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Arbeit und Soziales
Auf dieser Webseite findet Ihr Beiträge zum Thema Arbeit und Soziales.

Gründung des Bündnisses gegen Folter in der Psychiatrie Drucken E-Mail

Der Deutsche Freidenker-Verband unterstützt und begrüßt die Gründung des Bündnisses gegen Folter in der Psychiatrie. Folgend der Gründungsaufruf des Bündnisses:

Die unterzeichnenden Organisationen

  • haben zur Kenntnis genommen, dass der UN-Sonderberichterstatter über Folter, Juan E Méndez, beim UN-Hochkommissariat für Menschenrechte  in der 22. Sitzung des "Human Rights Council" am 4. März 2013 Zwangsbehandlung in der Psychiatrie zu Folter, bzw. grausamer, unmenschlicher oder entwürdigender Behandlung erklärt hat.

  • unterstützen die Forderung des Sonderberichterstatters, dass  "alle Staaten ein absolutes Verbot aller medizinischen nicht einvernehmlichen bzw. Zwangsbehandlungen von Personen mit Behinderungen verhängen sollten, einschließlich der nicht-einvernehmlicher Psychochirurgie, Elektroschocks und Verabreichung bewusstseinsverändernden Drogen, sowohl in lang-wie kurzfristige Anwendung. Die Verpflichtung, erzwungene psychiatrische Behandlung wegen einer Behinderung zu beenden, ist sofort zu verwirklichen und auch knappe finanzielle Ressourcen können keinen Aufschub der Umsetzung rechtfertigen." *

Deshalb fordern wir alle Landes- und den Bundesgesetzgeber auf, alle Sondergesetze, die psychiatrische Zwangsbehandlung legalisieren**, sofort für ungültig zu erklären. Nur so kann kurzfristig die Forderung nach einem absoluten Folterverbot in Deutschland verwirklicht werden. Das Verbot der Folter ist eines der wenigen absoluten und unveräußerlichen Menschenrechte, ein ius cogens, eine zwingende Norm des internationalen Rechts.***

Anmerkungen

*  Seite 5 der Rede von Juan E Méndez: States should impose an absolute ban on all forced and non-consensual medical interventions against persons with disabilities, including the non-consensual administration of psychosurgery, electroshock and mind-altering drugs, for both long- and short- term application. The obligation to end forced psychiatric interventions based on grounds of disability is of immediate application and scarce financial resources cannot justify postponement of its implementation.
**  Die entsprechenden Teile aller PsychKGe, Maßregelvollzugsgesetze und des neugeschaffenen 1906 BGB werden ersatzlos gestrichen.

***Aus dem Bericht A/HRC/22/53 des Sonderberichterstatters vom Februar 2013, Abschnitt 82.: The prohibition of torture is one of the few absolute and non-derogable human rights, a matter of jus cogens, a peremptory norm of customary international law.


Weitere Informationen zum Bündnis sind auf der Webseite http://www.folter-abschaffen.de erhältlich.

 
Solidarität mit den streikenden griechischen Stahlarbeitern Drucken E-Mail

Emmanuel Korakis

Solidarität mit den streikenden griechischen Stahlarbeitern

Das Griechische Stahlwerk ELLINIKI CHALYVOURGIA ist das größte Stahlunternehmen in Griechenland. Es unterhält drei Betriebe, eine in Aspropyrgos bei Athen(mit 400 Beschäftigten) und zwei in Volos, ca 300 km nördlich von Athen (mit 350 Beschäftigten). Die Produktion und die Gewinne des Unternehmens steigen in den letzten Jahren stetig. 2010 (während der Krise wohlgemerkt) wurden 266.000 Tonnen produziert, das Unternehmen machte 227 Millionen Euro Gewinn und kontrolliert heute nun über mehr als 30% des heimischen Stahlmarktes. Gleichzeitig steigen die subventionierten Exporte ständig.

Arbeit unter unmenschlichen Bedingungen mit Temperaturen über 110 C, Verbrennungen, Ohnmacht, tödliche Arbeitsunfälle wegen des schlechten Arbeitsschutzes und der schlecht gewarteten Ausrüstung, ist der Preis für den Gewinn des Unternehmens. Doch das Unternehmen versucht unter dem Vorwand der Wirtschaftskrise noch mehr belastende Arbeitsbedingungen zu verhängen: Kurzarbeit, Lohn-und Arbeitszeitkürzungen. Statt 1.000 bis 1.500 Euro sollen die Arbeiter 500-700 Euro Lohn bekommen, 50 neue Kündigungen wurden im Oktober angedroht. Auf die Erpressung, entweder 5 Stunden Arbeit mit entsprechender Gehaltskürzung oder 180 Kündigungen zu akzeptieren, antworteten die Werksarbeiter in Aspropyrgos mit einem Streik! Seit der Ankündigung der ersten 18 Kündigungen am 31.10.2011 steht die Produktion still, gleichzeitig werden dauerhafte weitere Streiks beschlossen.

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Mythen um die Mutter Drucken E-Mail

Aus: "Freidenker" Nr. 3-10 September 2010, S. 40-41, 69. Jahrgang 

Talkshows, Reportagen und verschiedene Publikationen beschäftigen sich mit der Problematik, warum speziell in Deutschland Familie und Berufstätigkeit (auch ‚Karriere‘ genannt) so schlecht zu vereinbaren seien. 

Das Problem wird meist übereinstimmend so wahrgenommen: Die Geburtenrate sinkt, die Deutschen drohen auszusterben. Unterschlagen wird dabei meist, dass dies bis 1989 nicht so war, zumindest nicht in der DDR. Inzwischen ist das Problem „vereinigungsbedingt gesamtdeutsch“.
Zur Erklärung und Problemlösung werden kontroverse Sichtweisen angeboten.
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Die Lage der Kinder in Kuba Drucken E-Mail

Aus: "Freidenker" Nr. 3-10 September 2010, S. 36-39, 69. Jahrgang

Marion Leonhardt

Ziele und Erfolge für Kinder in einer Gesellschaft, die den Sozialismus aufbaut

„Unser Grundsatz ist: Alles für die Kinder!“
(Aleida Guevara, Tochter von Che Guevara und Kinderärztin in einem Krankenhaus in Havanna am 19.9.2008 in Berlin über die kubanische Gesundheitspolitik)

Das Wohl und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sind inhärente Ziele beim Aufbau der sozialistischen Gesellschaft in Kuba. Das hat weitreichende Konsequenzen für die Gesetzgebung, die Ressourcensteuerung sowie die politische und gesellschaftliche Praxis, insbesondere in den beiden zentralen Bereichen Gesundheit und Bildung.
Trotz der seit Beginn der Revolution von den USA verhängten Wirtschafts-, Finanz- und Handelsblockade gegen Kuba sowie eines ökonomischen Entwicklungsstandes, der nicht der eines hochentwickelten Industrielandes ist, steht Kuba bei einem Vergleich der Lebensbedingungen der Kinder in Lateinamerika regelmäßig an erster Stelle. Bei vielen Indikatoren braucht Kuba auch den Vergleich mit westlichen Industrieländern nicht zu scheuen. Dreh- und Angelpunkt dieses Erfolges sind das kubanische Gesundheits- und Bildungswesen.
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Kindergesundheit – ein Ost-West-Vergleich und der Trend der letzten 20 Jahre Drucken E-Mail

Aus: "Freidenker" Nr. 3-10 September 2010, S. 28-35, 69. Jahrgang

Heidrun Kahl:

 1. Einleitung

Wie steht es mit der Verwirklichung der Rechte des Kindes auf Gesundheit in Deutschland?
Diese Frage soll im Vergleich der unterschiedlichen Rahmenbedingungen für die gesundheitliche Betreuung der Kinder und Jugendlichen in der DDR und der BRD sowie nach der Übernahme bundesdeutscher Strukturen auch in den neuen Bundesländern diskutiert werden.

Die UNO Konvention für die Rechte des Kindes, die u.a. den Schutz der Gesundheit beinhaltet, wurde nach der unverzüglichen Ratifizierung in der DDR auch in der Bundesrepublik Deutschland, wenn auch verspätet, ratifiziert (s. Artikel E. Ockel). Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) fordert weiterhin im § 1 das Recht jedes jungen Menschen auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

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Suchtprävention im Kindes- und Jugendalter Drucken E-Mail

Aus: "Freidenker" Nr. 3-10 September 2010, S. 24-28, 69. Jahrgang

Von Annegret Kriegel

 Gescheiterte Prophylaxe von Drogenmissbrauch in Ostdeutschland Anfang der 1990er Jahre – Ein persönlicher Rückblick auf Umbruchzeiten

Wenn man der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgt, so ist Sucht ein Zustand periodischer oder chronischer Vergiftung, der hervorgerufen wird durch den wiederholten Gebrauch einer natürlichen oder synthetischen Droge. Unter Drogen versteht die WHO jede Substanz, die im lebenden Organismus Funktionen verändert und abhängig machen kann. Diese Begriffsdefinition umfasst nicht nur illegale, sondern auch legale Drogen, wie Arzneimittel, Nahrungs- und Genussmittel. Entscheidend für die Entwicklung einer Suchtkrankheit sind hierbei das krankmachende Potential der konsumierten Drogensubstanz, das Ausmaß und die Zeitdauer der Anwendung, sowie die sensible Altersphase in der Entwicklung des Menschen, in der konsumiert wird. Es ist daher nicht einfach, sich dem vielschichtigen Problem der Suchtvermeidung mit einer allgemeingültigen Lösung zu nähern. Dem Kindes- und Jugendalter kommt in der Suchtvermeidung unstrittig eine besondere Bedeutung zu.

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Das Recht des Kindes auf ein Höchstmaß an Gesundheit Drucken E-Mail

Aus: "Freidenker" Nr. 3-10 September 2010, S. 20-24, 69. Jahrgang

Von Edith Ockel

Die UNO Konvention über die Rechte des Kindes vom 20. November 1989, die im Artikel 24 für alle Kinder ein „Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit“ fordert1, wurde von der DDR im gleichen Jahr ratifiziert. Unerträglich war es, dass die BRD, nachdem sie der DDR ihr gesamtes Rechtssystem übergestülpt hatte, noch zwei Jahre zur eingeschränkten Ratifizierung der UNO Konvention benötigte, weil sie Asylanten- und Flüchtlingskinder ausklammerte und ihnen die völkerrechtlichen Kinderrechte auf das Kindeswohl vorenthielt. In ausländerrechtlichen Verfahren können Minderjährige ab 16 Jahren wie Erwachsene behandelt und abgeschoben werden. Der Selbstmord des minderjährigen Georgiers in der Hamburger Abschiebehaft im März 2010 ist ein bitteres Zeugnis dafür. 
Anmahnungen des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes und von mehreren Organisationen in Deutschland fanden erst nach 18 Jahren auf Antrag der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen und Rheinland-Pfalz bei der Bundesregierung Gehör, die am 3. Mai 2010 einen Beschluss zur Rücknahme des Vorbehaltes für diese Kinder fasste.
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