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Herzlich willkommen beim Deutschen Freidenker-Verband e.V.
Antideutsches Denken: Eine pseudo-linke Ideologie Drucken E-Mail

Dr. Sabine Schiffer, Institut für Medienverantwortung

Teil 1 Um welches Phänomen geht es?

Als der Antisemitismusvorwurf gegen den griechischen Finanzminister Varoufakis und die gesamte griechische Regierung aufkam, schickte mir mein Kollege einen Hinweis auf den Artikel in Springers „Welt“ mit dem Vermerk: „Da ist es.“ [http://www.welt.de/debatte/kommentare/article136950193/So-judenfeindlich-sind-Tsipras-und-seine-Leute.html] Ja, wir hatten so etwas erwartet. Denn es ist in den letzten Jahren gängige Praxis geworden, dass Kritik am Wirtschaftssystem mit Antisemitismusvorwürfen bekämpft und somit erschwert wird. Dies erging der globalisierungskritischen Bewegung Attac ebenso wie Blockupy oder Sarah Wagenknecht. Letztere wurde kürzlich in Twitter mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert, weil sie in einer Talkshow kritisiert hatte, dass man in Griechenland einen Umbau der Wirtschaft im neoliberalen Sinne durchführe. Wohlgemerkt, sie hat sich dabei nicht auf Juden bezogen, aber sie hat Kategorien der Wirtschaft angesprochen. Diejenigen, die dann „Antisemitismus“ schreien, werfen den Kritikern des Wirtschaftssystems einen Zusammenhang mit dem Judentum vor, den sie selber erst herstellen. Das hat Tradition und scheint eine effektive Strategie, um finanz-, wirtschafts- und kapitalismuskritische Positionen zu verunmöglichen.

Im Falle Yannis Varoufakis' löste sich die Sache relativ schnell in Wohlgefallen auf – nicht zuletzt durch einen Beitrag auf Spiegel-online [http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/giannis-varoufakis-ist-griechenlands-finanzminister-antisemit-a-1017402.html]. Dort wurde die völkerrechtliche Position des unbequemen Finanzministers gegenüber den Palästinensern erläutert, die er vor Jahren in einer Radiosendung in Australien vertreten hat: Es ging um den „Mauerbau“ in Israel. Wurde also hier Israel als Vorwand benutzt, um eine Person zu diskreditieren, die einige Regularien europäischen und anglo-amerikanischen Neoliberalismus in Frage stellt, indem er sich gegen die Auflagen der nicht gewählten Troika stellt? [Schumann-Doku „Macht ohne Kontrolle“ 90 Min https://www.youtube.com/watch?v=E6aNwBwEm6U]

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Sie lügen wie gedruckt? Drucken E-Mail

„Junge Welt“ Berichterstattung über die Friedensbewegung.

Offener Brief an die Reaktion von jW-Autor Rainer Rupp

Rainer Rupp (Quelle: Schattenblick, 2012)

Rainer Rupp, Foto: © 2012 by Schattenblick - www.schattenblick.de

In der Wochenendausgabe vom 21./22. März 2015 lancierte die Tageszeitung junge Welt den bisher massivsten Angriff gegen die sogenannte „neue“ Friedensbewegung. Diesmal durfte Monty Schädel, seines Zeichens seit 2007 politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), um sich schlagen und alle Friedensbewegten aus den von ihm nicht gebilligten Gruppen, wie z.B. die „Montagsmahnwachen für den Frieden“, als verkappte Rechte oder noch Schlimmeres denunzieren.

Das unter dem Titel »Der › Friedenswinter‹ macht die Friedensbewegung kaputt« https://www.jungewelt.de/2015/03-21/005.php veröffentlichte Interview wurde von Stefan Huth (stellvertretender Chefredakteur) und Sebastian Carlens (Redakteur Ressort Innenpolitik) geführt und durch die „Doppelpack-Formel“ entsprechend aufgewertet. Zugleich flankierte der jW-Redakteur Carlens den Angriff Schädels mit einem eigenen Beitrag. In einem für Laien sicherlich sehr wissenschaftlich klingenden, aber dennoch genauso manipulativen wie wirren Traktat erklärt Carlens die "alte" Friedensbewegung kurzum für tot und die "neue" für „rechts“. Als Schlussfolgerung daraus empfiehlt er allen Friedensbewegten im Land, nichts zu tun und auf die Konsolidierung und das Gegenangebot der „organisierten, revolutionären Linken“ zu warten. (Siehe „Formierte Gegenaufklärung“, https://www.jungewelt.de/2015/03-21/010.php)

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Erklärung der GBM zum 60. Jahrestag des Beitritts der Bundesrepublik zur NATO Drucken E-Mail

Die Bundeswehr feiert am 9. Mai im Palais am Funkturm den 60. Jahrestag des
NATO-Beitritts der Bundesrepublik mit einem Ball.

In der Wahl dieses Termins spiegelt sich die geschichtsrevisionistische Wende der Bundesregierung wider, die es ablehnt, eigene Aktivitäten zum 70. Jahrestag der Befreiung Deutschlands und Europas vom Faschismus zu organisieren und durchzuführen. Es ist gleichzeitig eine Provokation an die Adresse der Antihitlerkoalition, insbesondere an Russland,  eine solche Veranstaltung am 9. Mai, dem Tag des Sieges durchzuführen. Das ist gleichzeitig eine Verhöhnung der Opfer dieses antifaschistischen Befreiungskrieges.

Die Bundesregierung schweigt   zu Versuchen von Politikern, den faschistischen Vernichtungsfeldzug  Nazideutschlands in eine sowjetische »Invasion« umzudeuten und zu Ehrungen von Nazikollaborateuren im Baltikum und in der Ukraine.
Diese Politik der Bundesregierung fordert  alle friedliebenden Menschen unseres Landes heraus,   für die Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr, für  die Einstellung aller Waffenexporte, für die Entfernung der US- Atomwaffen von deutschem Boden und weiter für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts einzutreten.

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Freidenker-Brief 3 - 2015: 8. Mai 2015 – 70 Jahre „Tag der Befreiung“ Drucken E-Mail

Der Deutsche Freidenker-Verband veröffentlicht in seiner Verbandszeitschrift „Freidenker“ Nr. 1-15 (März 2015) seine Erklärung

„70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus –
Deutschland braucht eine grundlegend andere Außenpolitik: Verständigung statt Konfrontation“

http://kurzlink.de/B5TeBaXVt

Ferner hat der Verbandsvorstand bei seiner Tagung am 28./29. März 2015 in Magdeburg beschlossen:

Der Deutsche Freidenker-Verband ist eine der ältesten deutschen Friedensorganisationen. Bertha von Suttner bekannte sich als „überzeugte Freidenkerin“. Wir demonstrieren und arbeiten heute mit allen zusammen, die wie wir für die Verwirklichung der Losung „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“ eintreten. Das Selbstverständnis der Friedensbewegung ist und bleibt antimilitaristisch, antifaschistisch und antirassistisch. Über den Mai 2015 hinaus müssen Formen der koordinierten und solidarischen Zusammenarbeit aller Friedenskräfte gefunden werden. Es gilt, die Trennung in ‚alte‘ und ‚neue‘ Friedensbewegung zu überwinden.

Freidenkerinnen und Freidenker begrüßen es, dass viele Menschen die ernsthafte Bedrohung des Friedens erkennen, den Konzernmedien ihr Vertrauen entziehen und erstmals für den Frieden auf die Straße gehen. Wir heißen sie in den Reihen der Friedensbewegung willkommen, wollen unsere Erfahrungen teilen und in der Aktion gemeinsam lernen. Wir treten für eine Willkommenskultur statt einer Verdächtigungskultur ein. Wir wollen Trennendes beiseiteschieben, Gemeinsamkeiten erarbeiten und gemeinsames Handeln erproben.

Die Friedensbewegung bietet keinen Unterschlupf für Nazis und Rassisten, und ebenso wenig für ‚antideutsche‘ Kriegsbefürworter. Auf dieser Grundlage ist die Friedensbewegung nicht der Ort für Gesinnungstests und Kontaktverbote, für Inquisition und Exkommunikation. Die Friedensbewegung hat keinen Platz für Hahnenkämpfe und Platzhirschgebaren, für personenbezogene Streitereien und Diffamierungen. Alleinvertretungsansprüche aus den Reihen traditioneller „Friedensinstitutionen“ leisten keinen Beitrag zum notwendigen gemeinsamen Handeln, sie leisten der Schwächung und Spaltung der Friedensbewegung Vorschub.

Zur aktuellen Diskussion in der Friedensbewegung gibt es den aufschlussreichen Artikel von Doris Pumphrey, einer langjährigen Antikriegsaktivistin, „Streit in der Friedensbewegung - wie breit darf sie sein?“
hier: http://www.nordrhein-westfalen.freidenker.org/streit-in-der-friedensbewegung-wie-breit-darf-sie-sein/

Erfolgreich kann die Friedensbewegung nur sein, wenn sie für gemeinsame Ziele gemeinsam handelt. Deshalb ist die Konzentration auf die gemeinsamen Anliegen erforderlich:

Frieden mit Russland statt Marsch in den Dritten Weltkrieg!
Deutschland raus aus der NATO, NATO raus aus Deutschland!

 
Verständigung statt Konfrontation Drucken E-Mail

70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus

Deutschland braucht eine grundlegend andere Außenpolitik

Für Antifaschisten und in der DDR galt der 8. Mai 1945 von Anfang an als „Tag der Befreiung“, die herrschenden Kreise Westdeutschlands brauchten nach der Kapitulation des Deutschen Reiches immerhin 40 Jahre, um den Tag nicht mehr als „Niederlage“ und „Untergang“ zu betrauern.

Der Wechsel der Sprachregelung durch den dafür viel bewunderten Richard von Weizsäcker war 1985 in der BRD nicht nur späte Einsicht, sondern vor allem auch Teil der Strategie des „Wandels durch Annäherung“, die das Vertrauen „unserer östlichen Nachbarn“ erwecken sollte. Das angestrebte Ziel wurde erreicht – Europa von der Elbe bis zum Pazifik von sozialistischen Gesellschaftsordnungen „befreit“.
Die heutige Weltlage beschwört Vergleiche mit den beiden Weltkriegen herauf. In weiten Teilen der Welt erleben wir imperialistische Einmischung und Kriege in Serie. Deutsche Regierungen ermächtigen sich, anderen Nationen Vorschriften zu machen, wirtschaftlichen und diplomatischen Druck auszuüben und selbst bis zur Androhung und Anwendung militärischer Gewalt zu gehen. NATO und EU vereinnahmten ein osteuropäisches Land nach dem anderen. Die „Partnerschaft mit Russland“ schlug in offene Konfrontation um.
Bis zur Einverleibung der DDR galt, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf. Das vereinte Deutschland begab sich wieder auf die alten Pfade deutscher Expansion Richtung Osteuropa. Die Lehren aus dem Faschismus wurden beim Krieg gegen Jugoslawien, dem dritten in einem Jahrhundert, mit dem rot-grünen Schlachtruf „Nie wieder Auschwitz“ pervertiert.
Dies stellte eine neue Variante der Auschwitz-Lüge dar, einen Akt von staatlichem Geschichtsrevisionismus. Es soll vergessen gemacht werden, dass die Sowjetunion das Hauptziel der Expansionsgelüste des deutschen Kapitals und der faschistischen Aggression war.
Verdrängt werden soll, dass im opferreichen Kampf der Anti-Hitler-Koalition die Sowjetunion die Hauptlast trug. Sie hatte 27 Millionen Tote zu beklagen, große Teile des Landes wurden verwüstet, Städte und Dörfer, Industrieanlagen und Kultureinrichtungen dem Boden gleich gemacht.
Insbesondere sollen wir vergessen, mit welch rassistischer Propaganda und psychologischen Kriegsvorbereitung gegen die „bolschewistische Gefahr“, den „verschlagenen Iwan“ und die „slawischen Untermenschen“ die deutschen Faschisten ihren Vernichtungskrieg und den Massenmord im Osten vorbereitet haben.
Wir sollen nicht erkennen, dass die heutigen Anti-Russland-Kampagnen gefährliche und fatale historische Vorläufer hatten.
In der offiziellen Erinnerungskultur kommt die Leistung der antifaschistischen Widerstandskämpfer, der Partisaninnen und Partisanen und der Deserteure nicht vor. Die Leugnung der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald ist ein Akt von staatlichem Geschichtsrevisionismus.
Der Schwur von Buchenwald „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ ist bis heute nicht eingelöst. In der Erinnerungskultur des vereinten Deutschland soll insbesondere der zweite Teil der Losung „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!“ verdrängt werden.

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Nachruf Drucken E-Mail

Wir trauern um

Prof. em. Dr. Harry Meißner

18. Juli 1926 - 27. März 2015

Harry wuchs als Kind einer Arbeiterfamilie in Berlin auf und besuchte dort die Schule, die folgende Lehre in Leipzig musste er wegen Einberufung zur Nazi-Wehrmacht abbrechen. Nach der Schlacht um die Seelower Höhen 1945 kam er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, nach Entlassung 1947 wurde er in Leipzig Aktivist der ersten Stunde, Funktionär des FDGB und Mitglied der SED. Nach Besuch weiterführender Schulen arbeitete Harry bei der Wismut AG, danach wurde er nach Dresden zum Aufbau der Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft delegiert.

Nach Parteischulbesuch übernahm Harry SED-Funktionen im kommunalen Bereich, nach Delegierung an die Technische Hochschule wurde er in deren Kreisleitung, danach zu ihrem 1. Sekretär gewählt. Später wurde er zum Professor der Technischen Universität und Leiter deren Industrie­instituts berufen. Diese Funktion nahm er bis zur „Abwicklung“ des Instituts infolge der „Wende“ wahr und wurde ordentlich emeritiert.

Harry Meißner gehörte zu den Pionieren der Freidenkerbewegung der DDR und engagierte sich seit Januar 1989 für die Gründung des Verbandes der Freidenker der DDR. Er wurde zu dessen Vorsitzenden im Bezirk Dresden, danach zum Ko-Vorsitzenden im Freistaat Sachsen gewählt und gehörte ab Juni 1989 dem Bundesausschuss des VdF an. 1990 bestimmte ihn der Bundesausschuss zum Mitglied der Verhandlungsgruppe, die mit den westdeutschen Freidenkern die Bildung eines gemeinsamen Deutschen Freidenker-Verbandes vorbereitete.

Beim Vereinigungsverbandstag 1991 in Braunschweig wurde Harry Meißner zum stellvertretenden Verbandsvorsitzenden gewählt. In der Folgezeit übte Harry zahlreiche Funktionen auf Bundesebene aus – als Referent des Verbandsvorstandes, als Verantwortlicher im Fachverband für weltliche Bestattungs- und Trauerkultur sowie als Mitglied des Geschäftsführenden Verbandsvorstandes der Freidenker. Nachdem er aus diesem Gremium 2012 aus gesundheitlichen Gründen ausschied, wurde er in den Beirat des Deutschen Freidenker-Verbandes berufen.

Harry hat jahrzehntelang mit Überzeugung, Herzblut und all seiner Kraft für die Ideen der sozialistischen Freidenkerbewegung gekämpft. Sein Engagement und beispielhaftes Wirken hat ihm und seiner Organisation, weit über die Mitgliedschaft des Freidenkerverbandes hinaus, große Anerkennung eingebracht. Viele Hinterbliebene und Freunde verstorbener Genossinnen und Genossen erinnern sich dankbar an seine tröstenden Worte bei ungezählten Trauerfeiern, in denen er der Persönlichkeit und Lebensleistung der Verstorbenen Respekt zollte.

Harry Meißner ließ sich nie in seinem Bemühen beirren, Trennendes beiseite zu schieben, das Verbindende zu suchen und gemeinsames Handeln zu ermöglichen. Er betrachtete es als Tragik der linken Bewegung, diese Lehre aus dem Faschismus nur ungenügend in ihrer Praxis zu beachten. Die Ernsthaftigkeit seiner Überzeugungen und seines Engagements verband Harry in bewundernswerter Weise mit einer Leichtigkeit des Lebens, man suchte seine Gesellschaft auch, weil es die eigene Unbeschwertheit förderte. Unübertroffen war Harrys Charme gegenüber Frauen, seine Scherze und Anekdoten waren legendär.

Von dem Schicksalsschlag des Todes seiner geliebten Frau Mabel im Mai 2014 hat sich Harry nicht wieder erholt. Wir erinnern uns an Harrys Wirken mit großer Dankbarkeit und werden den Kampf für seine Ideale weiterführen.

Deutscher Freidenker-Verband

Klaus Hartmann             Eberhard Schinck           Dr. Horst Schild
                  
Bundesvorsitzender                    stellv. Vorsitzender                      Referent des Verbandsvorstandes

Wolfram Fischer                         Andreas Schöbel
Landesvorsitzender Sachsen                    Mitgliedergruppe Dresden

 
Freidenker-Brief 2 - 2015: Breitseiten gegen die Friedensbewegung Drucken E-Mail

Freidenker-Brief Nr. 2/2015 v. 17. Februar 2015

Der Vorsitzende des Deutschen Freidenker-Verbands, Klaus Hartmann, analysiert im nächsten „Freidenker“ (Nr. 1-2015) den Zustand der Friedensbewegung. Der Artikel ist auf der DFV-Internetseite verfügbar. Kurzlink: http://kurzlink.de/VHqCFq5WP
„Die Bedrohung des Weltfriedens ist mit der NATO-Aggression in der Ukraine und der psychologischen Kriegsführung gegen Russland erheblich gewachsen. Die Aktions- und Mobilisierungsfähigkeit der Friedensbewegung ist der Bedrohung völlig unangemessen.“
Der Befund ist kaum zu bestreiten. Der Artikel bietet einen breiten Überblick über all jene Kräfte und Ideologien innerhalb linker Organisationen und der „traditionellen“ Friedensbewegung, die lähmend und spaltend wirken und den Kriegsmedien in die Hände arbeiten. So haben viele auf die spontanen „Montagsmahnwachen für den Frieden“ mit Distanzierung reagiert. Sie haben es geschafft, die Trennung zwischen „alter“ und „neuer“ Friedensbewegung zu zementieren statt zu überwinden. Andere Teile der Friedensbewegung haben den Dialog mit der Mahnwachenbewegung gesucht. Ergebnis war die gemeinsame Aktion „Friedenswinter 2014/15“. Die Demonstration mit 4000 Teilnehmern vor dem Berliner Schloss Bellevue am 13. 12. 2015 war ein Erfolg. Danach aber ist der Sturm der Entrüstung über diese Friedensbewegung erst richtig losgebrochen.
Klaus Hartmann nennt linke Stichwortegeber der Herrschaftsmedien. Er beschreibt Rufmordkampagnen gegen Einzelpersonen (wie Ken Jebsen, Pedram Shahyar, Lars Mährholz). Er geht den berüchtigten Vorwürfen nach wie „Querfront“, „Antisemitismus“, „Verschwörungstheorie“ etc., die aus der „antideutschen Giftküche“ stammen. Die „antideutsche“ Ideologie wirkt auch unter anderem Namen weiter, z.B. in der Partei Die Linke durch die prozionistische Propaganda-Zentrale „BAK Shalom“ und in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. „Antideutsche“ Tendenzen gibt es auch in der verdienstvollen Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschisten (VVN/BdA).

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Passend zur Kriegszeit: Breitseiten gegen die Friedensbewegung Drucken E-Mail

Dieser Beitrag wird im Freidenker 1 - 2015 erscheinen.

Klaus Hartmann

Die Bedrohung des Weltfriedens ist mit der NATO-Aggression in der Ukraine und der psychologischen Kriegsführung gegen Russland erheblich gewachsen. Die Aktions- und Mobilisierungsfähigkeit der Friedensbewegung ist der Bedrohung völlig unangemessen. Als mit den „Montagsmahnwachen für den Frieden“ nach Beginn der Ukraine-Krise neue Akteure auf den Plan traten, wurde darauf von linken Organisationen und Parteien sowie Instanzen der ‚traditionellen‘ Friedensbewegung überwiegend mit Skepsis, Kritik und Ablehnung reagiert.

Anstelle von Freude darüber, dass bisher nichterreichbare Menschen die Kriegsgefahr wahrnehmen, den antirussischen Kampagnen die Gefolgschaft verweigern und in Bewegung kommen, erweckten viele Linke den Eindruck, als würden sie eine unliebsame Konkurrenz erblicken, die sich anmaßte zu demonstrieren, ohne dafür von den ‚Zuständigen‘ eingeladen worden zu sein.

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Veranstaltung

 

Am 9. Januar 2016 fand in der Berliner Urania die XXI. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz statt. Die Veranstaltung wurde 1996 von der unabhängigen, marxistisch orientierten Tageszeitung junge Welt ins Leben gerufen. Auf der Konferenz, stets am Tag vor der traditionellen Liebknecht-Luxemburg-Ehrung, präsentierenjunge Welt und Unterstützerorganisationen mit politischen Referentinnen und Referenten aus mehreren Ländern Vorträge und Debatten zu Strategie und Praxis linker Politik und Kultur.

 Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz 2016

 

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Freidenkerbund Österreichs

Association des Libres Penseurs de France

Associazione Nazionale del Libero Pensiero “Giordano Bruno”

Freethinker of Luxembourg - Libre Pensée Luxembourgeoise - Luxemburger Freidenker



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