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Gegen Volksverdummung und Zerstörung der Vernunft Drucken E-Mail

Der Deutsche Freidenker-Verband als Weltanschauungsgemeinschaft und Kulturorganisation betrachtet Aufklärung als die Hauptaufgabe seiner weltanschaulichen Tätigkeit.

Die Aufklärungsbewegung des 18. Jahrhunderts diente mit ihrer Kritik der feudalen Ideologie und des religiösen Denkens der Emanzipation von den Fesseln der feudalabsolutistischen Ordnung. Die Aufklärung als „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Immanuel Kant) wollte Licht in die überkommene Dunkelheit der Unwissenheit, der Vorurteile und des Aberglaubens bringen. Sie kämpfte gegen Mystik und jede Autoritätsgläubigkeit, für die Freiheit des wissenschaftlichen und weltanschaulichen Denkens. Die  Gesellschaftsordnung wurde nicht mehr als „gottgewollt“ hingenommen, sondern der Kritik der Vernunft unterzogen. Oberstes Ziel der  Aufklärung war die Durchsetzung der Vernunft im geistigen und wissenschaftlichen Leben, und nicht zuletzt in allen Bereichen von Gesellschaft, Staat und Politik.

Die Aufklärungsbewegung leistete die geistige Vorarbeit, eine andere freiere Gesellschaftsordnung zu denken und in den folgenden bürgerlichen und sozialistischen Revolutionen zu erkämpfen.
Die heute auf der Welt herrschenden Zustände sprechen den Anliegen und Zielen der historischen Aufklärung Hohn. Der global agierende  Kapitalismus orientiert sich nicht an den Bedürfnissen
und Entwicklungsinteressen der Menschen, sondern an der Profitmaximierung. Er bewirkt Not, Elend, Ausbeutung und Unterdrückung für  immer größere Teile der Weltbevölkerung, bringt immer neue Kriege hervor und beschwört die Gefahr des Untergangs der menschlichen  Gattung herauf. Der Imperialismus ist das Gegenteil von Vernunft, er ist purer Irrationalismus.
Aufklärung hat sich an den heute aktuellen Fragen zu bewähren, freies Denken soll den Kopf freimachen für befreiendes Handeln.
Die programmatische Berliner Erklärung des Deutschen Freidenker-Verbandes formulierte 1994 die Aufgabe, „Freidenkerinnen und Freidenker bemühen sich um Antworten bezüglich der Ursachen der alle Lebensbereiche umfassenden allgemeinen weltweiten Krise.“ Dies erfordert die  Analyse der Widersprüche in ihrer Entwicklung und auf der Grundlage unseres materialistisch- dialektischen Weltbildes, und es erfordert die Erarbeitung  darauf begründeter Moral- und Wertvorstellungen. Bei unseren Vorschlägen für politisch-praktisches Handeln und humane gesellschaftliche Ziele  gehen wir von den folgenden weltanschaulich-philosophischen Prämissen aus...

Der komplette Text des Beschlusses des Verbandsvorstandes vom 31. Oktober/1. November 2009 kann hier als PDF-Datei geladen werden.

 


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