{"id":13825,"date":"2022-07-23T16:25:30","date_gmt":"2022-07-23T14:25:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=13825"},"modified":"2022-08-18T01:31:51","modified_gmt":"2022-08-17T23:31:51","slug":"auf-dem-weg-zum-wahrheitsministerium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=13825","title":{"rendered":"Auf dem Weg zum Wahrheitsministerium"},"content":{"rendered":"<p>Aus:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=13817\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 2-22<\/a>, Juli 2022, S. 12-21, 81. Jahrgang<\/p>\n<p><em>von <strong>Michael Meyen<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Volker Bruch hat mich f\u00fcr die Aktion #allesaufdentisch zum Thema Faktenchecker interviewt und damit in den Redaktionen einen Nerv getroffen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Neben Verbalinjurien und Versuchen, mich \u00fcber Fake News oder Kontaktschuld als Sprecher zu delegitimieren, gab es inhaltliche Gegenargumente. Ich danke den Her\u00adausgebern von <em>Multipolar<\/em> f\u00fcr das Angebot, hier darauf reagieren und dabei auch die Belege nachreichen zu k\u00f6nnen, die bei einem kurzen Bildschirmtreffen zwangsl\u00e4ufig unter den Tisch fallen.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Erste Vorbemerkung:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bJaKy2ZvQGk\">Das Video<\/a><a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a> hat sein Ziel erreicht. Der Journalismus spricht \u00fcber die Faktenchecker, auf der gro\u00dfen B\u00fchne. Alle k\u00f6nnen sehen, h\u00f6ren oder lesen, dass diese Portale ein Problem sind. Ich habe nicht erwartet, dass es Nachdenklichkeit gibt oder gar ein Einsehen, schon gar nicht bei dem Tempo, das die Atemlosigkeit \u00f6ffentlicher Kommunikation im Plattform-Zeitalter offen\u00adbar verlangt. Manche Reaktionen auf die Aktion <a href=\"https:\/\/www.allesaufdentisch.tv\/\">#allesaufdentisch<\/a><a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a> waren schneller on\u00adline, als man so viele Videos \u00fcberhaupt sehen, geschweige denn einordnen und bewerten kann.<\/p>\n<p>Zweite Vorbemerkung: Wer das <em>Prinzip<\/em> \u201eFaktencheck\u201c angreift, zielt auf die Ideologie des Journalismus \u2013 auf den Glauben, der diesen Berufsstand in seinem Innersten zusammenh\u00e4lt. Objektivit\u00e4t, Neutralit\u00e4t, Au\u00adtonomie: Diese Trias wurzelt nicht im Jour\u00adnalismus oder gar in der Demokratie, sondern im Kapitalismus und ist nach 1945 von den US-Amerikanern nach Deutschland gebracht worden. Auch vor 1933 konnte man hier\u00adzulande mit Zeitungen Geld verdienen, jeder wusste aber, dass die einen f\u00fcr Weimar sind, die anderen f\u00fcr den Kaiser und manche auch f\u00fcr die Weltrevolution. Nicht wenige Verleger haben f\u00fcr solche Ziele draufgezahlt.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Nach dem Krieg haben die neuen Herren im Westen ein Ideal gepredigt, das dem Gott des Geldes dient und verschleiert, welchen Einfluss Menschen mit Macht und Besitz auf die Inhalte haben. Kommerzielle Medien streben au\u00dferdem nach Publikumsmaximie\u00adrung. Da st\u00f6rt jedes offene Bekenntnis. Wer \u201ewahre\u201c Nachrichten verspricht, umarmt nicht nur alle Weltanschauungen, sondern hat einen zweiten, viel gr\u00f6\u00dferen Vorteil: Das Pub\u00adlikum merkt nicht, wenn es gelenkt werden soll. Was auf der Titelseite steht oder am Anfang der <em>Tagesschau<\/em>, muss das Allerwich\u00adtigste sein. Wir sind doch objektiv, neutral und unabh\u00e4ngig. Ging also gar nicht anders.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Schwierigkeiten mit der \u201eWahrheit\u201c<\/h5>\n<p>Dritte Vorbemerkung: All das sagt nichts gegen gr\u00fcndliche Recherche oder gegen den Wunsch, m\u00f6glichst viele Stimmen zu h\u00f6ren, bevor eine Geschichte ver\u00f6ffentlicht wird. All das sagt auch nichts gegen interne Kontrollen. Vier Augen sehen mehr als zwei und acht vermutlich (fast) alles.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.br.de\/kultur\/allesaufdentisch-michael-meyer-volker-bruch-faktenchecker-100.html\">Martin Zeyn<\/a> warf mir im <em>Bayerischen Rund\u00adfunk<\/em> vor, ich h\u00e4tte unterschlagen, \u201edass Maga\u00adzine wie <em>The New Yorker<\/em> oder der <em>Spiegel <\/em>schon lange vor 9\/11 Abteilungen hatten, die jeden Artikel auf Faktentreue kontrolliert haben. Nur traten die nie \u00f6ffentlich in Erscheinung.\u201c Ich habe das nicht unterschlagen. Es handelt sich schlicht um ein anderes Thema, einer\u00adseits. Das gilt auch f\u00fcr die \u201eintensiven Debat\u00adten\u201c (Martin Zeyn), die der Journalismus nach jedem Fehlschlag f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Andererseits wissen wir sp\u00e4testens seit Claas Relotius, dass der interne Streit einen S\u00fcndenbock braucht, um weitermachen zu k\u00f6nnen wie bisher, und dass auch die beste Dokumentation der Welt scheitern muss, wenn zwar die \u201eFakten\u201c \u00fcberpr\u00fcfbar sind, aber der ganze Plot erfunden wurde.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Umgekehrt zeigt die \u201ewahre Novelle\u201c <em>Fast Hell<\/em> von <em>Spiegel<\/em>-Reporter Alexander Osang exemplarisch, warum jedes \u201enicht doku\u00admentierte Leben\u201c die ber\u00fchmte Abteilung in seinem Haus zum Verzweifeln bringt, wenn die entsprechende Erz\u00e4hlung nicht den Er\u00adwartungen entspricht, die vom herrschenden Diskurs geformt werden.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Vierte Vorbemerkung: Ich will nicht zeigen, \u201edass Fakten, wissenschaftlich begr\u00fcndet, halt gar keine sind\u201c, wie <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/alles-auf-dentisch-wotan-wilke-moehring-corona-kritik-schauspieler-internet-zensur-91024300.html\">Katja Thorwart<\/a> in der <em>Frankfurter Rundschau<\/em> meint <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a> und daran vollkommen logisch (Achtung: Ironie!) an\u00adschlie\u00dft: \u201eDass Faktenchecks letztlich nichts anders sind als Volksverdummung.\u201c<\/p>\n<p>Ich kann das kurz machen, weil ich in die\u00adsem Magazin bereits ausf\u00fchrlich \u00fcber \u201eFak\u00adten\u201c, \u201eWahrheit\u201c und den Kampf um Deu\u00adtungshoheit <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/das-neue-wahrheitsregime\">schreiben<\/a> durfte.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Deshalb hier nur so viel: Es gibt keine Aussage \u00fcber die Wirklichkeit (\u00fcber das, was ohne unser Wollen da ist) ohne einen Men\u00adschen. Jede Aussage \u00fcber die Wirklichkeit ist deshalb auch dann subjektiv, wenn sie Sys\u00adtematik, Nachvollziehbarkeit und Peer-Kon\u00adtrolle (die Merkmale wissenschaftlichen Ar\u00adbeitens) f\u00fcr sich reklamiert. \u00dcber \u201eFakten\u201c muss folglich gestritten werden. Wer etwas anderes behauptet, redet einem Wahrheits\u00administerium das Wort.<\/p>\n<p>Das gilt auch f\u00fcr diejenigen, die unter dem Hashtag #FalseBalance den alten Rechts\u00adgrundsatz Audiatur et altera pars (Man h\u00f6re auch die andere Seite) in die Tonne treten wollen. Richtig vs. falsch l\u00e4uft hier auf gut vs. schlecht hinaus und damit auf ein moralisches Urteil (w\u00fcnschenswert oder nicht w\u00fcnschens\u00adwert), das immer auch von Herkunft und Le\u00adbenssituation abh\u00e4ngt und deshalb in den homogenen urbanen Akademiker-Redaktio\u00adnen fast zwangsl\u00e4ufig anders ausfallen muss als, sagen wir, auf dem Land zwischen Schwerin und Neubrandenburg.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt direkt zu meiner f\u00fcnften und letzten Vorbemerkung, auch das in Teilen eine Wiederholung aus besagtem\u00a0<em>Multipolar<\/em>-Text: Internet und digitale Plattformen haben die Berufsideologie des Journalismus ad absurdum gef\u00fchrt. Man muss nur ein paarmal klicken, um Gegenpositionen zu finden zu dem, was <em>Tagesschau<\/em>, <em>Spiegel<\/em> oder <em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em> melden, und vor allem Dinge, die dort gar nicht stattfinden \u2013 oft genug genauso seri\u00ad\u00f6s vorgetragen und mit Quellen unterf\u00fcttert.<\/p>\n<p>Die neue Konkurrenz aus dem Netz hat die Glaubw\u00fcrdigkeit der Leitmedien ersch\u00fcttert und all jene alarmiert, die die ver\u00f6ffentlichte Meinung vorher direkt oder indirekt kontrollieren konnten, weil ihnen Sender und Verlage geh\u00f6ren, weil sie Werbung schalten und die meisten Experten bezahlen, weil sie die Redaktionen mit Pressematerial fluten und mit Gesetzen drohen k\u00f6nnen oder weil sie den Nachwuchs ausbilden.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Misstrauenserkl\u00e4rung gegen den Journalismus<\/h5>\n<p>Damit endlich zum Thema, zu den Fakten\u00adchecks. Schon der Begriff macht stutzig, weil der Journalismus hier auf eine neue Formel bringt, was er uns doch angeblich seit mehr als 70 Jahren Tag f\u00fcr Tag nach Hause schickt. DIE \u201eFakten\u201c. Die Wahrheit also und nichts als die Wahrheit, gepr\u00fcft und frei von jeder Subjektivit\u00e4t. Mogelpackung bleibt Mogel\u00adpackung, auch wenn Papier und Schleife gl\u00e4nzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.djv.de\/startseite\/service\/blogs-und-intranet\/djv-blog\/detail\/news-unappetitliches-auf-dem-tisch\">Paul Eschenhagen<\/a>, stellvertretender Presse\u00adsprecher des Deutschen Journalisten-Verban\u00addes (DJV), hat zwei der sieben S\u00e4tze aufge\u00adgriffen, die ich auf der Seite #allesaufdentisch unter das Volker-Bruch-Michael-Meyen-Vi\u00addeo geschrieben habe:<\/p>\n<p><em>\u201eFaktenchecker sind Propagandamaschinen, die sich als Journalismus verkleiden. Das gilt auch f\u00fcr den Faktenfuchs des <\/em>Bayerischen Rundfunks<em> oder den Faktenfinder der Ta\u00adgesschau, die es nur gibt, weil der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk nicht den Pluralismus liefert, f\u00fcr den wir ihn eigentlich bezahlen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Eschenhagens Kommentar, formuliert im Wissen, auf der Seite der \u201eGuten\u201c<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a> zu stehen:<\/p>\n<p><em>\u201eKleiner Faktencheck: Das ist nat\u00fcrlich ziem\u00adlicher Bl\u00f6dsinn. Gerade in der Corona-Pan\u00addemie haben die Faktenchecker von Fakten\u00adfuchs, Faktenfinder, Correctiv und anderen wichtige und gro\u00dfartige journalistische Arbeit geleistet.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Was zu beweisen war \u2013 h\u00e4tte ich fr\u00fcher un\u00adter meine Versuche bei der Matheolympiade gesetzt. Nur: So ganz ohne Beleg w\u00e4re das nicht durchgegangen. Und: Ich habe mich damals wenigstens bem\u00fcht, die Aufgabe zu verstehen und dann auch darauf einzugehen. Ich schreibe in diesen beiden S\u00e4tzen nichts \u00fcber die Leistungen von Faktencheckern in Sachen Corona. Ich frage nach der Legiti\u00admation f\u00fcr ihre Existenz.<\/p>\n<p>Ohne Fremdw\u00f6rter: Wozu brauchen wir so etwas, wenn wir doch schon einen Jour\u00adnalismus haben, der vorgibt, objektiv, neutral und unabh\u00e4ngig zu sein? Es ist an dieser Stelle eigentlich egal, ob so ein Faktenchecker innerhalb eines Medienhauses installiert wird oder au\u00dferhalb der \u00fcberlieferten Feldlogik agiert wie <em>Correctiv <\/em>(dazu gleich mehr): Diese Portale sind eine Misstrauenserkl\u00e4rung an alle anderen Redaktionen, frei nach dem Motto: Macht ihr weiter euren \u201eJournalismus\u201c. Die \u201eFakten\u201c, die pr\u00fcfen wir.<\/p>\n<p>Damit das nicht unkommentiert stehen\u00adbleibt: Unter \u201ePropaganda\u201c verstehe ich mit Jacques Ellul <a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> erstens alles, was die \u00f6f\u00adfentliche Diskussion in eine bestimmte Rich\u00adtung lenken soll (von der Nachrichtenauswahl \u00fcber das Framing bis hin zur Wortwahl), und zweitens Werbung f\u00fcr eine bestimmte Ideologie und eine bestimmte Art zu leben.<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Propaganda ist folglich das Gegenteil von \u201ePluralismus\u201c \u2013 ein Begriff, mit dem ich mein Journalismusideal auf den Punkt bringe und auch das messe, was der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk liefert.<\/p>\n<p>Dieses Ideal sieht die \u00d6ffentlichkeit der Leitmedien als einen Ort der Verst\u00e4ndigung, an dem alle Interessen und Meinungen gleichberechtigt zusammenkommen. Man wird sich nicht immer einigen k\u00f6nnen, nat\u00fcrlich nicht, aber schon deshalb Frieden finden, weil man einander zuh\u00f6ren durfte.<\/p>\n<p>In diesem Ideal gibt es Hashtags wie #FalseBalance nicht, weil Demokratien von der Idee leben, dass morgen die Minderheit Recht haben und vielleicht sogar regieren kann.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Als \u201eKommunikationswissenschaftler\u201c, lie\u00adber <a href=\"https:\/\/www.br.de\/kultur\/allesaufdentisch-michael-meyer-volker-bruch-faktenchecker-100.html\">Martin Zeyn<\/a>, kann ich die \u201emedizinische Qualifikation\u201c von Wolfgang Wodarg tat\u00ads\u00e4chlich nicht besser einsch\u00e4tzen \u201eals junge Journalisten\u201c. Ich wei\u00df aber, welche Folgen es f\u00fcr Demokratie und Gesellschaft hat, wenn abweichende Positionen aus der \u00d6ffent\u00adlichkeit der Leitmedien verbannt werden.<\/p>\n<h5>Pioniere jenseits des Atlantiks<\/h5>\n<p>Zur\u00fcck zu den Faktencheckern, zur\u00fcck in die 1990er, in denen das Internet immer gr\u00f6\u00dfer wird und mit ihm auch all das, was bisher allenfalls am Stammtisch erz\u00e4hlt wurde, nun aber blitzschnell die gro\u00dfe Runde macht.<\/p>\n<p>Irgendjemand muss all die Enten und Schauerm\u00e4rchen pr\u00fcfen, Snopes.com zum Beispiel, seit 1994 online. Wenig sp\u00e4ter geht es buchst\u00e4blich um alles \u2013 um eine gro\u00dfe L\u00fcge, in die Welt gesetzt von der US-Re\u00adgierung und von den Leitmedien so lange wiederholt, bis jeder glauben muss, dass im Irak Massenvernichtungswaffen zu finden sind und irgendwo nebenan die Mutter aller Terrornetzwerke.<\/p>\n<p>Die Glaubw\u00fcrdigkeit des Journalismus retten: Das ist das Motiv, das die Pioniere von <em>Factcheck.org<\/em> (gegr\u00fcndet 2003) oder <em>PolitiFact<\/em> (2007) antreibt.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>In Kurzform: Nicht mehr alles weiterleiten, was im Kongress und anderswo behauptet wird, sondern den Dingen auf den Grund gehen. Man k\u00f6nnte auch sagen: Das tun, wof\u00fcr wir den Journalismus bezahlen. Nicht Sprachrohr, Scho\u00dfh\u00fcndchen oder gar Wachk\u00f6ter der Macht sein, sondern ihr Kritiker und Kontrolleur.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/alles-auf-dentisch-wotan-wilke-moehring-corona-kritik-schauspieler-internet-zensur-91024300.html\">Katja Thorwart<\/a> hat in der <em>Frankfurter Rundschau<\/em> vermutet, dass Volker Bruch und ich auf \u201edie ganz gro\u00dfe Verschw\u00f6rungs\u00aderz\u00e4hlung\u201c hinauswollen und nur deshalb zwei Jahrzehnte zur\u00fcckblicken.<\/p>\n<p>\u201e9\/11\u201c, na klar. Meyen bleibe \u201eschwam\u00admig, aber die Botschaft kommt an. Gesteuerte Presse vom Wei\u00dfen Haus oder Kanzleramt \u2013 je nach Perspektive.\u201c<\/p>\n<p>Nein, liebe Frau Thorwart. Es geht an dieser Stelle nicht um \u201egesteuerte\u201c Medien. Es geht um Journalisten, die f\u00fcr den \u201egesellschaftlichen Auftrag\u201c \u00d6ffentlichkeit <a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> brennen und ihre Felle davonschwimmen sahen.<\/p>\n<p>Wenn mehr Zeit gewesen w\u00e4re, h\u00e4tten wir sicher \u00fcber die USA in den dunklen Jahren des zweiten Bush gesprochen. Auf der anderen Atlantikseite f\u00e4llt der traditionelle Journalismus mit den drei WTC-T\u00fcrmen in sich zusammen. Die \u00c4lteren erinnern sich: Patriotismus und Fake News auf allen Kan\u00e4len, um den \u201eWar on Terror\u201c zu befeuern und schlie\u00dflich losmarschieren zu k\u00f6nnen.<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Damals schl\u00e4gt nicht nur die Stunde der ersten Faktenchecker, die ihren Beruf retten wollen, sondern auch die der Kom\u00f6dianten \u2013 von Jon Stewart zum Beispiel, der in seiner Sendung <em>The Daily Show<\/em> sagen darf, was sonst nirgendwo mehr geht. Ein Schauspieler, der Regierung und Politiker als L\u00fcgner \u00fcberf\u00fchrt und Journalisten als Kollaborateure. Nur ein Beispiel von unendlich vielen Stewart-Bonmots: Sie (die da oben) sagen, dass die Sonne scheint. Dabei regnet es. Permanent. Aber sie wollen das einfach nicht akzeptieren. Und so wird das, was sie sagen, zur \u201eWahrheit\u201c, obwohl es drau\u00dfen weiter regnet.<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Nachrichten, vor allem die im Fernsehen, als Fenster zur Welt und als ihr Spiegel, Reporterinnen und Reporter, die Zugang zum Zentrum der Macht haben und uns deshalb sagen k\u00f6nnen, was wahr ist und was wichtig:<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Mit diesen Mythen war es sp\u00e4testens dann vorbei, als die Soldaten im Irak nichts fanden von dem, was sie angeblich sicherstellen soll\u00adten. Mit den Mythen starb der Respekt vor Journalisten, Experten, Insidern \u2013 vor all je\u00adnen, die bis dahin Politik erkl\u00e4rt hatten. Wenn man so will, haben Jon Stewart, <em>Factcheck.org <\/em>oder <em>PolitiFact <\/em>den Journalismus erneuert und damit gerettet, ein bisschen zumindest. Geht doch, wenn auch eine Weile nur als Fernsehsatire oder unter einem neuen Namen.<\/p>\n<h5>Wahrheit, Fakten und \u201erichtige Zahlen\u201c<\/h5>\n<p>Der Erfolg der ersten Faktenchecker hat all die auf den Plan gerufen, die das Internet als Bedrohung sehen.<\/p>\n<p>Wenn die Menschen dem Fernsehen und den Zeitungen nicht mehr glauben wollen, wenn sie anfangen, selbst nach Wahrheiten zu suchen oder gar welche zu produzieren, dann m\u00fcssen wir dem einen Riegel vorschieben \u2013 am besten unter einem Label, das sich be\u00adw\u00e4hrt hat, noch nicht verbraucht ist und die Werte verk\u00f6rpert, f\u00fcr die einst der Journalis\u00admus angetreten war. Objektivit\u00e4t. Transpa\u00adrenz. Fakten. Die nackte Wirklichkeit gewis\u00adserma\u00dfen, unbestechlich und ein f\u00fcr alle Mal festgestellt.<\/p>\n<p>Schon fr\u00fch gab es f\u00fcr diese aberwitzige Vorstellung Sch\u00fctzenhilfe von ganz oben, von Angela Merkel beispielsweise. Das Zitat vom September 2016 aus der ber\u00fchmten Rede zur Fl\u00fcchtlingspolitik: \u201eEs hei\u00dft ja neuerdings, wir lebten in postfaktischen Zeiten. Das soll wohl hei\u00dfen, die Menschen interessieren sich nicht mehr f\u00fcr Fakten, sie folgen allein den Gef\u00fchlen.\u201c<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Fakt versus Gef\u00fchl. Kopf versus Bauch. Wissenschaft versus Esoterik. Das ist es, was einige Menschen verunsichert hat, die mir nach der Aktion #allesaufdentisch geschrie\u00adben oder sich auf <em>Twitter <\/em>und in Kommen\u00adtarspalten zu meinem Auftritt ge\u00e4u\u00dfert haben. Ihm gefalle es \u201eausgesprochen gut\u201c, mailte mir ein Talkshow-Fan, dass jeder \u201eKonflikt\u201c zwischen zwei G\u00e4sten aus \u201eder laufenden Sendung\u201c an die Faktenchecker delegiert werden k\u00f6nne. Hinterher sehe man dann, wer \u201edie richtigen Zahlen\u201c hatte. Die \u201eDiskutierenden\u201c h\u00e4tten (genau wie er offenbar auch) \u201ediese Komponente im Diskurs\u201c l\u00e4ngst akzeptiert. Andere verwiesen auf die vielen Links, die es bei den Fak\u00adtencheckern immer gebe, auf Relativierungen (\u201eWas wir wissen \u2013 was wir nicht wissen\u201c) so\u00adwie auf die damit doch verbundene Trans\u00adparenz und vermissten bei unserem Video zugleich die \u201eFaktenbasis\u201c. <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/volker-bruch-legt-nach-auf-allesdichtmachen-folgt-allesaufdentisch-li.185950\">Christian Gehrke<\/a> nutzte in der <em>Berliner Zeitung<\/em> die Begriffe \u201eBehauptung\u201c und \u201ekeine Belege\u201c und schaff\u00adte es damit fast wortw\u00f6rtlich in den schon zi\u00adtierten DJV-Kommentar von <a href=\"https:\/\/www.djv.de\/startseite\/service\/blogs-und-intranet\/djv-blog\/detail\/news-unappetitliches-auf-dem-tisch\">Paul Eschen\u00adhagen<\/a>.<\/p>\n<p>Dazu sind drei Dinge zu sagen. <strong><em>Punkt eins:<\/em><\/strong> Es ist gut und wichtig, die Politik beim Wort zu nehmen, nicht nur in Talkshows. Dass wir daf\u00fcr professionelle \u201eFaktenchecker\u201c brau\u00adchen, bezweifle ich aber. \u201eUnter normalen Umst\u00e4nden\u201c, wusste Hannah Arendt lange vor dem Transparenzwunder Internet, komme \u201eder L\u00fcgner\u201c gegen \u201edie Wirk\u00adlichkeit\u201c nicht an. \u201eGlobaler Verkehr\u201c und \u201eweltumspannende Kommunikation\u201c schie\u00adnen die \u201eLebensdauer\u201c von \u201ePropaganda-Fiktionen\u201c schon vor einem halben Jahr\u00adhundert erheblich zu beschneiden.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Volksmund sagt: L\u00fcgen haben kurze Beine \u2013 auch dann, wenn ihre Tr\u00e4ger mit noch so viel Ressourcen dopen.<\/p>\n<p><strong><em>Punkt zwei:<\/em><\/strong> die Wahrheit, doch noch einmal. In der Erkenntnistheorie ist das ganz einfach. Wahr ist eine Aussage dann, wenn sie mit der Wirklichkeit \u00fcbereinstimmt \u2013 mit dem, was ohne unser Wollen da ist. Das Problem beginnt mit der Pr\u00fcfung und wird nicht kleiner, wenn sich zwei Aussagen widersprechen. Ist SARS-CoV-2 ein Killer\u00advirus oder h\u00e4tten wir gar nichts davon gemerkt, wenn es nicht pl\u00f6tzlich diesen Test gegeben h\u00e4tte?<\/p>\n<p>Ich wiederhole das: Es gibt keine Aussage ohne uns, ohne einen Menschen. Es gibt auch keine \u201eFakten\u201c ohne einen Menschen. Die Sprache hat das nicht vergessen. Im Wort \u201efactum\u201c stecken \u201emachen\u201c, \u201etun\u201c und \u201ehandeln\u201c. Lateinisch: facere. Manufaktur. Handarbeit.<\/p>\n<p>Selbst eine Zahl ist eine Zahl und nicht die Wirklichkeit. Das wei\u00df jeder, der selbst Daten erhoben hat. Was wir messen, wird sozial hergestellt.<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a> Menschen legen fest, dass sie Schritte z\u00e4hlen und nicht F\u00fcrze oder R\u00fclpser, die ja auch etwas \u00fcber das Befinden sagen. Menschen legen fest, nach welchem Virus sie suchen und was passieren muss, damit sie \u201eGefunden!\u201c rufen d\u00fcrfen. Hinter jeder Zahl steckt ein Interesse. Daraus folgt immer: Es h\u00e4tte auch anders sein k\u00f6nnen. Das klingt banal, ist es aber offenkundig nicht. Sonst h\u00e4tten die Faktenchecker nicht wie Pilze aus dem Boden schie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h5>Hausgemachte Faktenchecks<\/h5>\n<p>Punkt drei: Redaktionen wie <em>Faktenfuchs <\/em>oder <em>Faktenfinder<\/em> spielen in einer anderen Liga als <em>Correctiv<\/em>. Die einen sind einfach ein weiteres Ressort in einem ganz normalen Medienhaus. Manchmal schauen sie auch den eigenen Leuten auf die Finger (so \u00e4hnlich wie die <em>Spiegel<\/em>-Dokumentation) oder Ministern, die sich vor dem Mikrofon aufs Glatteis f\u00fchren lassen, vor allem aber werden die digitalen Plattformen gescannt. Beuteschema: reich\u00adweitenstarke Beitr\u00e4ge, die bezweifeln, erg\u00e4n\u00adzen oder korrigieren, was die Leitmedien berichtet haben.<\/p>\n<p>Man muss sich dazu nur exemplarisch an\u00adschauen, was das schlaue Raubtierchen des <em>Bayerischen Rundfunks<\/em> zur Bundestagswahl <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/bundestagswahl-der-faktenfuchs-hat-falschmeldungen-im-blick,Sk7hMi1\">gemacht hat<\/a>.<\/p>\n<p>Um nicht falsch verstanden zu werden: In den Tiefen des Netzes bl\u00fcht jede Menge Unsinn. Und: Orientierung ist wichtig, gerade in Zeiten wie diesen. Daf\u00fcr braucht der Journalismus aber, das d\u00fcrfte schon deutlich geworden sein, kein neues Ressort. Er hat alle Formate, die daf\u00fcr n\u00f6tig sind. Pro und Con\u00adtra, Gastbeitr\u00e4ge, Interviewspalten oder Re\u00adportagen, die genauso nach Stimmenvielfalt rufen wie all die sch\u00f6nen Quasselrunden im \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen. Ich kann hier Marcus Kl\u00f6ckner zitieren: \u201eDie St\u00fchle waren n\u00e4mlich besetzt. Haupts\u00e4chlich von Karl Lauterbach, von Karl Lauterbach und von Karl Lauterbach. Und dann war da auch noch Karl Lauterbach, Karl Lauterbach und nicht zu vergessen: Karl Lauterbach.\u201c<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der wichtigste Unterschied zwischen <em>Faktenfinder<\/em> und <em>Faktenfuchs <\/em>auf der einen und Portalen wie <em>Correctiv<\/em> oder <em>Volksverpetzer<\/em> auf der anderen Seite: Die Nur-Faktenchecker haben kein nat\u00fcrliches Publikum \u2013 weder Menschen, die per Pflichtbeitrag regelm\u00e4\u00dfig zahlen, noch Abonnenten oder wenigstens Passanten, auf die sich zum Beispiel die <em>Bildzeitung <\/em>immer noch verlassen kann. Man braucht Spenden, vor allem dann, wenn man B\u00fcros mietet und Arbeitsvertr\u00e4ge unter\u00adschreibt. F\u00fcr diese Faktenchecker (und nur f\u00fcr diese) ist das die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung: den Geldfluss am Laufen halten.<\/p>\n<p>Auf der Teamseite von <em>Correctiv <\/em><a href=\"https:\/\/correctiv.org\/ueber-uns\/\">l\u00e4cheln<\/a> 44 Gesichter. F\u00fcr so einen riesigen Laden kom\u00admen auf der Welt nur wenig mehr als eine Handvoll gro\u00dfer T\u00f6pfe in Frage \u2013 die Stiftun\u00adgen der Superreichen vor allem oder staatsge\u00adf\u00fctterte Fonds wie das <em>National Endowment for Democracy <\/em>(NED) aus den USA. Es ist kein Zufall, dass in Georgien oder in der Ukraine genau in dem Moment deutungs\u00adm\u00e4chtige Faktenchecker gegr\u00fcndet wurden, als diese L\u00e4nder geopolitisch auf die Agenda kamen.<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Die Geldgeber von Correctiv<\/h5>\n<p><em>Correctiv<\/em> ist eigentlich ein Kind des alten Journalismus. Die Anschubfinanzierung kommt 2014 von der Brost-Stiftung und damit aus dem Erbe von Anneliese Brost, Verlegerin der <em>Westdeutschen Allgemeinen<\/em> und Multi\u00admillion\u00e4rin. Diese Stiftung bleibt bis 2017 eine wichtige Geldgeberin, wobei nach und nach andere Quellen dazusto\u00dfen. Ein bisschen Geld von Parteistiftungen (Heinrich B\u00f6ll, Konrad Adenauer), ein bisschen von steuer\u00adfinanzierten Einrichtungen wie der Bun\u00addeszentrale f\u00fcr politische Bildung, schon ein wenig mehr aus der Industrie und ab 2016 gar nicht so wenig von den <em>Open Society Foun\u00addations<\/em>. Man kann das auf der Webseite im Detail <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/ueber-uns\/finanzen\/\">nachlesen<\/a> und dort auch sehen, dass der Anteil der Kleinspenden offenbar von Jahr zu Jahr gewachsen ist.<\/p>\n<p>2020 taucht hier neben knapp 350.000 Euro \u201eProjektf\u00f6rderungen\u201c aus Steuergeldern ein alter, neuer Gro\u00dfsponsor auf \u2013 <em>Luminate<\/em>, das Portemonnaie von <em>Ebay<\/em>-Gr\u00fcnder Pierre Omidyar. Erst 450.000 Euro und im ersten Quartal 2021 noch einmal mehr als 400.000, nachdem 2018 schon einmal 640.000 Euro aus dieser Quelle geflossen sind (in jenem Jahr mehr als ein Viertel aller Einnahmen). Auf der Luminate-Seite <a href=\"https:\/\/luminategroup.com\/investee\/correctiv\">steht<\/a> zum Empf\u00e4nger von insgesamt 1,7495 Mio. US-Dollar:<\/p>\n<p>\u201e<em>Correctiv<\/em> ist eine gemeinn\u00fctzige Nach\u00adrichtenredaktion, die Ungerechtigkeiten und Machtmissbrauch untersucht und Bildungs\u00adprogramme f\u00fcr Journalismus und Medien\u00adkompetenz anbietet.\u201c<\/p>\n<p>Das klingt wunderbar. Ich muss das hier nicht aufdr\u00f6seln, weil jeder selbst auf die <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/faktencheck\/\"><em>Correctiv<\/em>-Seite<\/a> gehen und entscheiden kann, ob Schein und Sein zusammenpassen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.br.de\/kultur\/allesaufdentisch-michael-meyer-volker-bruch-faktenchecker-100.html\">Martin Zeyn<\/a> hat in seinem <em>BR<\/em>-\u201eKommen\u00adtar\u201c zum Bruch-Meyen-Video beklagt, dass ich dort \u201ekeinen einzigen Kronzeugen\u201c nenne f\u00fcr die verheerenden Folgen der \u201eZuwendun\u00adgen\u201c (\u201ewie Einfluss genommen wurde, welcher Druck aufgebaut wurde\u201c) und nicht einmal auf die Idee kommen w\u00fcrde, hier einfach nur nachzuplappern, \u201ewas Quer\u00addenker erz\u00e4hlen\u201c. Mit Verlaub: Ich schaue hier dem Volk aufs Maul. Wer zahlt, schafft an. Oder: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.<\/p>\n<p>Mit den \u201eKronzeugen\u201c ist das so eine Sa\u00adche. Tania R\u00f6ttger zum Beispiel, die bei <em>Correctiv<\/em> den Faktencheck leitet, war in ihrem Volontariat 2016\/17 auch im <em>Center for Investigative Reporting<\/em>, einem Think Tank, der nicht nur von den Open Society Foundations oder der Bill &amp; Melinda Gates Foundation <a href=\"https:\/\/revealnews.org\/funders-and-finances\/\">erhebliche Summen bekommen hat<\/a>, sondern auch vom <em>Democracy Fund<\/em> der Omidyar-Gruppe (2019: 900.000 US-Dollar, 2018: 1,5 Mio. US-Dollar).<\/p>\n<p>F\u00fcr eine junge Frau ist so eine Station gro\u00dfartig, kein Zweifel. Sie lernt dort, wie ein Journalismus funktioniert, der den gro\u00dfen Spendern gef\u00e4llt. Tania R\u00f6ttger muss ihren Job k\u00f6nnen, sonst w\u00e4re sie bei <em>Correctiv<\/em> nicht so schnell aufgestiegen. Als \u201eKronzeugin\u201c gegen das Geld scheidet sie allerdings aus. Sie kennt es nicht anders.<\/p>\n<p>Weg vom Einzelfall: Spitzenpositionen im Journalismus (und keineswegs nur dort) be\u00adkommen in aller Regel \u201eerfolgreich sozia\u00adlisierte Gesellschaftsmitglieder\u201c, die in Leit\u00adartikeln oder Faktenchecks ganz automatisch (\u201espontan und unbewusst\u201c) f\u00fcr ein bestimm\u00adtes Set an Lebensstilen werben und f\u00fcr die hegemoniale Sicht auf die Welt.<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Diese Sicht muss \u201agut\u2018 und damit \u201arichtig\u2018 sein, weil sie einen selbst nach oben gef\u00fchrt hat und von den meisten anderen in den Redaktionen schon deshalb geteilt wird, weil sie von den Chefs ausgesucht wurden und diese eines Tages gern abl\u00f6sen w\u00fcrden.<\/p>\n<h5>Faktenchecker international<\/h5>\n<p>Mit Geld von <em>Luminate<\/em> (Pierre Omidyar) ist 2015 auch das <em>International Fact-Checking Network<\/em> (IFCN) entstanden, eine Organi\u00adsation unter dem Dach des <em>Poynter Institute<\/em>, die das Handwerk seither dominiert, weil hier entscheiden wird, was gute \u201eFaktenchecker\u201c von schlechten unterschei\u00addet \u2013 und weil die digitalen Plattformen ein IFCN-Zertifikat verlangen, wenn man mit ihnen zusam\u00admenarbeiten will. Und das will man. <a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Ein Jahresvertrag mit <em>Facebook<\/em> garantiert die Betriebskosten.<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a> 2019 hat das IFCN <a href=\"https:\/\/drive.google.com\/file\/d\/1e-A_AmU3B3G8cbC9NfKSY0nH1zfWeH67\/view\">seine Regeln<\/a> ge\u00e4ndert. Wer ein Zertifikat m\u00f6chte, muss seitdem mindestens 75 Prozent seiner Recherchen auf Behauptungen konzen\u00adtrieren, die \u201edas Wohlergehen des Einzelnen, der Allgemeinheit oder der Gesellschaft betreffen oder beeinflussen k\u00f6nnten\u201c.<\/p>\n<p>Das klingt zwar vage und kann von den Entscheidern auch ausgesetzt werden, wenn die Antragsteller eine gute Ausrede haben, aber es f\u00e4llt nicht allzu schwer, hier das hineinzudeuten, womit Multimilliard\u00e4re (Selbstbeschreibung: Philanthrop) wie Pierre Omidyar, George Soros oder Bill Gates die Welt begl\u00fccken wollen.<\/p>\n<p>Mit den Faktencheckern der ersten Stunde jedenfalls hat das nichts mehr zu tun. Die Welt verbessern anstatt \u00fcber sie zu berichten: Das ist nicht mehr Journalismus, sondern Propaganda. Die Idee Faktencheck ist geka\u00adpert worden <a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\"><sup>[30]<\/sup><\/a> \u2013 ganz so, wie wir das gerade bei vielen Schl\u00fcsselbegriffen erleben.<a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\"><sup>[31]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Bei dieser Umtaufe gibt es neben den Philanthropen einen zweiten Paten. \u201eEU, Milit\u00e4r und Geheimdienste\u201c hat der Journalist Norbert H\u00e4ring vor knapp einem Jahr in den Titel eines Textes \u00fcber die \u201egrassierende Internet-Zensur\u201c <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/militaer-geheimdienste-zensur-youbute-impfungitung-der-internet-zensur\/\">geschrieben<\/a> und das Anfang Oktober noch einmal mit aktuellen Beispielen <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/eu-zensurregime\/\">untermauert<\/a>. Ich muss das hier nicht wiederholen. In zwei atemlosen S\u00e4tzen: Der Gesetzgeber hat die Digitalkon\u00adzerne nach und nach gezwungen, mehr oder weniger \u201efreiwillig\u201c alles zu tun, um jede Konkurrenz f\u00fcr die offizielle Lesart der Wirklichkeit auszuschalten. Die Algorithmen \u00e4ndern, \u201eShadow Banning und andere For\u00admen der heimlichen Reichweitenbeschr\u00e4n\u00adkung\u201c, indirekte und direkte Zensur.<\/p>\n<p>Die Faktenchecker sind der Teil des Spiels, den wir alle sehen k\u00f6nnen \u2013 aber offenbar nicht dechiffrieren sollen. <em>Facebook <\/em>zum Beispiel steht nur einmal in der Geldgeberliste von <em>Correctiv<\/em>, 2017 mit 105.000 Euro. Seitdem: Schweigen im Walde, selbst auf Nachfrage von Kollegen. \u201eEinige Hundert\u00adtausend Euro j\u00e4hrlich\u201c soll die Kooperation einbringen (27).<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\"><sup>[32]<\/sup><\/a> 2018 taucht \u201eDNI\u201c in der Sponsorenliste auf, mit 230.000 Euro. Hinter dieser Abk\u00fcrzung verbirgt sich Googles <em>Digital News Innovation Fund<\/em>.<\/p>\n<p>Das <em>International Fact-Checking Network<\/em> am <em>Poynter Institute <\/em>ist etwas transparenter. Dort <a href=\"https:\/\/www.poynter.org\/international-fact-checking-network-transparency-statement\/\">kippt<\/a>\u00a0die Finanzierung 2020 so, dass es jedes andere halbwegs gro\u00dfe Unternehmen in den Abgrund gerissen h\u00e4tte. Der Hauptsponsor <em>Luminate<\/em>, der 2017 bis 2019 jeweils gut ein Drittel des Etats liefert, steht pl\u00f6tzlich nur noch bei knapp drei Prozent, und die <em>Open Society Foundations <\/em>haben sich offenbar genauso zur\u00fcckgezogen wie die <em>Gates-Stiftung<\/em> oder die Staatsstiftung <em>NED<\/em>. Eingesprungen sind <em>Facebook<\/em> (34 Prozent), <em>YouTube<\/em> (27 Prozent) und <em>WhatsApp <\/em>(17 Prozent). Da behaupte noch einer, dass \u201eWahrheit\u201c und \u201eFakten\u201c nicht in guten H\u00e4nden sind.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Prof. Dr. Michael Meyen, Jahrgang 1967, studierte Journalistik in Leipzig, Diplom 1992, Promotion 1995, Habilitation 2001. <\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Nach journalistischer T\u00e4tigkeit (MDR info, Leipziger Volkszeitung, Freie Presse) ist er seit 2002 Professor am Institut f\u00fcr Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU M\u00fcnchen. Forschungsschwerpunkte sind Medienrealit\u00e4ten, Kommunikations- und Fachgeschichte sowie Journalismus. <\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Er betreibt den Blog <\/em><a href=\"https:\/\/medienblog.hypotheses.org\/\"><em>Medienrealit\u00e4t<\/em><\/a><em>.\u00a0<\/em><em>Sein zuletzt erschienenes Buch &#8222;Die Propaganda-Matrix&#8220; war ein Spiegel-Bestseller.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"13834\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=13834\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/meyen_propagandamatrix.jpg?fit=444%2C675&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"444,675\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"meyen_propagandamatrix\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/meyen_propagandamatrix.jpg?fit=444%2C675&amp;ssl=1\" class=\"alignnone wp-image-13834 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/meyen_propagandamatrix.jpg?resize=197%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/meyen_propagandamatrix.jpg?resize=197%2C300&amp;ssl=1 197w, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/meyen_propagandamatrix.jpg?w=444&amp;ssl=1 444w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">2021, Rubikon Verlag, 224 S., 15,99 EUR<\/span><\/p>\n<h5>Quellen und Anmerkungen<\/h5>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> #allesdichtmachen. 53 Videos und eine gest\u00f6rte Gesellschaft (Ovalmedia 2022)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0Dieser Text erschien zuerst hier: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/auf-dem-weg-zum-wahrheitsministerium\">https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/auf-dem-weg-zum-wahrheitsministerium<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bJaKy2ZvQGk\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bJaKy2ZvQGk<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.allesaufdentisch.tv\/\">https:\/\/www.allesaufdentisch.tv\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> In meiner Dissertation zeige ich zum Beispiel, wie der (demokratische) Ullstein-Verlag aus Berlin mit erheblichen Investitionen versucht hat, die konservativen\u00a0Leipziger Neuesten Nachrichten\u00a0(LNN) von ihrem Spitzenplatz in der Stadt zu verdr\u00e4ngen, und dabei auf der ganzen Linie gescheitert ist. In Leipzig gab es damals ein halbes Dutzend Tageszeitungen, die weltanschaulich eindeutig zuzuordnen waren. Richtig Geld verdient hat nur der LNN-Verlag von Edgar Herfurth. Vgl. Michael Meyen: Leipzigs b\u00fcrgerliche Presse in der Weimarer Republik. Wechselbeziehungen zwischen gesellschaftlichem Wandel und Presseentwicklung. Leipzig: Rosa-Luxemburg-Verein 1996<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Vgl. Horst P\u00f6ttker: Nachrichten und ihre kommunikative Qualit\u00e4t. In: Publizistik 48. Jg. (2003), S. 414-426 und Michael Meyen:\u00a0<a href=\"https:\/\/medienblog.hypotheses.org\/9967\">Ein M\u00e4rchen aus den USA: Objektivit\u00e4t und Autonomie<\/a>. In: Medienrealit\u00e4t vom 9. August 2021<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. Juan Moreno: Tausend Zeilen L\u00fcge. Das System Relotius und der deutsche Journalismus. Berlin: Rowohlt 2019. Meine Rezension: <a href=\"https:\/\/medienblog.hypotheses.org\/6575\">Medienrealit\u00e4t<\/a> vom 10. Oktober 2019<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Alexander Osang: Fast hell. Berlin: Aufbau 2021, S. 233, 237. Meine Rezension:\u00a0<a href=\"https:\/\/medienerbe.hypotheses.org\/2862\">Das mediale Erbe der DDR<\/a>\u00a0vom 29. Juni 2021<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/alles-auf-dentisch-wotan-wilke-moehring-corona-kritik-schauspieler-internet-zensur-91024300.html\">https:\/\/www.fr.de\/politik\/alles-auf-dentisch-wotan-wilke-moehring-corona-kritik-schauspieler-internet-zensur-91024300.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Michael Meyen: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/das-neue-wahrheitsregime\">Das neue Wahrheitsregime<\/a>. In: Multipolar vom 18. Mai 2021<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Vgl. Edward S. Herman, Noam Chomsky: Manufacturing Consent. The Political Economy of the Mass Media. New York: Pantheon 1988<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Matthias Br\u00f6ckers, Paul Schreyer: Wir sind (immer) die Guten. Ansichten eines Putinverstehers oder wie der Kalte Krieg neu entfacht wird. Frankfurt\/Main: Westend 2019<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Jacques Ellul: Propaganda. Wie die \u00f6ffentliche Meinung entsteht und geformt wird. Frankfurt\/Main: Westend 2021<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Vgl. Michael Meyen:\u00a0<a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/warum-ich-von-propaganda-spreche\">Warum ich von Propaganda spreche<\/a>. In: Multipolar vom 7. August 2021<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> \u00a0Steven Levitsky und Daniel Ziblatt vertreten die These, dass die Demokratie in den USA deshalb mehr als zwei Jahrhunderte halbwegs funktionieren konnte, weil sich die Beteiligten stillschweigend an zwei Normen gehalten h\u00e4tten: gegenseitige Achtung (man akzeptiert den anderen als legitimen Rivalen) und Zur\u00fcckhaltung (wenn man an der Macht ist, reizt man sie nicht aus). Vgl. Wie Demokratien sterben. Und was wir dagegen tun k\u00f6nnen. M\u00fcnchen: Deutsche Verlags-Anstalt 2018, S. 17-18<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Vgl. Lucas Graves: Deciding What\u2019s True. The Rise of Political Fact-Checking in American Journalism. La Vergne: Columbia University Press 2016<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Vgl. George A. Donohue, Phillip Tichenor, Clarice N. Olien: A Guard Dog Perspective on the Role of the Media. In: Journal of Communication 45. Jg. (1995), Nr. 2, S. 115-132<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Horst P\u00f6ttker: \u00d6ffentlichkeit als gesellschaftlicher Auftrag. Zum Verh\u00e4ltnis von Berufsethos und universaler Moral im Journalismus. In: R\u00fcdiger Funiok, Udo Schm\u00e4lzle, Christoph Werth (Hrsg.): Medienethik \u2013 die Frage der Verantwortung. Bonn: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung 1999, S. 215-232<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Vgl. Andreas Elter: Die Kriegsverk\u00e4ufer. Geschichte der US-Propaganda 1917-2005. Frankfurt\/Main: Suhrkamp 2005, S. 279-324<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Jeffrey P. Jones: Entertaining Politics. Satiric Television and Political Engagement. Second Edition. Plymouth Rowman &amp; Littlefield 2010, S. 75<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Vgl. Nick Couldry: Media, Society, World. Social Theory and Digital Media Practice. Cambridge Polity Press 2012<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Angela Merkel im Wortlaut: \u201eWenn wir nicht gerade aus Stein sind\u201c. In: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/angela-merkel-im-wortlaut-wenn-wir-nicht-gerade-aus-stein-sind\/14576252.html\"><em>Der Tagesspiegel<\/em><\/a> vom 21. September 2016<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> \u00a0Hannah Arendt: Wahrheit und L\u00fcge in der Politik. Zwei Essays. 3. Auflage. M\u00fcnchen: Piper 2016, S. 10, 82 (US-Erstausgabe von 1971)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Vgl. Steffen Mau: Das metrische Wir. \u00dcber die Quantifizierung des Sozialen. Berlin: Suhrkamp 2017<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Marcus Kl\u00f6ckner: Zombiejournalismus. Was kommt nach dem Tod der Meinungsfreiheit? M\u00fcnchen: Rubikon 2021, S. 106<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\"><sup>[26]<\/sup><\/a> Lucas Graves, Federica Cherubini:\u00a0<a href=\"https:\/\/reutersinstitute.politics.ox.ac.uk\/sites\/default\/files\/research\/files\/The%2520Rise%2520of%2520Fact-Checking%2520Sites%2520in%2520Europe.pdf\">The Rise of fact-Checking Sites in Europe<\/a>. London: Reuters Institute for the Study of Journalism 2016, S. 10, 29<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a> Uwe Kr\u00fcger: Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten \u2013 eine kritische Netzwerkanalyse. 2. Auflage. K\u00f6ln: Herbert von Halem 2019, S. 211<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a> Vgl. Alissa Black:\u00a0<a href=\"https:\/\/luminategroup.com\/posts\/blog\/creating-a-global-fact-checking-community-why-we-invested-international-fact-checking-network-at-poynter\">Why We Invested: International Fact-Checking Network at Poynter<\/a>. In: Luminate-Blog vom 7. Juli 2017<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a> Vgl. Venkat Ananth: Can fact-checking emerge as big and viable business? In: Economic Times vom 7. Mai 2019. \u2013 Diese Quelle und weitere Informationen verdanke ich einer Abschlussarbeit im Masterstudiengang Journalismus, die ich 2020 an der Universit\u00e4t M\u00fcnchen betreuen durfte. Vgl. Leon Willner:\u00a0<a href=\"https:\/\/docplayer.org\/212341407-Wahr-sager-die-fact-checker-der-protestbewegung-in-chile.html\">Wahr-Sager. Die Fakt-Checker der Protestbewegung in Chile<\/a>. Wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des akademischen Grades Master of Arts. M\u00fcnchen, Juli 2020<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a> Vgl. Lucas Graves: Boundaries Not Drawn. Mapping the institutional roots of the global fact-checking movement. In: Journalism Studies 19. Jg. (2018), S. 613-631, hier 617<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> Vgl. Norbert H\u00e4ring:\u00a0<a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/liste-manipulationen\/\">Corona-Neusprech: Ein Kompendium mit 22 umgepolten Begriffen und einem Unwort<\/a>. In: norberthaering.de vom 6. Oktober 2021<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a> Markus Wiegand:\u00a0<a href=\"https:\/\/kress.de\/news\/detail\/beitrag\/145415-faktenchecks-was-bezahlt-facebook-an-correctiv.html\">Faktenchecks: Was bezahlt Facebook an Correctiv?<\/a>\u00a0In: Kress News vom 3. Juli 2020<\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&amp;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" \/> Michael Meyen: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Freidenker_2022-02_Meyen-AufDemWegZumWahrheitsministerium.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auf dem Weg zum Wahrheitsministerium\u00a0<\/a>(Auszug aus\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=13817\">FREIDENKER 2-22<\/a>, ca. 507 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Collage von Ralf Lux unter Verwendung von:<br \/>\nLupe, Fake &amp; Facts: <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/illustrations\/faktencheck-fakten-%c3%bcberpr%c3%bcfung-6660570\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">pixabay.com<\/a> \/ <a class=\"hover_opacity\" href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/wendyalison-22808071\/\">WendyAlison<\/a> \/ <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/service\/license\/\">Pixabay License<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Michael Meyen aus FREIDENKER 2-22<\/b><br \/>\nVolker Bruch hat mich f\u00fcr die Aktion #allesaufdentisch zum Thema Faktenchecker interviewt und damit in den Redaktionen einen Nerv getroffen. Neben Verbalinjurien und Versuchen, mich \u00fcber Fake News oder Kontaktschuld als Sprecher zu delegitimieren, gab es inhaltliche Gegenargumente. &#8230;<br \/>\nDas Video hat sein Ziel erreicht. Der Journalismus spricht \u00fcber die Faktenchecker, auf der gro\u00dfen B\u00fchne. Alle k\u00f6nnen sehen, h\u00f6ren oder lesen, dass diese Portale ein Problem sind. Ich habe nicht erwartet, dass es Nachdenklichkeit gibt oder gar ein Einsehen, schon gar nicht bei dem Tempo, das die Atemlosigkeit \u00f6ffentlicher Kommunikation im Plattform-Zeitalter offen\u00adbar verlangt. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":13843,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[602,1558,1166,395,596,717,527],"class_list":["post-13825","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-demokratie-medien-aufklaerung","tag-fake-news","tag-faktencheck","tag-gehirnwaesche","tag-meinungsfreiheit","tag-pressefreiheit","tag-wahrheit","tag-zensur"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/correktiv_fake_facts_v2_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-3AZ","jetpack-related-posts":[{"id":20896,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=20896","url_meta":{"origin":13825,"position":0},"title":"Deutschland \u2013 Erschreckende Meinungsmanipulation am Beispiel der ARD","author":"Webredaktion","date":"4. 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