fand<\/p>\n<p>statt, als die Mehrheit der geplanten 12.000 Besch\u00e4ftigten noch gar nicht im Betrieb war. Es waren erst 2.500 da. Und gegen das geltende Betriebs\u00adverfassungs-Gesetz bildeten F\u00fchrungskr\u00e4fte die \u201eBetriebsratsliste\u201c Giga\u00advoice. Bei der Wahlversammlung wurden die wenigen schon Angestellten mit freien Ge\u00adtr\u00e4nken, Snacks und Musik angelockt.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Aber die Tesla-Gro\u00dfaktion\u00e4re BlackRock, Vanguard, State Street, Capital lehnten bei der Hauptversammlung 2022 alle arbeits\u00adrechtlichen Antr\u00e4ge ab, auf Empfehlung des Vorstands: Zur Zulassung einer Gewerk\u00adschaft, zur Kinderarbeit in der Lieferkette, zum Bericht \u00fcber rassistische Diskrimi\u00adnierung und zur sexuellen Bel\u00e4stigung.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Je weiter entfernt von den Metropolen, schon innerhalb der EU und Europas be\u00adginnend, etwa in Polen, Nordmazedonien, Litauen und der Ukraine und dann in Mexi\u00adko, Brasilien, Tunesien, Vietnam, S\u00fcdkorea, Taiwan und die Philippinen \u2013 die Grade der Ausbeutung nehmen zu.<\/p>\n<p>Ebenso k\u00f6nnen und m\u00fcssen die Arbeits\u00adverh\u00e4ltnisse etwa an den Fracking-Bohr\u00adl\u00f6chern in den USA, auf den gro\u00dfen Kreuz\u00adfahrtschiffen, in den global verteilten Call\u00adcentern des gr\u00f6\u00dften Callcenter-Betreibers Teleperformance, bei den Taxidiensten wie Uber, bei Starbucks, bei Lockheed und Rhein\u00admetall, Exxon, Facebook, Bayer, Monsanto und aber auch in den beteiligten staatlichen Gro\u00dfkonzernen wie Deutsche Post usw. \u00f6ffentlich aufgeschl\u00fcsselt werden, die heute aus tausenden von Tochter- und Beteili\u00adgungsunternehmen bestehen \u2013 und wo \u00fcberall BlackRock &amp; Co zu den f\u00fchrenden Aktion\u00e4ren geh\u00f6ren.<\/p>\n<h5>Demokratischer, menschenrechtlicher Neustart<\/h5>\n<p>In der westlichen Menschenrechts-Litanei fehlen seit den 1970er Jahren immer die Sozial- und Arbeitsrechte der Universellen Menschenrechtspakte der UNO.<\/p>\n<p>Und ebenfalls fehlen die arbeitsrechtlichen Konventionen der Internationalen Arbeitsor\u00adganisation ILO. Sie m\u00fcssen auch in den Gewerkschaften und anderen demokratischen Kreisen des Westens ganz neu aus der Verdr\u00e4ngung herausgeholt werden.<\/p>\n<p>Zudem muss \u00fcber das eingew\u00f6hnte gewerk\u00adschaftliche Ritual hinaus die menschen\u00adrechtswidrig handelnde Gegenseite, also BlackRock &amp; Co, \u00fcberhaupt erstmal \u00f6ffent\u00adlich thematisiert werden; muss aus der me\u00addial, wissenschaftlich und politisch organi\u00adsierten Unbekanntheit herausgeholt, ins auf\u00adkl\u00e4rerische Licht der breiten \u00d6ffentlichkeit herausgezerrt werden.<\/p>\n<p>Und dies in internationaler, globaler, ko\u00adoperativer Vernetzung. Das heimelige, brave, wirkungslose Mit-Herumsitzen etwa der Gewerkschaften im Umkreis der Europ\u00e4\u00adischen Kommission in Br\u00fcssel ist an sein Ende gekommen.<\/p>\n<p>In Alternative dazu gibt es zahlreiche Ans\u00e4tze f\u00fcr neues analytisches, strategisches klassenk\u00e4mpferisches Vorgehen, in den USA selbst und weltweit. J\u00fcngere Generationen entwickeln neue Organisations- und Kampf\u00admethoden. Auch Klima und Umwelt spielen f\u00fcr die Arbeitsverh\u00e4ltnisse eine zentrale Rolle, jenseits der ESG-Fakes von BlackRock &amp; Co. Auch die Frage der Enteignung steht an.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dr. Werner R\u00fcgemer, K\u00f6ln, ist Philosoph und Publizist. Er ist Sprecher des Beirats des Deutschen Freidenker-Verbandes und Mitglied des Verbandsvorstandes.<\/em><\/p>\n<p><strong>Quellen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0Alle Wege f\u00fchren nach China, Der Spiegel 32\/2022, S. 58-62<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0Rendite mit der Autorevolution, Handelsblatt 17.5.2017<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0World Economic Forum in collaboration with Mercer: Resetting the Future of Work Agenda: Disruption and Renewal in a Post-COVID World. White Paper, October 2020<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0BlackRock and UN Women to Promote Gender Lens Inveting, <a href=\"https:\/\/www.blackrock.com\/corporate\/newsroom\/press-releases\/\">https:\/\/www.blackrock.com\/corporate\/newsroom\/press-releases\/<\/a> May 25,2022<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0Feminists Demand End of UN Women&#8217;s Partnership with BlackRock, Inc., awid.org\/news-and-analysis\/femininists-demand-end-un-womens-partnership-blackrock-inc<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ILO.org\/\">www.ILO.org<\/a>, see conventions and ratifying status of the ILO member states<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>\u00a0Werner R\u00fcgemer \/ Elmar Wigand: Die Fertigmacher. Die Bek\u00e4mpfung von Gewerkschaften und Betriebsr\u00e4ten als professionelle Dienstleistung. K\u00f6ln 2014<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>\u00a0Anne Case\/Angus Deaton: Tod aus Verzweiflung. Der Untergang der amerikanischen Arbeiterklasse und das Ende des amerikanischen Traums. Kulmbach 2020<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a>\u00a0Hon Hai Precision Industry Co., LTD.: Annual Report 2021, Abschnitt \u201eLabor Conditions\u201c<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a>\u00a0Peter Bengtsen: Moderne Zwangarbeit in Taiwan, Le Monde Diplomatique August 2022<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Coronavirus \/ Taiwan announces one-year extension for migrant worker permits,\u00a0<a href=\"https:\/\/focustaiwan.tw.business\/202205310023\">https:\/\/focustaiwan.tw.business\/202205310023<\/a>, Taipei, May 31 2022<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a>\u00a0Nick Aspinwall: Taiwan Under Fire for Racist Policies Toward Southeast Asian Workers, The Diplomat June 19, 2021<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a>\u00a0Foxconn in Wikipedia<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a>\u00a0Hon Hai Precision Industry Co., LTD.: Annual Report 2021<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a>\u00a0marketscreener.com\/quote, abgerufen 21.8.2022<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a>\u00a0money.cnn\/com\/quote, abgerufen 21.8.2022<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a>\u00a0David Brown\/Eric Luin: Behind Tesla&#8217;s rise, part 2, wses.org\/en\/articles, 24 May, 2021;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a>\u00a0Julia Carrie Wong: Tesla factory workers revail pain, injury and stress, The Guardian 18 May 2017; siehe auch das Tesla-Dossier: Tesla bietet in Fremont\/Kalifornien die Arbeitsbedingungen der Zukunft, labournet.de\/internationales\/USA 4.7.2022<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a>\u00a0Der Spiegel 48\/2017, S. 68<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a>\u00a0Gigawahl im Tesla-Land, Der Spiegel 9\/ 2022, S. 65<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a>\u00a0Akash Sriram: Tesla Shareholders broadly follow board recommendations at annual meeting, https:\/\/reuters.com\/business\/autos-transportation\/tesla-stock-proposal-headline-annual-meeting-texas-2022-08-04\/<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&amp;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" \/> <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Freidenker_2022-03_Ruegemer-BlackrockKapitalismus.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Werner R\u00fcgemer:\u00a0 Die Arbeitsverh\u00e4ltnisse im BlackRock-Kapitalismus<\/a> (Auszug aus <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=14241\">FREIDENKER 3-22<\/a>, ca. 375 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild: BlackRock Firmenzentrale in Midtown Manhattan, New York City<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: Americasroof, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 3.0<\/a> (Ausschnitt)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=11328699\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=11328699<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Werner R\u00fcgemer aus FREIDENKER 3-22<\/b><br \/>\nDie Arbeitsverh\u00e4ltnisse im BlackRock-Kapi\u00adtalismus zeichnen sich durch versch\u00e4rftes globales ArbeitsUnrecht aus. Diese Globali\u00adsierung nutzt noch selektiver als bisher die punktuellen Vorteile m\u00f6glichst vieler nati\u00adonaler und regionaler Standorte \u2013 hinsichtlich politischer N\u00e4he der Regierungen, Gef\u00e4llig\u00adkeit der Beh\u00f6rden, Steuern, staatlichen Subventionen, Infrastruktur, Bodensch\u00e4tze, Umwelt- und Sozialstandards und nicht zuletzt der Arbeitsverh\u00e4ltnisse. \u201eBest Cost Country\u201c hei\u00dft das in der international harten Konkurrenz leitende Prinzip. Westliche Regierungen und die EU fordern zwar, die Abh\u00e4ngigkeit von globalen Liefer\u00adketten zu verringern. 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