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Jugendweihe und Jugendfeier

Auf dieser Webseite findet Ihr Informationen, Positionstexte und Diskussionsbeiträge zum Thema Jugendweihe, Jugendfeier.



Termine und Anmeldung zu Jugenweihen und Jugendfeiern Drucken E-Mail

Die Organisation der Jugendweihen und Jugendfeiern obliegt den Landesverbänden des Deutschen Freidenker-Verbandes. Zu Terminen, Anmeldungen, Planung und Gestaltung der Jugendfeiern beachtet bitte folgende Webseiten:

 
Nicht religiös und trotzdem 14 Drucken E-Mail

Jugendweihen und Jugendfeiern heute

"Nicht religiös und trotzdem 14?!" Dass das „jeder und jedem passieren" kann, „aber nicht schlecht sein" muss, darauf verweist die Internetseite www.jugendfeier-hessen.de des hessischen DFV-Landesverbandes. Denn nicht nur die Hessen, sondern auch die meisten der anderen Landesverbände organisieren jedes Jahr wieder im Mai und Juni Jugendweihen bzw. Jugendfeiern, bei denen Jugendliche um die 14 ihren Eintritt in den Kreis der Erwachsenen, ihre vollwertige Teilhabe an deren Gesellschaft feiern. Dabei steht in den vorbereitenden Treffen der Winter- und Frühjahrsmonate - die geprägt sind von intensiven Diskussionen über die brennenden Themen unserer Zeit und unserer Geschichte und zu denen regelmäßig bspw. antifaschistische Zeitzeugen und Experten verschiedenster Provenienz eingeladen sind -, bei den gemeinsamen Ausflügen und Partys vor allem eines im Mittelpunkt: „die Ansicht, dass das Leben vor dem Tode stattfindet. Das richtige Leben! Und dass dieses Leben von den Menschen gestaltet werden kann - und muss!" Die Jugendlichen sollen dazu angeregt werden, an der Schwelle zu ihrem neuen Lebensabschnitt „sich über die Probleme der Welt einen eigenen Kopf zu machen".

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125 Jahre Jugendweihe in Hamburg Drucken E-Mail

von Helmuth Sturmhoebel

In Hamburg wurde im Frühjahr 1882 die »Freidenker-Gesellschaft Hamburg« gegründet. Schon Anfang 1886 wurde versucht, die Einrichtung von Schulen für Konfessionslose zu erreichen, jedoch ohne Erfolg.

Während sich in Hamburg die Freidenker noch stritten, wurde in Barmbek, damals noch selbständig, heute ein Stadtteil von Hamburg, die erste öffentliche proletarische Jugendweihe vom Tischler und Gastwirt Peter Blesgen durchgeführt. Er war einer der Leiter des Hamburger Tischlerstreiks im Jahre 1887 und gehörte mehreren Arbeitervereinen, zum Teil als Vorstandsmitglied, an, so dem »Fortbildungsverein von Barmbek-Uhlenhorst« und der »Freidenker-Gesellschaft«.

Im »Hamburger Echo«, Jahrgang Nr. 72 vom 26. März 1890 war zu lesen: »Zur Erinnerung an die Schulentlassung der Kinder, welche nicht konfirmiert werden, war am Montagabend in Barmbek im ›Viktoriagarten‹ eine eigenartige, recht ansprechende und erhebende Familienfeier veranstaltet. An der Feier nahmen 23 entlassene Schüler und Schülerinnen mit ihren Eltern und sonstigen Angehörigen und Freunden, im ganzen 350 Personen, teil. Die Einleitung bildeten drei Redeakte über die ›Bedeutung der Konfirmation‹, ›Aberglaube und Wissenschaft‹ und ›Das Leben nach der Schulzeit‹. Den übrigen Teil des abwechslungsreichen Programms bildeten Chorgesänge der Liedertafel des Fortbildungsvereins Barmbek, diverse Soli, Quartettgesänge, Terzetts, Duetts, ernste und humoristische Vorträge. Zum Schluß wurden Schattenbilder vorgeführt. Zwischendrein fand eine gemeinschaftliche Festtafel statt, bei welcher selbstverständlich ebenfalls von mehreren Seiten der Bedeutung des Tages entsprechende Toast ausgebracht wurden. Der ganze Eindruck des Festes war ein so vorzüglicher, dass es wohl allen Teilnehmern lange im Gedächtnis bleiben wird, vor allem aber den teilnehmenden der Schule entwachsenen Kinder, denen die ernsten ermahnenden Worte hoffentlich recht tief im Gedächtnis haften und ihnen ein Sporn sein werden, sich in der Zukunft zu recht tüchtigen und brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft zu entwickeln.«

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120 Jahre Jugendweihe / Jugendfeier in Deutschland Drucken E-Mail
Aus: "Freidenker" Nr. 1-10 März 2010, S. 32-36,  69. Jahrgang

Ein denkwürdiges Ereignis in der Freidenkerbewegung: Das Fest wird seit 1890 in der Freidenkerbewegung regelmäßig begangen. Seiner Geschichte nach ist es ein proletarisches Fest. Ein bedeutendes Kulturereignis der Freidenker, das sich bis in die heutige Zeit erhalten hat. Allerdings wurde diese Feier in den ersten Jahren bewusst nicht Jugendweihe genannt.

Die erste große Kirchenaustrittsbewegung Deutschlands entstand nach der Ausstellung des „Heiligen Rocks“ in Trier. Sie war eng verbunden mit der Entwicklung, die dann auch zur bürgerlichen Revolution von 1848/49 führte. Liberale religiöse und politische Ideen verbanden sich. Es ging gegen die Orthodoxie und die Negation des wissenschaftlichen Fortschritts, wie sie mehrheitlich von den Großkirchen vertreten wurden. Große Teile der Arbeiterklasse grenzten sich damit von den Dogmen der Kirche ab, die für ihre Unterdrückung mitverantwortlich waren.
Die Jugendweihe, entstanden auf Initiative von Freidenkern und Freireligiösen als Gegenstück zur kirchlichen Konfirmation oder Kommunion, und die Kulturbestrebungen der Arbeiterschaft haben gemeinsame Wurzeln: beide wehrten sich gegen die staatliche Obrigkeit des 19. Jahrhunderts. Der Kampf um Jugendweihe und die Vorbereitungskurse entsprangen dem Aufbegehren gegen die rechtliche und soziale Benachteiligung breiter Bevölkerungskreise. So ist das Ringen um die Durchsetzung der Jugendweihe auch ein Stück Geschichte der Demokratiebewegung.

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Bedeutung und Geschichte von Jugendweihen und Jugendfeiern Drucken E-Mail

Die Jugendweihe ist eine festliche Aufnahme in die Welt des Erwachsenseins. Sie makiert den Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter. Sie ist eine nichtkirchliche Alternative zur Konfirmation der evangelischen Kirchen und zur Firmung in der katholischen Kirche.

Zur heutige Bedeutung der Jugendweihe: Für immer mehr Jugendliche stellt sich die Frage: Hat es Sinn, ohne religiöse Überzeugung an der kirchlichen Feier zum Erwachsenwerden teilzunehmen? Der immer größer werdenden Zahl von Kirchenaustritten der Erwachsenen muss nicht das weltanschauliche Nichts für die Kinder folgen. Außer religiösen Ansichten gibt es zumindest noch die Ansicht, dass das Leben vor dem Tode stattfindet. Das richtige Leben! Und dass dieses Leben von den Menschen gestaltet werden kann - und muss! Die Freidenker wollen dazu anregen, sich über die Probleme der Welt einen eigenen Kopf zu machen. Dazu gibt es Diskussionsrunden: Von Religion und Aberglauben, bis zu Philosophie und Liebe. Und zu guter Letzt: Eine große Feier mit kulturellen Beiträgen und einer schönen Rede - die Jugendfeier.

Zur Geschichte der Jugendweihe:Der Begriff Jugendweihe wurde 1852 von dem Demokraten, Pfarrer und freireligiösen Prediger Eduard Baltzer (1814-1887), dem ersten Präsidenten des Bundes Freireligiöser Gemeinden Deutschlands, geprägt. Die aufklärerische Tradition der freireligiösen Bewegung wurde von der Arbeiterbewegung übernommen. In der Weimarer Republik (1918–1933) erlebte die Jugendweihe einen großen Aufschwung in den Organisationen der Freidenker und der Arbeiterbewegung. Nach dem Ende der Verfolgung durch die Nazi-Diktatur entwickelte sich die Jugendweihe in den beiden deutschen Staaten unterschiedlich. In der DDR wurde die Jugendweihe zur staatlich geförderten Feier am Ende des 8. Schuljahres. Die Durchführung des vorbreitenden Unterrichts und der Feierlichkeiten wurden von den "Ausschüssen für Jugendweihe" in ehrenamtlicher Arbeit getragen. An der Jugendweihe nahm die überwiegende Mehrheit der Jugendlichen teil. Auch heute nehmen in den "neuen Bundesländern" laut wikipedia nach Schätzungen etwa 40% der Jugendlichen an Jugendweihen teil.  In der BRD konnte die Jugendweihe die alte Bedeutung und Größe nicht erreichen. Hier waren es  die freidenkerischen Organisationen, welche die Tradition der Jugendweihe übernahmen und weiterentwickelten.

 
Jugendfeier 2005 in Frankfurt am Main Drucken E-Mail
Jugendfeier 2005 in Frankfurt am Main

von Norbert Müller



Am Pfingstsonntag war es soweit. Nach sieben Vorbereitungstreffen, einem gemeinsamen Treff mit den Eltern sowie einem Wochenendseminar in Weimar mit Besuch der Gedenkstätte Buchenwald fand für 31 Jugendliche in Hessen die Jugendfeier statt, die wie immer unter dem Motto "Nicht religiös und trotzdem 14" stand.

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