I  Home Login
Herzlich Willkommen beim Deutschen Freidenker-Verband e.V.
Nach 70 Jahren immer noch Ärger mit der Befreiung vom Faschismus Drucken E-Mail

Nach 70 Jahren immer noch Ärger ...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-merkel-sagt-teilnahme-an-militaerparade-ab-a-1022923.html#ref=plista

(Presseschau, dezent verändert und ergänzt*)

Keine passende Uniform: Merkel sagt Teilnahme an Militärparade in Moskau ab

Bundeskanzlerin Merkel wird laut einem Bericht nicht an der Weltkriegsgedenkfeier in Moskau teilnehmen.

Regierungssprecher Seibert dementierte, dass Merkel über die Befreiung vom Faschismus verärgert sei. Er wies auch Spekulationen zurück, die Kanzlerin wolle bei der aktuellen Mobilmachung gegen Russland nicht daran erinnert werden, wie der letzte Feldzug endete. Die Gründe für die Absage seien viel banaler, eigentlich „typisch weiblich: sie hat nichts anzuziehen“.
Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautete, haben die Gastgeber ihre beabsichtigte Garderobe abgelehnt. Ihr Kompromissvorschlag: Sie reist einen Tag später an – in Zivilkleidung.

Im Gegenzug verweigert die Bundesregierung russischen Bikern die Einreise, die am 9. Mai in Berlin am Treptower Ehrenmal des Sieges der Sowjetarmee gedenken wollten: "Wir glauben nicht, dass der Korso dem Ziel dient, einen Beitrag zur Stärkung der deutsch-russischen Beziehungen zu leisten." Den leistet die Bundesregierung mit der Ausrichtung eines „Balls des Heeres“ am selben Tag in Berlin. Ein Tänzchen zum 60. Jahrestag des NATO-Beitritts soll die Schmach der Kapitulation 1945 vergessen machen; Merkels Kostümwahl ist noch nicht bekannt.

Ursprünglich wollte Merkel das Outfit ihres Finanzministers ausleihen, mit dem er kürzlich in Athen Aufsehen erregte: ... Lest hier weiter (PDF-Dokument, ca. 480KB).

* by Deutscher Freidenker Freidenker Verband e.V., Verbandsvorstand

 
Freidenker-Brief 4 - 2015: Friedensbewegung in Aktion und Reflexion zum 8. Mai 2015 Drucken E-Mail

Freidenker-Brief Nr. 4/2015 v. 20. April 2015

In Solidarität mit allen Aktiven der Friedensbewegung wirbt der Deutsche Freidenker-Verband, eine der ältesten deutschen Friedensorganisationen, für folgende bevorstehenden Aktionen:


Am Samstag, den 2. Mai 2015, findet von 10 bis 23 Uhr

„Die 2. Bundesweite Mahnwache für Frieden“

auf dem Königsplatz in Kassel statt. (Siehe: http://zweite-bundesweite-mahnwache.de.tl/Startseite.htm)


Am Sonntag, den 10. Mai 2015, organisiert das Berliner Aktionsbündnis „70 Jahre Tag der Befreiung“ eine Demonstration als Abschluss der vielfältigen Aktivitäten um den 8. Mai

„8. Mai 2015 – 70 Jahre ‚Tag der Befreiung‘
Nein zu Krieg und Faschismus – Für eine Politik der Verständigung und friedlichen Konfliktlösung“

Auftakt: 12 Uhr, Hackescher Markt, anschl. Demo durch die Innenstadt zur Abschlusskundgebung: ca. 15 Uhr, Paul-Löbe-Allee am Reichstag. (Siehe: http://www.frikoberlin.de/)

Ab Freitag, den 8. Mai 2015 gibt es ferner auf dem Breitscheidplatz ein

Gedenk- und Friedensfest Berlin

Zu dem Festival voll Kultur, Ausstellungen, Informationen und Aktionen lädt das Büro Friedenswinter ein, das auch die Demo am 10. Mai 2015 unterstützt. (Siehe: http://friedenswinter.de/jetzt-die-aktionen-vom-08-10-05-vorbereiten/)

Die Aktionen erfolgen vor dem Hintergrund von Auseinandersetzungen innerhalb der Friedensbewegung, die verunsichern und Aktionsfähigkeit schwächen. Die Kontroversen müssen benannt und durch kritische Reflexion und ehrliche Debatte überwunden werden. Dazu verweist der Deutsche Freidenker-Verband auf folgende Texte:

„Krieg der Friedensfreunde“?
Breitseiten gegen die Friedensbewegung – Fortsetzung
von Klaus Hartmann (19.04.2015); (Siehe: http://kurzlink.de/qZrEmfUIs)

Antideutsches Denken: Eine pseudo-linke Ideologie
von Dr. Sabine Schiffer (01.04.2015); (Siehe: http://kurzlink.de/9iDkcckzK)

Sie lügen wie gedruckt? - „Junge Welt“ Berichterstattung über die Friedensbewegung. Offener Brief an die Redaktion
von jW-Autor Rainer Rupp (10.04.2015). (Siehe: http://kurzlink.de/EO8KOIfLp)

Erklärung der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM)
zum 60. Jahrestag des Beitritts der Bundesrepublik zur NATO
(Siehe: http://kurzlink.de/DPJbmWQS7)

Linke Gesinnungs-Polizei –
Wie man sich vor der Volksfront schützt
von U. Gellermann (20.04.2015) (Siehe: http://www.rationalgalerie.de/kritik/linke-gesinnungs-polizei.html)

Die Gefahr eines großen europäischen Krieges ist kein alarmistisches Gerede sondern reale Möglichkeit, die durch das wirtschaftliche, politische und militärische Expansionsstreben des „Westens“ verursacht wird. Die Friedensbewegung muss daher, wie die Texte deutlich machen, auf der Basis von Antimilitarismus, Antifaschismus und Internationalismus zu größtmöglicher Einheit und Breite zu finden. In Solidarität mit den antiimperialistischen Kräften weltweit muss die Friedensbewegung wesentlich stärker werden, um als nationale politische Kraft „von unten“ gegen den Kriegskurs der Herrschenden dazu beizutragen, den wieder möglich gewordenen Marsch in den Dritten Weltkrieg zu stoppen.

 
„Krieg der Friedensfreunde“? Drucken E-Mail

Breitseiten gegen die Friedensbewegung - Fortsetzung

Klaus Hartmann

Wenn eine Zeitung wie die „Taz“, die bisher allen imperialistischen Kriegen in den letzten Jahrzehnten ihre propagandistische Unterstützung nicht versagen wollte, mit dieser Überschrift einen Zustandsbericht über die Friedensbewegung veröffentlicht, liegt die Diagnose nahe: „Der Wunsch ist der Vater des Gedankens.“ Doch leider liegen Wunsch und Wirklichkeit enger beieinander, als es uns lieb sein kann, und insbesondere, als es dem Frieden gut täte.

„Kurz vor den Ostermärschen erreicht der Streit in der Friedensbewegung einen neuen Höhepunkt. Es ist ein offener Machtkampf“, schreibt die „Taz“ weiter (siehe https://www.taz.de/Vor-den-Ostermaerschen/!157281/ ) Ganz unbescheiden erkennt die Zeitung als einen Ausgangspunkt jenes Interview, „in dem der langjährige Friedensaktivist Monty Schädel gefordert hatte, die ‚Friedenswinter‘-Kampagne umgehend zu beenden“ (http://www.taz.de/!156414/).

Für Samstag, 14.03.2015, hatte der „Friedenswinter 2014/15“ zur 2. Aktionskonferenz nach Frankfurt am Main eingeladen, um über die bisherigen Aktivitäten Bilanz zu ziehen und Perspektiven der Zusammenarbeit in der Friedensbewegung zu beraten.

Weiterlesen...
 
Antideutsches Denken: Eine pseudo-linke Ideologie Drucken E-Mail

Dr. Sabine Schiffer, Institut für Medienverantwortung

Teil 1 Um welches Phänomen geht es?

Als der Antisemitismusvorwurf gegen den griechischen Finanzminister Varoufakis und die gesamte griechische Regierung aufkam, schickte mir mein Kollege einen Hinweis auf den Artikel in Springers „Welt“ mit dem Vermerk: „Da ist es.“ [http://www.welt.de/debatte/kommentare/article136950193/So-judenfeindlich-sind-Tsipras-und-seine-Leute.html] Ja, wir hatten so etwas erwartet. Denn es ist in den letzten Jahren gängige Praxis geworden, dass Kritik am Wirtschaftssystem mit Antisemitismusvorwürfen bekämpft und somit erschwert wird. Dies erging der globalisierungskritischen Bewegung Attac ebenso wie Blockupy oder Sarah Wagenknecht. Letztere wurde kürzlich in Twitter mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert, weil sie in einer Talkshow kritisiert hatte, dass man in Griechenland einen Umbau der Wirtschaft im neoliberalen Sinne durchführe. Wohlgemerkt, sie hat sich dabei nicht auf Juden bezogen, aber sie hat Kategorien der Wirtschaft angesprochen. Diejenigen, die dann „Antisemitismus“ schreien, werfen den Kritikern des Wirtschaftssystems einen Zusammenhang mit dem Judentum vor, den sie selber erst herstellen. Das hat Tradition und scheint eine effektive Strategie, um finanz-, wirtschafts- und kapitalismuskritische Positionen zu verunmöglichen.

Im Falle Yannis Varoufakis' löste sich die Sache relativ schnell in Wohlgefallen auf – nicht zuletzt durch einen Beitrag auf Spiegel-online [http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/giannis-varoufakis-ist-griechenlands-finanzminister-antisemit-a-1017402.html]. Dort wurde die völkerrechtliche Position des unbequemen Finanzministers gegenüber den Palästinensern erläutert, die er vor Jahren in einer Radiosendung in Australien vertreten hat: Es ging um den „Mauerbau“ in Israel. Wurde also hier Israel als Vorwand benutzt, um eine Person zu diskreditieren, die einige Regularien europäischen und anglo-amerikanischen Neoliberalismus in Frage stellt, indem er sich gegen die Auflagen der nicht gewählten Troika stellt? [Schumann-Doku „Macht ohne Kontrolle“ 90 Min https://www.youtube.com/watch?v=E6aNwBwEm6U]

Weiterlesen...
 
Sie lügen wie gedruckt? Drucken E-Mail

„Junge Welt“ Berichterstattung über die Friedensbewegung.

Offener Brief an die Reaktion von jW-Autor Rainer Rupp

Rainer Rupp (Quelle: Schattenblick, 2012)

Rainer Rupp, Foto: © 2012 by Schattenblick - www.schattenblick.de

In der Wochenendausgabe vom 21./22. März 2015 lancierte die Tageszeitung junge Welt den bisher massivsten Angriff gegen die sogenannte „neue“ Friedensbewegung. Diesmal durfte Monty Schädel, seines Zeichens seit 2007 politischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), um sich schlagen und alle Friedensbewegten aus den von ihm nicht gebilligten Gruppen, wie z.B. die „Montagsmahnwachen für den Frieden“, als verkappte Rechte oder noch Schlimmeres denunzieren.

Das unter dem Titel »Der › Friedenswinter‹ macht die Friedensbewegung kaputt« https://www.jungewelt.de/2015/03-21/005.php veröffentlichte Interview wurde von Stefan Huth (stellvertretender Chefredakteur) und Sebastian Carlens (Redakteur Ressort Innenpolitik) geführt und durch die „Doppelpack-Formel“ entsprechend aufgewertet. Zugleich flankierte der jW-Redakteur Carlens den Angriff Schädels mit einem eigenen Beitrag. In einem für Laien sicherlich sehr wissenschaftlich klingenden, aber dennoch genauso manipulativen wie wirren Traktat erklärt Carlens die "alte" Friedensbewegung kurzum für tot und die "neue" für „rechts“. Als Schlussfolgerung daraus empfiehlt er allen Friedensbewegten im Land, nichts zu tun und auf die Konsolidierung und das Gegenangebot der „organisierten, revolutionären Linken“ zu warten. (Siehe „Formierte Gegenaufklärung“, https://www.jungewelt.de/2015/03-21/010.php)

Weiterlesen...
 
Erklärung der GBM zum 60. Jahrestag des Beitritts der Bundesrepublik zur NATO Drucken E-Mail

Die Bundeswehr feiert am 9. Mai im Palais am Funkturm den 60. Jahrestag des
NATO-Beitritts der Bundesrepublik mit einem Ball.

In der Wahl dieses Termins spiegelt sich die geschichtsrevisionistische Wende der Bundesregierung wider, die es ablehnt, eigene Aktivitäten zum 70. Jahrestag der Befreiung Deutschlands und Europas vom Faschismus zu organisieren und durchzuführen. Es ist gleichzeitig eine Provokation an die Adresse der Antihitlerkoalition, insbesondere an Russland,  eine solche Veranstaltung am 9. Mai, dem Tag des Sieges durchzuführen. Das ist gleichzeitig eine Verhöhnung der Opfer dieses antifaschistischen Befreiungskrieges.

Die Bundesregierung schweigt   zu Versuchen von Politikern, den faschistischen Vernichtungsfeldzug  Nazideutschlands in eine sowjetische »Invasion« umzudeuten und zu Ehrungen von Nazikollaborateuren im Baltikum und in der Ukraine.
Diese Politik der Bundesregierung fordert  alle friedliebenden Menschen unseres Landes heraus,   für die Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr, für  die Einstellung aller Waffenexporte, für die Entfernung der US- Atomwaffen von deutschem Boden und weiter für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts einzutreten.

Weiterlesen...
 
Freidenker-Brief 3 - 2015: 8. Mai 2015 – 70 Jahre „Tag der Befreiung“ Drucken E-Mail

Der Deutsche Freidenker-Verband veröffentlicht in seiner Verbandszeitschrift „Freidenker“ Nr. 1-15 (März 2015) seine Erklärung

„70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus –
Deutschland braucht eine grundlegend andere Außenpolitik: Verständigung statt Konfrontation“

http://kurzlink.de/B5TeBaXVt

Ferner hat der Verbandsvorstand bei seiner Tagung am 28./29. März 2015 in Magdeburg beschlossen:

Der Deutsche Freidenker-Verband ist eine der ältesten deutschen Friedensorganisationen. Bertha von Suttner bekannte sich als „überzeugte Freidenkerin“. Wir demonstrieren und arbeiten heute mit allen zusammen, die wie wir für die Verwirklichung der Losung „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“ eintreten. Das Selbstverständnis der Friedensbewegung ist und bleibt antimilitaristisch, antifaschistisch und antirassistisch. Über den Mai 2015 hinaus müssen Formen der koordinierten und solidarischen Zusammenarbeit aller Friedenskräfte gefunden werden. Es gilt, die Trennung in ‚alte‘ und ‚neue‘ Friedensbewegung zu überwinden.

Freidenkerinnen und Freidenker begrüßen es, dass viele Menschen die ernsthafte Bedrohung des Friedens erkennen, den Konzernmedien ihr Vertrauen entziehen und erstmals für den Frieden auf die Straße gehen. Wir heißen sie in den Reihen der Friedensbewegung willkommen, wollen unsere Erfahrungen teilen und in der Aktion gemeinsam lernen. Wir treten für eine Willkommenskultur statt einer Verdächtigungskultur ein. Wir wollen Trennendes beiseiteschieben, Gemeinsamkeiten erarbeiten und gemeinsames Handeln erproben.

Die Friedensbewegung bietet keinen Unterschlupf für Nazis und Rassisten, und ebenso wenig für ‚antideutsche‘ Kriegsbefürworter. Auf dieser Grundlage ist die Friedensbewegung nicht der Ort für Gesinnungstests und Kontaktverbote, für Inquisition und Exkommunikation. Die Friedensbewegung hat keinen Platz für Hahnenkämpfe und Platzhirschgebaren, für personenbezogene Streitereien und Diffamierungen. Alleinvertretungsansprüche aus den Reihen traditioneller „Friedensinstitutionen“ leisten keinen Beitrag zum notwendigen gemeinsamen Handeln, sie leisten der Schwächung und Spaltung der Friedensbewegung Vorschub.

Zur aktuellen Diskussion in der Friedensbewegung gibt es den aufschlussreichen Artikel von Doris Pumphrey, einer langjährigen Antikriegsaktivistin, „Streit in der Friedensbewegung - wie breit darf sie sein?“
hier: http://www.nordrhein-westfalen.freidenker.org/streit-in-der-friedensbewegung-wie-breit-darf-sie-sein/

Erfolgreich kann die Friedensbewegung nur sein, wenn sie für gemeinsame Ziele gemeinsam handelt. Deshalb ist die Konzentration auf die gemeinsamen Anliegen erforderlich:

Frieden mit Russland statt Marsch in den Dritten Weltkrieg!
Deutschland raus aus der NATO, NATO raus aus Deutschland!

 
Verständigung statt Konfrontation Drucken E-Mail

70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus

Deutschland braucht eine grundlegend andere Außenpolitik

Für Antifaschisten und in der DDR galt der 8. Mai 1945 von Anfang an als „Tag der Befreiung“, die herrschenden Kreise Westdeutschlands brauchten nach der Kapitulation des Deutschen Reiches immerhin 40 Jahre, um den Tag nicht mehr als „Niederlage“ und „Untergang“ zu betrauern.

Der Wechsel der Sprachregelung durch den dafür viel bewunderten Richard von Weizsäcker war 1985 in der BRD nicht nur späte Einsicht, sondern vor allem auch Teil der Strategie des „Wandels durch Annäherung“, die das Vertrauen „unserer östlichen Nachbarn“ erwecken sollte. Das angestrebte Ziel wurde erreicht – Europa von der Elbe bis zum Pazifik von sozialistischen Gesellschaftsordnungen „befreit“.
Die heutige Weltlage beschwört Vergleiche mit den beiden Weltkriegen herauf. In weiten Teilen der Welt erleben wir imperialistische Einmischung und Kriege in Serie. Deutsche Regierungen ermächtigen sich, anderen Nationen Vorschriften zu machen, wirtschaftlichen und diplomatischen Druck auszuüben und selbst bis zur Androhung und Anwendung militärischer Gewalt zu gehen. NATO und EU vereinnahmten ein osteuropäisches Land nach dem anderen. Die „Partnerschaft mit Russland“ schlug in offene Konfrontation um.
Bis zur Einverleibung der DDR galt, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf. Das vereinte Deutschland begab sich wieder auf die alten Pfade deutscher Expansion Richtung Osteuropa. Die Lehren aus dem Faschismus wurden beim Krieg gegen Jugoslawien, dem dritten in einem Jahrhundert, mit dem rot-grünen Schlachtruf „Nie wieder Auschwitz“ pervertiert.
Dies stellte eine neue Variante der Auschwitz-Lüge dar, einen Akt von staatlichem Geschichtsrevisionismus. Es soll vergessen gemacht werden, dass die Sowjetunion das Hauptziel der Expansionsgelüste des deutschen Kapitals und der faschistischen Aggression war.
Verdrängt werden soll, dass im opferreichen Kampf der Anti-Hitler-Koalition die Sowjetunion die Hauptlast trug. Sie hatte 27 Millionen Tote zu beklagen, große Teile des Landes wurden verwüstet, Städte und Dörfer, Industrieanlagen und Kultureinrichtungen dem Boden gleich gemacht.
Insbesondere sollen wir vergessen, mit welch rassistischer Propaganda und psychologischen Kriegsvorbereitung gegen die „bolschewistische Gefahr“, den „verschlagenen Iwan“ und die „slawischen Untermenschen“ die deutschen Faschisten ihren Vernichtungskrieg und den Massenmord im Osten vorbereitet haben.
Wir sollen nicht erkennen, dass die heutigen Anti-Russland-Kampagnen gefährliche und fatale historische Vorläufer hatten.
In der offiziellen Erinnerungskultur kommt die Leistung der antifaschistischen Widerstandskämpfer, der Partisaninnen und Partisanen und der Deserteure nicht vor. Die Leugnung der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald ist ein Akt von staatlichem Geschichtsrevisionismus.
Der Schwur von Buchenwald „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung“ ist bis heute nicht eingelöst. In der Erinnerungskultur des vereinten Deutschland soll insbesondere der zweite Teil der Losung „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!“ verdrängt werden.

Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>


 DFV Selbstverständnis

 DFV-Freidenkerbrief abonnieren

 Mitglieder werden im DFV

DFV Weblog Logo

Aktuelle Ausg. des Verbandsorgans

fd04-2014-titel-klein

Zum aktuellen Heft

Kampagnen

junge Welt - Dein Abo fehlt!

jwlogo2

 
Nein zur Nato

Banner Nein zur Nato

 

Bücher

Bildung ist Menschenrecht
Zu erwerben (auf Rechnung)
zum Preis von 5,00 Euro.
Bestellung E-Mail: abo@freidenker.de

Veranstaltung

llso2015

Linker Liedersommer auf Burg Waldeck 19. bis 21. Juni 2015 - Die Veranstaltungswebseite ist auf http://www.linker-liedersommer-waldeck.de für Euch erreichbar.

Partnerorganisationen im Ausland

Weltunion der Freidenker

Freidenkerbund Österreichs

Association des Libres Penseurs de France

Associazione Nazionale del Libero Pensiero “Giordano Bruno”

Freethinker of Luxembourg - Libre Pensée Luxembourgeoise - Luxemburger Freidenker



Copyright © 2015 Deutscher Freidenker-Verband e.V.. Alle Rechte vorbehalten.