{"id":13703,"date":"2022-07-06T03:41:42","date_gmt":"2022-07-06T01:41:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=13703"},"modified":"2022-08-18T01:34:28","modified_gmt":"2022-08-17T23:34:28","slug":"gruen-ist-der-untergang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=13703","title":{"rendered":"Gr\u00fcn ist der Untergang"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit \u00fcber vierzig Jahren gibt es die Partei der Gr\u00fcnen, und sie hat die deutsche Politik weit st\u00e4rker gepr\u00e4gt, als ihre Regierungsbeteiligungen vermuten lassen. Jetzt macht sie sich daran, den Untergang dieses Landes zu inszenieren. Zeit f\u00fcr eine Bilanz.<\/strong><\/p>\n<p><em>von <strong>Dagmar Henn<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><strong><a id=\"nav\"><\/a>Navigation:<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Teil 1: <a href=\"#t1\">Weltuntergangsfantasien als Ressource<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Teil 2: <a href=\"#t2\">Dystopie statt Utopie<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Teil 3: <a href=\"#t3\">Die Liebe zum transatlantischen Herrchen<\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<h4><a id=\"t1\"><\/a>Teil 1: Weltuntergangsfantasien als Ressource<\/h4>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 02.07.2022 auf <a href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.tech\/meinung\/142446-grun-ist-untergang-teil-1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<p>Als die ersten Gr\u00fcnen im Bundestag sa\u00dfen, Pullover strickten und ein Ende der Atombewaffnung forderten, da wirkten sie wie liebensw\u00fcrdige Spinner. Wie wurde daraus diese menschenfeindliche, kriegsl\u00fcsterne Partei, eine Truppe, die leidenschaftlich am v\u00f6lligen Ruin des Landes arbeitet, das sie hervorgebracht hat? Steckte das immer schon in ihnen oder wurde das aus ihnen gemacht, und falls ja, von wem? Endg\u00fcltig beantworten wird man das erst k\u00f6nnen, wenn alle Dokumente zug\u00e4nglich sind; bis dahin bleiben nur Vermutungen.<\/p>\n<div class=\"AllEmbed\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Gr\u00fcn ist der Untergang \u2013 Teil 1: Weltuntergangsfantasien als Ressource\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?i=jww7k-1265b63-pb&amp;from=pb6admin&amp;share=1&amp;download=1&amp;rtl=0&amp;fonts=Arial&amp;skin=1&amp;font-color=&amp;logo_link=episode_page&amp;btn-skin=7\" width=\"100%\" height=\"150\" scrolling=\"no\" data-name=\"pb-iframe-player\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/div>\n<p>Am Anfang war diese Partei ein Schwamm, der vieles aufsog, was an politischen Bewegungen au\u00dferhalb der Parlamente gerade \u00fcbrig war. Die Reste der &#8222;neuen Linken&#8220; der 70er, also viele der maoistischen Organisationen; Teile der Friedensbewegung, die sich gegen die Stationierung US-amerikanischer Pershing-Raketen gebildet hatte; die Anti-Atom-Bewegung, die sich urspr\u00fcnglich vor allem aus der Landbev\u00f6lkerung rekrutierte, Anh\u00e4ngern einer ziemlich industriefeindlichen Naturromantik und Fans der Weissagungen des Club of Rome. Als h\u00e4tte man die Reste der kurzen demokratischen Bl\u00fcte der Bundesrepublik, die schon l\u00e4ngst zwischen Berufsverboten und Terroristenjagd zu Ende gegangen war, zusammengefegt und in einen Beutel geworfen. Niemand h\u00e4tte damals gedacht, dass daraus fanatische Anh\u00e4nger der NATO hervorgehen k\u00f6nnten; das Ende des Vietnamkriegs lag erst wenige Jahre zur\u00fcck, und es gab noch keine einzige Demonstration, egal zu welchem Thema, bei dem nicht mindestens der Spruch USA-SA-SS gerufen wurde, der passte immer.<\/p>\n<p>Manches, was mit diesem Haufen geschah, erkl\u00e4rt sich einfach. Dass aus jungen, radikalen Studenten sp\u00e4ter brave, angepasste B\u00fcrger werden, Lehrer oder Journalisten, das ist der Lauf der Welt. Dass den Gr\u00fcnen die Spitze ihres friedensbewegten Teils so abrupt abhanden kam, unter Umst\u00e4nden, die bis heute Zweifel hinterlassen, ist schon eine andere Geschichte. Und wie &#8222;nat\u00fcrlich&#8220; die innere Entwicklung einer Partei sein kann, die zu Beginn (tats\u00e4chlich!) ganz offiziell unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stand und ganz inoffiziell aus vielen der Ursprungsorganisationen eine entsprechende Beifracht geliefert bekommen haben d\u00fcrfte, ist wirklich schwer zu beantworten.<\/p>\n<p>Mit Ausnahme der RAF-Prozesse ist die Einwirkung der diversen Dienste auf linke oder sich links definierende Organisationen nie Gegenstand gr\u00f6\u00dferer Gerichtsverfahren gewesen. Wenn man aber ernst nimmt, was im NPD-Verbotsverfahren und im NSU-Prozess f\u00fcr die andere Seite des politischen Spektrums bekannt wurde, und ber\u00fccksichtigt, dass die Energie, die in \u00dcberwachung, wenn nicht Steuerung der politischen Linken investiert wurde, stets gr\u00f6\u00dfer war, dann d\u00fcrfte diese Einwirkung betr\u00e4chtlich gewesen sein. Nur, um es ins Ged\u00e4chtnis zu rufen \u2013 der erste Anlauf, die NPD zu verbieten, war vor dem Verfassungsgericht gescheitert, weil so viele Verfassungssch\u00fctzer in den Vorst\u00e4nden gesessen hatten, dass gar nicht mehr zwischen politischem Handeln der Partei und dem Einfluss der Agenten hatte getrennt werden k\u00f6nnen. Und das NSU-Verfahren gab eine quantitative Hausnummer: von 120 Mitgliedern des &#8222;Th\u00fcringer Heimatschutzes&#8220; waren 40 f\u00fcr den einen oder anderen Dienst t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Eine Partei der kleinen Leute waren die Gr\u00fcnen jedenfalls nie. In und um die &#8222;neue Linke&#8220; fanden sich viele k\u00fcnftige Erben, deren Politisierung oft mit einem gewissen Ekel vor den Urspr\u00fcngen dieses Erbes zu tun hatte; Kinder aus gutem Hause, die sp\u00e4ter einen Weg finden sollten, \u00fcber verschiedene Methoden des Ablasshandels, per Bioladen oder per Stiftung, ihren Frieden mit dem leistungslosen Reichtum zu schlie\u00dfen. Eine Befassung mit sozialen Fragen gab es so nur in vermittelter Weise, nicht als Vertretung eigener Interessen der \u00c4rmeren, sondern als Vertretung eigener Interessen der reichlich vorhandenen Sozialp\u00e4dagogen.<\/p>\n<p>Trotz aller basisdemokratischen Rituale, die eigentlich verhindern sollten, dass sich eine Kaste von Berufspolitikern absetzt, hat sich keine Partei so schnell und so gr\u00fcndlich inhaltlich entleert wie die Gr\u00fcnen. Von den selbst gestrickten Pullovern aus der Landkommune und den romantischen Vorstellungen einer Harmonie mit der Natur blieben nur die Thesen des Club of Rome \u00fcbrig, ein politisches Auftreten, das noch st\u00e4rker auf Werbetr\u00e4chtigkeit hin orientiert war als bei anderen Parteien, und die \u00dcberzeugung eigener moralischer \u00dcberlegenheit, die den Puritanern Konkurrenz gemacht h\u00e4tte. Sie saugten Bewegungen schneller auf, als sich diese bilden konnten, wurden durch Tschernobyl nach oben gesp\u00fclt und vollzogen dann sp\u00e4testens ab 1989 eine scharfe Wende nach rechts.<\/p>\n<p>Anfangs wurde mit den Gr\u00fcnen das gleiche Spiel getrieben wie sp\u00e4ter mit der Linkspartei und dann mit der AfD. Gegen sie standen &#8222;alle demokratischen Parteien&#8220;. Und das trug mit Sicherheit dazu bei, dass die &#8222;Neuen&#8220; besonders offen gegen\u00fcber Stiftungen und Organisationen waren, die sie nicht als eine Art Paria behandelten, sich geschmeichelt und anerkannt f\u00fchlten. Auf jeden Fall ist der Einfluss diverser Einfl\u00fcsterer stark, ob sie nun WEF oder Atlantik-Br\u00fccke hei\u00dfen.<\/p>\n<p>Die erste Landesregierung mit gr\u00fcner Beteiligung gab es in Hessen 1985, und sie hatte genau einen gr\u00fcnen Minister, Joschka Fischer, der vor allem als &#8222;Turnschuhminister&#8220; auffiel. Koalitionspartner war die SPD unter Holger B\u00f6rner, der zuvor bei den Auseinandersetzungen um eine weitere Startbahn f\u00fcr den Frankfurter Flughafen die Sache noch mit der Dachlatte hatte regeln wollen. 18 Monate sp\u00e4ter zerbrach diese Koalition an der Atompolitik.<\/p>\n<p>Nebenbei: Nat\u00fcrlich stand hinter der Ablehnung der Atomkraft in Deutschland auch die Ablehnung einer nuklearen Bewaffnung der BRD und das w\u00e4hrend des Kalten Krieges immer pr\u00e4sente Wissen, dass es zwar Stellvertreterkriege an allen Ecken der Welt geben mochte, eine direkte Konfrontation zwischen den beiden Bl\u00f6cken aber ein pr\u00e4destiniertes Schlachtfeld hatte und mit einem Aufeinanderprallen zweier deutscher Armeen beginnen w\u00fcrde. (Inzwischen ist bekannt, wie knapp die Welt diesem Schicksal entronnen ist und wie realistisch diese Furcht damals war, und eigentlich m\u00fcsste die Gegenwart sie wieder zur\u00fcckbringen.)<\/p>\n<p>Irgendwie kam immer etwas v\u00f6llig anderes heraus, als angek\u00fcndigt worden war, wenn die Gr\u00fcnen irgendwo in der Regierung waren. Die W\u00e4hler, die 1998 die erste rot-gr\u00fcne Bundesregierung unter Gerhard Schr\u00f6der an die Macht brachten, wollten Frieden und eine sozialere Politik; sie bekamen Bomben auf Belgrad und Hartz IV. Und das war kein Versehen. Jedes gro\u00dfe gr\u00fcne Vorhaben hat einen Pferdefu\u00df. Mindestens einen.<\/p>\n<h5>Katastrophen und Notstandsj\u00fcnger<\/h5>\n<p>Die Zwiesp\u00e4ltigkeit all dessen, was unter dem Stichwort &#8222;\u00d6kologie&#8220; l\u00e4uft, war von Anfang an angelegt. Da gab es auf der einen Seite viel berechtigte, auch scharfe Kritik, an Umweltverschmutzung, an Pharmakonzernen, an industrieller Landwirtschaft. Aber da war auch jenes verkl\u00e4rte, romantische, der Moderne gegen\u00fcber zutiefst feindliche Ideal eines harmonischen Landlebens, das historisch so nie existiert hatte. Und das v\u00f6llig \u00fcberging, inwieweit es gerade Errungenschaften der Industriegesellschaft sind, die das Leben normaler B\u00fcrger sicherer machten. Kanalisation beispielsweise, Elektrizit\u00e4t, bis hin zu jenen seriellen Bauweisen, die die Wohnungsnot der Nachkriegsjahre beendeten, leider nur vor\u00fcbergehend.<\/p>\n<p>Umgesetzt wurde das in den kontinuierlichen Schrecken. Es reichte nicht, zu sagen, die Welt wird besser, wenn die Emscher nicht mehr f\u00fcnf Kilometer gegen den Wind stinkt. Es musste der Weltuntergang sein. Was wom\u00f6glich damit zu tun hat, dass der ganz reale Schrecken der wechselseitig garantierten Zerst\u00f6rung (mutually assured destruction, MAD) in der BRD, wenn auch unbewusst, so pr\u00e4sent war; jedes neue Thema musste sich dagegen durchsetzen; das galt vor allem in der gr\u00fcnen Partei selbst. Das ist vielleicht der tiefste Umbruch, der mit den Gr\u00fcnen in die Politik kam: Bis dahin waren es die positiven Fantasien gewesen, die Politik antrieben; eine gerechtere Gesellschaft, Zugang zu Bildung f\u00fcr alle Kinder, Aufhebung von Arm und Reich \u2013 seitdem gibt es nur noch Weltunterg\u00e4nge in verschiedenen Geschmacksrichtungen.<\/p>\n<p>Der Vorteil der Weltuntergangsfantasien besteht nat\u00fcrlich darin, dass sie \u00fcber den divergierenden Interessen zu schweben scheinen, so, wie das einst der Staat oder die Nation zu tun schienen. Der Wald stirbt, wir werden alle sterben &#8230; Der Atomm\u00fcll ist so gef\u00e4hrlich, wir werden alle sterben &#8230; Die Gletscher schmelzen, wir werden alle &#8230; Tats\u00e4chlich hat dieses dauerhafte Bombardement mit einem Untergang nach dem anderen dazu gef\u00fchrt, dass die Erkenntnis, dass es Gruppen mit v\u00f6llig entgegengesetzten Interessen in der Gesellschaft gibt, fast v\u00f6llig ausgel\u00f6scht ist. Denn immer gibt es irgendeine dr\u00e4uende Katastrophe, hinter der eigentlich alles andere zur\u00fcckstehen muss. Klima-Irre wie die &#8222;Letzte Generation&#8220; sind tats\u00e4chlich schon die zweite Generation im permanenten Notstandsmodus.<\/p>\n<p>Inzwischen ist gut sichtbar, was das mit der gew\u00f6hnlichen Demokratie macht; aber die Durchsetzung von Politik im Katastrophenmodus ist so allt\u00e4glich geworden, auch in anderen Parteien, von der Rentenreform bis zu Corona, dass all diese Schritte wahrgenommen werden, als w\u00e4re es keine Politik, kein Ringen zwischen unterschiedlichen Gruppen um die Durchsetzung der jeweiligen Interessen, sondern immer nur die Vermeidung eines noch gr\u00f6\u00dferen \u00dcbels, die Abwendung eines weiteren Untergangs. Carl Schmitt h\u00e4tte seine Freude an dieser Methode.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"#nav\">\u2191 nach oben<\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<h4><a id=\"t2\"><\/a>Teil 2: Dystopie statt Utopie<\/h4>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 03.07.2022 auf <a href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.tech\/meinung\/142447-grun-ist-untergang-teil-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"AllEmbed\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Gr\u00fcn ist der Untergang \u2013 Teil 2: Dystopie statt Utopie\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?i=maj24-1265eca-pb&amp;from=pb6admin&amp;share=1&amp;download=1&amp;rtl=0&amp;fonts=Arial&amp;skin=1&amp;font-color=&amp;logo_link=episode_page&amp;btn-skin=7\" width=\"100%\" height=\"150\" scrolling=\"no\" data-name=\"pb-iframe-player\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/div>\n<h5>Eine Zeit ohne Zukunft<\/h5>\n<p>Die Ersetzung der Utopie durch die Dystopie erfolgte nicht zuf\u00e4llig. Der Wendepunkt liegt tats\u00e4chlich an jenem Moment Anfang der 1970er, als die Wachstumsphase von Automobil- und Elektroindustrie vorbei war und im gesamten Westen die Flucht in Spekulation und Rentenwirtschaft begann. Mit dem Wachstum (nicht, wie der Club of Rome behauptete, absolut, aber eben unter den Bedingungen der Kapitalverwertung) endete auch, in allen westlichen Kernl\u00e4ndern mehr oder weniger gleichzeitig, jede Weiterentwicklung des Sozialstaats, und das neoliberale Elend begann.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte sagen, dem Kapitalismus waren die Versprechungen ausgegangen, also mussten sie durch Drohungen ersetzt werden. Wenn man liest, was es alles nach den Voraussagen des Club of Rome aus dem Jahre 1972 heute bereits nicht mehr geben d\u00fcrfte, entbehrt das nicht der Komik. Aber die Erz\u00e4hlung vom baldigen Ende aller Rohstoffe wurde durch unz\u00e4hlige weitere erg\u00e4nzt, vom Atomtod \u00fcber das Waldsterben, die \u00dcberbev\u00f6lkerung bis zum Klimawandel.<\/p>\n<p>Der gewaltige Vorteil dieser Szenarien besteht darin, dass ihre Katastrophen-\/ und Notstandsj\u00fcnger nur Gl\u00e4ubige und Feinde kennen. Denn das Unheil, das droht, ist so gewaltig, dass jeder zum Feind wird, der nicht willig ist, bei der Abwendung mitzuhelfen. In dieser Hinsicht hat selbst die Erfindung des &#8222;Coronaleugners&#8220; ihre Wurzeln in jener politischen Kultur, die die Gr\u00fcnen gepr\u00e4gt haben und aus der sie hervorgegangen sind.<\/p>\n<p>Aber was ist das wirkliche Ziel dieser Politik? Wenn man das aktuelle Handeln dieser Partei betrachtet, w\u00fcrde man denken, der absolute Ausverkauf an die USA. Aber das ist etwas zu einfach. Eine Handvoll Politiker, selbst zwei H\u00e4nde voll, k\u00f6nnte niemals die Interessen zumindest der breiten Bev\u00f6lkerungsmehrheit in dem Ausma\u00df verraten, wie die Gr\u00fcnen es tun, ohne von einer m\u00e4chtigen gesellschaftlichen Gruppe im Inland gest\u00fctzt zu werden. Auff\u00e4llig ist, dass es nicht die Vorst\u00e4nde der Industrie sind, die das Sagen haben. Aber das hei\u00dft noch lange nicht, dass es kein einheimisches Kapital ist.<\/p>\n<p>Schon seit f\u00fcnfzig Jahren gibt es \u00fcber Siemens den Spruch, es sei eine Bank mit angeschlossenem Elektroladen. Was besagen sollte, die Gesch\u00e4fte erstrecken sich \u00fcber so viele Bereiche, dass das, was als Firma sichtbar ist, auf der &#8222;Siemens&#8220; steht, nur ein kleiner Teil ist. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit allen gro\u00dfen Konzernen beziehungsweise vor allem mit dem Geld ihrer Eigent\u00fcmer. Der Vorstandsvorsitzende von Siemens wird nat\u00fcrlich Bedenken \u00e4u\u00dfern, wenn die Produktion gef\u00e4hrdet ist; es ist schlie\u00dflich sein Job, in diesem Bereich f\u00fcr m\u00f6glichst hohe Ertr\u00e4ge zu sorgen. Was die Interessen der Familie Siemens sind, l\u00e4sst sich allerdings nur raten.<\/p>\n<p>Da gibt es solche Ableger von Finanzkonzernen wie PIMCO, das der Allianz geh\u00f6rt und das jahrelang die gr\u00f6\u00dfte Geldmenge weltweit verwaltete. Und dann gibt es eben all die Bereiche, die erst nach 1972 entstanden sind, in denen die materielle Produktion eine geringe bis gar keine Rolle spielt. Softwarekonzerne wie Microsoft oder Google. Pharmakonzerne, deren Hauptertrag aus Patenten stammt, wie uns im Zusammenhang mit Corona so plastisch vor Augen gef\u00fchrt wurde. Immobilienspekulation, in der Milliarden um Milliarden aufgesogen wurden. Privatisierte Kliniken oder Autobahnen.<\/p>\n<p>Diese Anteile sind so gewaltig, dass ihr Einfluss auf die Politik jenen der realen Industrie \u00fcbersteigt. Und im Gegensatz zur wirklichen Produktion, bei der reale, handfeste G\u00fcter entstehen und verkauft werden, entsteht bei diesen Firmen nichts au\u00dfer einem Anspruch, ein St\u00fcck vom Profit zu erhalten. Diesen Anspruch erheben nicht nur US-Firmen, aber die US-Armee ist die S\u00f6ldnertruppe, um diese Anspr\u00fcche einzutreiben. Oder sie war es, bis vor kurzem. Jetzt ist dieses ganze Gesch\u00e4ftsmodell, das in den 1970ern aus der industriellen Krise herausf\u00fchrte, vom Zusammenbruch bedroht.<\/p>\n<h5>Anlagen und Anleger<\/h5>\n<p>Der eine gro\u00dfe Erfolg, den sich die Gr\u00fcnen auf die Fahnen schreiben, ist das Ende der Kernkraft in Deutschland. Dass in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern die Reaktion auf dieses Thema v\u00f6llig anders verlief, scheint zu belegen, dass <a href=\"https:\/\/zeitgeschichte-online.de\/themen\/fulda-gap-first-battle-next-war\">Fulda Gap<\/a> &amp; Co. im Hintergrund an diesen Sorgen mitwirkten.<\/p>\n<p>Aber man k\u00f6nnte sich ebenso gut fragen, ob nicht die ganze Geschichte der Kernkraft in der Bundesrepublik eine gigantische Rosst\u00e4uscherei war. Denn die Anlagen wurden erst von \u00f6ffentlichen Energieversorgern mit hohen \u00f6ffentlichen Subventionen gebaut. Dann wurde erkl\u00e4rt, die Versorger br\u00e4uchten R\u00fccklagen f\u00fcr m\u00f6gliche Unf\u00e4lle, R\u00fcckbau etc. Dann wurden die Versorger privatisiert, unter Mitnahme der R\u00fccklagen, die aber nicht angerechnet, also auch nicht entgolten wurden. Dann wurden die R\u00fccklagen freigegeben und all das sch\u00f6ne Geld floss in die Taschen der nunmehr privaten Versorger. Dann wurde beschlossen, die Kernkraftwerke abzuschalten, aber gegen eine Entsch\u00e4digung \u2013 die wieder an die inzwischen privaten Betreiber floss und nicht bei der \u00f6ffentlichen Hand blieb, die den Bau einstmals finanziert hatte. In Summe bleibt ein gigantischer Abfluss von Steuergeldern an die Stromkonzerne, zu dem es weder bei einem Weiterbetrieb noch bei einer Stilllegung in \u00f6ffentlicher Hand gekommen w\u00e4re.<\/p>\n<p>In der ganzen Entwicklung der Energieversorgung Deutschlands stehen in den letzten Jahrzehnten zwei Ziele miteinander in Konkurrenz: die Sicherheit der Versorgung, das ausgesprochene Ziel, das f\u00fcr die Industrie wichtig ist, und die Schaffung neuer Anlagem\u00f6glichkeiten, das unausgesprochene Ziel. Letztlich gewinnen meist die Anlagem\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Klar sichern zum Beispiel Windkraftanlagen keine stabile Energieversorgung. Aber f\u00fcr die Zeit ihres subventionierten Betriebs sichern sie den Anlegern Ertr\u00e4ge, die, wie die durch Immobilienspekulation hochgetriebenen Mieten, wieder aus den Geldbeuteln der arbeitenden Bev\u00f6lkerung entnommen werden. Die Schwankungen im Angebot liefern zus\u00e4tzlich noch ein Argument daf\u00fcr, aus dem nat\u00fcrlichen Monopol auf Stromversorgung einen Markt zu machen, auf dem man spekulieren kann. Gleiches gilt f\u00fcr Solarzellen. Das eigentlich propagierte Ziel, die sichere Versorgung durch saubere Energie, wird nicht erreicht. Aber das der Gewinnaussch\u00fcttung f\u00fcr die Betreiber durchaus.<\/p>\n<h5>T\u00e4uschen und tarnen<\/h5>\n<p>Manche gr\u00fcn propagierte und umgesetzte Ideen erzeugen einfach nur Unfug. Wie der Biosprit. So eine tolle Idee. Bis dann auffiel, dass vielerorts \u2013 beispielsweise in Indonesien \u2013 Palm\u00f6l an die Stelle von weniger eintr\u00e4glichen Lebensmitteln tritt und die Menschen in der Gegend daf\u00fcr hungern. Also f\u00f6rderte man den Anbau dort nicht mehr, daf\u00fcr aber in der EU. Weshalb jetzt auf der halben norddeutschen Tiefebene statt Kartoffeln Biosprit w\u00e4chst. Was die Lebensmittel im geordneten Alltag schlicht etwas teurer macht, aber wehe, es kommt zu irgendeiner Krise. Selbstverst\u00e4ndlich passiert das nicht, schon gar nicht auf Veranlassung der Gr\u00fcnen.<\/p>\n<p>Schlichte K\u00fcrzungsprogramme werden auf gr\u00fcn attraktiv verpackt, Inklusion zum Beispiel. Auch so ein sch\u00f6nes Wort und eine edle Idee, behinderte Kinder zusammen mit ihren nicht behinderten Altersgenossen aufwachsen zu lassen. Die Finnen machen das, sie schicken f\u00fcr jedes Kind, das es ben\u00f6tigt, einen Bildungsassistenten in die Klasse. Am Unterrichtsablauf \u00e4ndert sich dabei nichts. Aber die Assistenten sind teuer. In Deutschland werden die spezialisierten Bildungseinrichtungen, zum Beispiel f\u00fcr Blinde, geschlossen, aber auch die Inklusionsassistenten eingespart. Weshalb das eine Kind, das inkludierte, oder gar deren mehrere in einer Klasse, keinerlei Unterst\u00fctzung bekommt, den anderen Kindern aber zugleich weniger Stoff vermittelt wird, weil nur noch so schnell gelernt werden kann, wie \u2013 die Kosten halt, die Kosten.<\/p>\n<p>Wie war das mit dem Verbot von Plastikt\u00fcten? Von denen jetzt mehr verkauft werden als davor, weil die Leute ihre T\u00fcten vom Einkauf als M\u00fcllbeutel nutzten und jetzt extra M\u00fcllbeutel kaufen, aus Plastik, versteht sich?<\/p>\n<p>Und dann gibt es die gro\u00dfen gr\u00fcnen Utopien. Etwa jene, dass man auch Gro\u00dfst\u00e4dte mit Lastenfahrr\u00e4dern versorgen k\u00f6nne. Nein, wirklich, das geht. Man muss nur fest genug daran glauben. Und genauso fest davon \u00fcberzeugt sein, dass hunderte Menschen ihre Erf\u00fcllung im Lastenfahrradstrampeln sehen, gleich bei welchem Wetter, jahrein, jahraus. Hunderte? Tausende, Zehntausende.<\/p>\n<p>Ein gew\u00f6hnlicher Supermarkt irgendwo in der Stadt bekommt t\u00e4glich mindestens eine LKW-Ladung Nachschub. Dieser LKW transportiert seine zwanzig Tonnen Fracht vom n\u00e4chstgelegenen Verteilzentrum der Supermarktkette, das nat\u00fcrlich nicht in der Stadt, auch nicht am Stadtrand, sondern ein St\u00fcck weit drau\u00dfen liegt. Sagen wir einmal, es sind zwanzig Kilometer vom Verteilzentrum zum Supermarkt. Dann entsprechen diese zwanzig Tonnen zweihundert Lastenfahrradfahrern, die jeweils vierzig Kilometer radeln m\u00fcssen, einmal mit einer Fracht von hundert Kilo, einmal leer, um einen einzigen Supermarkt zu versorgen. Wie viele solcher Superm\u00e4rkte kommen auf eine Gro\u00dfstadt wie K\u00f6ln? Wie lange dauert das jeweilige Be- und Entladen, wenn es keine Europaletten mehr sind, die per Gabelstapler abgeladen werden? Mit Gl\u00fcck schaffen die Lastenfahrradfahrer zwei Superm\u00e4rkte t\u00e4glich. Bei Schneematsch und bergauf nat\u00fcrlich weniger. Und wenn grade Grippesaison ist, dann muss man das eben aushalten, dass nicht alles&#8230;<\/p>\n<p>Das Ergebnis der gro\u00dfen Lastenfahrradfantasien wird ein ganz anderes sein. Die gro\u00dfen Einkaufszentren auf der gr\u00fcnen Wiese werden weiter gef\u00f6rdert. Und in den Innenst\u00e4dten brechen auch noch all die Gesch\u00e4fte weg, die heute schon zum Teil nur mit verg\u00fcnstigten Mieten am Leben gehalten werden, weil es eben Menschen gibt, die einen Schuster brauchen. Wer nicht rauskommt zum Einkaufen, kann es sich liefern lassen, und wer daf\u00fcr nicht das Geld hat \u2013 nun, die meisten dieser \u00dcberlegungen enden bei &#8222;sich liefern lassen.&#8220;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"#nav\">\u2191 nach oben<\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<h4><a id=\"t3\"><\/a>Teil 3: Die Liebe zum transatlantischen Herrchen<\/h4>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Erstver\u00f6ffentlichung am 04.07.2022 auf <a href=\"https:\/\/pressefreiheit.rtde.tech\/meinung\/142448-grun-ist-untergang-teil-3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">RT DE<\/a><\/span><\/p>\n<div class=\"AllEmbed\"><iframe loading=\"lazy\" title=\"Gr\u00fcn ist der Untergang \u2013 Teil 3: Die Liebe zum transatlantischen Herrchen\" src=\"https:\/\/www.podbean.com\/player-v2\/?i=vj92r-126608b-pb&amp;from=pb6admin&amp;share=1&amp;download=1&amp;rtl=0&amp;fonts=Arial&amp;skin=1&amp;font-color=&amp;logo_link=episode_page&amp;btn-skin=7\" width=\"100%\" height=\"150\" scrolling=\"no\" data-name=\"pb-iframe-player\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/div>\n<h5>Eine wiedergewonnene Liebe<\/h5>\n<p>Was momentan die schlimmsten Bef\u00fcrchtungen ausl\u00f6st, ist diese transatlantische Nibelungentreue. Man k\u00f6nnte nat\u00fcrlich sagen, bei einer Partei, deren Stiftung nach einem Schriftsteller benannt ist, der f\u00fcr die CIA t\u00e4tig war (wenn auch ohne sein Wissen), ist das kein Wunder. Dennoch \u2013 im Programm dieser Partei stand einmal &#8222;Raus aus der NATO&#8220;. Noch 1990 w\u00e4re wohl die Mehrheit in dieser Partei f\u00fcr ein neutrales Deutschland gewesen. Was h\u00e4tte alles anders sein k\u00f6nnen damals; was w\u00e4re alles anders gekommen, w\u00e4re nicht w\u00e4hrend des Wahlkampfes dieser Anschlag auf Lafontaine \u2026 H\u00e4tte Kohl die Wahlen verloren, und das h\u00e4tte er, g\u00e4be es heute \u00fcberhaupt noch eine NATO?<\/p>\n<p>Acht Jahre sp\u00e4ter jedenfalls war der Anschluss gelaufen, der Osten ruiniert, und die Gr\u00fcnen l\u00e4ngst bereit, alles und jeden zu verraten, um endlich mitregieren zu d\u00fcrfen. Man muss sich das vorstellen wie einen gro\u00dfen sabbernden Hund. Da rinnt die Spucke die Lefzen herunter und hinterl\u00e4sst eine Pf\u00fctze auf dem Fu\u00dfboden, so sehr lockt der Fressnapf. Ein wenig so, wie bei den Resten der Linkspartei heute, nur dass deren Chancen wesentlich schlechter sind, weil so wenig \u00fcbrig ist, das noch zu verraten w\u00e4re. Die jetzige Koalition hat da eigentlich f\u00fcr eine ganze Generation abger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Zumindest bei den W\u00e4hlern der Gr\u00fcnen d\u00fcrfte die Liebe zu den USA zum Teil dem Clinton-Effekt geschuldet sein. Ein US-Pr\u00e4sident, der nicht aus dem Geheimdienst oder sonst irgendwelchen stramm antikommunistischen Vereinen kam, der endlich nicht mehr vom &#8222;Reich des B\u00f6sen&#8220; schwadronierte, der f\u00fcr die Baby-Boomer-Generation eine Identifikationsfigur war. Dass Clinton au\u00dfenpolitisch aggressiver agierte als Bush zuvor, dass er eine Anpassung der Rhetorik vornahm, die es erm\u00f6glichte, die gegen den Vietnamkrieg sozialisierten wieder einzufangen, dass mit ihm die Osterweiterung der NATO begann, das wurde gut \u00fcbert\u00fcncht mit all dem Gerede von Change und Menschenrechten, und dass unter seiner \u00c4gide der Gef\u00e4ngnis-Industrie-Komplex in den USA zur Bl\u00fcte gelangte und damit eine ganz neue \u00c4ra von institutionellem Rassismus begann, das musste man in Europa nicht wissen.<\/p>\n<p>Clinton galt als Guter, schlie\u00dflich gab es keinen Kalten Krieg mehr, und irgendwie war es doch erleichternd, mal mit dem Strom zu schwimmen. Die neue Zuckerh\u00fclle um den alten Imperialismus namens Menschenrechte schmeckte deutlich besser, und endlich stand My Lai der Liebe zu Woodstock, Jeans und Hollywood nicht mehr im Wege. Der Vietnamkrieg hatte diese Liebe entt\u00e4uscht; dass ein einstiger Gegner dieses Krieges jetzt dort regierte, schien alle Wunden zu heilen.<\/p>\n<p>Die Wirklichkeit wurde keinen Deut besser, aber die Werbefassade war hip und die \u00dcberreste der politisch bewegten Siebziger waren, in die Jahre gekommen, auf der verzweifelten Suche nach einem Feld, auf dem trotz der neoliberalen Dogmen politische Siege zumindest vorget\u00e4uscht werden konnten. Menschenrechte klingt immer gut, und dass die Ursprungsversion der Vereinten Nationen auch soziale Rechte benennt \u2013 nun, man kann nicht alles haben. Es war nicht die eigene Klientel, die unter dem industriellen Kahlschlag im Anschlussgebiet zu leiden hatte, und nicht die eigene Klientel, denen Hartz IV das Leben zur H\u00f6lle machte. Immerhin war Politik jetzt quotiert und es gab Frauenparkpl\u00e4tze.<\/p>\n<h5>Gr\u00fcne Normalit\u00e4t<\/h5>\n<p>Das pl\u00e4tscherte lange Zeit so hin; der Unterschied zwischen dem gewollten Guten und dem erzielten Schlechten wurde hingenommen und das inzwischen sehr gutb\u00fcrgerliche Publikum holte sich seine S\u00fcndenvergebung per Wahlzettel treulich weiter. Die Gr\u00fcnen, das war so etwas wie Stammesnarben oder Giraffenh\u00e4lse \u2013 schmerzhaft, nicht wirklich n\u00fctzlich, aber irgendwie identit\u00e4tsstiftend.<\/p>\n<p>Inzwischen hatten sich weite Teile der politischen Landschaft an dieses Politikmodell angepasst. Es boten sich ja auch praktische Ausreden. Nach wie vor wird nicht wirklich etwas gegen den Wohnungsmangel unternommen; die realistischen Antworten, wie &#8222;das ist uns egal&#8220; oder &#8222;daf\u00fcr gibt es keine Baukapazit\u00e4ten&#8220; oder &#8222;die Bodenpreise sind zu hoch&#8220; k\u00f6nnten doch den einen oder anderen ver\u00e4rgern und erkennen lassen, wie tief unsozial die politische Szene inzwischen ist. So etwas wie &#8222;wir sind gegen weitere Bodenversiegelung&#8220; oder &#8222;dann w\u00fcrden wir unsere Klimaschutzziele verfehlen&#8220; wirkt weit unschuldiger.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich verbirgt sich dahinter derselbe Kunstgriff des permanenten Notstands. So, wie die Flut im Ahrtal eigentlich auch die Klimahysterie verst\u00e4rken sollte, aber dann dummerweise das Versagen der politischen Ebene bekannt wurde, ehe die Erz\u00e4hlung vom b\u00f6sen Klimawandel weit genug etabliert war. So, wie Waldbr\u00e4nde in Brandenburg immer Klimafolge sind und niemand mehr nachfragt, warum sich in den privatisierten W\u00e4ldern zehn Jahre lang das Totholz sammelt und man selbst aus dem durchfahrenden Zug den Bruch mehrerer St\u00fcrme sehen kann.<\/p>\n<p>Aus dem gr\u00fcnen Labor wurden weiter neue &#8222;Fortschritte&#8220; ausgeworfen, die den Verfall, der sich immer tiefer in die Infrastruktur und das Sozialsystem grub, verdeckten. Sie verdr\u00e4ngten selbst die Erw\u00e4hnung der sozialen Zust\u00e4nde aus den Medien und halfen, eine Kulisse fortw\u00e4hrender Besserungen zu schaffen, die desto lauter propagiert wurden, je weniger Relevanz sie f\u00fcr die Gesellschaft insgesamt besa\u00dfen. Und dann? Dann legte der simulierte Fortschritt seinen Griff ums Herz.<\/p>\n<h5>Der antideutsche Beitrag<\/h5>\n<p>Dass ausgerechnet die Ukraine den Moment bringt, an dem die tribalistische Zier zur existentiellen Bedrohung wird, h\u00e4ngt an einem weiteren Punkt, der die Versuchung zum simulierten Gutsein so stark machte. Die Bundesrepublik war nie entnazifiziert worden, und diese Tatsache war einer der Ausl\u00f6ser f\u00fcr die starken politischen Bewegungen der 1970er. Denen es dennoch nicht gelang, daran etwas zu \u00e4ndern. Die historischen Untersuchungen, die in den folgenden Jahrzehnten entstanden, belegen f\u00fcr die Bundesrepublik einen derart hohen Anteil ehemaliger NSDAP-Mitglieder in den Ministerien, dass er w\u00e4hrend des Hitlerfaschismus kaum h\u00f6her gelegen haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Aber zu Beginn der 1980er verschwanden zumindest die Personen, wenn auch nicht die Traditionen, in Pension. Und dann kam 1989 und die einzigartige Gelegenheit, sich ein f\u00fcr alle Mal dieser Verstrickung zu entledigen, indem man auf der einen Seite mit dem Finger auf die b\u00f6se DDR wies und sich auf der anderen durch \u00dcberidentifikation mit den US-Amerikanern quasi r\u00fcckwirkend selbst befreite.<\/p>\n<p>Es war ausgerechnet die Bewegung der Antideutschen, deren Gr\u00fcndungsimpuls urspr\u00fcnglich die Bef\u00fcrchtung war, die erweiterte Bundesrepublik k\u00f6nne wieder Gro\u00dfmachtpl\u00e4ne hegen, die genau daf\u00fcr den Weg freimachte. Denn die ganze Phase der Auseinandersetzung von Globke bis Seidl hatte einen Bereich nicht ber\u00fchrt \u2013 den Krieg im Osten. Eine Aufarbeitung dieser Verbrechen hatte noch nicht einmal begonnen. Die Antideutschen, ebenfalls eine Bewegung, bei der sich die Frage stellt, wie viel davon echt und wie viel davon erzeugt war, identifizierten sich erst mit dem Staat Israel (als Vertretung der Opfer) und dann mit den USA. Sie l\u00f6sten f\u00fcr sich das Problem, in der nicht beendeten Auseinandersetzung mit dem deutschen Faschismus eine Position zu beziehen, indem sie sich gewisserma\u00dfen aus der Nation entfernten.<\/p>\n<p>Man m\u00f6ge sich nur einmal, einen Augenblick lang, vorstellen, die Antideutschen h\u00e4tten sich in die andere Richtung gewandt und die deutschen Verbrechen in der Sowjetunion zum Kernst\u00fcck ihrer Ideologie gemacht. Die letzten Jahre w\u00e4ren v\u00f6llig anders verlaufen. Nicht, dass es erstrebenswert w\u00e4re, aber allein der Gedanke, &#8222;Correctiv&#8220; und \u00e4hnliche Zensurtrupps w\u00fcrden tagt\u00e4glich antisowjetische Verschw\u00f6rungstheorien anprangern \u2026 und die Verbundenheit mit Russland w\u00fcrde als Konsequenz aus der deutschen Geschichte zur Staatsdoktrin \u2026<\/p>\n<p>Aber so ist die Geschichte nicht verlaufen. Die Verleugnung der Nation an sich, die der \u00f6kologischen Notstandsideologie und dem Menschenrechtsimperialismus das antideutsche Element hinzuf\u00fcgte, wurde zum Schlussstein einer Entwicklung, die jede soziale Verantwortung verleugnete und sich zum willigen Instrument geopolitischen Machtstrebens machte.<\/p>\n<h5>Heroischer Verrat<\/h5>\n<p>Vielleicht hat der Verlust eines zur Zeit des Kalten Krieges notwendigen Realismus dazu beigetragen, dass heute die Gr\u00fcnen zur Speerspitze der Preisgabe nationaler Interessen wurden. Denn so tief die Westorientierung auch in die bundesdeutsche Politik eingegraben war, es blieb immer noch die objektive Tatsache, dass ein kleiner Fehltritt, eine simple Idiotie US-amerikanischer Politik bedrohlich werden konnte. Ein existentielles Misstrauen war in diesem Verh\u00e4ltnis also unverzichtbar.<\/p>\n<p>Dann war, \u00fcber Jahrzehnte hinweg, die US-Politik etwas, dem man, von gelegentlicher moralischer Emp\u00f6rung abgesehen, entspannt zusehen konnte, denn bei der Unterwerfung Osteuropas war man sich einig, und die Kolonialkriege waren weit weg. Die \u00f6konomische Konkurrenz wurde zwar nach wie vor erbittert ausgetragen, zumindest auf dem Feld der industriellen Produktion (Siemens gegen General Electric und Airbus gegen Boeing), aber man sprach nicht dar\u00fcber. Zum ersten Mal in der bundesdeutschen Geschichte war das Verh\u00e4ltnis zu den USA tats\u00e4chlich entspannt.<\/p>\n<p>Das schlie\u00dft nat\u00fcrlich ein langfristiges Wirken entsprechender Dienste nicht aus, zumal sie sich auch hinter den diversen Stiftungen verbergen k\u00f6nnen, so, wie das in Deutschland auch der Fall ist \u2013 der \u00dcbergang zwischen privater Stiftung, Industriespionage und politischer Agentent\u00e4tigkeit ist flie\u00dfend. Es sind aber immer vorhandene Widerspr\u00fcche, die genutzt werden, und das war im Fall der Gr\u00fcnen nun einmal die entt\u00e4uschte Liebe der 68er-Generation.<\/p>\n<p>Und jetzt? H\u00fcllt sich dieses Gr\u00fcn in Blau-Gelb, posiert als das absolute Gute und predigt den Heroismus des Verzichts. Das transatlantische Liebedienern vereint sich mit dem Wunsch, das heimische Volk zu z\u00fcchtigen, f\u00fcr seinen Benzinverbrauch, seinen Fleischkonsum, seine S\u00fcndhaftigkeit. Gut vorstellbar, dass die gr\u00fcnen Akteure den Verrat jeglichen deutschen Interesses gar nicht als solchen wahrnehmen k\u00f6nnen, sondern dass sie eher die Verlockung am Horizont aufsteigen sehen, dem Land das pr\u00e4industrielle Ideal, das ihnen immer noch vorschwebt, durch einen gewaltsamen Gl\u00fccksgriff aufn\u00f6tigen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Anblick, wie den transatlantischen Betschwestern Marie-Luise Beck und Rebecca Harms in der N\u00e4he ukrainischer Faschisten im Jahr 2014 Tr\u00e4nen der R\u00fchrung in die Augen schossen, h\u00e4tte vielleicht davor warnen m\u00fcssen, dass die Dynamik, die von den verschwiegenen Verbrechen gegen die Sowjetunion ausgeht, nicht weniger komplex und gef\u00e4hrlich ist als jene, die einmal vom Verbrechen an der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung Europas ausging (dass sie in der DDR bekannt waren, ist einer der Gr\u00fcnde, warum die antirussische Propaganda dort nicht so gut funktioniert).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Letzteres durch die immerw\u00e4hrende Heiligsprechung der Opfer gel\u00f6st wurde, endete Ersteres in der Identifikation mit den T\u00e4tern. Ein Melnyk darf deshalb ungestraft herump\u00f6beln, weil er die unbewussten W\u00fcnsche ausspricht, die aus dieser Identifikation entspringen. Die Mischung aus Heldenmut und Untergang, die Kamikaze-Mentalit\u00e4t, die erzeugt wird, um die f\u00fcr Deutschland verheerenden Sanktionen zu st\u00fctzen, sollte eigentlich aufmerken lassen. Die Begeisterung f\u00fcr au\u00dfergesetzliche Macht, die die Gr\u00fcnen immer noch lauter zeigen als der folgsame Rest, ebenfalls. Die Bewunderung f\u00fcr eine ukrainische Kriegsf\u00fchrung, die die eigenen Truppen so bedenken- wie sinnlos opfert, l\u00e4sst ahnen, wie viel Mitgef\u00fchl die deutschen Rentner in einem heizungslosen Winter erwartet.<\/p>\n<p>Um die Gr\u00fcnen wirklich als das zu erkennen, was sie heute sind, muss man sich nur noch ins Ged\u00e4chtnis rufen, dass auch die rassistischen und eugenischen Theorien, die die Nazis umsetzten, zu ihrer Zeit modern waren, geradezu als Stand der (westlichen) Wissenschaft galten. Es gibt nur einen Weg, solchen Sirenenges\u00e4ngen zu entrinnen: das konkrete Wohl konkreter Menschen, die Menschlichkeit, als Ma\u00dfstab anzulegen.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"#nav\">\u2191 nach oben<\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Dagmar Henn ist Mitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild oben: Collage von Ralf Lux unter Verwendung von:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Joschka Fischer auf der Pressekonferenz der Gr\u00fcnen zur Bundestagswahl 1983<br \/>\nFoto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F065084-0014 \/ Schaack, Lothar \/ <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/deed.en\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC-BY-SA 3.0<\/a><br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=5471006\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=5471006<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Abgestorbene Fichten im Erzgebirge 1998<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: bdk, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CC BY-SA 3.0<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=1331377\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=1331377<\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Die Ko-Vorsitzende der Gr\u00fcnen\/EFA im Europaparlament, Rebecca Harms, erh\u00e4lt eine ukrainische Flagge, die von Maidan-Aktivisten signiert wurde (10.12.2012)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Foto: greensefa, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/2.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)<\/a><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/greensefa\/11327740975\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.flickr.com\/photos\/greensefa\/11327740975\/<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Dagmar Henn in drei Teilen<\/b><br \/>\nSeit \u00fcber vierzig Jahren gibt es die Partei der Gr\u00fcnen, und sie hat die deutsche Politik weit st\u00e4rker gepr\u00e4gt, als ihre Regierungsbeteiligungen vermuten lassen. Jetzt macht sie sich daran, den Untergang dieses Landes zu inszenieren. Zeit f\u00fcr eine Bilanz. &#8211; Als die ersten Gr\u00fcnen im Bundestag sa\u00dfen, Pullover strickten und ein Ende der Atombewaffnung forderten, da wirkten sie wie liebensw\u00fcrdige Spinner. Wie wurde daraus diese menschenfeindliche, kriegsl\u00fcsterne Partei, eine Truppe, die leidenschaftlich am v\u00f6lligen Ruin des Landes arbeitet, das sie hervorgebracht hat? Steckte das immer schon in ihnen oder wurde das aus ihnen gemacht, und falls ja, von wem? 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Mai 2018","format":false,"excerpt":"Beitrag von Rainer Rupp Wenn vor dem Hintergrund der allein am letzten Montag mit gezielten Sch\u00fcssen get\u00f6teten 52 pal\u00e4stinensischen Jugendlichen und der \u00fcber 1.200 zum Teil schwerverletzten Menschen verharmlosend von \"gewaltt\u00e4tigen Auseinandersetzungen\" gesprochen wird, als h\u00e4tte es sich um eine 1.-Mai-Demo in Berlin gehandelt, dann ist das eine ungeheuerliche Beleidigung\u2026","rel":"","context":"In &quot;Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t&quot;","block_context":{"text":"Frieden - Antifaschismus - Solidarit\u00e4t","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=13"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Destruction_of_Gaza_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Destruction_of_Gaza_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Destruction_of_Gaza_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Destruction_of_Gaza_800x445.jpg?fit=800%2C445&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":18884,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=18884","url_meta":{"origin":13703,"position":3},"title":"EU-Wahl 2024: Kein Ruf nach Frieden \u2013 fast alle Parteien sind auf R\u00fcstung und Krieg fixiert (Teil 2)","author":"Webredaktion","date":"29. April 2024","format":false,"excerpt":"Teil 2: \u00a0Die 10. EU-Wahl im Schatten des Krieges Kommentar von\u00a0Wolfgang Effenberger Vom 6. bis zum 9. Juni 2024 (in Deutschland am 9. Juni) w\u00e4hlen die\u00a027 Mitgliedsstaaten der EU ein neues Europ\u00e4isches Parlament. Zum ersten Mal sind auch Jugendliche ab 16 Jahren wahlberechtigt. Daf\u00fcr haben sich die GR\u00dcNEN\u00a0seit zwei Jahren\u2026","rel":"","context":"In &quot;Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung&quot;","block_context":{"text":"Demokratie \u2013 Medien \u2013 Aufkl\u00e4rung","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=12"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Effenberger_EU-Wahl_02_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Effenberger_EU-Wahl_02_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Effenberger_EU-Wahl_02_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Effenberger_EU-Wahl_02_800x450.jpg?fit=800%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":11176,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=11176","url_meta":{"origin":13703,"position":4},"title":"Annalena und die verdr\u00e4ngte Wahrheit \u00fcber Rot-Gr\u00fcn","author":"Webredaktion","date":"5. September 2021","format":false,"excerpt":"Beitrag von Dagmar Henn Sich \u00fcber die Kanzlerkandidatin der Gr\u00fcnen Annalena Baerbock lustig zu machen, erfordert nicht viel M\u00fche. Schlie\u00dflich reichen Aufnahmen ihrer zahlreichen Versprecher oder Lebensl\u00e4ufe. Manchmal allerdings sagt sie Dinge, die nicht schlicht mit einem \u00fcberforderten Verstand erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Wie jetzt wieder. Baerbock redet \u00fcber den Pflegenotstand\u2026","rel":"","context":"In &quot;Arbeit &amp; Soziales&quot;","block_context":{"text":"Arbeit &amp; Soziales","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?cat=11"},"img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/baerbock_jeck_auf_gruen_92bd0b6b02_c_800x450.jpg?fit=799%2C450&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200,"srcset":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/baerbock_jeck_auf_gruen_92bd0b6b02_c_800x450.jpg?fit=799%2C450&ssl=1&resize=350%2C200 1x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/baerbock_jeck_auf_gruen_92bd0b6b02_c_800x450.jpg?fit=799%2C450&ssl=1&resize=525%2C300 1.5x, https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/baerbock_jeck_auf_gruen_92bd0b6b02_c_800x450.jpg?fit=799%2C450&ssl=1&resize=700%2C400 2x"},"classes":[]},{"id":14521,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=14521","url_meta":{"origin":13703,"position":5},"title":"Habeck: Von D\u00fcsseldorf in den Sportpalast","author":"Webredaktion","date":"25. Oktober 2022","format":false,"excerpt":"Beitrag von Dagmar Henn Vor einigen Monaten hielt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eine Rede vor Industrievertretern, die beachtenswert war. Nicht, weil sie kluge Gedanken enthalten h\u00e4tte, sondern weil sie sein Verst\u00e4ndnis von \"Demokratie\" bezeugte, das ausgesprochen fragw\u00fcrdig war. Das klang nach Durchregieren, demokratische Prozesse wurden nur als Hindernisse dargestellt. 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