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Demokratie - Medien - Aufklärung

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Vor 45 Jahren: Das Massaker von My Lai Drucken E-Mail

von Dr. Gerhard Feldbauer, erschienen im Freidenker 1 - 2013

Noch heute sträubt sich die Feder, die Verbrechen niederzuschreiben, die von sadistischen US-Soldaten am 16. März 1968 mit der Ermordung fast aller Einwohner des Dorfes My Lai (in Vietnamesisch Son My) begangen wurden. In ihrem aufrüttelnden Buch „Abels Gesichter. Vietnam. Bilder eines Krieges“ haben Gian Luigi Nespoli und Giuseppe Zambon geschildert, was sich zutrug: Die Kompanie unter dem Kommando von Leutnant William Calley gehörte zum 1. Bataillon der 11. US-Infanteriebrigade. Der Kompaniechef befahl, „den Feind aufzustöbern und unverzüglich zu erledigen, aber auch die Hütten des Dorfes zu verbrennen, alles, was sich bewegte, zu töten und jede Form von Leben, auch die Lebensmittel, zu vernichten.“ Während des Prozesses gegen Calley sagten 21 Soldaten und Unteroffiziere aus, es habe einen „expliziten Mordbefehl gegen unterschiedslos alle Bewohner“ gegeben.

Hier einige der kaum zu beschreibenden Vorfälle: Ein alter Mann wurde in einen Brunnen geworfen und mit einer M-26-Granate getötet. Zwei junge Frauen wurden zuerst vergewaltigt und dann aus nächster Nähe erschossen.“ Ein Soldat berichtete, dass „eine Gruppe von mehreren alten Frauen und einigen Kindern - im ganzen 15 oder 20 Personen - vor einem kleinen Tempel, auf dessen Altar Weihrauchstäbchen brannten, kniete und verzweifelt betete. Die Soldaten näherten sich der Gruppe soweit, dass sie sicher auf jeden Kopf zielen konnten. Niemand überlebte.“

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Eurokrise, Krieg und die Europastratgien des Deutschen Kapitals Drucken E-Mail

von Stefan Eggerdinger

Dieser Beitrag ist im FREIDENKER 3-12 "ESM - Keine Rettung vor Krisden und Kriegen" erschienen.

Atque ubi solitudinem faciunt pacem
appellant.
Und wo sie eine Wüste hinterlassen, nennen
sie das Frieden.

Tacitus, Agricola

Allzuoft nämlich schlägt dem, der die Dinge beim Namen nennt, entgegen: „Das ist aber ein erschreckendes Bild“, Oder „Aber sei bitte nicht wieder so düster!“ Und dann hebt eine unselige Debatte an, die meistens eingeleitet wird mit: „Du hast ja recht, aber wir müssen die Menschen da abholen, wo sie sind.“
Was um alles in derWelt ist daran düster, wenn die Tatsache vor aller Augen liegt, dass das historisch letzte Ausbeutersystem durch seine eigenen Widersprüche an sein Ende gekommen ist? Was ist daran düster, wenn wir feststellen müssen: Dass es fällt und ob es fällt, liegt nur an uns. Vor allem an denArbeitern, die allein die längst vorbereitete gesellschaftlich planmäßige Produktion der Zukunft organisieren können. Aber auch an den Angestellten, der werktätigen Intelligenz, den Bauern, den kleinen Gewerbetreibenden – kurz an allen, die nicht zu der immer kleiner werdenden Minderheit der Ausbeuter gehören. Düster kann das hier Vorgetragene doch nur nennen, wer am Kapitalismus hängt; wer glaubt und dem Volk einreden möchte, es würde wieder besser werden, wenn wir nur die passenden Hebel im System selbst finden könnten.

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"Unser Amerika" Drucken E-Mail

von André Scheer

Dieser Artikel ist im FREIDENKER 2-12 "Unser Amerika" erschienen.

Die Nachricht von der Gründung der Gemeinschaft der Staaten Lateinamerikas und der Karibik (CELAC) in Caracas ging im Dezember 2011 um die Welt. Die Staats- und Regierungschefs praktisch aller unabhängigen Staaten des Kontinents hatten sich in der venezolanischen Hauptstadt zusam­mengefunden, um die erste Organisation zu konstituieren, die den Kontinent vereint – aber ohne die USA und Kanada auskommt. Boliviens Präsident Evo Morales würdigte bei dem Treffen in Caracas diese neue Einheit. Das neoliberale Modell habe den Kapitalismus in seine „Endkrise“ geführt, nun vereinten sich die lange unterdrückten Völker zu ihrer Befreiung durch Integration.

Ursprünglich hatte die CELAC bereits am 5. Juli gegründet werden sollen, als Venezuela den 200. Jahrestag seiner Unabhängigkeit von Spanien feierte. Zwar wurde dies durch die kurz zuvor bekanntgewordene Krebserkrankung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez verhindert; allerdings erinnert die ursprüngliche Planung daran, dass die Gründung der CELAC nicht der erste Versuch war, den Kontinent zu vereinen.

Bereits beim Kampf um die Befreiung des Kontinents von der spanischen Kolonialherrschaft waren sich die damaligen Vorkämpfer bewusst, dass sie zusammenhalten mussten, um ihre Freiheit verteidigen zu können. „Eine grandiose Idee ist es, aus der gesamten Neuen Welt eine einzige Nation bilden zu wollen, mit einem einzigen Band, das ihre Teile untereinander und mit dem Ganzen verbindet“[1], schrieb etwa Simón Bolívar 1815 in seinem berühmten „Brief aus Jamaika“. Dieses Dokument gilt als eine der wichtigsten programmatischen Schriften des heute als „El Libertador“ – Der Befreier – verehrten Nationalhelden Venezuelas und Kolumbiens. Schon 1829 warnte er vor der Gefahr, die von den aufstrebenden USA für die neuen Republiken ausgehen würde, da sie „von der Vorsehung dazu bestimmt zu sein scheinen, die Völker Südamerikas im Namen der Freiheit mit Elend zu überziehen.“[2]

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Krise, Euro und EU Drucken E-Mail

von Andreas Wehr, erschienen im Freidenker 1-2012

Am 7. Februar 1992 wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet. Die bis dahin bestehenden drei Europäischen Gemeinschaften – die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die Europäische Atomgemeinschaft (EAG) und die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) – wurden zur Europäischen Union zusammengefasst.

Zu den Zielen der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) hieß es in der Präambel des Vertrags, gehöre »auf längere Sicht auch die Festlegung einer gemeinsamen Verteidigungspolitik (...), die zu gegebener Zeit zu einer gemeinsamen Verteidigung führen könnte«. Davon ist heute aber nicht mehr die Rede. Die Interessen der EU-Staaten in der Außen- und Sicherheitspolitik, und hier vor allem die der großen vier, von Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien, standen auch nach Maastricht immer wieder im Gegensatz zueinander.

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Den politischen Streik durchsetzen! Drucken E-Mail

von Renate Münder

Hinweis: Dieser Artikel ist im FREIDENKER 3/2011 erschienen.

Die Kollegen der Druckerei des Süddeutschen Verlags führten jahrelang bei vielen Demonstrationen ein Transparent mit sich: „Für den Generalstreik!“ Unter dem Eindruck der Streiks in Frankreich, Italien, Griechenland usw. gab es die Stimmung vieler Kolleginnen und Kollegen wieder – aber eine große Wirkung hatte das Transparent dennoch nicht. Denn politische Streiks sind keine separate Strategie oder eine besondere Klassenkampfmethode, sie sind nie ein Ziel für sich, sondern sie sind ein Instrument für inhaltliche Ziele, d.h. die Zuspitzung einer breiten Massenmobilisierung eines Kampfes für eine bestimmte Forderung.

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