{"id":12842,"date":"2022-04-17T23:59:09","date_gmt":"2022-04-17T21:59:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=12842"},"modified":"2022-05-29T01:45:18","modified_gmt":"2022-05-28T23:45:18","slug":"der-krieg-in-der-ukraine-und-wir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=12842","title":{"rendered":"Der Krieg in der Ukraine und wir"},"content":{"rendered":"<p><a id=\"top\"><\/a>Aus:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=12821\">\u201eFREIDENKER\u201c Nr. 1-22<\/a>, April 2022, S. 22-40, 81. Jahrgang<\/p>\n<p><em>von <strong>Klaus Hartmann<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Anh\u00e4nge:<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#a1\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Die Interessen des \u201eWestens\u201c und das Spiel der NATO<\/span><\/a><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"#a2\">\u201eFehlentscheidung revidieren, US-Stationierung nachholen\u201c<\/a> (Offener Brief von Willy Wimmer)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"#a3\">\u201eF\u00fcr Russland ist der Status der Ukraine eine existenzielle Bedrohung\u201d<\/a> (Rede von Gerorge Friedman)<\/span><\/li>\n<li><a href=\"#a4\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u201eUnsere\u201c Interessen an der Ukraine haben Tradition<\/span><\/a><\/li>\n<li><a href=\"#quellen\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Quellen<\/span><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1072\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1072\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-e1509487447542.png?fit=16%2C16&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"16,16\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon_16\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-e1509487447542.png?fit=16%2C16&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1072\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-e1509487447542.png?resize=16%2C16&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"16\" height=\"16\" \/> <span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Freidenker_2022-01_Hartmann-DerKriegInDerUkraineUndWir.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF-Version<\/a>\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Von Anbeginn ist die Freidenkerbewegung f\u00fcr ihre entschiedene Kriegsgegnerschaft bekannt, und wir sind stolz auf die Frie\u00addensnobelpreistr\u00e4gerin aus unseren Reihen, Bertha von Suttner, mit dem Verm\u00e4chtnis \u201eDie Waffen nieder!\u201c, Titel ihres 1889 er\u00adschienenen Romans. Die Ablehnung des im\u00adperialistischen Krieges kennzeichnet die Akti\u00advit\u00e4ten der Freidenker w\u00e4hrend des 1. Welt\u00adkriegs, in der Novemberrevolution und der Weimarer Republik, im Kampf gegen die Ge\u00adfahr des Hitler-Faschismus und im antifa\u00adschistischen Widerstand. Nach der Befreiung vom Faschismus und bis heute ist f\u00fcr uns die Losung \u201eNie wieder Krieg, nie wieder Faschismus\u201c Verpflichtung und Richtschnur unserer Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Diese Losungen und Handlungsmaximen waren und sind f\u00fcr uns nie abstrakte mo\u00adralische Postulate, die \u00fcber der konkreten geschichtlichen Realit\u00e4t schweben, sondern sie m\u00fcssen und k\u00f6nnen nur in der jeweils gegeben gesellschaftlichen Wirklichkeit, im Klassenkampf, wirksam werden.<\/p>\n<p>Wir w\u00e4ren niemals auf die Idee gekommen, \u201eDie Waffen nieder!\u201c den Verteidigern von Leningrad oder den Sowjetsoldaten in der Schlacht um Stalingrad zuzurufen, weil dies nichts weniger als eine Sabotage des anti\u00adfaschistischen Befreiungskampfes bedeutet h\u00e4tte. Gleicherma\u00dfen waren wir solidarisch mit dem Vietcong im Kampf gegen die US-Invasoren, mit den K\u00e4mpfern gegen die NATO-Aggression gegen Jugoslawien, dem pal\u00e4stinensischen und dem irakischen Wi\u00adderstand und mit den Verteidigern des freien Syriens.<\/p>\n<h5>Wann begann dieser Krieg?<\/h5>\n<p>Die Antwort klingt aus den \u201eQualtit\u00e4tsme\u00addien\u201c, den Reden von Politikern und selbst von Stimmen aus der Friedensbewegung so \u00fcbereinstimmend, dass die Frage zu stellen allein schon vielen befremdlich vorkommt. \u201eDer von Russland am 24.2.2022 begonnene v\u00f6lkerrechtwidrige Krieg gegen die Ukraine weitet sich aus.\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> Das scheint Konsens und wird selten hinterfragt. Aber so einfach die Antwort klingt \u2013 es ist die Unwahrheit.<\/p>\n<p>Warum in aller Welt spricht der Frei\u00addenkerverband seit Jahren \u00fcber den Krieg in der Ukraine, protestiert gegen ihn, unterst\u00fctzt die Solidarit\u00e4t mit der betroffenen Bev\u00f6l\u00adkerung? Der neugew\u00e4hlte Vorsitzende Sebas\u00adtian Bahlo sprach im Juni 2021 im Interview \u00fcber die \u201edie gesteigerte Aggressivit\u00e4t der Imperialisten (\u2026), die dem Schwinden ihrer Einflusssph\u00e4ren nicht kampflos zusehen wol\u00adlen. NATO-Osterweiterung, Krieg in der Ukraine, Sanktionen gegen Russland und Wei\u00dfrussland, Provokationen im S\u00fcdchinesi\u00adschen Meer zeigen die Richtung an.\u201c<\/p>\n<p>In seinem Rechenschaftsbericht an den Verbandstag sagte Sebastian: \u201eWie wir heute klar sehen k\u00f6nnen, hatte die NATO nie einen anderen Daseinszweck als den Krieg gegen Ru\u00dfland vorzubereiten. Als der vorgebliche Feind in Gestalt der Kommunisten abgetreten war, ging es f\u00fcr die NATO erst richtig los. Angriffskrieg gegen Jugoslawien, Osterwei\u00adterung. Die L\u00e4nder an der sowjetischen Westgrenze, die in der Operation Barbarossa mit Deutschland verb\u00fcndet waren, sind heute (mit der wichtigen Ausnahme Finnlands) NATO-Mitglieder. Die Grenze zwischen dem NATO-Mitglied Polen und Wei\u00dfru\u00dfland entspricht fast exakt der Demarkationslinie, welche die deutsche Heeresgruppe Mitte vor achtzig Jahren bei ihrer Invasion \u00fcbertrat. In der Ukraine ist der Krieg schon hei\u00df.<\/p>\n<p>Schuld sind weder Ru\u00dfland noch so ge\u00adnannte \u201aprorussische Separatisten\u2018. Das Aus\u00adeinanderbrechen der Ukraine wurde ohne Not durch den Kiewer Staatsstreich vom Februar 2014 in Kauf genommen, instruiert, finan\u00adziert, politisch-diplomatisch unterst\u00fctzt von den NATO-L\u00e4ndern. Das Donezkbecken wird mit NATO-Waffen angegriffen, diese Woche provozierte ein britisches Kriegsschiff im Schwarzen Meer.\u201c<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Bei einer Veranstaltung der T\u00fcrkischen Kommunistischen Partei sagte ich am 09.05.2015 in Berlin: \u201e70 Jahre nach der Befreiung erleben wir, wie der Imperialismus wieder ein faschistisch durchsetztes Regime, diesmal in Kiew, an die Macht bringt und sich mit ihm milit\u00e4risch verb\u00fcndet. \u201aKrieg gegen das eigene Volk\u2018, in anderen L\u00e4ndern ein Kriegsgrund f\u00fcr den Imperialismus, wird ge\u00adgen die Bev\u00f6lkerung des Donbass akzeptiert, mit Waffenlieferungen, Milit\u00e4rausbildern und S\u00f6ldnern unterst\u00fctzt. Ob brennende Gewerk\u00adschaftsh\u00e4user oder Menschenjagden, politi\u00adsche Morde in Serie und die Verfolgung kom\u00admunistischer und antifaschistischer Organisa\u00adtionen \u2013 alles scheint den verb\u00fcndeten Fa\u00adschisten in Kiew durch die \u201awestliche Werte\u00adgemeinschaft\u2018 erlaubt.\u201c<\/p>\n<p>2015, vor sieben Jahren, beschloss der Vor\u00adstand des Freidenkerverbandes eine Reso\u00adlution zum Tag des Sieges: \u201eNie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Dies bedeutet 2015 vor allem:<\/p>\n<ul>\n<li>Schluss mit den Sanktionen, Verst\u00e4n\u00addigung statt Konfrontation mit Russland!<\/li>\n<li>Keine Unterst\u00fctzung, Steuergelder und Waffen f\u00fcr die profaschistischen Macht\u00adhaber in Kiew!<\/li>\n<li>Solidarit\u00e4t mit den Antifaschistinnen und Antifaschisten in der Ukraine!\u201c<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei unserer Konferenz \u201e1914\/2014 \u2013 Der \u201aWesten\u2018 und Russland\u201c im September 2014 in Berlin zitierte ich den Altkanzler Helmut Schmidt: Der \u201eVersuch der EU-Kommission, die Ukraine anzugliedern (ist) Gr\u00f6\u00dfenwahn, wir haben dort nichts zu suchen. (\u2026) Aber die Gefahr, dass sich die Situation versch\u00e4rft wie im August 1914, w\u00e4chst von Tag zu Tag.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Im Kontrast dazu den damaligen US-Pr\u00e4sidenten Barack Obama: \u201eWir werden Russlands Besetzung und Annexion der Krim oder anderer Teile der Ukraine niemals akzeptieren.\u201c<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Am 06. April 2014 haben wir in hoher Auflage ein Flugblatt (Bild n.Seite) mit dem Titel \u201eDer Aggressor hei\u00dft NATO\u201c verteilt, das mit den Worten beginnt:<\/p>\n<p>\u201eSeit dem Staatsstreich in der Ukraine vom 22. Februar 2014 und insbesondere im Zuge der Entwicklungen auf der Schwarzmeerhalb\u00adinsel Krim hat in den USA, den NATO- und EU-L\u00e4ndern eine politisch-mediale Kampag\u00adne Fahrt aufgenommen, die Russland und insbesondere den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin hysterisch der r\u00fccksichtslosen Gro\u00dfmachtpolitik und des v\u00f6lkerrechtswid\u00adrigen \u201aLandraubs\u2018 bezichtigt. Seitens der f\u00fch\u00adrenden NATO-Regierungen wird die Einglie\u00adderung der Krim in die Russische F\u00f6deration als \u201av\u00f6lkerrechtswidrige Annexion\u2018 gebrand\u00admarkt.<\/p>\n<p>Mit dieser Kampagne soll der tats\u00e4chliche Charakter der Krise um die Ukraine als eines anti-russischen Man\u00f6vers verschleiert und weitere feindliche Akte gegen\u00fcber der Rus\u00adsischen F\u00f6deration psychologisch vorbereitet werden.\u201c<\/p>\n<p>Da die aktuellen Vorw\u00fcrfe den von vor acht Jahren entsprechen, zitiere ich etwas aus\u00adf\u00fchrlicher aus unserer Erkl\u00e4rung. Zur behaup\u00adteten V\u00f6lkerrechtswidrigkeit schrieben wir:<\/p>\n<h5>\u201eSouver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine durch NATO-inspirierten Putsch verletzt<\/h5>\n<p>Die Argumente, mit denen Russland V\u00f6lker\u00adrechtsbruch nachgewiesen werden soll, gehen abstrakt von der Pr\u00e4misse aus, dass Russland aus heiterem Himmel ein St\u00fcck eines souver\u00e4nen Staats abgetrennt h\u00e4tte. Was dagegen wirklich in der Ukraine geschehen war: durch einen gewaltt\u00e4tigen Putsch wurde die rechtm\u00e4\u00dfig gebildete und international anerkannte Regierung in Kiew gest\u00fcrzt. NATO-treue Kr\u00e4fte unterst\u00fctzten diesen Gewaltakt \u00fcber verschiedene Kan\u00e4le.<\/p>\n<p>Der so genannte \u201a\u00dcbergangs-Regierungs\u00adchef\u2018 Arsenij Jazenjuk ist ein notorischer NATO-Kollaborateur.<\/p>\n<p>Dies stellte eine verdeckte NATO-Aggres\u00adsion gegen die Ukraine dar. Sofort zeigte sich, dass die Putschregierung \u00fcber gro\u00dfe Teile des Landes keine Kontrolle hat. Trotzdem wurde sie im Eilverfahren von den USA, den NATO- und EU-Staaten als legitime Vertre\u00adtung der Ukraine anerkannt. Die Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t der Ukraine wurde durch die NATO-Regierungen verletzt.<\/p>\n<p>Denn es waren die USA, die NATO und die EU, die dadurch faktisch einen Teil der Ukraine unter ihren Einfluss brachten, unter Bruch des V\u00f6lkerrechts und der ukrainischen Verfassung. Die sogenannte \u201a\u00dcbergangsregie\u00adrung\u2018 in Kiew wurde von niemandem ge\u00adw\u00e4hlt, sondern mit ungesetzlichen gewalt\u00adt\u00e4tigen Mitteln an die Stelle der alten Staats\u00adf\u00fchrung gesetzt. Schon schlie\u00dft die EU mit den Putschisten den ersten Teil eines Asso\u00adziierungsabkommens, einen v\u00f6lkerrechtli\u00adchen Vertrag, der sogar die \u201aIntegration\u2018 der Ukraine in die milit\u00e4rischen EU-Strukturen beinhaltet.<\/p>\n<p>Und das, obwohl andere Landesteile noch von den bisherigen legitimen Staatsorganen kontrolliert werden. Dies ist nichts anderes als eine faktische Abtrennung der Westukraine durch die genannten westlichen L\u00e4nder. Sie sind es, die in Wahrheit \u201aFakten schaffen\u2018, ein Vorwurf, den sie unentwegt an Russland richten.<\/p>\n<p>Unter diesen Umst\u00e4nden kann man bei der Eingliederung der Krim in die Russische F\u00f6deration nicht von einer Annexion sprechen. Sie stellt den freiwilligen Beitritt des verbliebenen souver\u00e4nen Teils der Ukraine zu Russland dar. Denn die Krim war der einzige Landesteil, in dem nach dem Putsch noch unumschr\u00e4nkt die verfassungsm\u00e4\u00dfige Ord\u00adnung herrschte. Da sowohl die Bev\u00f6lkerung der Krim als auch die strategischen Interessen Russlands im schwarzen Meer durch die Kiewer Ereignisse bedroht wurden, war schnelles Handeln geboten.\u201c<\/p>\n<p>In den Jahren seit 2014 sind im <em>Freidenker<\/em> und auf unserer Webseite ungez\u00e4hlte Beitr\u00e4ge zum Krieg in der Ukraine erschienen, wir haben Petionen gegen die antirussischen Sanktionen unterst\u00fctzt, Interviews gegeben, einen Offenen Brief an Kanzlerin Merkel geschrieben, veranstalteten Konferenzen zum Thema und waren an vielen Anti\u00adkriegsprotesten beteiligt.<\/p>\n<p>Da wir uns nicht gegen eine Fata Morgana engagiert, nicht ein Phantom bek\u00e4mpft ha\u00adben, bleibt nur ein realistischer Schluss: <strong><em>Der Krieg in der Ukraine dauert seit 2014 an!<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Daraus folgen freilich weitere Fragen: Wa\u00adrum steht der Krieg erst seit Februar 2022 im Mittelpunkt aller Medien-Berichte und Politi\u00adker-Erkl\u00e4rungen? Gab es in dem schon acht Jahre dauernden Krieg keine Opfer? Als Randbemerkung, meist im letzten Satz, konn\u00adte man in den vergangenen Jahren immer wie\u00adder lesen: \u201eUN-Sch\u00e4tzungen zufolge kamen in dem Konflikt bereits mehr als 13.000 Menschen ums Leben.\u201c (<em>ard-tagesschau<\/em>, 27.10.2021)<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Doch in die Schlagzeilen oder gar Sonder\u00adsendungen brachten es diese Toten nie. Waren es die \u201efalschen Opfer\u201c? Weil sie es mit dem \u201eFeind\u201c hielten, statt mit \u201euns\u201c, der NATO, dem \u201eWertewesten\u201c? Das w\u00e4re, das ist eine heuchlerische Doppelmoral und das Gegenteil von Humanit\u00e4t.<\/p>\n<h5>Wie steht es um das V\u00f6lkerrecht?<\/h5>\n<p>Art. 2 Nr. 4 der UN-Charta verbietet den Ge\u00adbrauch und die Androhung milit\u00e4rischer Gewalt: \u201eAlle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabh\u00e4ngigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.\u201c<\/p>\n<p>Die Ausnahme von der Regel steht in Artikel 51: \u201eDiese Charta beeintr\u00e4chtigt im Falle eines bewaffneten Angriffs gegen ein Mitglied der Vereinten Nationen keineswegs das naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung, bis der Sichereitsrat die zur Wahrung des Weltfrie\u00addens und der internationalen Sicherheit erforderlichen Ma\u00dfnahmen getroffen hat. Ma\u00dfnahmen, die ein Mitglied in Aus\u00fcbung dieses Selbstverteidigungsrechts trifft, sind dem Sicherheitsrat sofort anzuzeigen; sie be\u00adr\u00fchren in keiner Weise dessen auf dieser Charta beruhende Befugnis und Pflicht, jederzeit die Ma\u00dfnahmen zu treffen, die er zur Wahrung oder Wiederherstellung des Welt\u00adfriedens und der internationalen Sicherheit f\u00fcr erforderlich h\u00e4lt.\u201c<\/p>\n<p>Man kann das auch so zusammenfassen: \u201eEs gibt eben nach dem V\u00f6lkerrecht keine guten und b\u00f6sen Kriege, sondern nur verbotene Angriffs- und erlaubte Verteidigungskriege.\u201c \u201eEs gibt eben generell ein Selbstverteidi\u00adgungsrecht \u00fcberfallener L\u00e4nder.\u201c Das sind die Worte von \u2013 Gregor Gysi!<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a> Allerdings stehen sie in seinem Brief, in dem er die Kritik einiger linkerer Linken an der Erkl\u00e4rung der Partei- und Fraktionsspitze zu ihrem Abstimmungs\u00adverhalten im Bundestag zu Waffenlieferungen an die Ukraine kritisiert.<\/p>\n<p>Aber die Parteistreitereien beiseite, ist genau dies der Punkt, um den es geht: Ver\u00adst\u00f6\u00dft das Eingreifen Russlands in den Krieg gegen das Gewaltverbot und gegen die Sou\u00adver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine, oder handelt es sich um die Wahrnehmung des auch den Volksre\u00adpubliken Donezk und Lugansk zustehenden Selbstverteidigungsrechts?<\/p>\n<h5>Pr\u00e4sident Putins Begr\u00fcndung<\/h5>\n<p>\u201eWir sehen, dass die Kr\u00e4fte, die 2014 den Staatsstreich in der Ukraine inszeniert haben, die Macht ergriffen haben, sie mit der Hilfe dekorativer Wahlverfahren behalten und den Weg einer friedlichen Konfliktl\u00f6sung ver\u00adlassen haben. Acht Jahre lang, acht endlose Jahre lang haben wir alles M\u00f6gliche getan, um die Situation mit friedlichen politischen Mitteln zu regeln. Alles war vergeblich.<\/p>\n<p>Wie ich bereits in meiner letzten Rede sagte, kann man nicht ohne Mitgef\u00fchl auf das schauen, was dort geschieht. Es ist un\u00adm\u00f6glich geworden, es zu tolerieren. Wir m\u00fcssen diese Gr\u00e4ueltaten, diesen V\u00f6lker\u00admord an Millionen von Menschen, die dort leben und die ihre Hoffnungen auf Russland, auf uns alle gesetzt haben, beenden. Ihre Hoffnungen, die Gef\u00fchle und der Schmerz dieser Menschen waren die Hauptmoti\u00advation f\u00fcr unsere Entscheidung, die Unab\u00adh\u00e4ngigkeit der Volksrepubliken in Donbass anzuerkennen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte zus\u00e4tzlich Folgendes betonen. Die f\u00fchrenden Nato-L\u00e4nder unterst\u00fctzen zum Erreichen ihrer eigenen Ziele extreme Nationalisten und Neonazis in der Ukraine, die ihrerseits den Bewohnern der Krim und Sewastopols ihre freie Entscheidung f\u00fcr die Wiedervereinigung mit Russland nie ver\u00adzeihen werden.<\/p>\n<p>Sie werden zweifellos versuchen, auf der Krim einen Krieg zu provozieren, wie sie es im Donbass getan haben, um unschuldige Menschen zu t\u00f6ten, wie es die Mitglieder der Strafeinheiten der ukrainischen Nationa\u00adlisten, Hitlers Komplizen im Gro\u00dfen Vater\u00adl\u00e4ndischen Krieg, getan haben. Sie erheben auch unverhohlen Anspruch auf eine ganze Reihe anderer russischer Gebiete.<\/p>\n<p>Betrachtet man die Abfolge der Ereignisse und die eingehenden Berichte, so ist der Showdown zwischen Russland und diesen Kr\u00e4ften nicht zu vermeiden. Es ist nur eine Frage der Zeit. Sie bereiten sich vor und warten auf den richtigen Moment. Sie sind sogar so weit gegangen, dass sie den Erwerb von Atomwaffen anstreben. Das werden wir nicht zulassen. (\u2026)<\/p>\n<p>Man hat uns einfach keine andere M\u00f6glichkeit gelassen, Russland und unser Volk zu verteidigen, als die, zu der wir heute greifen m\u00fcssen. Die Umst\u00e4nde verlangen von uns entschlossenes und sofortiges Handeln. Die Volksrepubliken des Donbass haben Russland um Hilfe gebeten.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang habe ich, gem\u00e4\u00df Kapitel 7 Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen, mit der Zustimmung des russischen F\u00f6derationsrates und in Umsetzung der von der F\u00f6deralen Versammlung am 22. Februar dieses Jahres ratifizierten Vertr\u00e4ge \u00fcber Freundschaft und gegenseitigen Beistand mit der Volksrepublik Donezk und der Volks\u00adrepublik Lugansk, die Entscheidung getrof\u00adfen, eine Sonder-Milit\u00e4roperation durchzu\u00adf\u00fchren.<\/p>\n<p>Ihr Ziel ist der Schutz der Menschen, die seit acht Jahren Misshandlung und Genozid ausgesetzt sind. Und zu diesem Zweck wer\u00adden wir uns um die Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine bem\u00fchen und diejenigen vor Gericht stellen, die zahlreiche blutige Verbrechen gegen die Zivilbev\u00f6lke\u00adrung, einschlie\u00dflich der B\u00fcrger der Russi\u00adschen F\u00f6deration, begangen haben.\u201c<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>V\u00f6lkerrechtswidrig \u2013 ja oder nein?<\/h5>\n<p>Die entscheidende Frage zur Beurteilung lautet: Kommt den Volksrepubliken Donezk und Lugansk das Recht auf Eigenst\u00e4ndigkeit zu, wie es die Russische F\u00f6deration am 22.02.2022 anerkannt hat, oder sind sie wei\u00adterhin als Teile der Ukraine anzusehen?<\/p>\n<p>Dazu m\u00fcssen wir ins Jahr 2014 zur\u00fcck\u00adblicken, auf den sogenannten \u201eEuro-Mai\u00addan\u201c. Am 21.02.2014 hatten Pr\u00e4sident Janu\u00adkowitsch und Vertreter der Opposition die \u00dcbereinkunft f\u00fcr eine friedliche L\u00f6sung der Krise unterzeichnet (u. a. mit vorgezogenen Wahlen im Dezember 2014). Bundesau\u00dfen\u00administer Steinmeier sowie seine polnischen und franz\u00f6sischen Kollegen Radoslaw Sikor\u00adski und Laurent Fabius garantierten die Ein\u00adhaltung des Kompromisspapiers. Januko\u00adwitsch hielt sich an die Vereinbarung, die Polizei wurde von den Stra\u00dfen abgezogen.<\/p>\n<p>Tags zuvor hatten Scharfsch\u00fctzen auf den Maidan gefeuert, eine Kommission unter Lei\u00adtung eines Staatsanwalts der nationalistischen Swoboda-Partei schanzte alle Schuld an dem Massaker den Berkut-Polizeieinheiten der Re\u00adgierung zu. Das wurde in den Westmedien begierig nacherz\u00e4hlt. Jedoch befand sich das Konservatorium, von dessen Dach gefeuert wurde, an jenem Tag unter Kontrolle von Maidan-Einheiten, deren Einsatz die Nazi-Parteigr\u00fcnders Andrij Parubij und Dmytro Jarosch, Chef der Einheit \u201eRechter Sektor\u201c, kontrollierten. Von den ca. 80 Erschossenen waren auch 20 Berkut-Polizisten.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>\u201eDie Demonstranten auf dem Maidan aber lehnen das Abkommen ab\u201c und \u201eJanuko\u00adwitsch flieht in der Nacht in die Ostukraine\u201c, geht die Erz\u00e4hlung weiter.<a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Steinmeier wollte von dem tags zuvor ausgehandelten Abkommen nichts mehr wissen und rechtfertigte den Putsch damit, dass der damalige Pr\u00e4sident Wiktor Januko\u00adwitsch \u201egeflohen\u201d und daher ein Staatsnot\u00adstand ausgebrochen w\u00e4re. Tats\u00e4chlich hatte Janukowitsch Kiew verlassen, um bei einem Parteitag seiner \u201ePartei der Regionen\u201d im ost-ukrainischen Charkow zu sprechen. Am 22.02.14 st\u00fcrmte der \u201eRechte Sektor\u201d Regie\u00adrungsviertel und Parlament. Parlamentarier wurden verpr\u00fcgelt und unter Druck gesetzt, um Pr\u00e4sident Janukowitsch abzuw\u00e4hlen \u2013 was in der ukrainischen Verfassung nicht vorgesehen ist.<\/p>\n<p>Dem Maidan-Putsch unter dominierender Mitwirkung der extremen Rechten folgte die Einsetzung einer nicht verfassungsm\u00e4\u00dfigen Regierung, die Rehabilitierung faschistischer Verbrecher und eine Zwangsukrainisierung auf sprachlicher Ebene. Sie hoben das Gesetz auf, das den Status der russischen Sprache im Osten und S\u00fcden des Landes garantierte.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a> Russisch verlor seinen Status als Amtssprache und durfte fortan weder in der Verwaltung noch im Bildungswesen verwendet werden. Kinder mussten nun in Ukrainisch unter\u00adrichtet werden, auch wenn deren Eltern diese Sprache nicht beherrschten.<\/p>\n<h5>Volksaufstand gegen \u201eEuro-Maidan\u201c \u2013 Putschisten reagieren mit Gewalt<\/h5>\n<p>Der entfesselte extreme Nationalismus und die Diskriminierung der russischsprachigen Bev\u00f6lkerung f\u00fchrten zu einer gerechten Emp\u00f6rung im Osten der Ukraine. Es kam am 1.und 2. M\u00e4rz 2014 in den \u00f6stlichen Landes\u00adteilen zu Protesten und zum Volksaufstand, der \u00fcber die Besetzung lokaler und regionaler Regierungsgeb\u00e4ude schlie\u00dflich zur Proklama\u00adtion der Unabh\u00e4ngigkeit von den Kiewer Zentralbeh\u00f6rden f\u00fchrte. Das illegale, durch Staatsstreich an die Macht gelangte Kiewer Regime sollte keine Regierungsgewalt \u00fcber den Donbass erlangen.<\/p>\n<p>Gegen die zunehmende rassistische Hetze des Maidan-Regimes gegen alles Russische setzten die so Bedrohten eine authentische antifaschistische Volksrevolution. Am 7.April 2014 wurden in Donezk und am 27. April 2014 in Lugansk Volksrepubliken ausgerufen.<\/p>\n<p>Kiew suchte nicht nach einer politischen L\u00f6sung f\u00fcr die legitime Unzufriedenheit eines Teils seiner Bev\u00f6lkerung im Osten, sondern rief eine \u201eAnti-Terror-Operation\u201c aus und wollte die milit\u00e4rische Entscheidung, womit im April 2014 der B\u00fcrgerkrieg begann. Gegen die Volksmilizen der \u201eSeparatisten\u201c wurden insbesondere Neonazi-Bataillone an die Front geschickt, die ungestraft \u00dcbergriffe begingen. Dar\u00fcber wurde, l\u00e4ngst vergessen, sogar \u201ebei uns\u201c berichtet: \u201eSchmutziger Kampf in der Ukraine: Neonazis im Dienst der Regie\u00adrung\u201c.<a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>In Odessa haben Nationalisten am 2. Mai 2014 im Gewerkschaftshaus 48 Gegner des Putsches bei lebendigem Leib verbrannt, nie\u00admand wurde bestraft.<\/p>\n<p>Die gegen das Putsch-Regime aufst\u00e4n\u00addischen ostukrainischen B\u00fcrger wurden von der Kiewer Propaganda fortan \u201eprorussische Separatisten\u201c genannt, und die Westmedien folgten breitwillig. Damit soll aus dem Bewusstsein verdr\u00e4ngt werden, dass hier \u00fcber 4 Millionen Menschen leben. Mit dieser perfiden Methode wird die Bev\u00f6lkerung entmenschlicht, ihre Opfer z\u00e4hlen nicht, sie sind sozusagen \u201eselbst schuld\u201c.<\/p>\n<h5>Was wurde aus den \u201eMinsker Vereinbarungen\u201c?<\/h5>\n<p>Um die Gewalt zu beenden, wurde am 5. September 2014 in Minsk das Minsker Proto\u00adkoll (Minsk-I), unterzeichnet, das einen Waffenstillstand vorsah, Kiew setzte jedoch seine Angriffe auf den Donbass fort, erlitt aber im Januar\/Februar 2015 eine schwere Nie\u00adderlage in der Schlacht um Debalzewo.<\/p>\n<p>Es folgte das Abkommen Minsk II, beteiligt wiederum Deutschland, Frankreich, Russ\u00adland und die Ukraine, die Donbass -Re\u00adpubliken unterschrieben \u00fcber eine Kontakt\u00adgruppe ebenfalls. Ergebnisse: Sofortiger Waf\u00adfenstillstand, Abzug aller schweren Waffen, OSZE-\u00dcberwachung, und sofort soll ein Dia\u00adlog \u00fcber die Modalit\u00e4ten der Durchf\u00fchrung regionaler Wahlen, \u2026 ebenso \u00fcber den k\u00fcnftigen Status dieser Gebiete\u201c stattfinden.<a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Das Abkommen sollte dem B\u00fcrgerkrieg ein Ende setzen und die Einheit des Landes bewahren, scheiterte aber an der Weigerung der ukrainischen F\u00fchrung, zentrale Punkte des Abkommens umzusetzen, insbesondere, die Gesetze und Verfassungs\u00e4nderungen, die diesen Republiken einen autonomen Status im Rahmen der Ukraine sichert, in direkten Verhandlungen zwischen der Zentralregie\u00adrung und den Vertretern der Donbass-Re\u00adpubliken zu vereinbaren.<\/p>\n<p>Russland beantragte am 13. Februar 2015 im UN-Sicherheitsrat eine Resolution, mit der die Minsk II-Vereinbarungen unterst\u00fctzt und ihre Umsetzung gefordert wird. Der Entwurf wurde am 17. Februar 2015 einstimmig als Resolution 2202 (2015) verabschiedet. Damit ist <strong><em>Minsk II geltendes Internationales Recht!<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Von West-Politikern und Medien wurde das Abkommen jedoch sofort als \u201eSieg Pu\u00adtins\u201c kritisiert, da Russland nicht als Konflikt\u00adpartei gebrandmarkt, sondern als Garantie\u00admacht des Abkommens ebenso wie Frank\u00adreich und Deutschland anerkannt wurde.<a href=\"#_ftn13\" name=\"_ftnref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a> In der Folge, sieben Jahre lang, tat der Westen nichts, um seinen \u201eSch\u00fctzling\u201c Ukraine zur Erf\u00fcllung des Abkommens anzuhalten.<\/p>\n<p>Im Gegenteil und im Widerspruch zu Minsk II erkl\u00e4rte der Sonderbeauftragte des US-Au\u00dfenministeriums f\u00fcr die Ukraine, Kurt Volker am 23.01.2018, \u201edass die von Russ\u00adland geschaffenen DNR- und LNR-Forma\u00adtionen im Donbass aufgel\u00f6st werden sollten, da sie nicht mit der Verfassung der Ukraine vereinbar seien.\u201c<a href=\"#_ftn14\" name=\"_ftnref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Selbst der Waffenstillstand und die Trup\u00adpenentflechtung entlang der \u201eKontaktlinie\u201c waren nur begrenzt haltbar, allein 2017 regi\u00adstrierte die OSZE \u00fcber 400.000 Verst\u00f6\u00dfe.<a href=\"#_ftn15\" name=\"_ftnref15\"><sup>[15]<\/sup><\/a> Im Verlauf von acht Jahren kamen bis jetzt \u00fcber 14.000 Menschen im Dobass ums Leben.<\/p>\n<p>Das letzte Au\u00dfenminister-Treffen im \u201eNor\u00admandie-Format\u201c (Deutschland, Frankreich, Russland, Ukraine), hat am 19.12.2019 statt\u00adgefunden, doch wenige Tage danach relati\u00advierte Pr\u00e4sident Selensky wieder die getrof\u00adfenen Vereinbarungen zur Umsetzung von Minsk II.<a href=\"#_ftn16\" name=\"_ftnref16\"><sup>[16]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Am 24.03.2021 erlie\u00df er das Dekret Nr. 117 zur Umsetzung der Entscheidung des Natio\u00adnalen Sicherheits- und Verteidigungsrates vom 11.03.2021, \u201edie vor\u00fcbergehende Beset\u00adzung\u201c der Krim und des Donbass zu been\u00adden.<a href=\"#_ftn17\" name=\"_ftnref17\"><sup>[17]<\/sup><\/a> Auch diese definitive Absage an Minsk II stie\u00df bei den westlichen Garantiem\u00e4chten auf kein Wort der Kritik.<\/p>\n<p>Stattdessen gingen Paris und Berlin dazu \u00fcber, das Abkommen eigenh\u00e4ndig zu beerdi\u00adgen: Im Oktober 2021 schlugen sie ein Treffen vor, doch als die russische Seite (29.10.22) ei\u00adne gute Vorbereitung und substanzielle Ver\u00adeinbarungen verlangte, lehnten sie ab (04. 11.22), weil Russland einen direkten Dialog zwischen Kiew und dem Donbass forderte.<\/p>\n<p>\u201eDas allerdings ist einer der zentralen Punkte des Minsker Abkommens. Wenn Berlin und Paris das nun als unannehmbar bezeichnen, dann beerdigen sie de facto das Minsker Abkommen.\u201c<a href=\"#_ftn18\" name=\"_ftnref18\"><sup>[18]<\/sup><\/a> Am 15.11.22 trafen sich die Au\u00dfenminister der Ukraine, Deutsch\u00adlands und Frankreichs, um Russland \u00f6ffent\u00adlich vorzuwerfen, es habe sich \u201ezum wieder\u00adholten Male\u201c einem Ministertreffen im Nor\u00admandie-Format verweigert.\u201c Mit seiner Er\u00adwiderung ver\u00f6ffentlichte Au\u00dfenminister Lawrow entgegen dilpomatischer Gepflogen\u00adheiten den kompletten Briefwechsel:<\/p>\n<p>\u201eIch bin sicher, dass Sie die Notwendigkeit dieses unkonventionellen Schrittes verstehen, denn es geht darum, der Weltgemeinschaft die Wahrheit dar\u00fcber zu vermitteln, wer die v\u00f6lkerrechtlichen Verpflichtungen wie erf\u00fcllt, die auf h\u00f6chster Ebene vereinbart wurden.\u201c<\/p>\n<h5>Vor einer Offensive gegen den Donbass<\/h5>\n<p>Seit dem 12. Februar 2022 gab es eine extreme Zunahme an Explosionen besonders im Gebiet von Donezk und Lugansk. Der Schweizer General a.D. Jacques Baud: \u201eDas ist nur bekannt, weil alles von der OSZE-Mission im Donbas protokolliert wurde. Es handelte sich sicher um den Anfang einer Offensive gegen den Donbas. Dieses Vor\u00adgehen des ukrainischen Milit\u00e4rs hat im Grunde genommen alles ausgel\u00f6st. Zu diesem Zeitpunkt war f\u00fcr Putin klar, dass die Ukraine eine Offensive gegen die beiden Republiken durchf\u00fchren will.\u201c<a href=\"#_ftn19\" name=\"_ftnref19\"><sup>[19]<\/sup><\/a> <em>(Wir ver\u00f6ffentlichen das Interview mit Jacques Baud leicht gek\u00fcrzt am Ende dieses Beitrags.)<\/em><\/p>\n<p>Arnold Sch\u00f6lzel: \u201eAm 17. Februar begann die ukrainische Artillerie, die seit acht Jahren Wohngebiete im Donbass beschie\u00dft, die Kanonade auf erheblich entferntere Viertel auszudehnen. Diese Ausweitung war ohne USA und NATO in der Tat undenkbar.\u201c<a href=\"#_ftn20\" name=\"_ftnref20\"><sup>[20]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Am 15.02.2022 hat die russische Duma einen Antrag der Kommunistischen Partei Russlands zur Anerkennung der Volksrepu\u00adbliken DVR und LVR mit 351 gegen 16 Stimmen angenommen. Der Alternativantrag der Mehrheitspartei Einiges Russland, die Aufforderung zun\u00e4chst durch die Regierung pr\u00fcfen zu lasse, wurde abgelehnt. Die Begr\u00fcn\u00addung lautete, dass sich die Ukraine nicht an die Minsker Vereinbarungen halte. Mit der Anerkennung soll der Schutz der Einwohner der Republiken vor \u00e4u\u00dferen Bedrohungen gew\u00e4hrleistet werden.<a href=\"#_ftn21\" name=\"_ftnref21\"><sup>[21]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die KPFR erkl\u00e4rte: \u201eDie eigentliche Ur\u00adsache der Krise ist, dass die amerikanischen Marionettenspieler der Kiewer F\u00fchrung und der Bandera-Banden beharrlich versuchen, ein Schlachthaus im Donbass zu organisieren. Zur Verfolgung ihrer geopolitischen Ziele sind sie erneut bereit, Blutvergie\u00dfen zu insze\u00adnieren. Praktisch alle kampff\u00e4higen Einheiten der ukrainischen Streitkr\u00e4fte sind an der Gren\u00adze zur DVR und LVR stationiert: 125.000 Soldaten und Offiziere. Schwere Artillerie und Panzer werden dorthin verlegt. Es wird st\u00e4ndig Luftaufkl\u00e4rung betrieben. Alles deutet darauf hin, dass eine offensive Operation gegen die Volksrepubliken Donezk und Lugansk vorbereitet wird. <strong><em>Die Anerkennung der DVR und der LVR muss die entschlossene Antwort Russlands auf die Provokationen der USA sein<\/em><\/strong>.\u201c<a href=\"#_ftn22\" name=\"_ftnref22\"><sup>[22]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die DVR und die LVR, die aufgrund der Referenden 2014 ihre Unabh\u00e4ngigkeit erkl\u00e4rt hatten, waren sieben Jahre lang bereit, als Re\u00adgionen mit Sonderstatus Teil der Ukraine zu sein, wie es in den Minsker Vereinbarungen festgeschrieben ist. Nach der Kiewer Abkehr von Minsk II baten am 21. Februar 2022 die Oberh\u00e4upter der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Denis Puschylin und Leonid Pasetschnik, den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin um die Anerkennung der Unabh\u00e4ngigkeit der beiden Republiken.<a href=\"#_ftn23\" name=\"_ftnref23\"><sup>[23]<\/sup><\/a><\/p>\n<ul>\n<li>Die Sezession der Donbass-Republiken ist kein Versto\u00df gegen das V\u00f6lkerrecht, denn dies ist eine innerstaatliche Ange\u00adlegenheit, zu der das Internationale Recht naturgem\u00e4\u00df nichts sagt.<\/li>\n<li>Sie verst\u00f6\u00dft wahrscheinlich gegen die ukrainische Verfassung, doch diese wurde von den Putschisten suspendiert.<\/li>\n<li>Die russiche Anerkennung verst\u00f6\u00dft auch nicht gegen das V\u00f6lkerrecht, und an die ukrainische Verfassung ist Russland nicht gebunden.<\/li>\n<li>Nach den anschlie\u00dfend angenommenen Vertr\u00e4gen \u00fcber Beistand und Freund\u00adschaft zwischen Russland und den Donbass-Republiken waren die Bedin\u00adgungen f\u00fcr die Wahrnehmung des Rechts auf Selbstverteidigung gem. UN-Charta gegeben.<\/li>\n<\/ul>\n<h5>\u201eWestliche Wertegemeinschaft\u201c fest an der Seite der Putschisten<\/h5>\n<p>\u201eKurz nach dem Putsch von 2014, im Jahr 2015, errichteten die Putschisten das so ge\u00adnannte International Peacekeeping and Secu\u00adrity Center, eine von den USA betriebene Milit\u00e4rbasis im Westen der Ukraine, nahe der polnischen Grenze, die laut New York Times vom 14. M\u00e4rz 2022\u201a seit 2015 eine Dreh\u00adscheibe f\u00fcr westliche Milit\u00e4rs zur Ausbildung ukrainischer Streitkr\u00e4fte\u2018 war.<\/p>\n<p>Die Times f\u00fcgte hinzu: \u201aTruppen aus den Vereinigten Staaten, Gro\u00dfbritannien, Kana\u00adda, Polen, Schweden und D\u00e4nemark haben dort unter anderem 35.000 Ukrainer im Rah\u00admen eines Projekts namens &#8218;Operation Uni\u00adfier&#8216; ausgebildet.\u2018 Das ist die \u201aOperation\u2018, die darauf abzielte, die Westukraine mit der rus\u00adsischsprachigen Bev\u00f6lkerung im Osten und S\u00fcden, die den faschistischen Putsch ablehn\u00adte, gewaltsam zu \u201avereinen\u2018. Zu den von den USA bezahlten Truppen geh\u00f6rten die moder\u00adnen Nachfahren der privatisierten Black\u00adwater-Truppen von Erik Prince, die w\u00e4hrend des Regimewechsel-Kriegs \u2026 im Irak Zivilisten abschlachteten und 1,5 Millionen Iraker t\u00f6teten.\u201c<a href=\"#_ftn24\" name=\"_ftnref24\"><sup>[24]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Am 24.04.2014 antwortete die Bundesre\u00adgierung auf eine Kleine Anfrage der LINKEN Abgeordneten Dr. Alexander Neu et al. betr. \u201eZusammenarbeit zwischen der Ukraine und der NATO bis Mitte M\u00e4rz 2014\u201c:<\/p>\n<p>\u201e\u2026 Die Ukraine hat bisher an fast allen NATO-gef\u00fchrten Operationen teilgenommen und stellt regelm\u00e4\u00dfig Kr\u00e4fte f\u00fcr die schnelle Eingreiftruppe (NATO Response Force). Um die hierf\u00fcr notwendige Interoperabilit\u00e4t der Streitkr\u00e4fte zu gew\u00e4hrleisten, ist die Ukraine eng in das \u00dcbungsprogramm der NATO eingebunden und nimmt an Standardisie\u00adrungsma\u00dfnahmen teil. Ferner nimmt die Ukraine als Partner der NATO an Formaten wie z. B. dem Euro-Atlantischen Partner\u00adschaftsrat teil und kann auf eine Vielzahl von Kooperationsangeboten zugreifen, die allen Partnerstaaten der NATO offenstehen. [\u2026]\u201c<a href=\"#_ftn25\" name=\"_ftnref25\"><sup>[25]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk wurden am 27. Februar 2022 im Bundestag stehende Ovationen entgegenge\u00adbracht \u2013 obwohl oder weil der Nazi-Verehrer am Grab des ukrainischen Faschisten Ban\u00addera in M\u00fcnchen Blumen niedergelegt hatte, ist unklar.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung \u201eversprach\u201c Waffen\u00adlieferungen an die Ukraine und will ein \u201eSonderverm\u00f6gen\u201c von 100 Milliarden Euro f\u00fcr die Aufr\u00fcstung auflegen. So ein \u201eSonder\u00adverm\u00f6gen\u201c hie\u00df fr\u00fcher schlicht und ergreifend Kriegskredite. Damit hat die Sozialdemo\u00adkratie seit 1914 einschl\u00e4gige Erfahrungen.<\/p>\n<p>Voller Zufriedenheit berichtete Nato-Gene\u00adralsekret\u00e4r Jens Stoltenberg am 17.03.2022: \u201eMan muss bedenken, dass seit der illegalen Annexion der Krim 2014 die Nato-Alliierten Zehntausende von ukrainischen Soldaten geschult haben, die jetzt an der Front stehen. Und wir haben sie ausger\u00fcstet. Die ukra\u00adinische Armee ist jetzt wesentlich st\u00e4rker, viel besser ausger\u00fcstet als 2014.\u201c<a href=\"#_ftn26\" name=\"_ftnref26\"><sup>[26]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><a href=\"#top\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2191 nach oben<\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h4><strong><a id=\"a1\"><\/a>Die Interessen des \u201eWestens\u201c und das Spiel der NATO <\/strong><\/h4>\n<h5>Warum wurde die NATO gegr\u00fcndet?<\/h5>\n<p>Ihr erster Generalsekret\u00e4r, Lord Ismay, gab auf diese Frage 1950 folgende Antwort:<\/p>\n<p><strong><em>\u201eDie NATO wurde gegr\u00fcndet, um die Amerikaner drinnen, die Russen drau\u00dfen und die Deutschen unten zu halten.\u201d<a href=\"#_ftn27\" name=\"_ftnref27\"><sup>[27]<\/sup><\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<h5>Der Drang der NATO nach Osten<\/h5>\n<p>1990 klang es noch so:<\/p>\n<p>Am 2. Februar 1990 nach einem Treffen mit dem damaligen US-Au\u00dfenminister <strong><em>James Baker<\/em><\/strong> sagte <strong><em>Genscher<\/em><\/strong>: \u201eWir waren uns einig, dass nicht die Absicht besteht, das Nato Verteidigungsgebiet auszudehnen nach Osten. Das gilt nicht nur f\u00fcr die DDR sondern ganz generell.\u201c<a href=\"#_ftn28\" name=\"_ftnref28\"><sup>[28]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong><em>1990 bestand die NATO aus 16 Staaten:<\/em><\/strong><br \/>\nUSA, Kanada, Vereinigtes K\u00f6nigreich, Frankreich; Deutschland, T\u00fcrkei, Italien, Spanien, Niederlande, Belgien, Griechen\u00adland, Portugal, D\u00e4nemark, Norwegen, Luxemburg, Island;<\/p>\n<p>Mit der Ausdehnung des NATO-Blocks nach Osten kamen 14 Staaten hinzu:<\/p>\n<ul>\n<li>1999: Polen, Tschechien, Ungarn;<\/li>\n<li>2004: Rum\u00e4nien, Bulgarien, Slowakei, Litauen, Lettland, Estland, Slowenien;<\/li>\n<li>2009: Kroatien, Albanien;<\/li>\n<li>2017: Montenegro;<\/li>\n<li>2020: Nordmazedonien.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Februar 2019 beschloss das Parlament in Kiew die Erg\u00e4nzung der ukrainischen Verfassung, die nun eine <strong><em>\u201estrategische Orien\u00adtierung der Ukraine zum vollst\u00e4ndigen Beitritt zur EU und der Nato\u201c<\/em><\/strong> beinhaltet. Die \u201eUnab\u00ad\u00e4nderlichkeit unserer europ\u00e4ischen Entschei\u00addung\u201c unterstrich Andrej Parubi, der als Rechtsextremist auch Parlamentspr\u00e4sident ist.<a href=\"#_ftn29\" name=\"_ftnref29\"><sup>[29]<\/sup><\/a><\/p>\n<h5>Denn sie wissen, was sie tun:<\/h5>\n<p><strong><em>Zbigniew Brzezinski<\/em><\/strong> war Sicherheitsberater des US-Pr\u00e4sidenten Jimmy Carter. In seinem Buch \u201eThe Grand Chessboard\u201d aus dem Jahr 1997 beschreibt er die geopolitische Bedeu\u00adtung der Ukraine wie folgt:<\/p>\n<p>\u201eDie Ukraine, ein neuer und wichtiger Platz auf dem eurasischen Schachbrett, ist ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt, weil ihre blo\u00dfe Existenz als unabh\u00e4ngiges Land dazu beitr\u00e4gt, Russland zu ver\u00e4ndern. Ohne die Ukraine h\u00f6rt Russland auf, ein eurasisches Imperium zu sein.<\/p>\n<p>Russland kann ohne die Ukraine immer noch den Status eines Imperiums anstreben, aber es w\u00fcrde dann zu einem \u00fcberwiegend asia\u00adtischen imperialen Staat werden, der mit gr\u00f6\u00dferer Wahrscheinlichkeit in schw\u00e4chende Konflikte mit erregten Zentralasiaten hinein\u00adgezogen werden w\u00fcrde, die dann \u00fcber den Verlust ihrer j\u00fcngsten Unabh\u00e4ngigkeit ver\u00ad\u00e4rgert w\u00e4ren und von ihren islamischen Mit\u00adstreitern im S\u00fcden unterst\u00fctzt w\u00fcrden. Auch China w\u00fcrde sich angesichts seines zuneh\u00admenden Interesses an den neuen unab\u00adh\u00e4ngigen Staaten in Zentralasien wahrschein\u00adlich gegen eine Wiederherstellung der russischen Vorherrschaft \u00fcber Zentralasien wenden.<\/p>\n<p>Erlangt Moskau jedoch die Kontrolle \u00fcber die Ukraine mit ihren 52 Millionen Ein\u00adwohnern, ihren bedeutenden Ressourcen und ihrem Zugang zum Schwarzen Meer zur\u00fcck, erh\u00e4lt Russland automatisch wieder die Mittel, um ein m\u00e4chtiger imperialer Staat zu werden, der Europa und Asien umfasst. Der Verlust der Unabh\u00e4ngigkeit der Ukraine h\u00e4tte unmittelbare Folgen f\u00fcr Mitteleuropa und w\u00fcrde Polen zum geopolitischen Dreh- und Angelpunkt an der Ostgrenze eines vereinten Europas machen.\u201d<a href=\"#_ftn30\" name=\"_ftnref30\"><sup>[30]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Wer erinnert sich nicht gern, an die Worte von <strong><em>Joe Biden<\/em><\/strong>? Allerdings sprach er sie schon vor ca. 25 Jahren, am 20.06.1997 in Dela\u00adware, und zwar vor dem US-Committee on Foreign Relations: <strong><em>\u201eDas Einzige was Russland zu einer heftigen milit\u00e4rischen Reaktion zwingen w\u00fcrde &#8211; w\u00e4re eine Expansion der NATO an die russische Grenze.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>1999 begann die NATO mit ihrer lange vorbereiteten <strong><em>Aggression zur Zerst\u00f6rung Ju\u00adgoslawiens<\/em><\/strong>, \u00fcber die wir seit Jahrzehnten im \u201eFreidenker\u201c immer wieder geschrieben ha\u00adben. Pr\u00e4sident Slobodan Milo\u0161evi\u0107 warnte wiederholt, dass dieses Muster auch gegen andere \u201eungehorsame\u201c Staaten angewandt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die nicht ver\u00f6ffentlichten, aber ma\u00dfgeb\u00adlichen Beweggr\u00fcnde f\u00fcr diesen v\u00f6lkerrechts\u00adwidrigen Angriffskrieg erfuhr MdB Willy Wimmer ein Jahr sp\u00e4ter bei einer Konferenz in Bratislava. Wir dokumentieren nachfol\u00adgend seinen nach der Konferenz verfassten Brief an Bundeskanzler Gerhard Schr\u00f6der.<\/p>\n<p><a href=\"#top\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2191 nach oben<\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h4><strong><a id=\"a2\"><\/a>\u201eFehlentscheidung revidieren, US-Stationierung nachholen\u201c<\/strong><\/h4>\n<p><strong><em>Offener Brief von Willy Wimmer, Mitglied des Bundestages, Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Niederrhein, Vizepr\u00e4sident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE<\/em><\/strong><\/p>\n<p>an<\/p>\n<p><strong><em>Herrn Gerhard Schr\u00f6der, MdB, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Bundeskanzleramt, Schlossplatz 1, 10178 Berlin<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Berlin, den 02.05.00<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,<\/p>\n<p>am vergangenen Wochenende hatte ich in der slowakischen Hauptstadt Bratislava Gelegenheit, an einer gemeinsam vom US-Au\u00dfenministerium und American Enterprise Institute (au\u00dfenpolitisches Institut der repu\u00adblikanischen Partei) veranstalteten Konferenz mit den Schwerpunktthemen Balkan und NATO-Erweiterung teilzunehmen. Die Ver\u00adanstaltung war sehr hochrangig besetzt, was sich schon aus der Anwesenheit zahlreicher Ministerpr\u00e4sidenten sowie Au\u00dfen- und Ver\u00adteidigungsminister aus der Region ergab. Von den zahlreichen wichtigen Punkten, die im Rahmen der vorgenannten Themenstellung behandelt werden konnten, verdienen es ei\u00adnige, besonders wiedergegeben zu werden:<\/p>\n<ol>\n<li>Von Seiten der Veranstalter wurde ver\u00adlangt, im Kreise der Alliierten eine m\u00f6glichst baldige v\u00f6lkerrechtliche Anerkennung eines unabh\u00e4ngigen Staates Kosovo vorzunehmen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li>Vom Veranstalter wurde erkl\u00e4rt, dass die Bundesrepublik Jugoslawien au\u00dferhalb jeder Rechtsordnung, vor allem der Schlussakte von Helsinki, stehe.<\/li>\n<li>Die europ\u00e4ische Rechtsordnung sei f\u00fcr die Umsetzung von NATO-\u00dcberlegungen hinderlich. Daf\u00fcr sei die amerikanische Rechtsordnung auch bei der Anwendung in Europa geeigneter.<\/li>\n<li>Der Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien sei gef\u00fchrt worden, um eine Fehlentscheidung von General Eisenhower aus dem 2. Weltkrieg zu revidieren. Eine <strong><em>Stationierung von US-Soldaten habe aus stra\u00adtegischen Gr\u00fcnden dort nachgeholt<\/em><\/strong> werden m\u00fcssen.<\/li>\n<li>Die europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten h\u00e4tten beim Krieg gegen Jugoslawien deshalb mit\u00adgemacht, um de facto das Dilemma \u00fcber\u00adwinden zu k\u00f6nnen, das sich aus dem im April 1999 verabschiedeten \u00abNeuen Strategischen Konzept\u00bb der Allianz und der Neigung der Europ\u00e4er zu einem vorherigen Mandat der UN oder OSZE ergeben habe.<\/li>\n<li>Unbeschadet der anschlie\u00dfenden legalistischen Interpretation der Europ\u00e4er, nach der es sich bei dem erweiterten Auf\u00adgabenfeld der NATO \u00fcber das Vertragsgebiet hinaus bei dem Krieg gegen Jugoslawien um einen Ausnahmefall gehandelt habe, sei es selbstverst\u00e4ndlich <strong><em>ein Pr\u00e4zedenzfall<\/em><\/strong>, auf den sich jeder jederzeit berufen k\u00f6nne und auch werde.<\/li>\n<li>Es gelte, bei der jetzt anstehenden <strong><em>NATO-Erweiter<\/em><\/strong>ung die r\u00e4umliche Situation <strong><em>zwischen der Ostsee und Anatolien<\/em><\/strong> so wiederherzu\u00adstellen, <strong><em>wie es in der Hochzeit der r\u00f6mischen Ausdehnung <\/em><\/strong>gewesen sei.<\/li>\n<li>Dazu m\u00fcsse Polen nach Norden und S\u00fc\u00adden mit demokratischen Staaten als Nachbarn umgeben werden, Rum\u00e4nien und Bulgarien die Landesverbindung zur T\u00fcrkei sicher\u00adstellen, Serbien (wohl zwecks Sicherstellung einer US-Milit\u00e4rpr\u00e4senz) auf Dauer aus der europ\u00e4ischen Entwicklung ausgeklammert werden.<\/li>\n<li><strong><em>N\u00f6rdlich von Polen gelte es, die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber den Zugang aus St. Petersburg zur Ostsee zu erhalten.<\/em><\/strong><\/li>\n<li>In jedem Prozess sei dem Selbst\u00adbestimmungsrecht der Vorrang vor allen anderen Bestimmungen oder Regeln des V\u00f6lkerrechts zu geben.<\/li>\n<li>Die Feststellung stie\u00df nicht auf Widerspruch, nach der die NATO bei dem Angriff gegen die Bundesrepublik Jugo\u00adslawien gegen jede internationale Regel und vor allem einschl\u00e4gige Bestimmungen des V\u00f6lkerrechts versto\u00dfen habe.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach dieser sehr freim\u00fctig verlaufenen Ver\u00adanstaltung kommt man in Anbetracht der Teilnehmer und der Veranstalter nicht umhin, eine Bewertung der Aussagen auf dieser Kon\u00adferenz vorzunehmen. Die amerikanische Seite scheint im globalen Kontext und zur Durch\u00adsetzung ihrer Ziele bewusst und gewollt die als Ergebnis von 2 Kriegen im letzten Jahr\u00adhundert entwickelte internationale Rechts\u00adordnung aushebeln zu wollen. Macht soll Recht vorgehen. Wo internationales Recht im Wege steht, wird es beseitigt. Als eine \u00e4hn\u00adliche Entwicklung den V\u00f6lkerbund traf, war der Zweite Weltkrieg nicht mehr fern. Ein Denken, das die eigenen Interessen so absolut sieht, kann nur totalit\u00e4r genannt werden.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen W. Wimmer<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>*<\/strong><\/p>\n<p>Wimmers Bewertung gibt es nichts hinzuzuf\u00fcgen. Anzumerken bliebe, dass die Absichten der USA, sich auf dem Balkan einzunisten, zun\u00e4chst mit der Errichtung des Camp Bondsteel in der \u2013 v\u00f6lkerrechtlich zu Serbien geh\u00f6renden Provinz Kosovo und Metohija begann, und dann mit der Auf\u00adnahme weiterer Teile des zerschlagenen Jugoslawiens in die NATO fortgesetzt wurde. Dies diente der Einkreisung Russlands von S\u00fcdwesten her, und damit eines Korridors rund um die Ukraine.<\/p>\n<p>\u00dcber die Bedeutung der Ukraine in diesem Spiel gibt der n\u00e4chste Beitrag Auskunft.<\/p>\n<p><a href=\"#top\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2191 nach oben<\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h4><strong><em><a id=\"a3\"><\/a>\u201e<\/em>F\u00fcr Russland ist der Status der Ukraine eine existenzielle Bedrohung\u201d<\/strong><\/h4>\n<p><strong><em>Rede von STRATFOR Chef George Friedman am 4. Februar 2015 \u2013 ein Jahr nach dem Maidan-Putsch in Kiew \u2013 vor dem \u201eChicago Council on Global Affairs\u201d<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Kernaussagen aus dem Vortrag \u201eKonflikte: Europas Bestimmung?\u201c, zusammengestellt von Rainer Rupp <a href=\"#_ftn31\" name=\"_ftnref31\"><sup><strong>[31]<\/strong><\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<p>\u201eEs wird Konflikte in Europa geben, es gab schon Konflikte, in Jugoslawien und jetzt auch in der Ukraine. \u2026 Der islamistische Extremismus ist ein Problem f\u00fcr die Vereinigten Staaten, aber keine existenzielle Bedrohung. \u2026Wir haben andere au\u00dfenpo\u00adlitische Interessen. Das Hauptinteresse der US-Au\u00dfenpolitik w\u00e4hrend des letzten Jahr\u00adhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse war sicherzu\u00adstellen, dass dieser Fall nicht eintritt.<\/p>\n<p>Wenn Sie ein Ukrainer sind und Ausschau halten, wer Ihnen helfen kann, dann kommen als Einzige die Vereinigten Staaten in Frage. Letzte Woche, oder etwa vor 10 Tagen war der Oberbefehlshaber der \u201eUS-Army Europe\u201d General Ben Hodges zu Besuch in der Ukraine. Er k\u00fcndigte dort an, dass US-Ausbilder demn\u00e4chst offiziell in die Ukraine kommen sollen, nicht nur inoffiziell. Er hat dort tats\u00e4chlich Orden an die ukrainischen K\u00e4mpfer verteilt, obwohl es gegen milit\u00e4\u00adrisches Protokoll ist, dass Soldaten Orden von fremden Armeen annehmen. Doch er tat das, weil er damit zeigen wollte, dass die ukrai\u00adnische Armee seine Armee ist. Dann ging er weg und verk\u00fcndete in den Baltischen Staa\u00adten, dass die Vereinigten Staaten Panzer, Artillerie und andere Milit\u00e4rausr\u00fcstung in den baltischen Staaten, Rum\u00e4nien, Polen und Bulgarien in Stellung bringen w\u00fcrden. Das ist ein sehr interessanter Punkt.<\/p>\n<p>Und gestern haben die Vereinigten Staaten angek\u00fcndigt, dass sie vorhaben, Waffen in die Ukraine zu liefern, das wurde in der Nacht wieder dementiert, aber sie tun das, die Waffen werden geliefert. Und bei all diesen<\/p>\n<p>Handlungen agieren die Vereinigten Staaten au\u00dferhalb des Rahmens der NATO, weil NATO-Entscheidungen von allen NATO-Mitgliedern einstimmig getroffen werden m\u00fcssen und jedes Land ein Veto einlegen kann. Der Punkt bei der ganzen Sache ist, dass die USA ein \u201eCordon Sanitaire\u201c, einen Sicherheitsg\u00fcrtel um Russland herum auf\u00adbauen. Und Russland wei\u00df das.<\/p>\n<p>Russland glaubt, die USA beabsichtigen die Russische F\u00f6deration zu zerschlagen. Ich denke, wir wollen sie nicht t\u00f6ten, sondern ihnen nur ein wenig weh tun. Jedenfalls sind wir wieder beim alten Spiel.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten haben ein funda\u00admentales Interesse. Sie kontrollieren alle Oze\u00adane der Welt. Keine andere Macht hat das je\u00admals getan. Aus diesem Grund k\u00f6nnen wir in andere L\u00e4nder eindringen, aber sie k\u00f6nnen das nicht bei uns. Das ist eine sch\u00f6ne Sache. Die Aufrechterhaltung der Kontrolle \u00fcber die Ozeane und im Weltall ist die Grundlage un\u00adsere Macht.<\/p>\n<p>Der beste Weg eine feindliche Flotte zu be\u00adsiegen ist zu verhindern, dass diese gebaut wird. Der Weg, den die Briten gegangen sind, um sicherzustellen, dass keine europ\u00e4ische Macht die Flotte bauen konnte, ist, dass die Europ\u00e4er einander bek\u00e4mpften. Die Politik, die ich empfehlen w\u00fcrde, ist die, die Ronald Reagan angewendet hat, im Iran und Irak (Iran-Irak-Krieg 1980-88). Er finanzierte bei\u00adde Seiten, sodass sie gegeneinander k\u00e4mpften und nicht gegen uns. Es war zynisch, be\u00adstimmt nicht moralisch, aber es funktionierte.<\/p>\n<p>Und das ist der Punkt: die Vereinigten Staa\u00adten sind nicht in der Lage, ganz Eurasien zu okkupieren. In dem Moment, wo unsere Stie\u00adfel den Boden ber\u00fchren, sind wir demo\u00adgraphisch zahlenm\u00e4\u00dfig unterlegen. (\u2026) Also sind wir nicht in der Lage, \u00fcberall milit\u00e4risch zu intervenieren, aber wir sind in der Lage, erstens, gegeneinander k\u00e4mpfende M\u00e4chte zu unterst\u00fctzen, damit sie sich auf sich selbst konzentrieren k\u00f6nnen. Sie zu unterst\u00fctzen, politisch, finanziell, milit\u00e4risch und mit Beratern.<\/p>\n<p>Die Frage, die sich jetzt f\u00fcr die Russen stellt: Werden sie die Ukraine wenigstens als eine neutrale Pufferzone erhalten, oder wird der Westen so weit in die Ukraine vordringen, dass er nur noch 100 km von Stalingrad und 500 Km von Moskau entfernt ist. F\u00fcr Russ\u00adland ist der Status der Ukraine eine existen\u00adzielle Bedrohung. Und die Russen k\u00f6nnen das nicht ignorieren. Und wie weit werden die USA gehen, falls Russland sich weiterhin an die Ukraine klammert?<\/p>\n<p>Es ist kein Zufall, dass General Hodges, der ernannt wurde, um f\u00fcr all dies gerade zu stehen, davon spricht Truppen in Rum\u00e4nien, Bulgarien, Polen und den baltischen Staaten in Stellung zu bringen, dem Intermarum, dem Territorium zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee, wie Pilsudski es ertr\u00e4umte. F\u00fcr die USA ist das die L\u00f6sung.<\/p>\n<p>Die Frage, auf die wir keine Antwort haben, ist, wie wird Deutschland sich verhalten. Die unbekannte Variable in Europa sind die Deutschen. W\u00e4hrend die USA diesen Sicherheitsg\u00fcrtel aufbauen, nicht in der Ukraine, sondern westlich davon und die Russen einen Weg suchen, den westlichen Einfluss in der Ukraine zur\u00fcckzudr\u00e4ngen \u2013 wissen wir nicht wie die deutsche Haltung ausfallen wird.<\/p>\n<p>Deutschland befindet sich in einer sehr eigenartigen Lage. Der ehemalige Bundes\u00adkanzler Gerhard Schr\u00f6der sitzt im Auf\u00adsichtsrat von Gazprom. Die Deutschen haben eine sehr komplexe Beziehung zu den Russen. Die Deutschen wissen selbst nicht was sie tun sollen. Sie m\u00fcssen ihre Waren exportieren, die Russen k\u00f6nnen ihnen ihre Waren ab\u00adnehmen. Andererseits, wenn sie die Freihan\u00addelszone verlieren, dann m\u00fcssen sie etwas anderes aufbauen. Die Urangst der USA ist, dass deutsches Kapital und deutsche Tech\u00adnologien sich mit russischen Rohstoffen und russischer Arbeitskraft verbinden \u2013 eine einzigartige Kombination, vor der die USA seit Jahrhunderten eine H\u00f6llenangst haben.<\/p>\n<p>Wie wird sich das also abspielen? Die USA haben ihre Karten bereits auf den Tisch gelegt: die Linie zwischen dem Baltikum und dem Schwarzen Meer. Die russischen Karten lagen schon immer auf dem Tisch: Das Mindeste was sie brauchen ist eine neutrale Ukraine, keine pro-westliche. Wei\u00dfrussland ist eine andere Frage.<\/p>\n<p>Wer mir nun sagen kann, was die Deut\u00adschen tun werden, der kann mir auch sagen, wie die Geschichte der n\u00e4chsten zwanzig Jahre aussehen wird. Aber leider haben sich die Deutschen noch nicht entschieden. Und das ist immer das Problem Deutschlands. Wirtschaftlich sehr m\u00e4chtig, geopolitisch sehr fragil. Und es wei\u00df nie, wie es beides vers\u00f6h\u00adnen kann. Seit 1871 ist das die deutsche Frage, die Frage Europas. Denken Sie \u00fcber die deut\u00adsche Frage nach, denn sie kommt jetzt wieder auf uns zu. Wir m\u00fcssen uns ihr jetzt stellen und wir wissen nicht wie. Wir wissen nicht was die Deutschen tun werden.\u201d<\/p>\n<p><a href=\"#top\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2191 nach oben<\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h4><strong><a id=\"a4\"><\/a>\u201eUnsere\u201c Interessen an der Ukraine haben Tradition<\/strong><\/h4>\n<p>Die Interessen des \u201eWestens\u201c an der Beherr\u00adschung der Ukraine sind keineswegs erst 1990 entstanden, und auch nicht erst 1933.<\/p>\n<p>Mit der Entstehung des Imperialismus Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Stimmen von Politikern, f\u00fchrenden Milit\u00e4rs und Ideologen der Herrschenden immer do\u00adminanter, die Russland prim\u00e4r als Konkur\u00adrenten auf der internationalen B\u00fchne wahr\u00adnahmen, ja einen Krieg gegen das Zarenreich f\u00fcr unvermeidbar hielten. Als Ziele eines sol\u00adchen Krieges wurden letztlich die Zerschla\u00adgung Russlands und seine weitgehe<a href=\"#_ftn32\" name=\"_ftnref32\"><sup>[32]<\/sup><\/a>nde Zur\u00fcckdr\u00e4ngung aus Europa propagiert.<\/p>\n<p>Der sp\u00e4tere Staatssekret\u00e4r und Reichs\u00adkanzler <strong><em>Bernhard von B\u00fclow<\/em><\/strong> amtierte als Botschaftsrat in St. Petersburg, als er am 10. Dezember 1887 in einem Bericht an das Ausw\u00e4rtige Amt formulierte: \u201eWir m\u00fcssen eventuell dem Russen so viel Blut abzapfen, da\u00df derselbe sich nicht erleichtert f\u00fchlt, sondern 25 Jahre au\u00dferstande ist, auf den Beinen zu stehen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen die wirtschaftlichen Hilfsquellen Ru\u00dflands f\u00fcr lange hinaus durch Verw\u00fcstung seiner Schwarzerd-Gouvernements, Bombar\u00addierung seiner K\u00fcstenst\u00e4dte, m\u00f6glichste Zerst\u00f6rung seiner Industrie und seines Han\u00addels zusch\u00fctten. Wir m\u00fc\u00dften endlich Ru\u00dfland von jenen beiden Meeren, der Ostsee und dem Schwarzen Meer, abdr\u00e4ngen, auf denen seine Weltstellung beruht.\u201c<a href=\"#_ftn33\" name=\"_ftnref33\"><sup>[33]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Chef des Gro\u00dfen Generalstabes, Generaloberst <strong><em>Helmuth Graf von Moltke d.J.<\/em><\/strong>, formulierte in einem Schreiben vom 10. Februar 1913 gegen\u00fcber seinem \u00f6sterrei\u00adchisch-ungarischen Amtskollegen Franz Con\u00adrad von H\u00f6tzendorf: Er sei \u201enach wie vor der Ansicht, dass ein europ\u00e4ischer Krieg \u2026 kommen muss, in dem es sich in letzter Linie handeln wird um einen Kampf zwischen Germanentum und Slawentum. Sich hierauf vorzubereiten, ist Pflicht aller Staaten, die Bannertr\u00e4ger germanischer Geisteskultur sind.\u201c<a href=\"#_ftn34\" name=\"_ftnref34\"><sup>[34]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Staatssekret\u00e4r des Ausw\u00e4rtigen Amtes, <strong><em>Gottlieb von Jagow<\/em><\/strong>, hat im August 1914 seine Gedanken \u00fcber die Ziele im bevorstehenden Krieg in einem Erla\u00df f\u00fcr den deutschen Botschafter in Wien formuliert: \u201eInsurgierung nicht nur Polens, sondern auch der Ukraine erscheint uns sehr wichtig; 1. als Kampfmittel gegen Ru\u00dfland; 2. weil im Falle gl\u00fccklichen Kriegsausganges die Bildung mehrerer Pufferstaaten zwischen Ru\u00dfland und Deutschland bzw. \u00d6sterreich-Ungarn zweck\u00adm\u00e4\u00dfig w\u00fcrde, um den Druck des russischen Kolosses auf Westeuropa zu erleichtern und Ru\u00dfland m\u00f6glichst nach Osten abzu\u00addr\u00e4ngen.\u201c<a href=\"#_ftn35\" name=\"_ftnref35\"><sup>[35]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>In einer Kriegszielschrift von <strong><em>Heinrich Cla\u00df<\/em><\/strong> im September 1914 h\u00f6rt sich das so an: \u201eWir w\u00fcnschen ferner, da\u00df Ru\u00dfland auch im S\u00fcden auf die vorpetrinische Grenzen <a href=\"https:\/\/kaz-online.de\/artikel\/die-territorialen-strategien-des-deutschen-imperia#ref-21\">[vor Zar Peter I., 1709]<\/a> zur\u00fcckgeworfen wird, am besten hinter den Dnjepr zur\u00fcckweicht, damit den wichtigsten Teil der Schwarzmeerk\u00fcste verliert und also auch im S\u00fcden das Gesicht v\u00f6llig von Europa, dort im besonderen von der Balkanhalbinsel, abgewendet erh\u00e4lt.\u201c<a href=\"#_ftn36\" name=\"_ftnref36\"><sup>[36]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Reichskanzler <strong><em>Theobald von Bethmann Holl\u00adweg<\/em><\/strong> verfasste am 9. September 1914 eine geheime Denkschrift zu den deutschen Zielen f\u00fcr die Millionen deutscher Soldaten an den Fronten zu leiden und zu sterben hatten: \u201eSicherung des Deutschen Reiches nach West und Ost auf erdenkliche Zeit. Zu diesem Zweck mu\u00df Frankreich geschw\u00e4cht werden, da\u00df es als Gro\u00dfmacht nicht neu erstehen kann, Ru\u00dfland von der deutschen Grenze nach M\u00f6glichkeit abgedr\u00e4ngt und seine Herrschaft \u00fcber die nichtrussischen Vasallen\u00adv\u00f6lker gebrochen werden.\u201c<a href=\"#_ftn37\" name=\"_ftnref37\"><sup>[37]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>\u201eBereits 1915\/16 hatten Gro\u00dfindustrielle wie z. B. Emil Kirdorf (Vorstandsvorsitzender der Gelsenkirchener Bergwerks AG und Mit\u00adglied des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Ausschusses des Alldeutschen Verbandes) und Alfred Hu\u00adgenberg (Vorsitzender des Direktoriums der Krupp-Werke und Gr\u00fcndungsmitglied des Alldeutschen Verbandes) f\u00fcr die entsprechen\u00adden finanziellen Voraussetzungen gesorgt, um in Deutschland den Gedanken f\u00fcr eine von Ru\u00dfland \u201aunabh\u00e4ngige\u2018 Ukraine zu propagie\u00adren. Zu diesem Zweck wurde die Zeitschrift <em>Osteurop\u00e4ische Zukunft<\/em> aus der Taufe gehoben, als deren Herausgeber nach au\u00dfen ein am 11. Dezember 1915 gegr\u00fcndeter \u201aVerband deut\u00adscher F\u00f6rderer der ukrainischen Freiheits\u00adbestrebungen\u2018 firmierte, bei dem es sich um nichts anderes als eine Filiale des Alldeut\u00adschen Verbandes handelte.\u201c<a href=\"#_ftn38\" name=\"_ftnref38\"><sup>[38]<\/sup><\/a><\/p>\n<p><strong><em>Paul Rohrbach<\/em><\/strong> war 1914 bis 1918 Mitar\u00adbeiter im Reichsmarineamt, dann im Aus\u00adw\u00e4rtigen Amt, wo er sich als Wortf\u00fchrer einer antirussischen Politik hervortat. \u201e\u201aWer Kiew hat, kann Ru\u00dfland zwingen\u2018 &#8211; so ein Leit\u00adspruch von Paul Rohrbach (1869 &#8211; 1956), eines vor und w\u00e4hrend des Ersten Weltkrieges hochgeachteten deutschen Publizisten mit dem Thema Geopolitik.<\/p>\n<p>Er war ausgebildeter protestantischer Theo\u00adloge und Nationalliberaler, warb f\u00fcr den deutschen \u201aPlatz an der Sonne\u2018 als \u201aethischer Imperialist\u2018 (so Walter Mogk, der 1972 eine<\/p>\n<p>der wenigen Studien \u00fcber ihn verfasst hat).<\/p>\n<p>Der weitgereiste und kenntnisreiche Rohr\u00adbach hatte praktische Erfahrungen in der Ko\u00adlonialverwaltung, und von 1914 bis 1918 war er f\u00fcr das Ausw\u00e4rtige Amt t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Sein st\u00e4rkstes Interesse galt der Ukraine. Ohne deren Terrain, so sein Kalk\u00fcl, sei Russland ohnm\u00e4chtig, nicht mehr ausge\u00adstattet \u201amit Eisen, Kohle, Korn, H\u00e4fen\u2018 &#8211; reif f\u00fcr eine \u201aZertr\u00fcmmerung\u2018. Eben deshalb m\u00fcs\u00adse Deutschland eine \u201aukrainische Bewe\u00adgung\u2018in Gang setzen.\u201c<a href=\"#_ftn39\" name=\"_ftnref39\"><sup>[39]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>\u201eOft nutzte er bei \u00f6ffentlichen Auftritten das Bild, \u201ada\u00df Ru\u00dfland sich auseinander\u00adnehmen l\u00e4\u00dft wie eine Apfelsine\u2018 und da\u00df dabei \u201abei geh\u00f6riger Vorsicht durch keinen Ri\u00df und keine Wunde ein Tropfen Saft zu flie\u00dfen braucht\u2018. Ganz besonders k\u00fcmmerte sich Rohrbach um die Ukraine, gelegentlich bei PR-Veranstaltungen vor gro\u00dfem Publi\u00adkum. \u201aAlles gro\u00dfe Leben in Ru\u00dfland mu\u00df versiegen, wenn ein Feind die Ukraina packt\u2018, schrieb er in seinem 1916 erschienenen \u201aWeltpolitischen Wanderbuch\u2018.<\/p>\n<p>Die Bedeutung der Ukraine m\u00fcsse man sich zunutze machen, verlangte er in dem Werk: \u201aWenn aber der Tag kommt, wo Ru\u00dfland das Schicksal herausfordert, und dann hat zuf\u00e4llig dort, wo bei uns die Entscheidungen getroffen werden, jemand soviel Kenntnis von den Din\u00adgen und soviel Entschlossenheit, da\u00df er die ukrainische Bewegung richtig loszubinden wei\u00df \u2013 dann, ja dann k\u00f6nnte Ru\u00dfland zer\u00adtr\u00fcmmert werden.\u2018\u201c<a href=\"#_ftn40\" name=\"_ftnref40\"><sup>[40]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Der Zentrumspolitiker <strong><em>Matthias Erzberger<\/em><\/strong> forderte in seiner Kriegszieldenkschrift vom 2. September 1914 \u201eehrgeizig, \u201aRu\u00dfland sowohl von der Ostsee als auch vom Schwarzen Meer abzuschlie\u00dfen\u2018. Das Mittel der Wahl sei die \u201aBefreiung der nichtrussischen V\u00f6lkerschaf\u00adten\u2018 im Zarenreich \u201avom Joch des Mosko\u00adwitertums und Schaffung von Selbstverwal\u00adtung im Innern der einzelnen V\u00f6lkerschaften\u2018.<\/p>\n<p>Ru\u00dfland zerschlagen, den Teilgebieten Autonomie oder gar Eigenstaatlichkeit zu\u00adsprechen \u2013 das nannte man vornehm \u201aDekom\u00adpositionstheorie\u2018. Wer das zerlegte Ru\u00dfland kontrollieren sollte, war f\u00fcr Erzberger klar: \u201aAlles dies unter milit\u00e4rischer Oberhoheit Deutschlands, vielleicht auch mit Zollunion.\u2018 Das klang gr\u00f6\u00dfenwahnsinnig, aber man f\u00fch\u00adrte schlie\u00dflich eine Kriegszieldiskussion.\u201c<\/p>\n<p>Der erw\u00e4hnte <strong><em>Verband Freie Ukraine<\/em><\/strong> (Verband deutscher F\u00f6rderer der ukrainischen Freiheitsbestrebungen) wirkte f\u00fcr die Los\u00adtrennung der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ukraine\">Ukraine<\/a> von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russisches_Kaiserreich\">Russland<\/a>.<\/p>\n<p>Hauptanliegen war die Propagierung der wirtschaftlichen Bedeutung der Ukraine in Politik-, Wirtschaft- und Pressekreisen, die wiederum als \u201eMultiplikatoren\u201c wirken soll\u00adten. Dazu fanden Vortrags- und Diskus\u00adsionsabende statt. Die ideologische Basis stammte von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paul_Rohrbach\">Paul Rohrbach<\/a>, der mit einer \u201eDekompositionstheorie\u201c die russische Macht durch Entwicklung des Nationalismus der \u201erussischen Fremdv\u00f6lker\u201c brechen wollte.<\/p>\n<p>In einer Selbstdarstellung von 1916 der Verbandszeitung <em>Osteurop\u00e4ische Zukunft<\/em> hei\u00dft es: \u201eDer Weg nach Osten und S\u00fcdosten ist frei geworden. Damit hat sich f\u00fcr Deutschlands Handel und Industrie eine neue Bahn aufgetan.\u201c<\/p>\n<p>In einem Einladungstext schrieb der Verband 1916, es gehe darum in der Ukraine \u201eun\u00fcbersehbare Natursch\u00e4tze zu heben\u201c und dort lebe \u201edas 39 Millionen-Volk der Ukrainer, das [&#8230;] sich danach sehnt, v\u00f6llig befreit und staatlich neu geformt, unser Bundesgenosse zu werden\u201c.<a href=\"#_ftn41\" name=\"_ftnref41\"><sup>[41]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Eine 1917 als Sonderdruck erschienene Denkschrift, stellte fest: \u201eNur in der Ukraine &#8211; nicht im Zentrum und im Norden &#8211; ist Ru\u00dfland t\u00f6dlich zu treffen\u201c, die \u201eVorschiebung der Besetzungsgrenze bis zur Donezlinie [&#8230;] w\u00fcrde Ru\u00dfland zum langsamen Ersticken verurteilen\u201c.<\/p>\n<p>Die Faschisten kn\u00fcpften an diese \u201eVordenker\u201c an: \u201eDie reichen Felder der Ukraine locken \u2013 schrieb <strong><em>Joseph Goebbels <\/em><\/strong>am 16.06.1941 in sein Tagebuch.<\/p>\n<p>Gemeint war damit nicht nur die Aneignung agrarischer Fl\u00e4chen, sondern auch der Zugriff auf industrielle Ressourcen in dem zu unterwerfenden Terrain. Zudem wollte Hitlerdeutschland seine Verf\u00fcgung \u00fcber die Ukraine geostrategisch nutzen, als Durchgang zur Kaukasusregion und zum zentralasiatischen Raum. Die Krim sollte zur \u201egermanischen Siedlung\u201c werden, als deut\u00adsche Milit\u00e4rstation das Schwarze Meer beherrschen. Und die Besetzung der Ukraine galt als der entscheidende Schlag zur \u201eDe\u00adkomposition\u201c des \u201eRussischen Reiches\u201c. Die\u00adses sollte \u2013 nicht nur in seiner kommuni\u00adstischen Form \u2013 aus dem Rang der Gro\u00df\u00adm\u00e4chte ein f\u00fcr allemal verdr\u00e4ngt werden, durch \u201ev\u00f6lkische\u201c Zergliederung, die Ver\u00adnichtung von Massen \u201erassisch minderwer\u00adtiger Untermenschen\u201c einbegriffen.<a href=\"#_ftn42\" name=\"_ftnref42\"><sup>[42]<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Arno Kl\u00f6nne weiter: \u201eSeit der Oktober\u00adrevolution von 1917 wurde die \u201atraditionelle\u2018 Russophobie mit dem Hass auf die Bolschewiki angereichert. Damit erhielt sie eine vollkommen neue Qualit\u00e4t. Jetzt ging es neben der angestrebten Gewinnung von \u201aSiedlungsraum\u2018 f\u00fcr deutsche Bauern und Weltkriegsveteranen, neben der Ausbeutung der Bodensch\u00e4tze und landwirtschaftlichen Ressourcen vor allem darum, den historisch ersten Versuch zu ersticken, eine gegen\u00fcber dem Kapitalismus alternative Gesellschafts\u00adordnung zu errichten. Von nun an bildeten die \u201aRussophobie\u2018 und die Vorbereitung einer \u201asozialen Revanche\u2018 ein Amalgam in der Ideologie und Politik der Herrschenden.\u201c<\/p>\n<p>Das Revanche-Motiv ist modifiziert auch gegen heutigen Staatskapitalismus in Russ\u00adland aktuell, der die Auspl\u00fcnderung durch das internationale Finanzkapital verwehrt.<\/p>\n<p><a href=\"#top\"><span style=\"font-size: 10pt;\">\u2191 nach oben<\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Klaus Hartmann ist stellvertretender Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes<\/em><\/p>\n<p><strong><a id=\"quellen\"><\/a>Quellen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.frikoberlin.de\/tmp\/aufruf_20220318.pdf\">http:\/\/www.frikoberlin.de\/tmp\/aufruf_20220318.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=10689#eroeffnung\">https:\/\/www.freidenker.org\/?p=10689#eroeffnung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0Interview mit \u201eBild\u201c, 16.05.2014<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a003.09.2014,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/barack-obama-in-estland-kritik-an-putin-versprechen-an-baltikum-a-989672.html\">http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/barack-obama-in-estland-kritik-an-putin-versprechen-an-baltikum-a-989672.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-kampfdrohne-101.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-kampfdrohne-101.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/bin\/BriefvonGysi%20_bn-237217057.pdf\">https:\/\/www.welt.de\/bin\/BriefvonGysi%20_bn-237217057.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/pulse\/putins-rede-24022022-michal-talma-sutt\">https:\/\/www.linkedin.com\/pulse\/putins-rede-24022022-michal-talma-sutt<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/europa\/2138301-Der-wackelige-Heldenmythos-der-Ukraine.html\">https:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/politik\/europa\/2138301-Der-wackelige-Heldenmythos-der-Ukraine.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/ukraine-chronologie-der-maidan-revolution-ld.1290571\">https:\/\/www.nzz.ch\/international\/ukraine-chronologie-der-maidan-revolution-ld.1290571<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/krim-krise-die-fatalen-fehler-der-kiewer-regierung-a-956680.html\">https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/krim-krise-die-fatalen-fehler-der-kiewer-regierung-a-956680.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/das-bataillon-asow-schmutziger-kampf-in-der-ukraine-neonazis-im-dienst-der-regierung_id_4058717.html\">https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/das-bataillon-asow-schmutziger-kampf-in-der-ukraine-neonazis-im-dienst-der-regierung_id_4058717.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Minsk_II\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Minsk_II<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> <a href=\"http:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/inhalt.putin-als-sieger-minsk-ii-erhoeht-druck-auf-poroschenko-in-ukraine.a88603ee-773c-4940-83c7-bbe2131ea1cb.html\">Putin als \u201eSieger\u201c: Minsk-II erh\u00f6ht Druck auf Poroschenko in Ukraine<\/a>. In:\u00a0Abendzeitung M\u00fcnchen, 13. Februar 2015; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jacques_Schuster\">Jacques Schuster<\/a>:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article137391395\/In-Minsk-gibt-es-nur-einen-einzigen-Sieger-Putin.html\">In Minsk gibt es nur einen einzigen Sieger \u2013 Putin<\/a>. In:\u00a0Welt Online, 12. Februar 2015.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.kyivpost.com\/ukraine-politics\/112-ua-volker-says-called-peoples-republics-donbas-eliminated.html\">https:\/\/www.kyivpost.com\/ukraine-politics\/112-ua-volker-says-called-peoples-republics-donbas-eliminated.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/die-gewalt-kann-jederzeit-gestoppt-werden\/story\/13734340\">https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/die-gewalt-kann-jederzeit-gestoppt-werden\/story\/13734340<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/hat-russland-mit-der-anerkennung-des-donbass-das-minsker-abkommen-beerdigt\/?doing_wp_cron=1648714312.3164069652557373046875\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2022\/hat-russland-mit-der-anerkennung-des-donbass-das-minsker-abkommen-beerdigt\/?doing_wp_cron=1648714312.3164069652557373046875<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Berliner Zeitung, 6.4.2021<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2021\/kein-wort-in-den-medien-der-westen-hat-das-minsker-abkommen-beerdigt\/\">https:\/\/www.anti-spiegel.ru\/2021\/kein-wort-in-den-medien-der-westen-hat-das-minsker-abkommen-beerdigt\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-4-vom-15-maerz-2022.html#article_1306\">https:\/\/www.zeitgeschehen-im-fokus.ch\/de\/newspaper-ausgabe\/nr-4-vom-15-maerz-2022.html#article_1306<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421466.wer-wind-s\u00e4t.html\">https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/421466.wer-wind-s\u00e4t.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/russland-ticker.de\/ukraine-appell-zur-anerkennung-der-abtruennigen-donbass-republiken-wird-auf-putins-schreibtisch-landen\">http:\/\/russland-ticker.de\/ukraine-appell-zur-anerkennung-der-abtruennigen-donbass-republiken-wird-auf-putins-schreibtisch-landen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> <a href=\"https:\/\/cprf.ru\/2022\/02\/recognition-of-the-dpr-and-lpr-must-be-russias-firm-answer-to-us-provocations\/\">https:\/\/cprf.ru\/2022\/02\/recognition-of-the-dpr-and-lpr-must-be-russias-firm-answer-to-us-provocations\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> <a href=\"https:\/\/rtde.site\/russland\/133873-russland-uber-moglichkeit-ruckkehr-volkrepubliken\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/rtde.site\/russland\/133873-russland-uber-moglichkeit-ruckkehr-volkrepubliken\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref24\" name=\"_ftn24\">[24]<\/a> Antikriegs-Koalition der USA, <a href=\"https:\/\/unac.notowar.net\/2022\/03\/23\/ukraine-u-s-out-now-remains-our-anti-imperialist-antiwar-credo\/\">https:\/\/unac.notowar.net\/2022\/03\/23\/ukraine-u-s-out-now-remains-our-anti-imperialist-antiwar-credo\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref25\" name=\"_ftn25\">[25]<\/a> Bundestag, DS 18\/1221, 24.04.2014<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref26\" name=\"_ftn26\">[26]<\/a>\u00b0<a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/stoltenberg-nato-ukraine-krieg-russland-100.html\">https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/stoltenberg-nato-ukraine-krieg-russland-100.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref27\" name=\"_ftn27\">[27]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/politik\/welt\/nato-wird-70-jahre-alt_aid-47573835\">https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/politik\/welt\/nato-wird-70-jahre-alt_aid-47573835<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref28\" name=\"_ftn28\">[28]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=S5HtBba-i28\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=S5HtBba-i28<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref29\" name=\"_ftn29\">[29]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/ukraine-nimmt-beitritt-zu-eu-und-nato-als-ziele-in-verfassung-auf-a2788396.html\">https:\/\/www.epochtimes.de\/politik\/ausland\/ukraine-nimmt-beitritt-zu-eu-und-nato-als-ziele-in-verfassung-auf-a2788396.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref30\" name=\"_ftn30\">[30]<\/a>\u00a0Zbigniew Brzezinski, The Grand Chessboard, 1997, S. 46<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref31\" name=\"_ftn31\">[31]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=12423\">https:\/\/www.freidenker.org\/?p=12423<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref32\" name=\"_ftn32\">[32]<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/kritisches-netzwerk.de\/sites\/default\/files\/Dr%20%20Reiner%20Zilkenat%20-%20Wer%20Kiew%20hat%20kann%20Russland%20zwingen!.pdf\">https:\/\/kritisches-netzwerk.de\/sites\/default\/files\/Dr%20%20Reiner%20Zilkenat%20-%20Wer%20Kiew%20hat%20kann%20Russland%20zwingen!.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref33\" name=\"_ftn33\">[33]<\/a>\u00a0Reiner Zilkenat, <a href=\"https:\/\/kpf.die-linke.de\/mitteilungen\/detail\/unternehmen-barbarossa-der-ueberfall-auf-die-sowjetunion-am-22-juni-1941-1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/kpf.die-linke.de\/mitteilungen\/detail\/unternehmen-barbarossa-der-ueberfall-auf-die-sowjetunion-am-22-juni-1941-1\/<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref34\" name=\"_ftn34\">[34]<\/a> ebenda<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref35\" name=\"_ftn35\">[35]<\/a> Reiner Zilkenat, <a href=\"http:\/\/ag-friedensforschung.de\/themen\/1wk\/ukraine.html\">http:\/\/ag-friedensforschung.de\/themen\/1wk\/ukraine.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref36\" name=\"_ftn36\">[36]<\/a> Reinhard Opitz R., Europastrategien des deutschen Kapitals 1900-1945, Bonn 1994, S. 249<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref37\" name=\"_ftn37\">[37]<\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/ag-friedensforschung.de\/themen\/1wk\/ukraine.html\">http:\/\/ag-friedensforschung.de\/themen\/1wk\/ukraine.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref38\" name=\"_ftn38\">[38]<\/a> ebenda<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref39\" name=\"_ftn39\">[39]<\/a> Arno Kl\u00f6nne, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Ukraine-Objekt-der-Begehrlichkeit-3366718.html\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Ukraine-Objekt-der-Begehrlichkeit-3366718.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref40\" name=\"_ftn40\">[40]<\/a> J\u00f6rg Kronauer, Die ukrainische Sache, in <em>junge Welt<\/em>, Donnerstag, 21. Juni 2012<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref41\" name=\"_ftn41\">[41]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freie_Ukraine\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freie_Ukraine<\/a><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref42\" name=\"_ftn42\">[42]<\/a> Arno Kl\u00f6nne, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Ukraine-Objekt-der-Begehrlichkeit-3366718.html\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Ukraine-Objekt-der-Begehrlichkeit-3366718.html<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<h5>Download<\/h5>\n<p>Der Artikel kann auch als PDF-Dokument angesehen und heruntergeladen werden:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" class=\"alignnone size-full wp-image-1076\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?resize=32%2C32&amp;ssl=1\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"32\" data-attachment-id=\"1076\" data-permalink=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?attachment_id=1076\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"32,32\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"pdf_icon\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/pdf_icon-2.png?fit=32%2C32&amp;ssl=1\" \/> Klaus Hartmann: <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Freidenker_2022-01_Hartmann-DerKriegInDerUkraineUndWir.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Krieg in der Ukraine und wir<\/a> (Auszug aus <a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=12821\">FREIDENKER 1-22<\/a>, ca. 791 KB)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Bild: Protestaktion von Mitgliedern des Freidenker-Verbandes und der B\u00fcrgerinitiative Offene Heide am 15. M\u00e4rz 2020 in Burg (bei Magdeburg).<br \/>\nDie Kaserne war als &#8222;Etappe&#8220; des gegen Russland gerichteten NATO-Man\u00f6vers &#8222;Defender Europe 2020&#8220; eingeplant.<br \/>\nFoto: Andreas Cienskowski<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Beitrag von Klaus Hartmann aus FREIDENKER 1-22<\/b><\/p>\n<p>Von Anbeginn ist die Freidenkerbewegung f\u00fcr ihre entschiedene Kriegsgegnerschaft bekannt, und wir sind stolz auf die Frie\u00addensnobelpreistr\u00e4gerin aus unseren Reihen, Bertha von Suttner, mit dem Verm\u00e4chtnis \u201eDie Waffen nieder!\u201c, Titel ihres 1889 er\u00adschienenen Romans. Die Ablehnung des im\u00adperialistischen Krieges kennzeichnet die Akti\u00advit\u00e4ten der Freidenker w\u00e4hrend des 1. Welt\u00adkriegs, in der Novemberrevolution und der Weimarer Republik, im Kampf gegen die Ge\u00adfahr des Hitler-Faschismus und im antifa\u00adschistischen Widerstand. Nach der Befreiung vom Faschismus und bis heute ist f\u00fcr uns die Losung \u201eNie wieder Krieg, nie wieder Faschismus\u201c Verpflichtung und Richtschnur unserer Aktivit\u00e4ten. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":12848,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","advanced_seo_description":"","jetpack_seo_html_title":"","jetpack_seo_noindex":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[451,335,491,188,56,222,639,345],"class_list":["post-12842","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-frieden-antifaschismus-solidaritaet","tag-faschismus","tag-frieden","tag-geschichte","tag-krieg","tag-nato","tag-russland","tag-ukraine-konflikt","tag-voelkerrecht"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.freidenker.org\/fw17\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/aktion_burg_05_800x448.jpg?fit=800%2C448&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p9stpK-3l8","jetpack-related-posts":[{"id":12821,"url":"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=12821","url_meta":{"origin":12842,"position":0},"title":"FREIDENKER Nr. 1-22 \u2013 Das Imperium der L\u00fcgen","author":"Webredaktion","date":"16. 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