Gedanken zu Entstehung und Wesen der KI
von Sebastian Bahlo
Aus: „FREIDENKER“ Nr. 2-26, Juni 2026, S. 8-12, 85. Jahrgang
Wir sind gewissermaßen Zeugen einer neuen industriellen Revolution, die mit dem Begriff „KI“ zusammenhängt. „Industriell“ kann diese nur mit der Einschränkung genannt werden, daß ihre Wirkung derzeit weniger im Fertigungsprozeß sichtbar wird, wo sie die bereits begonnene digitale Revolution als auf die Software beschränkt zwar weitertreibt, aber (noch) nicht in eine qualitativ neue Phase überführt, sie verdient die Bezeichnung aber wegen ihrer Wirkung auf die Arbeitswelt vor allem im Bereich der „Kopfarbeit“.
Alle Tätigkeiten, die mit Texterstellung zu tun haben, einschließlich des Übersetzens, sind zwar durch „KI“ noch nicht komplett überflüssig geworden, (und können es auch niemals werden, wenn man nicht auf menschliche Bewertungskriterien verzichten will), doch die für einen journalistischen Artikel, die Übersetzung eines Buches oder ein Drehbuch für einen Film erforderliche Menge an menschlicher Arbeit ist in erstaunlichem Maße verringert worden. Dasselbe gilt für alle Arten von Design, ein wichtiges Anwendungsfeld sind sämtliche Berechnungen, quantitative Analysen, Be- und Auswertungen, und schließlich gewinnt der Einsatz von KI in der Programmierung rasant an Bedeutung.
Der etwas unscharfe und auch inflationär gebrauchte Begriff KI bezeichnet dabei im engeren Sinne „lernfähige“ oder teilweise auch sich selbst optimierende Algorithmen. Während die ersten Übersetzungsprogramme den Ausruf „Gleich geht’s los!“ vielleicht noch mit „equally it goes loose!“ ins Englische übersetzt hätten, weil sie sich mechanisch an Syntax, Synonymen, Flexionen und Zeitformen orientierten, spuckt der aktuelle „DeepL“-Übersetzer „We’re about to start“ aus, wenn man die Eingabe ohne Ausrufezeichen macht; mit Ausrufezeichen empfiehlt er „It’s about to start!“ Wir kennen seinen Algorithmus zwar nicht, und es ist ziemlich wahrscheinlich, daß diese Varianten fertig übersetzt aus einer riesigen Datenbank abgerufen werden, dennoch spielen „Lern“-Prozesse durch positive und negative Rückmeldungen und Vergleiche mit anderen Übersetzungen eine zentrale Rolle dabei, daß die Software es zu solcher Perfektion gebracht hat.
Die Technologie war dabei oft die entscheidende Bedingung für die Realisierbarkeit theoretisch antizipierter „Softwareprojekte“, angefangen mit den ersten Systemen von Maschinenanweisungen, die sich in Notizen des Ingenieurs Charles Babbage und der Mathematikerin Ada Lovelace in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts finden, rund hundert Jahre vor der ersten Inbetriebnahme einer programmierbaren Rechenmaschine. Babbage arbeitete an der Entwicklung einer feinmechanischen „analytical engine“, die wiederum einen direkten Vorfahren in der Steuerungstechnik der Webmaschinen hatte.
Bereits im 18. Jahrhundert waren Webstühle erfunden worden, denen die Webmuster mittels Lochkarten vorgegeben werden konnten. Beim Weben ist jede Masche dadurch bestimmt, ob der sogenannte Kettfaden über dem sogenannten Schußfaden liegt oder darunter. Indem dieser binäre Zustandsraum auf Lochkarten abgebildet wurde, war der geistige Bestandteil des Weberhandwerks auf ein digitales Problem reduziert, das eine geistlose Maschine viel schneller erledigte. Babbage und Lovelace erkannten die Ausdehnbarkeit des Grundprinzips auf komplexe Algorithmen. Babbages Maschine konnte wegen technologischer Grenzen nicht realisiert werden.
Die Theorie der Rechenmaschinen wurde aber vor allem von Mathematikern und Logikern weiterentwickelt, wobei der Name Alan Turing besonders zu erwähnen ist. Der erste Computer wurde dann 1937 von Konrad Zuse in Betrieb genommen. Die logischen Operationen und Datenspeicher waren noch rein mechanisch realisiert, die Funktionalität war nicht zufriedenstellend. 1941 stellte Zuse die erste voll funktionsfähige programmierbare Rechenmaschine Z3 vor, in der Speicher und logische Operatoren durch elektromechanische Relaisschaltungen realisiert waren. Die Anweisungen wurden mittels der altbekannten Lochkarten, inzwischen aus Zelluloidfilmstreifen gefertigt, eingelesen. Zuse entwickelte auch die erste abstrakte, d.h. die Lochkartencodes durch menschengemäße Symbolik ersetzende Programmiersprache, und ihm schwebte ein Apparat vor, der diese Programmiersprache wieder in maschinenlesbare Lochkartenanweisungen übersetzen würde.
Bis in die 1950er Jahre wurden in Deutschland, den USA, England und der Schweiz Computer gebaut, die teils mit Relaisschaltungen, teils mit Vakuumröhren und schließlich mit Transistoren arbeiteten. Allen diesen Bauteilen ist gemeinsam, daß sie die Steuerung eines Stromkreises durch einen anderen ermöglichen, was für die Computertechnik zentral ist. Sollen beispielsweise zwei binäre Ziffern addiert werden, und wird dabei ein Stromfluß auf einer Leitung als Wert 1 interpretiert, so muß die Leitung, auf der die Summe ausgegeben wird, unter Strom stehen, wenn genau eine der beiden Summandenleitungen Strom führt, und sie darf keinen Strom führen, wenn beide Summanden gleichzeitig 0 oder gleichzeitig 1 sind, wobei im letzten Fall auch noch auf einer vierten Leitung ein Übertrag gesetzt werden muß.
Die auf den physikalischen Eigenschaften von Halbleitermaterialien beruhende Transistortechnik erlaubte zunächst eine enorme Steigerung der Rechengeschwindigkeit. Die wichtigste Revolution, die zur Grundlage der modernen Computertechnologie wurde, bestand aber in der Vereinfachung des Herstellungsverfahrens: Anstatt alle Transistoren einzeln zu bauen und mit Kabeln zu verbinden, wurden seit den 1960er Jahren fertig auf Schablonen gezeichnete zweidimensionale Schaltkreise (Integrated Circuits) mit einer photochemischen Methode in Platten aus Leiter-, Halbleiter- und Isolatorschichten geätzt – der Mikrochip war erfunden, der nicht nur eine weitere Steigerung der Rechenleistung mit sich brachte, sondern vor allem eine rohstoffsparende und kostengünstige Massenproduktion erlaubte.
Die weitere Vervollkommnung der Produktionsabläufe, die auch selbst durch den Einsatz von Computern ermöglicht wurde, hat es dahingebracht, daß heute auf einem Quadratzentimeter eines Speicherchips viele Milliarden Schaltungen eingraviert sind, die mit Raten von mehreren Milliarden Bits pro Sekunde einzeln angesteuert werden können.
Das sind buchstäblich das Vorstellungsvermögen übersteigende Größenordnungen, denn man kann in einem Menschenleben nicht bis zu einer Milliarde zählen, – und das Ganze ist auch noch zu Spottpreisen am Kiosk erhältlich. Man hat hier ein eindrucksvolles Beispiel für Marx‘ Einsicht: „Wie mit den Naturkräften verhält es sich mit der Wissenschaft. Einmal entdeckt, kostet das Gesetz über die Abweichung der Magnetnadel im Wirkungskreise eines elektrischen Stroms oder über Erzeugung von Magnetismus im Eisen, um das ein elektrischer Strom kreist, keinen Deut.“
Die billige Massenherstellung von Speichern und Steuerungseinheiten bildete die wichtigste Voraussetzung für die digitale Revolution in der Industrie, und sie bildet die Grundlage für die riesigen Mengen digitaler Daten, die in jeder Nanosekunde von Smartphones, Autos, Heizungen, Industrieanlagen und… und… und… produziert und übermittelt werden. Die Verwendung lichtempfindlicher Stoffe in Speicherplatten ermöglichte die digitale Fotografie, der wir einen großen Teil dieser Datenmenge verdanken.
Eine weitere unverzichtbare Voraussetzung der umfassenden Digitalisierung stellen die Datenübertragungstechnik und die Netzinfrastruktur aus Hochgeschwindigkeitsdrahtlosverbindungen und Glasfaserkabeln dar. In großen Rechenzentren werden die Daten konzentriert und sind so zur mathematischen Analyse verfügbar. So wurde der Boden bereitet, auf dem die KI gedeihen konnte. Deren Entwicklung folgt dabei auch einer inneren Tendenz der Softwareproduktion.
Vor einem halben Jahrhundert war ein Programmierer eine sehr teure Arbeitskraft, deren Arbeitsmittel im Wesentlichen ein Personalcomputer war. In Marxscher Terminologie lag das Verhältnis zwischen konstantem und variablen Kapital in der Softwarebranche auf vorindustriellem Niveau. Dem entspricht primär eine hohe Profitrate, die lange nicht ausgeglichen wurde, weil die Nachfrage nach Software ungebrochen hoch blieb, wodurch ein klassischer Wachstumsmarkt entstand. Die Softwareproduktion hat aber einen inneren Trieb zur Effizienzsteigerung durch Selbstautomatisierung. So wie der individuelle Programmierer bestrebt ist, eine größere Teilaufgabe, die nur leicht variiert, an mehreren Stellen seines Programms ausgeführt werden muß, nur einmal als Funktion umzusetzen, die beliebig oft mit verschiedenen Parametern aufgerufen werden kann, so kann, was einmal programmiert worden ist, von anderen Programmierern benutzt werden, um ihre Arbeit zu erleichtern. Ein Exemplar eines Softwareerzeugnisses ist nämlich eigentlich billig, weil sich der teure primäre Entwicklungsprozeß auf sehr viele günstig herzustellende Kopien niederschlägt.
Ein wichtiger Meilenstein war die Entwicklung von Betriebssystemen, also von großen Programmen, die den Programmierern Funktionen zur Steuerung der Hardware zur Verfügung stellen, was die Programmiertätigkeit einfacher und abstrakter macht, die Anforderungen an das technische Verständnis der Programmierer verringert, und womit auch wiederum Standardisierungen, etwa von Dateisystemen auf Speichermedien, einhergingen.
Das Betriebssystem MS-DOS für IBM-Computer begründete den Reichtum eines Bill Gates. Folgende Generationen von Programmierern brauchten als Produktionsmittel also nicht mehr nur den Computer, sondern auch von anderen Programmierern geschaffene Software. Die Softwareindustrie entwickelt sich daher in der Richtung, daß die Programmierarbeit auf einem stetig wachsenden Berg von Abstraktionsschichten aus vergangener Programmierarbeit stattfindet, was den Programmierer immer weiter vom Schöpfer zum Anwender degradiert, bis der Punkt erreicht ist, an dem die Digitalisierung, nachdem sie erst Büro- und dann Industriearbeitsplätze vernichtet hat, zuletzt auch ihr eigenes Personal überflüssig macht, indem die Software lernt, sich selbst zu programmieren.
Eine sich selbst programmierende Software hat aber einen ökonomischen Wert nahe null, denn sowohl ihre Bereitstellung als auch ihre Produktion verursacht in den meisten Fällen nur vernachlässigbare Kosten, wenn es sich nicht um extrem daten- und rechenintensive Großprojekte handelt, bei denen sowohl Energieverbrauch als auch Verschleiß der Computerhardware einen ernstzunehmenden Faktor darstellen. In jedem Fall erzeugt eine sich selbst programmierende Software exakt null Mehrwert und damit auch keinen Profit für das Softwareunternehmen. Die Zeiten, in denen ein Softwareunternehmer zum reichsten Menschen der Welt werden konnte, sind vorbei, und auf den vorderen Rängen stehen jetzt Leute, die auf die eine oder andere Weise etwas mit der Verarbeitung riesiger Datenmengen zu tun haben.
Die KI entsteht also auf dem Boden der großen Datenverarbeitung als Ergebnis des Triebs der Softwareproduktion zur Selbstautomatisierung, und diese ihre Wurzeln sind auch prägend für ihr Wesen. Sie kann die mechanischen Bestandteile der menschlichen Intelligenz ausführen. Schon Hegel erkannte: „Weil das Rechnen ein so sehr äußerliches, somit mechanisches Geschäft ist, haben sich Maschinen verfertigen lassen, welche die arithmetischen Operationen aufs vollkommenste vollführen. Wenn man über die Natur des Rechnens nur diesen Umstand allein kennte, so läge darin die Entscheidung, was es mit dem Einfalle für eine Bewandtnis hatte, das Rechnen zum Hauptbildungsmittel des Geistes zu machen und ihn auf die Folter, sich zur Maschine zu vervollkommnen, zu legen.“
Mechanisch ist auch das Auswendiglernen. So wie ein Schüler die Hauptaussagen der Kritik der reinen Vernunft für die nächste Klausur als bloße Verkettung von Wörtern auswendig lernen kann, ohne sie innerlich zu verstehen, so kann das auch die KI. Die KI hat keinen Geist, da der Geist die biologische Evolution zu seiner Voraussetzung hat. Er entsteht im Gehirn, dessen Funktion es ist, unter dem Eindruck existenzieller Nöte und Bedürfnisse, die von heftigen Empfindungen begleitet werden, das Überleben des Individuums und der Art zu sichern. Empfindungen sind der Grundstoff, aus dem die Bewußtseinsinhalte bestehen, selbst die abstraktesten. Der Weg der menschlichen Erkenntnis führt von der Erscheinung zum Wesen, wobei die Erscheinung durch die Wechselwirkung des Objektiven mit subjektiven Faktoren hervorgebracht wird, alles eigentliche Wissen daher die Negation der Erscheinung als Selbstkritik des Subjekts in sich schließt.
Der Mensch kann erkennen, daß die Empfindung, die man an der Hand zu spüren glaubt, wenn man einen warmen Stein berührt, nicht im Stein entsteht, sondern im Gehirn, und daß das objektive, von aller subjektiven Empfindung getrennte Wesen der Wärme nur mit dem Maß der Molekülbewegung im Stein zusammenhängt. Die KI kann diesen Satz lernen und in 500 Sprachen übersetzen, aber sie kann ihn nie verinnerlichen, weil sie die Wärmeempfindung nicht kennt, und deshalb kann sie niemals einen Begriff der Wärme, weder ihrer sinnlichen Erscheinung, noch ihres objektiven Wesens haben. Sie beherrscht insbesondere keine Dialektik, weil sie nur die fertigen Termini und Sätze kennt, nicht die saure Gedankenarbeit, mit der diese aus der widersprüchlichen Welt herausdestilliert wurden.
Auch ein einfaches Beispiel der mathematischen Erkenntnis beleuchtet die Beschränktheit der KI. Schon die alten Griechen kannten den exakten Beweis dafür, daß es unendlich viele Primzahlen gibt. Man nehme nämlich an, es gäbe nur endlich viele Primzahlen, bilde ihr Produkt und nenne es P. Betrachte nun die Zahl P+1: Sie ist durch keine der Faktoren von P teilbar, sie kann aber auch durch keine andere Zahl außer 1 und sich selbst teilbar sein, da jede Zahl eine eindeutige Primfaktorzerlegung besitzt und angenommen ist, daß es keine anderen Primzahlen als die Faktoren von P gibt. Dann ist P+1 definitionsgemäß selbst Primzahl, was der Voraussetzung widerspricht und die Annahme, daß es endlich viele Primzahlen gäbe, durch diesen Widerspruch zugleich widerlegt.
Es ist nun unwahrscheinlich, daß eine KI diesen Beweis erfinden könnte, wenn es ihn nicht schon gäbe, und wenn, dann nur, indem menschliche Programmierer sie mit Tricks zum Jagen tragen. Denn die KI kennt nur Zahlen, aber nicht den Begriff der Zahl, nicht die Fähigkeit, sich verallgemeinerte Zahlen vor dem geistigen Auge vorzustellen, was zum Finden von Unendlichkeitsbeweisen unabdingbar ist.
Die Gefahren der KI liegen auf der Hand, aber sie unterscheiden sich prinzipiell nicht von den Gefahren aller Technologien, die akut werden, wenn Menschen ihnen blind vertrauen, anstatt sie mit Bedacht einzusetzen und sorgfältig zu überwachen. Die größte Gefahr der KI besteht darin, daß Systeme, die ohne angemessene menschliche Überwachung von ihr kontrolliert werden, zusammenbrechen, nicht darin, daß die KI dieses Systeme zu einer gespenstischen Herrschaft über die Menschheit einsetzt, denn es ist unerfindlich, was sie dazu motivieren sollte, wenn ihr diese Aufgabenstellung nicht von Menschen einprogrammiert wird.
Auch für die KI gilt, daß sich hinter Verhältnissen zwischen Sachen Verhältnisse zwischen Menschen verbergen, und die KI-Revolution muß die Einsicht in die Dysfunktionalität des kapitalistischen Gesellschaftssystems in lange nicht gekanntem Maße beschleunigen. Im 19. Jahrhundert ließ sich in den europäischen Mutterländern der Industrialisierung das Paradoxon beobachten, daß die zur Erleichterung der menschlichen Mühe und zur Hebung des Wohlstands erfundenen Maschinen unter kapitalistischen Bedingungen gerade zur verschärften Versklavung und Verarmung des Volkes führten. Die imperialistische Ausplünderung des Globalen Südens, die insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg durch ein geeintes imperialistisches Lager mit gesteigerter Effizienz bewerkstelligt worden ist, hat diesen Widerspruch verschleiert, indem in Westeuropa und Nordamerika parallel mit der technologischen Entwicklung ein wachsender Massenwohlstand einherging.
Im Zeitalter von KI und Industrie 4.0 stehen nun auch große Scharen gut ausgebildeter Techniker und Bankkaufleute augenreibend wie die schlesischen Weber vor den verschlossenen Werkstoren und Bürotürmen, hinter denen Silikonplättchen ihre Arbeit übernommen haben.
Die Phänomene KI und Digitalisierung der Industrie stellen schreiend die Eigentumsfrage. Wenn mit einem Minimum an menschlichem Zutun große Mengen an Gütern geschaffen werden, so ruft das nach kollektiver Beherrschung der Produktionsmittel, um so mehr, da der private Besitz an der Technologie einen extremen Monopolisierungsgrad erreicht hat.
In kollektivem Besitz kann sie zur Bedürfnisbefriedigung der Menschheit bei verringertem Arbeitsaufwand dienen, nicht etwa, damit die Menschen dann untätig werden, sondern damit sie ihr geistiges Potenzial besser ausschöpfen können, um die Erkenntnis der Natur und ihre Beherrschung in noch höherem Tempo voranzutreiben. Die Alternative ist ein Völkermord ungekannten Ausmaßes. Denn in Zeiten, in denen die Unterhaltung einer großen industriellen Reservearmee sinnlos ist, werden die Oligarchen danach trachten, überflüssige Menschen zu vernichten.
Sebastian Bahlo ist Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes
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Sebastian Bahlo: Gedanken zu Entstehung und Wesen der KI (Auszug aus FREIDENKER 2-26, ca. 365 KB)
Bild oben: Collage von Ralf Lux unter Verwendung von:
Mikroprozessor Intel i486DX2 (1992): Das geöffnete Gehäuse des ICs zeigt das 76 mm² große Halbleiter-Plättchen mit 1,2 Millionen Transistoren.
Foto: Matt Britt, CC BY-SA 3.0
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