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Gespräch mit Radio Sputnik zum Trump-Interview Drucken E-Mail

Debatte über „nukleare Bewaffnung
Deutschlands“ – politischer Fehler?

19.01.2017, 16:56 (aktualisiert 19.01.2017, 16:57)

Die Debatte über die „nukleare Bewaffnung Deutschlands“ ist laut Klaus Hartmann, Vorstandsmitglied des Deutschen Freidenker-Verbandes, besorgniserregend. Gegenüber Sputnik erläutert er, warum die jüngsten Aussagen des designierten US-Präsidenten Donald Trump zur Nato gerade vom Standpunkt der Friedensbewegung interessant seien.

„Der Vorsitzende der Münchener Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger sagte, da die Atommacht Großbritannien die EU verlasse, und Frankreich nicht bereit und in der Lage sei, sein Nuklearpotenzial zu europäisieren, müsse man weiter diskutieren. Und dann eine verräterische Bemerkung: Im Moment (das möchte ich hervorheben) sei eine Debatte über eine alternative ‚nukleare Bewaffnung Deutschlands‘ ein politischer Fehler. Die Begründung war – weil wir damit den Kritikern in Europa und in Moskau ein Argument liefern würden, dass die Zentralmacht Deutschland jetzt nicht nur finanzpolitisch dominieren will, sondern entgegen allen Verträgen nach Nuklearwaffen strebt.“

https://soundcloud.com/sputnik-de/den-worten-sollten-aber-die-taten-folgen-experte

 
Wort und „Unwort“ des Jahres Drucken E-Mail

Maulkorberlass

12. Januar 2017

Der „Lügenpresse“ folgen „postfaktisch“ und „Volksverräter“

Alle Jahre wieder – im Dezember ein Wort des Jahres, im Januar folgt ein „Unwort“. Was immer dieses sein soll, schon das Wort scheint das „Unwort“ höchst selbst zu sein.

Das Wort des Jahres wählt eine Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden, für 2016: „postfaktisch“. Das Wort verweise darauf, „dass es in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen heute zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten geht. Immer größere Bevölkerungsschichten sind in ihrem Widerwillen gegen »die da oben« bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren“, so die Begründung. Also soll „postfaktisch“ auf den Index.

Als wenn es nicht „die da oben“ wären, die tatsachenwidrig behaupten „Die Rente ist sicher“, „Wir führen keinen Krieg“, „Den Menschen in Deutschland ging es noch nie so gut“, etc. Wer diesen offensichtlichen Lügen widerspricht, soll nun derjenige sein, der „postfaktisch“ bereit sei, Lügen zu akzeptieren. Sagen die obrigkeitlichen Lügner, genau wie der ertappte Dieb „Haltet den Dieb!“ ruft.

Eine andere Gesellschaft in einer anderen hessischen Stadt ist für das „Unwort“ zuständig, die „sprachkritische Aktion“ der Technischen Universität Darmstadt. Die hat schon 2014 versucht, das Wort „Lügenpresse“ als „Unwort“ zu ächten, um – wie der im Dezember 2016 verstorbene Journalist Eckart Spoo kommentierte – zu „erreichen, dass wir dieses Wort nicht mehr verwenden. Wir sollen die Lügenpresse nicht mehr beim Namen nennen. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich werde mir dieses wahre, allzu wahre Wort nicht ausreden lassen“.

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"Trump stoppen"? Drucken E-Mail

Im Gefolge von Killary und ihrem Sponsor Soros demonstrieren?

Schreiben von Klaus Hartmann (Vorsitzender des Deutschen Freidenkerverbands) v. 14. Dezember 2016 an Aktive der Friedensbewegung

Der von Reiner Braun und Wolfgang Gehrcke initiierte Aufruf zu einer Demo in Berlin "Auf den Straßen und Plätzen weltweit: Trump stoppen!" hat ein unterschiedliches bis kontroverses Echo ausgelöst. Neben Zustimmung gibt es Skepsis bis massive Ablehnung. Weder konnten die Initiatoren die Skeptiker und Gegner überzeugen, noch konnten diese die Absage des Unternehmens bewirken. Für die Gemeinsamkeit der Friedensbewegung ist der Aufruf demnach kein geeigneter Beitrag, die Suche nach den notwendigen gemeinsamen Orientierungen und Aktionen in der näheren Zukunft hat er nicht erleichtert.

In der Pro- und Kontra-Debatte haben sich mehrere "Diskussionsknoten" gebildet. Das Positivste, das sich dazu sagen lässt, ist der Umstand, dass die Kontrahenten nicht in feindseliges Schweigen verfallen, sondern im Gespräch geblieben sind. Bekanntlich hatte ich persönlich (in einer AG beim Kasseler Friedensratschlag) meine Ablehnung des Projekts kundgetan, und auch der Berliner Landesverband der Freidenker hat auf den "Aufruf aus Berlin" eine "Antwort aus Berlin" mit gleichem Tenor veröffentlicht (http://www.berlin.freidenker.org/?p=3143).

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Breitseiten gegen die Friedensbewegung (Fortsetzung) Drucken E-Mail

Friedensbewegung – zwischen Sektierern und Geschichtsrevisionisten

Von Klaus Hartmann, Bundesvorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes
(29. 12. 2016)

Ob bei zentralen Demonstrationen der Friedensbewegung wie am 8. Oktober 2016 in Berlin, ob bei Kampagnen wie „Stopp Ramstein“ oder gar gegen TTIP – nichts geht mehr ohne begleitende Diffamierungsversuche, die Veranstaltungen als „rechts“ oder „rechtslastig“ zu denunzieren. Als Kronzeugen der Anklage heuern die Qualitätsmedien der Herrschenden bevorzugt vermeintliche „Linke“ an, um den Verunsicherungsfaktor bei den „Angeklagten“ zu verstärken.

Die üblich gewordene Diffamierung

Bis vor nicht allzu langer Zeit wurde mit „rechts offen“ nur die Funktionalität von Handtuchringen, Prospekthüllen oder Toilettenpapierrollenhaltern beworben, inzwischen ist dem Wort (unter aktiver Beihilfe der Freifrau von Ditfurth) eine andere Funktion aufgeprägt worden: politische Akteure, Bewegungen oder Forderungen der Nähe zu „Nazis“ zu verdächtigen. Eng damit verbunden ist eine spezielle Rezeption des Wortes „Querfront“, das – weit entfernt von seinen historischen Ursprüngen – die Zusammenarbeit von „rechten und linken“ politischen Kräften suggerieren und anprangern soll. Dabei bedient man sich der totalitarismusdoktrinären Lesart, dass „Kommunisten rotlackierte Nazis“ seien bzw. „rot = braun“.

Da reale Neonazis (einschließlich ihrer Geheimdienst-Kader) inzwischen alle vormals traditionell linken Politikfelder für sich entdeckt haben und beackern, Kriege und Globalisierung kritisieren, „Weg mit Hartz IV“ oder „Solidarität mit Palästina“ skandieren, bleibt kaum ein Bereich übrig, in dem Nichtnazis noch agieren könnten, ohne sich „verdächtig“ zu machen. Zusammen mit der Denunziation von vermeintlich „links“ funktioniert die Nazi-Strategie wie ein Zangengriff, Linke sitzen in der Falle, und der Zweck der Übung, sie zum Verstummen zu bringen, hat funktioniert. Oder?

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Russland lehnt neuen Rüstungswettlauf ab Drucken E-Mail

Klaus Hartmann, Chef des Deutschen Freidenker-Verbandes, zu Putin-Pressekonferenz

© Sputnik/ Alexey Druzhinin Politik 23.12.2016, 18:13 (aktualisiert 23.12.2016, 18:40)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich gegen ein neues Wettrüsten ausgesprochen. Das sagte Klaus Hartmann, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, am Freitag in einer Stellungnahme zu Putins Jahrespressekonferenz.

„Präsident Putin hat heute in der Pressekonferenz, wie auch bei verschiedenen Gelegenheiten betont, dass Russland nicht bereit ist, vom Westen, von den USA hauptsächlich, aufgezwungenes neues Wettrüsten einzulassen. Es ist völlig klar, dass die verschiedenen Maßnahmen in den letzten Jahren darauf angelegt sind, eine Reihe von bereits beschlossenen internationalen Abkommen außer Kraft zu setzen, und dieses über die Raketenabwehr gehört dazu“. Fuhr der Politiker fort.

„Die Stationierung des Raketenabwehrschilds zu Lande und auf See mit dem Aegis-System, welches die Möglichkeit schafft, atomare Mittelstreckenraketen abzuschießen, verletzt den INF-Vertrag. Es ist natürlich notwendig, dass Russland sich gegen diese Möglichkeit wappnet. Insofern sehe ich in der Äußerung des Präsidenten Putin über die Stärke Russlands im Hinblick auf mögliche Angriffe nicht, dass er darauf hinweist, dass er beansprucht, Russland habe die stärkste Armee der Welt. Diese Äußerung ist zu deuten, kein Aggressor soll sich Hoffnungen machen, dass er einen Angriff auf Russland ungestraft starten oder überleben könnte.“

Laut Hartmann demonstriert der US-Präsident bei jeder Gelegenheit, der Vision einer atomwaffenfreien Welt folgen zu wollen, während er in der Tat die Erneuerung der Atomwaffen vorantreibt, auch in Büchel (Eifel) bei Mosel. „Und es wäre auch an der Bundesregierung, am Deutschen Bundestag, der ja bereits einmal die Vision eines atomwaffenfreien Deutschlands beschlussmäßig festgehalten hat, aber andererseits keinerlei Wörtchen gegen diese erneuerte nukleare Aufrüstung in Eifel von sich gibt. Das wird völlig außerhalb jeder Kritik durchgezogen“, betonte Hartmann.

https://de.sputniknews.com/politik/20161223313902819-hartmann-putin-pressekonferenz-stellungnahme-wettruesten/

https://soundcloud.com/sputnik-de/klaus-hartmann-vorsitzender-des-deutschen-freidenker-verbandes-zu-putin-pressekonferenz

englisch: https://sputniknews.com/politics/201612241048951530-russia-us-arms-race/

 
Freidenker-Brief 6 - 2016: Syrien: Kriegspropaganda, Sanktionen und Unterstützung der Terrormilizen beenden! Drucken E-Mail

Freidenker-Brief Nr. 6 - 2016 vom 7. Oktober 2016

Unter dieser Losung veröffentlicht der Deutsche Freidenker-Verband die nachstehende Erklärung und ruft damit seine Mitglieder und Sympathisanten auf, sich an der Bundesweiten Friedensdemonstration in Berlin am 8. Oktober 2016 möglichst zahlreich zu beteiligen.

Geplant ist ein Block mit dem Frontbanner „NATO raus – raus aus der NATO“. Wer dieser unserer grundsätzlichen Forderung Ausdruck verleihen möchte, sollte sich in diesem Block einreihen.

Die Freidenker beteiligten sich aktiv am Zustandekommen der Aktionskonferenz in Dortmund am 2. Juli 2016, auf der beschlossen wurde, zu der Berliner Demo aufzurufen. Wir haben mit  unserem geduldigen Bemühungen um Zusammenhalt, Klarheit und Stärkung der Friedensbewegung dazu beigetragen, dass eine gemeinsame Plattform zu Stande kam, die den Grundsätzen des Internationalismus und Antiimperialismus entspricht. Sie ist hier veröffentlicht: http://www.koop-frieden.de/aktuelles/artikel/friedens-demonstration-am-8-oktober-2016-in-berlin.html.

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8.10.2016 - Friedensdemo in Berlin Drucken E-Mail

Friedensdemo 08102016 Berlin

 
Freidenker zum 75. Jahrestag des faschistischen Überfalls auf die Sowjetunion Drucken E-Mail

Am 22. Juni 2016 gedenken wir der 27 Millionen Sowjetbürger, die beim Überfall der faschistischen Wehrmacht auf die Sowjetunion ihr Leben verloren.

Am 30. Januar 1933 hatte Reichspräsident von Hindenburg im Auftrag des monopolistischen Finanzkapitals die Regierungsgewalt in Deutschland an die Hitler-Faschisten übertragen. Die Verfolgung von Antifaschisten begann umgehend, ihre Organisationen wurden verboten: zuerst im März 1933 die Kommunistische Partei Deutschlands und der Deutsche Freidenker-Verband, die Gewerkschaften im Mai und die SPD im Juni 1933.

Die Aggression nach außen begann mit dem Raub der deutschsprachigen Gebiete der Tschechoslowakei, beglaubigt mit dem „Münchner Abkommen“ vom 30. September 1938, gefolgt vom Überfall auf Polen am 1.September 1939, der allgemein als offizieller Beginn des 2. Weltkriegs gilt.

Der unter dem Decknamen „Unternehmen Barbarossa“ seit Mitte 1940 vorbereitete Überfall auf die Sowjetunion musste aufgrund des Balkanfeldzugs ab 6. April 1941 verschoben werden, nachdem die Serben den Beitritt zum Dreimächtepakt verweigert hatten.

Am 22. Juni 1941 begann der Vernichtungskrieg mit dem Ziel der „Ausrottung des Kommunismus für alle Zeiten“ durch die „Vernichtung der bolschewistischen Kommissare und kommunistischen Intelligenz“.

Es war ein barbarischer, ein totaler Krieg, bis heute ohne Beispiel. Angesichts über 50 Millionen Toten, darunter China mit 13,5 Millionen und die Sowjetunion mit 27 Millionen, bekräftigen wir an diesem Tag: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“

Heute jedoch sind die Regierenden weit davon entfernt, die Lehren aus diesem verbrecherischen Krieg zu beherzigen:

Die USA, die NATO und die EU betreiben seit 1991 eine Politik der Einkreisung, Zurückdrängung und Destabilisierung Russlands. Mit dem Putsch in der Ukraine, ständigen Manövern und dem Vorrücken der NATO direkt an die russische Westgrenze wird eine Zuspitzung der unmittelbaren Konfrontation betrieben.

Das AEGIS-Raketensystem, stationiert auf vier Kriegsschiffen und landgestützt seit Juni 2016 in Rumänien sowie ab Herbst in Polen, verkürzt die Raketen-Vorwarnzeiten für Russland.

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